MSC Magnifica
Schiffsbewertung MSC Magnifica
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Alter: 56-60
Reisezeit: im Dezember 11
Verreist als: Freunde
Kinder: keine
Dauer: 2 Wochen
Reiseart: Kreuzfahrt
Gebucht über: Reisebüro
Weiterempfehlung: Nein
Ø dieser Bewertung: 4
Schöne Ziele, aber Schiff ließ Wünsche offen
Schrift vergrößern A A Schrift verkleinern A AIm Hafen schon eine imposante Erscheinung. Das Innenleben wie bei anderen MSC-Schiffen prunkvoll. Besonders schön: Das Foyer mit Wasserbecken, wo abends ein Trio (Flügel und zwei Violinen) klassische Musik spielt. Mehrere ansprechende Bars (z.B. Tiger-Bar). Großes Minus auf dieser Tour: Die viel zu eng bestuhlten Speisesäle. Im Quadro Venti kriegte ich an einem runden Zehner-Tisch, wo ich auf einem großen Sofa in dessen Mitte "hoppeln" mußte, Angstzustände und regelrecht Panik bei dem Gedanken: Was ist, wenn ich mal schnell zur Toilette muß? Mein Essen mußten mir drei Gäste nacheinander anreichen. Das kenne ich von der "Fantasia" ganz anders. Selbst die wirklich schlanken Kellner kamen kaum zwischen den Stühlen durch. Es war grausam. Sind dann ins Restaurant "Edera" gewechselt - da war es etwas besser. Ich hasse es nun mal, wenn ich dauernd den Bauch eines Kellners im Rücken habe. Meiner Freundin nimmt das ständige Gedrängel hinter ihr auch den Genuß am Essen.
KabineWir hatten bei der Tour Venedig-Haifa-Venedig Außen mit Balkon auf Deck 10. Kabine erheblich kleiner als auf der "Fantasia": Dort war zwischen Doppelbett und Fenster ein dreisitziges (!) Sofa - hier in der gleichen Preislage ein Frisiertisch, der gerade mal die Breite eines schmalen Zweisitzers hatte. Wollte ich mal auf den Balkon, stolperte ich über die Schuhe, die meine Reise-Partnerin vorm Bett abgestellt hatte. Das Problem gab es bei der vorigen Fahrt nicht. Zwei riesge Bilder in der Kabine - eines hätte man besser abgenommen und durch Regale oder zumindest Kleider-Haken ersetzt.. Am praktischen Bad wie immer nichts auszusetzen. WC und Kabine wie auch letztes Mal bestens gegen Geräusche der Nachbarn isoliert. Zimmer-Personal sehr freundlich - machten auf Wunsch gleich Betten so, daß man die Decken nicht immer mühsam vom Kopf- bis zum Fußende unter der Matratze "hervorreißen" mußte. Auch eine Zusatz-Decke war kein Problem und in zehn Minuten da.
GastronomieDie harte Note gibt es weniger fürs schmackhafte Essen, als für die Enge in den beiden Speisesälen, die ich oben schon beklagte. Ich will die Mahlzeit nicht "hinter mich bringen", sondern mit Genuß speisen, was auf der "Fantasia" auch möglich war. Das Büfett-Restaurant suchten wir nur selten auf, weil uns das wilde Gedränge dort stört. Hat man erst mal seine Speisen ergattert, sitzt man dort am Heck allerdings recht nett., wenn man nicht gerade zur "Stoßzeit" kommt. Zur Kleiderordnung: Ich laufe gern leger rum, finde es aber unpassend, wenn Mitreisende zu Gala-Abenden in Jeans und zerknitterten T-Shirts auftauchen. Das ist einfach unhöflich unseren "Gastgebern" gegenüber, die sich an dem Abend besondere Mühe geben.
ServiceNur eher gut, weil die Rezeption diesmal dicke Minuspunkte bekommt, was Freundlichkeit und Hilfbereitschaft angeht. Ein "eisernes Lächeln" im Gesicht gleicht fehlendes Engagement nicht aus. Meine Freundin hatte wichtige Medikamente vergessen. Die hervorragende Bord-Ärztin, auf die ich unter "Tipps" noch zu sprechen kommme, stellte ihr ein Rezept aus und bat die Rezeption persönlich, es zu besorgen, als das Schiff zwei Tage vor Haifa lag. Man konnte oder wollte es nicht, obwohl Mitarbeiter mit Gruppen von Bord gingen, die sicher in Erfahrung bringen konnten, wo am Hafen oder in der Stadt eine Apotheke war. Wir hätten sogar das Taxi bezahlt,, wenn sie das Rezept gefaxt hätten und es gebracht worden wäre... Vor der Note eher schlecht bewahren dieses Team die Kellner, die uns Speisen und Getränke servierten - durchweg freundlich. Bis auf einen sturen osteuropäischen Barkeeper, den ich mit einem Lächeln um einen Extra-Schuß Kokosmilch in meinem Cocktail zu bitten wagte. Er zuckte die Achseln und meinte, er habe seine Vorschriften, wie Drinks zu mixen seien. Den bitte mal ein paar Monate in die Türkei schicken - und wenn es nur die Bar eines Drei-Sterne-Hauses ist.. Das Check-in war trotz Club-Karte (???) und Vorarbeit im Internet (???) die Hölle. Überflüssig auch die Zwangs-Fotos der erschöpften, gestreßten Gäste, die nach dem Gedränge vor der Gepäck-Kontrolle (ein nerviger Engpaß) an Bord wollen und nicht im eiskalten Wind vor einer dämlichen Kulisse anstehen möchten.
Sport Unterhaltung Nicht genutzt Landausflüge Nicht genutzt Sonstige Tipps & EmpfehlungenEin wahrer Lichtblick der Reise: Die liebevolle, kompetente ärztliche Versorgung von Dr. Vesna H., die mich wegen einer schweren Bronchitis behandelte und mich bis zum Ende der Reise wieder "auf die Beine stellte", so daß ich nicht im Krankenwagen zum Flieger von Venedig nach Deutschland gebracht werden mußte. Auch um andere Patienten kümmerte sie sich sehr engagiert - ganz gleich, ob einer Abführpillen brauchte oder mit einem Leistenbruch zu ihr kam. Eine Ärztin wie sie wünsche ich mir hier in Deutschland!
Zusatzangaben zur Schiffsbewertung
| In welchem Gewässer fand die Reise statt? | Östliches Mittelmeer |
| Wie war die Sprache an Bord? | Englisch |
| Entsprach das Schiff der Veranstalterbeschreibung? | Ja |
| Sind die Anzahl der Sterne des Schiffs berechtigt? | Ja |
| Waren Sie mit der Reiseleitung zufrieden? | Keine Angaben |
| Wie wurde das Preis/Leistungsverhältnis empfunden? | eher gut |
| Wo wurde die Schiffsreise gebucht? | Reisebüro |
| Wann wurde die Schiffsreise gebucht? | langfristig (> 3 Monate vor Reiseantritt) |
| Wohin soll die nächste Urlaubsreise gehen? | Türkei |
| Wie oft wird im Jahr verreist? | 3-4 mal |
