Schiffsbewertung A-ROSA BELLA

von Sina2011-04-014.75



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Die Bewertung wurde 1344 mal gelesen.
Aus: Deutschland
Alter: 46-50
Reisezeit: im April 11
Verreist als: Paar
Kinder: keine
Dauer: 3-5 Tage
Reiseart: Kreuzfahrt
Gebucht über: Reisebüro
Weiterempfehlung: Ja
Ø dieser Bewertung: 5.7

Freuen uns schon auf eine weitere Flusskreuzfahrt

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Schiff allgemein
6.0
Sonnen

Es war unsere erste Flusskreuzfahrt und deshalb habe ich mich vor allem im Internet sehr gut über alles informiert. Was im Prospekt steht und auch was die Fotos zeigen, entspricht voll und ganz der Realität. Ich empfehle auch, auf arosa.de den 360° Rundgang und den kurzen Videofilm anzuschauen. Es ist aber auch gut, wenn man möglichst viele Erfahrungsberichte liest, denn die Kleinigkeiten, die einem bei der Planung der Reise helfen können, und die einen auch auf Unvorhergesehenes vorbereiten, erfährt man nur dort. Da es sich bei der A-Rosa Bella um ein sehr modernes Schiff handelt, ließ die Ausstattung nichts zu wünschen übrig. Alles sah neu aus und war in einem sehr gutem Zustand. Vor allem im Vergleich zu anderen Schiffen, die wir auf unserer Reise (zumindest von außen) gesehen haben. Die Sauberkeit auf dem Schiff kann sich wirklich sehen lassen. Auch die Hygiene, denn an der Rezeption, am Eingang zum Restaurant und auf der öffentlichen Schiffstoilette standen Spender mit Gel zur Händedesinfektion. In unserem Arrangement war ein Stadtrundgang (1 1/2 Stunden / Wert 19 €) in Linz einbegriffen. Er hat sich sehr gelohnt und auch ihn kann ich nur weiterempfehlen. Die Währung an Bord ist €. Alles läuft bargeldlos, man bezahlt mit seiner Kabinenkarte, bekommt aber über alles eine Quittung, um die Abrechnung nachvollziehen zu können. Der kleine Bordshop enthält neben Schmuck, Parfüm und T-Shirts (nicht überteuert, angeblich wg. DutyFree sogar 10-20% günstiger) noch Dinge des täglichen Bedarf, falls man z.B. die Zahnbürste vergessen hat. Die Kleiderordnung fand ich sehr angenehm. Man konnte ganz normale Kleidung tragen und mein Mann hätte den Schlips wirklich zu Hause lassen können. Es gab auch keine Tischordnung und kein Dinner mir dem Kapitän, sodass alles sehr zwanglos war. Bei unserer Reise waren ausschließlich deutschsprachige Gäste an Bord. Die Altersstruktur war (bei 180 Gästen) ca. 10% ab 35 Jahre, 25% ab 45 Jahre, 60 % ab 65 Jahre und 5 % über MItte 70 hinaus. Bei unserer Fahrt war die Besonderheit, dass eine Gruppe von 60 Personen aus einem Dorf (mit Bürgermeister) angereist waren. Behindertenfreundlich ist das Schiff nur bedingt. Einen Aufzug hat es nicht (vielleicht Möglichkeiten, von denen wir nichts gesehen haben). Aber wenn man eine Kabine auf Eingangshöhe bucht, kann man von dort auch das Restaurant und die Lounge, sowie das Achterdeck erreichen. Auf das Sonnendeck kann man nur über eine Treppe und bei Anlegestellen, bei denen der Ausgang im unteren Deck liegt, gäbe es wohl Probleme. Mit Kindern würde ich eine Flusskreuzfahrt nicht buchen. Es fehlen dann doch Spiel- und Bewegungsflächen. Auf dem Sonnendeck halte ich es für Kinder zu gefährlich.

Kabine
6.0
Sonnen

Alle Kabinen sind Außenkabinen. Die Größe ist optimal, jeder Platz gut ausgenutzt. Man fühlt sich überhaupt nicht eingeengt. Für Kleidung ist genug Platz in den Schränken. Die Koffer bzw. Trolleys kann man unter das Bett schieben. Die Betten sind sehr bequem (nicht zu hart, nicht zu weich). Kopfkissen kann man bei Bedarf sogar umtauschen, da es viele verschiedene Modelle zur Auswahl gibt. Auf Wunsch kann man das Kopfkissen sogar für zu Hause kaufen. Es wird auf Anfrage auch ein zusätzliches Kopfkissen in die Kabine gebracht. Das Farbkonzept der A-Rosa Bella ist ein angenehmes Rot-Orange. Über dem Bett hängt ein angedeuteter Himmel, was sehr gemütlich wirkt. Die Betten sind wirklich breit genug und es sind auch 2 getrennte Matratzen, was den Schlaf ruhiger macht. Wir hatten eine Kabine der Kategorie C, was die luxoriöseste ist. Sie hat einen sog. französischen Balkon, was bedeutet, dass man die beiden Fensterflügel bis zum Boden öffen kann und eine Art Balkongeländer das Herausfallen verhindert. Eine Kabine nur mit Panoramafenster oder gar Bullauge kann ich wegen dem Mangel an Frischluft nicht empfehlen. Man ist dann alleine auf die Klimaanlage angewiesen und kann die vorbeiziehende Landschaft nicht so genießen. Die Kabine hatte einen kleinen Fernseher mit den "gängigsten" Programmen. Kanal 1-3 war mit Schiffsinfos belegt. Interessant war Kanal 2 mit einer Schiffskamera, die uns ein bisschen die Sicht des Kapitäns näherbrachte. Man sah dann schon von weitem, was sich am Ufer abspielte und ob sich evtl. ein Gang aufs Sonnendeck lohnen würde oder zumindest der Griff zum Fotoapparat. Es gab auch einen Safe, in dem man Bargeld und Papiere verstauen konnte. Beides wurde ja an Bord nicht benötigt. EInen Fön braucht man nicht mitzunehmen. Er befindet sich fest integriert in der Schreibtischschublade (Spiegel direkt darüber). Das Reisebügeleisen sollte man zu Hasue lassen. Es ist wegen der Feuergefahr sowieso nicht erlaubt, dies zu benutzen. Ein Bügelservice (kostenpflichtig) wurde angeboten, wir mussten ihn aber nicht nutzen. Tipp: In der Dusche gibt es eine herausziehbare Wäscheleine. Dort kann man ein Kleidungsstück nach dem Duschen in den Dampf hängen. Das entknittert schön. Das Bad war klein aber fein. Uns hat es ausgereicht, da wirklich genügend Bewegungsfreiheit vorhanden war. Durch geschickte Verspiegelung und eine durchsichtige Duschtür, wirkte der Raum auch optisch größer. 2x täglich wurden Kabine und Bad gereinigt, auf Wunsch auch die Handtücher erneuert. Eine Minibar haben wir nicht vermisst, da man rund um die Uhr Getränke an der Bar bestellen konnte. Bademäntel gab es auf Wunsch im Wellnessbereich. Spiegel waren im Bad und über dem Schreibtisch vorhanden und es gab auch einen Ganzkörperspiegel. Wir fanden es überhaupt nicht hellhörig, hatten vielleicht aber auch ruhige Nachbarn. Den Schiffsmotor hört man natürlich (vor allem bei der Fahrt stromaufwärts). Darüber dürfte man sich aber bei einer Schiffsfahrt auch nicht beschweren. Das ist ja nachts gerade das Gemütliche. Geruchsbelästigung gab es ein bisschen in den Schleusen. Auf unserer Strecke 9 Stück (bis zu 15m tief). Da roch man dann etwas den Schiffsdiesel. Die Toilettenspülung in den Nachbarkabinen hörte man, da es sich um Vakuumtoiletten handelte, die natürlich gewisse Geräusche beim Absaugen machen (ähnlich wie in den Toiletten im Zug). Hat uns aber nicht gestört. Jeden Abend lag in der Kabine (oder steckte an der Tür) das Programm mit Empfehlungen für den nächsten Tag.

Gastronomie
6.0
Sonnen

Es gab 1 großes Restaurant, in dem alle gut Platz gefunden haben. In unserem Fall war das Schiff allerdings auch nicht komplett belegt gewesen. Gedränge hätte es wohl auch sonst nicht gegeben, denn die Essenszeiten waren großzügig bemessen (1 1/2 bis 2 Stunden) und da es immer Buffet gab, war man sehr frei in der Wahl seiner Essenszeit. Es gab 2er, 4er und 6er Tische mit gutem Blick aus dem Schiff heraus. Qualität und Quantität ließen nichts zu wünschen übrig. Das Frühstücksbuffet war sehr reichhaltig, alles frisch und sehr lecker. Es wurde auch gegen halb 12 eine Jausenzeit angeboten. So kurz vor dem Mittagessen habe ich das nur 1x mitgemacht. Da gab es Weißwürste, Brezeln und Bier. Das durfte ich mir als Nicht-Bayerin natürlich nicht entgehen lassen weil ich es noch nicht kannte. MIttags gab es ebenfalls eine gute Auswahl, allerdings wurde dies vom Abendessen immer nochmal getoppt. Abends rechnete man wohl eher mit der Anwesenheit aller Gäste an Bord, die mittags auch mal auf Landgang waren. Abends wurde nach "Motto" gekocht. Bei uns war es Bayern, Frankreich, Österreich und Steakhouse. Der Nachtisch, der zu allen warmen Mahlzeiten angeboten wurde, war auch sehr lecker. Neben frischem Obst und Eis immer 2 Sorten verschiedene Cremes und oft auch frisch hergestellte Köstlichkeiten: Waffeln, Kaiserschmarrn, Crème brullée etc. Was ein Herr in einer Kritik hier geschrieben hat (es gäbe immer nur Quark) kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es wurde auch immer einen Nachmittagskaffee mit Kuchen angeboten. Zu den Mahlzeiten gab es Wasser gratis in Karaffen. Alle anderen Getränke konnte man kostenpflichtig bestellen und wurden von den Kellnern an den Tisch gebracht. Man bezahlte mit der Kabinenkarte, unterschrieb die Rechnung und bekam eine Quittung. Trinkgelder konnte man sofort auf der Rechnung mit vermerken. Sie wurden dann ebenfalls mit abgebucht. Die Preise sind zivil und ich würde sie als normale Restaurantpreise bezeichnen. Obwohl wir an Getränken nicht gespart haben (zum Essen einen Wein oder ein Bier), auch mal einen Cocktail und einige Radler und Weißbiere auf dem Sonnendeck, haben wir (inklusive Trinkgeld) für 2 Personen und 4 Tage ca. 130 € an Getränken bezahlt.

Service
5.0
Sonnen

Das Personal war durchweg hilfsbereit und freundlich. Manchmal gab es ein paar kleine sprachliche MIssverständnisse, denn neben wenig deutschem und österreichischem Personal befinden sich überwiegend osteuropäisches Mitarbeiter an Bord. Ungarn z.B. war häufig vertreten. Man muss aber auch bedenken, welche Routen die A-Rosa auf der Donau zurücklegt und welche Länder dabei angefahren werden. Es handelte sich also nicht um sog "Billig"-Personal, sondern um einen Querschnitt der Länder, die man auf dieser, bzw. einer längeren Tour bereisen kann. Unsere Kabinenstewardess war immer die selbe. Ihr haben wir auch bei Reiseende ein kleines Trinkgeld gegeben. Ansonsten konnte man an der Rezeption ein Trinkgeld für die gesamte Crew hinterlassen. Etwas störend empfanden wir die vielen Durchsagen unserer "Guest-Relation-Managerin". Manches war nötig (wie Sicherheitshinweise und Landgangsinfos). Anderes diente wohl eher der Werbung für den Bordshop, den Wellnessbereich und Stadtführungen. In den öffentlichen Bereichen konnte man sich diesen Durchsagen nicht entziehen, in der Kabine hörte man sie nur leise, konnte aber auf Wunsch Kanal 1 einschalten und mithören. Wenn man das alles im Voraus weiß, kann man sich darauf einstellen und empfindet es vielleicht nicht als so störend. Ein Arzt ist nicht an Bord, was aber durch die Ufernähe auch nicht so wichtig ist. Einziger Pflichtprogrammpunkt war die Infoveranstaltung zur Schiffssicherheit. Ansonsten konnte man tun und lassen was man wollte und es gab auch genügend Möglichkeiten, sich evtl. Rummel zu entziehen. Übrigens: Zur Begrüßung am Einschiffungstag gab es für jede Frau eine Rose und an einem Abend für alle ein Glas Sekt auf Kosten des Hauses. Da stellte sich der Kapitän mit seiner Crew vor.

Sport Unterhaltung
5.0
Sonnen

Es gibt einen Fitnessraum, den ich allerdings nur 1x genutzt habe, da mir die Luftzirkulation fehlte. Die Klimaanlage allein war mir beim Sport zu wenig. Leider war es sehr stickig und warm gewesen. Die Auswahl der Geräte war ausreichend: 1 Crosstrainer, 3 Fahrräder, 1 Laufband und eine Art Liegefahrrad. Den restlichen Wellnessbereich haben wir nicht genutzt. Mein Mann war allerdings in Wien am Ufer Joggen gewesen. Auf dem Sonnendeck hätte man den kleinen Pool, das Schachspiel, Shuffle-Board und Minigolf nutzen können. Jahreszeitenbedingt saßen wir aber lieber (teilweise in Decken gehüllt) einfach nur so an Deck. Auch die anderen nutzten diese Außenangebote nicht wirklich. Eher die Möglichkeit, Bücher und Kartenspiele an Bord auszuleihen. Wir sind keine Freunde von Alleinunterhalten in Bars, und haben uns deshalb abends nicht in der Lounge aufgehalten. Auch dem etwas aufdringlichen Fotografen konnten wir uns erfolgreich entziehen. Auf der Strecke von Passau nach Wien gibt es leider viele niedrige Brücken, bei denen man (kurzfristig) vom Sonnendeck runter muss, damit keine "Köpfe rollen".

Landausflüge
6.0
Sonnen

In Krems sind wir auf eigene Faust in den Ort spaziert und in Linz haben wir an einem Stadtrundgang teilgenommen. Für Wien haben wir eine 3 1/2 stündige Stadtrundfahrt (pro Person 35 €) gebucht. Alle 3 Ausflüge können wir sehr empfehlen. In Wien haben wir uns nachmittags selbständig gemacht und uns ein paar Sachen nochmal genauer angeschaut. Das Sissi-Museum in der Hofburg, ein Besuch im Café Sacher (ein Muss !) und den Stephansdom, der bei der Stadführung nicht dabei war. Dieser Besuch war aber eher enttäuschend, das es vor Touristen nur so wimmelte, die auch keine Ehrfurcht vor dem gerade stattfinden Gottesdienst hatten. Fiacker fahren wäre schön gewesen, 1 Stunde kostet aber 90 €. Günstig ist jedoch eine 24 Stundenkarte für Bahn und Bus in Wien für 5,70 €. Da die Donau-Flusskreuzfahrten ja fast alle in Passau starten und enden, sollte man 1 Tag Passau auf jeden Fall als Sightseeing mit einplanen. Der dortige Staphansdom ist mindesten genauso schön, die Orgel weltberühmt und die Altstadt total kuschelig.

Sonstige Tipps & Empfehlungen

Wer mit der Bahn fährt, sollte möglichst einen Tag vorher anreisen, um auch wirklich pünktlich zu sein und das Schiff nicht zu verpassen. Wir haben im schönen Hotel Passauer Wolf übernachtet, mit direktem Blick auf die Donau. Wir konnten zu Fuß zur A-Rosa laufen. Die Koffer konnten im Hotel bleiben, bis wir um 15 Uhr zum Schiff gingen. Wir haben die Fahrt zwar übers Reisebüro gebucht, die Zugfahrt aber selbst organisiert. Durch Frühbucherrabatt war die 1. Klasse-Fahrt günstiger als das 2. Klasse-Angebot des Reisebüros gewesen. Bei der Auswahl der Kabinen sollte man bedenken, dass Schiffe mit dem Bug immer flussaufwärts liegen. Egal ob auf der Hin- oder Rückfahrt. Somit empfiehlt sich eine Buchung auf der Seite, die auch beim Anlegen an der Wasserseite liegt. Natürlich kann es auch mal sein, dass man ungeplant am gegenüberliegenden Ufer anlegt oder dass man vor- oder hinter einem Schwesternschiff anlegt und 2 Kabinen aneinanderstoßen. Aber das hat man nicht in der Hand. Wir hätten auf unserer Tour mit der Buchung der gegenüberliegenden Kabine mehr vom Wasser gesehen. Auch solte man bei der Auswahl der Route genau auf die Liege- und Landgangszeiten achten. Manch einer liegt ja gerne im Hafen und besucht lieber stundenlang die Städte. Bei einer Schiffsreise sollte aber doch auch die Fahrt im Vordergrund stehen. Wir persönlich hätten die Übernachtung in Wien gar nicht gebraucht und auch auf der Rückfahrt die lange Liegezeit in Linz (13.30 Uhr bis 23 Uhr) nicht unbedingt. Die Rückfahrt nach Passau mit Ankunft um 7 Uhr morgens haben wir dann leider verschlafen. Bis 9 Uhr durften wir auf dem Schiff bleiben und auch noch in Ruhe frühstücken. Wenn wir auch unsere Koffer schon um halb 7 vor die Kabinentür stellen mussten war es super, dass es einen Gepäckservice zum Bahnsteig gab. Dort nahmen wir unsere Koffer dann wieder in Empfang.

Hinweis zur Schiffsbewertung: 6 Sonnen = sehr gut ... 1 Sonne = sehr schlecht

War die Bewertung für Sie hilfreich? Ja Nein

Zusatzangaben zur Schiffsbewertung

In welchem Gewässer fand die Reise statt? Donau
Wie war die Sprache an Bord? Deutsch
Entsprach das Schiff der Veranstalterbeschreibung? Ja
Sind die Anzahl der Sterne des Schiffs berechtigt? Ja
Waren Sie mit der Reiseleitung zufrieden? Ja
Wie wurde das Preis/Leistungsverhältnis empfunden? sehr gut
Wo wurde die Schiffsreise gebucht? Reisebüro
Wann wurde die Schiffsreise gebucht? langfristig (> 3 Monate vor Reiseantritt)
Wohin soll die nächste Urlaubsreise gehen? Europa
Wie oft wird im Jahr verreist? 1-2 mal