Schiffsbewertung Adventure of the Seas

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1 von 3 User (33%) findet diese Bewertung hilfreich.
Aus: Schweiz
Alter: 41-45
Reisezeit: im Dezember 11
Verreist als: Paar
Kinder: keine
Dauer: 1 Woche
Reiseart: Kreuzfahrt
Gebucht über: Reisebüro
Weiterempfehlung: Nein
Ø dieser Bewertung: 4.7

Schiff der Superlative, Organisation unterirdisch

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Schiff allgemein
4.0
Sonnen

Die "Adventure of the Seas" gehört der US-amerikanischen Reederei "Royal Caribbean" und fährt unter der Flagge der Bahamas mit Heimathafen Nassau. Gebaut wurde das Schiff 2001 in Finnland, es ist 312 Meter lang, 38 Meter breit und verfügt über 15 Decks. Die Ausstattung ist wirklich überwältigend und die Technik an Bord läßt einen staunen. Auf Deck 5, dem Zentrum der "Adventure" befindet sich die Royal Promenade, eine Mall mit Geschäften, Boutiken und Bars, die keine Wünsche offen lassen. Außer am Poolbereich - während der Seetage - findet man immer einen Platz, der trotz der insgesamt max. 5000 Menschen an Bord (Gäste + Personal) ruhig und leise ist. Die Möglichkeiten, sich zu beschäftigen, sind nahezu unbegrenzt. Das Schiff verfügt über: Theater, Kino, Eislaufbahn (eher schon ein Eisstadion), Casino, Disco, Biblothek, Internet-Cafe, (Mini-)Golfplatz, Kletterwand mir mehreren Parcours, Inlineskatingbahn, Basketball- und Handballfeld, Wasserrutsche, Kapelle, Kinderclub, Burger-Restaurant, Tischtennis, Spa-Bereich, Frisör, Spielothek, Jakuzzi, und und und. Der Zustand der "Adventure of the Seas" ist sehr gut, das Schiff mutet an, wie nagelneu, keine Abnutzungserscheinungen und permanent wird gewartet, gestrichen und repariert - während der Hafenzeiten, der Gast bekommt davon kaum etwas mit. Um die Sauberkeit ist man ebenso sehr bemüht, alle öffentlichen Bereiche sind wirklich vorbildlich sauber, was auch für die Toiletten gilt. Die eingeschlossenen Leistungen sind neben dem Essen die Getränke zu den Mahlzeiten, allerdings nut Wasser, Softdrinks und Kaffee. Für alles andere muss man bezahlen und das nicht zu knapp. Der Preis für ein Bier an Bord beträgt, je nach Sorte, zwischen 4.50 und 6.95 Dollar, ohne Steuer und Servicezuschlag. Unter´m Strich bedeutet das, dass man zwischen 6 und 8 Dollar berappen muss - für Softdrinks rund $ 4.50, für einen Cocktail schon mal rund $ 9.00.Zum Thema Drinkgeld könnte man allein einen Roman schreiben. Während der gesamten Reise wird einem suggeriert, dass man "additional tip" geben soll. Zwei Tage vor Verlassen des Schiffs bekommt man ein Formular auf die Kabine, in dem aufgefordert wird, das "reguläre" Trinkgeld dem eigenen Bordkonto belasten zu lassen, das sei einfacher, als es z.B. den Einzelnen selbst bar zu geben. Angesetzt werden $ 11.75 pro Person und Tag. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass das alles freiwillig ist. Wir schätzen, dass 80 bis 90% der Gäste dieses Formular unterschrieben haben, sprich 82.25 Dollar pro Woche dem Bordkonto belastet wurden, welche angeblich dem Kabinen-Steward und den Kellnern im zugeteilten Restaurant gegeben werden. Was aber, wenn man nicht im (Bedien-)Restaurant gegessen hat sondern, wie wir, im Buffet-Restaurant? Soll man den Kellnern, die einen die ganze Zeit über nicht gesehen und bedient haben Trinkgeld geben und die, die sich um einen bemüht haben gehen leer aus? Wir haben unser Trinkgeld den Personen gegeben, die bemüht um unser Wohlbehagen an Bord waren und nicht der Reederei. Unser TIPP: keinesfalls das Formular unterzeichen, einfach ignorieren. Auch kein Geld in Kuverts stecken, die am Abreisetag in der Kabine liegen. Lieber das Trinkgeld denen geben, die es sich verdient haben. Auch wenn es den Gästen immer wieder vorgegaukelt wird, dass das "reguläre" Trinkgeld verpflichtend ist - ist es nicht!!! Es wird auch nicht dem Bordkonto belastet. Insgesamt hatten wir die gesamte Reise über den Eindruck, es ginge nicht um unsere Ferienfreuden, sondern darum uns auch noch den letzten Dollar aus der Tasche zu ziehen. Nun zu den Ausflügen, welche von der Reederei an Bord angeboten werden... Wir würden sagen - Finger weg! Die Ausflüge sind sicher gut organisiert und teilweise auch richtig gut, kosten aber locker das Doppelte als die, die an Land angeboten werden. Thema Essen und Getränke: die Verpflegung auf dem Schiff ist ausgezeichnet, das Essen reichhaltig und sehr lecker. Leider gab es aber während der ganzen Woche über jeden Tag das gleiche Essen, keinerlei Abwechslung, zumindest im Buffetrestaurant. War jetzt für eine Woche auch kein Problem, wegen der Vielfältigkeit und der hohen Qualität, aber wir könnten uns vorstellen, dass es bei zwei Wochen an Bord dann doch irgendwann langweilig wird. Die Vielfältigkeit der angebotenen Getränke kann nur ausdrücklich gelobt werden, wenn auch die Preise unverhältnismässig hoch sind. Nun kommt der Punkt, der dazu führt, dass das Schiff allgemein nur als "eher gut" bewertet wird, die Gästestruktur und die Organisation. Wähernd unserer Reise (vom Hafen San Juan, Puerto Rico) waren rund die Hälfte der Gäste Puerto Ricaner, die offensichtich über eine Werbeaktion mit Dumpingpreisen auf das Schiff gelockt wurde, um dieses voll zu bekommen. Leider zeichneten sich diese Passagiere durch eine extreme Lautstärke und wiklich miserable Manieren aus. Von einem gewissen Niveau, das man normalerweise auf einer teuren Kreuzfahrt erwartet, kann keine Rede mehr sein. Das waren wirklich Gäste der unteren Schublade. Ärgerlich für alle diejenigen, die wie wir, viel Geld für die Kreuzfahrt bezahlt haben. Die Organisation der Royal Caribbean ist gelinde gesagt stümperhaft. Der Check-in dauerte fast 4 Stunden, wovon mal allein rund zwei Stunden in der prallen Hitze (ohne Getränke) anstehen musste, einzig um den Koffer abzugeben. Danach wurde man wieder zurück geschickt zum Ende der nächsten Warteschlange, um einzuchecken, was abermals fast 1,5 Stunden gedauert hat. Nach dem Einchecken standen wir etwa 30 Minuten vor einem verschlossenen Rolltor, hinter dem angeblich die Sicherheitsschulung hätte stattfinden sollen. Danach mussten wir über defekte Rolltreppen das Schiff erklimmen, um einen Zettel in die Hand zu bekommen, der uns darauf hinwies, dass wir durch unser Verschulden die Sicherheitseinweisung verpasst hätten und das Schiff nun auf eigene Gefahr betreten. Das Ganze war gelinde gesagt eine Zumutung und auch die Verantwortlichen hatten kein offenes Ohr und haben jegliche Beschwerde abgewiesen. Letzter allgemeiner Punkt ist behinderten- und kinderfreundlichkeit, wofür man nur ein großes Lob aussprechen kann. Für Rollifahrer ist alles barrierefrei, wie übrigens auch auf allen besuchten karibischen Inseln und es stehen Personal und auch "Insulaner" sofort und gerne hilfreich zur Seite. Da könnten wir uns in Deutschland noch eine Scheibe abschneiden. Für die Kinder wird ebenfalls viel geboten, die Kinderbetreuung ist vorbildlich und es wird sogar zwischen drei Altersgruppen unterschieden.

Kabine
5.0
Sonnen

Wir hatten eine Aussenkabine ohne Balkon in Deck drei. Die Kabine war ausgezeichnet, ca. 20 qm groß, mit TV und Minibar. Kein Luxus, aber immerhin sauber und für eine Kreuzfaht absolut ausreichend. Besonderes Lob gilt unserem Kabinensteward, der super freundlich und immer hilfsbereit war und unsere Kabine immer wieder mit tollen Handtuchfiguren verziert hat.

Gastronomie
5.0
Sonnen

Die Gartonomie der "Adventure" verdient insgesamt ein großes Lob, das Essen war excellent, vielfältig und hochwertig. Einziger kleiner Kritikpunkt ist die Abwechslung, es gab im Buffet-Restaurant eine Woche lang täglich annähernd das gleiche Essen. In den Restaurants war die Abwechslung deutlich besser, jeden Tag fünf oder sechs andere Menüs, leider aber sehr kleine Portionen.

Service
5.0
Sonnen

Note eins für den Service an Bord, ausgenommen die Guest Relation und der "internationale Botschafter", die eher amateurhaft gearbeitet haben. Alle, aber wiklich durchweg alle, die mit Service zu tun hatten waren wirklich sehr kompetent und unglaublich freundlich. Die Bordsprache ist Englisch, das wird auch von allen sehr gut gesprochen, obwohl das Personal ais 57 Ländern kommt, Deutsch wird allerding so gut wir nicht verstanden oder gesprochen.

Sport Unterhaltung
6.0
Sonnen

Hierzu gibt es nur einen Kommentar: man fährt auf einem Schiff mitten durch das karibische Meer, sitzt in einem Eisstadion und sieht eine Show ala Holiday on Ice. Unglaublich! Sport, Unterhaltung und der Poolbereich sind nicht zu übertreffen - klasse!!!

Landausflüge
3.0
Sonnen

Aud dem Schiff kann man für jeden Zielhafen vielfältige Landausflüge buchen. Die Informationen und Beschreibungen erhält man immer einen Tag im Voraus in der eignenen Sprache auf die Kabine. Leider ist die Qualität der Landausflüge nur mittelmässig bis gut, der Preis absolut überteuert. Wir haben eine 5-stündige Schnorcheltour für $ 79.-- pro Person gebucht und der Auslflug war exakt vergleichbar mit einem Ausflug in Ägypten letztes Jahr, der pro Person 12 Euro kostete.

Sonstige Tipps & Empfehlungen

Die "Adventure of the Seas" unbedingt einmal machen, das Schiff ist absolut beeindruckend, aber niemals mit Abfahrthafen San Juan (Puerto Rico) wegen der Befüllungsstrategie der Royal Caribbean - auf gar keinen Fall "verbindliche" Trinkgelder bezahlen - keine Landausflüge buchen, lieber mit Veranstaltern vor Ort gut verhandeln - niemals, auf keinen Fall versuchen Alkohol an Bord zu smuggeln, an zwei Abenden wurden Gäste von Bord verwiesen, die das versucht hatten - dicken Geldbeutel für Nebenkosten mitnehmen

Hinweis zur Schiffsbewertung: 6 Sonnen = sehr gut ... 1 Sonne = sehr schlecht

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Zusatzangaben zur Schiffsbewertung

In welchem Gewässer fand die Reise statt? Karibik
Wie war die Sprache an Bord? Englisch
Entsprach das Schiff der Veranstalterbeschreibung? Nein, schlechter
Sind die Anzahl der Sterne des Schiffs berechtigt? Ja
Waren Sie mit der Reiseleitung zufrieden? Nein
Wie wurde das Preis/Leistungsverhältnis empfunden? angemessen
Wo wurde die Schiffsreise gebucht? Reisebüro
Wann wurde die Schiffsreise gebucht? langfristig (> 3 Monate vor Reiseantritt)
Wohin soll die nächste Urlaubsreise gehen? Sonstige
Wie oft wird im Jahr verreist? 3-4 mal