Check-in Genua

Kategorie: Sonstiges Motiv | Schiff: MSC Splendida
Check-in Genua Bilder Sonstiges Motiv MSC Splendida

Westliches Mittelmeer mit der MSC Splendida

Schiff allgemein
6.0
Sonnen

Mit 333 m Länge, ca. 138.000 BRT und 27.000 qm öffentlichem Raum gehört die Splendida zu den großen Kreuzfahrtschiffen. Von den 18 Decks sind 13 Decks für die Passagiere zugänglich. Dies sind im einzelnen: Deck 5: 3-geschossiges Theater, Kabinen, 3geschossige Lobby mit den Panoramaaufzügen, Rezeption, Bar, Bibliothek und Businesszentrum. Danach folgt die untere Ebene des Hauptrestaurants „La Reggia“. Die Lobby wirkt durch die geringe Höhe sehr gedrückt, die Wege auf den darüber liegenden Decks sind um die Lobbyöffnung sehr eng. Das Theater ist sehr modern in seinem Design, sehr gradlinig und völlig schnörkellos. Die Sitze sind bequem, aber man wünscht sich, dass die Türen nach Showbeginn geschlossen würden. Deck 6: Mittlerer Teil des „Strand-Theaters“, Casino, im Anschluss „La Piazetta“, einem Café, umrahmt von einem Schmuckladen, einem Modegeschäft, der Zigarrenlounge und einem Duty Free Laden. Es folgt das Hauptfoyer mit Bars und dem Tourdesk. Im Anschluss befindet sich die zweite Ebene des „La Reggia“. Da zwischen diesem und dem zweiten Hauptrestaurant „Villa Verde“ die Küche liegt, ist ein umständliches „Umlaufen“ notwendig. Man muss also erst zum Deck 7 laufen, dann nach hinten gehen und dann wieder runter, um zum „Villa Verde“ zukommen. Das Casino ist verraucht und dieser Rauch zieht leider in die darüber liegende Pianobar, da eine große Treppe beide Teile verbindet. Der „Marktplatz“ ist mit seinen Fliesen und zerbrechlichen Stühlen sehr hübsch und das Café bzw. die Eis- und Kuchentheke laden zum Verbleiben ein, leider wird dieser Bereich, sobald das Schiff den Hafen verlässt, als Verkaufsfläche in Form von Wühltischen benutzt. Die Hauptrestaurants sind sehr edel eingerichtet, leider stehen erstens die Tische zu eng beieinander und zweitens werden die Tische mit mehr Gästen „besetzt“ als gut ist. Wir hatten das Glück, einen 2er-Tisch direkt an der Glasfront des Hecks zu bekommen. Dieser für YC-Gäste reservierte Bereich ist wesentlich ruhiger, als die umliegenden Bereiche. Da MSC plant, das Spezialitätenrestaurant l’Olivo als Hauptrestaurant für YC-Gäste zu benutzen, wird der hintere Bereich des Villa Verde für andere Gäste frei und hoffentlich entspannt sich dadurch die Lage. Deck 7: Empore des Theaters, la Pruna Piano Bar, Purple Jazz Bar, Sport Bar, Kunstgallerie, Espresso Bar, Logo Shop und Parfümerie. Im Anschluss folgen die Weinbar, das Spezialitätenrestaurant Tex Mex und die Fotogallerie. Im hinteren Teil befindet sich die Aft Lounge. Die Piano Bar wäre unser Lieblingsplatz geworden, wenn nicht der Rauch aus dem darunter liegenden Casino nach oben gezogen wäre. So ist diese Bar definitiv nicht für Nichtraucher geeignet. Die Purple Bar macht ihrem Namen alle Ehre und in der Sportsbar kann man auch bowlen. Die Kunstgallerie verdient diesen Namen nicht, dieser Raum wurde hauptsächlich für das soziale Engagement von MSC genutzt. Die Espresso-Bar bietet eine schöne Sicht auf das darunterliegende Foyer. Die Parfümerie ist recht klein und im Logo-Shop sucht man vergebens nach Andenken. Die Weinbar ist sehr gemütlich und bietet neben einer sehr guten Auswahl an Wein auch Kleinigkeiten zu Essen an. Das Tex Mex erinnert mit seinem Erscheinungsbild eher an eine sehr einfache mexikanische Kantina, ist aber für mittags sicherlich eine Alternative. Die Aft Lounge ist mit seinen großen Heckfenstern sicherlich eins der Anziehungspunkte auf dem Schiff, wenn man nicht gerade zu den Bingo-Veranstaltungen dort ist. Decks 8 – 13 sind reine Kabinendecks Deck 14: Im vorderen Bereich liegt das SPA mit Fitnessraum und Saunen. Dahinter liegt der überdachte Poolbereich, der bei schlechtem Wetter sehr frequentiert wird. Der offene Aquapark ist toll gestaltet und lädt zur Abkühlung ein, leider nicht auf unserer Kreuzfahrt, da es dafür zu kühl war. Hinter dem Poolbereich befinden sich die beiden großen Buffetrestaurants, die ineinander übergehen. Der Fitnessbereich ist sehr gut ausgestattet und bietet einen wundervollen Blick nach vorne. Der eigentliche Spa-Bereich ist recht groß und bietet neben den Gemeinschaftsumkleideräumen, mehrere separate Sauna-Bereich, die jeweils aus Duschen, Dampfsauna und einer Trockensauna (zwischen 65-85°C) bestehen. Der Ruheraum ermöglicht einen schönen Blick nach draußen. Der Preis für eine Stunde liegt bei 15 Euro pro Person extrem hoch. Bei 2 Personen kostet es 25 Euro, aber es gibt auch Angebote, die in der Bordzeitung ausgeschrieben sind und in der Höhe stark variieren. Die Poolbereiche sind sehr schön gestaltet, leider witterungsbedingt nur eingeschränkt nutzbar. Das bzw. die Buffetrestaurants sind mit ihrem Design sehr ansprechend, besonders der asiatische Teil hat mir sehr gefallen. Wenn man das Buffet zum Frühstück und Lunch nutzen will, sollte man aber auf jeden Fall außerhalb der Stoßzeiten nutzen. Auch erschien mir das Angebot recht eingeschränkt. Im vorderen Bereich von Deck 15 – 18 (es gibt kein 17. Deck) befindet sich der reservierte Yacht Club Bereich. Auf Deck 15-16 die Kabinen, die Top Sail Lounge, der Concierge, die Bibliothek und auf Deck 18 „The One“ Pool und Bar. Die Top Sail Lounge bietet den idealen Blick nach vorne und war unser Ort für Frühstück, Lunch und Tee. Der relativ große Bereich auf Deck 18 mit Whirlpools, Pool, Bar und etlichen Liegen ist nur mit entsprechender Zugangskarte möglich. Diese Fläche bzw. der Blick nach vorne ist somit anderen Gästen nicht möglich. Deck 15, Mitte und hinten: In der Mitte befindet sich der Bereich für die Kinder und der Zugang zum Jungendbereich und zur Diskothek. Am Heck befindet sich das Spezialitätenrestaurant l’Olivo und der Zen Bereich für Erwachsene mit Whirlpools, Liegen und kleinem Pool. Deck 16, hinten: im runden Mittelteil befindet sich die Diskothek, der Formel 1 Wagen und das 4D-Kino. Am Heck befindet sich noch ein kleiner Sportbereich mit Tischtennisplatten. Deck 18. Sozusagen auf dem Dach der Diskothek befindet sich ein weiterer Ruhebereich mit tollen Liegen und einem wundervollen Blick. Sämtliche Bereiche waren sehr sauber und in einem sehr guten Zustand. Die verschachtelte Bauweise besonders im unteren Restaurantbereich führt zu Umwegen. Die Gänge vor den Restaurants sind definitiv zu eng zwischen der 1. und der 2. Sitzung, wenn also alle Passagiere irgendwo hin wollen, entweder raus aus dem Restaurant bzw. rein. Sehr schöne Plätze wie zum Beispiel la Piazetta werden zur Verkaufsfläche degradiert. Trotzallem ist die Splendida ein wunderschönes Schiff, teilweise zwar mit sehr gewöhnungsbedürftiger Farbgestaltung (the Purple Jazz Bar), aber trotzdem sehr ansprechend eingerichtet.

Kabine
5.0
Sonnen

YC Kabine 16028, für eine Suite zu klein, aber für eine Balkonkabine völlig ausreichend. Nur der Balkon war definitiv zu klein. Im Bad befand sich eine Badewanne, leider war die Dusche dadurch zu klein für Großgewachsene, ausreichend Stauraum. Der begehbare Kleiderschrank ist ausreichend groß, auch der Safe befindet sich hier. Im Flur bietet ein Schrank noch zusätzlichen Platz. Das Bett ist sehr, sehr bequem und die Kissenauswahl macht es noch bequemer. Neben einem Sofa, einem kleinen Tisch gab es noch einen Schreibtisch und einen Barschrank. Über den relativ kleinen Fernseher kann man Ausflüge, Restaurants und SPA-Anwendungen buchen, bzw. Einblick über die Bordrechnung gewinnen. Die Farbgestaltung ist sehr ansprechend und man fühlt sich sehr wohl. Die Sauberkeit war durchgängig sehr gut, es wurde mehrmals am Tag gereinigt. Abends wurde das Bett aufgedeckt und es gab eine kleine Schokolade auf dem Kopfkissen. Für YC-Gäste ist die Nutzung der Minibar kostenlos. Auf dem Balkon befanden sich nur zwei Stühle und ein sehr kleiner Tisch.

Gastronomie
5.0
Sonnen

Frühstück, Lunch und Teatime ist in den Buffetrestaurants und in den Bedienrestaurants möglich. Für YC Gäste gibt es noch die zusätzliche Möglichkeit, sämtliche Mahlzeiten in der Top Sail Lounge einzunehmen, mit kostenfreien Getränken und kleinen Spezialitäten. Abends konnte man in den Bedienrestaurants und den Spezialitätenrestaurants speisen, das Buffetrestaurant war abends geschlossen (dementsprechend waren natürlich die Restaurants aufgrund der mangelnden Alternativen überfüllt). Die Top Sail Lounge bietet YC Gästen eine kleine, aber sehr feine Auswahl an Frühstücksoptionen. Frische Eierspeisen konnte man sich auf Wunsch zubereiten lassen. Mittags gab es eine viergängige Auswahl an Speisen und ein Dessertbuffet. Teatime war um 16:30, der Tee wurde traditionell am Tisch zubereitet und serviert, dazu Scones, Kuchen und Sandwich. Abends gab es wieder eine kleine Menüauswahl. Auch die The one Bar bot mittags eine kleine Buffetauswahl. Villa Verde, das Bedienrestaurant am Heck des Schiffes bietet ein wundervolle Sicht nach hinten. Hier haben wir manchmal mittags, aber hauptsächlich abends gegessen. Das Essen ist entgegen der vielen schlechten Kritiken gut bis sehr gut. Es gibt hauptsächlich italienisches Essen mit Pasta, Risotto, aber auch sehr viel frisches Gemüse und Fischgerichte. Wer auf einem italienischen Schiff anderes Essen erwartet, sollte vielleicht seine Erwartungen überdenken. Die Qualität und auch die Präsentation der Speisen waren jederzeit einwandfrei und sehr ansprechend. Das Buffetrestaurant haben wir nur am Einschiffungstag benutzt und da gab es nur eine eingeschränkte Auswahl. Zu Stoßzeiten sollte man diesen Bereich zumindest vermeiden, da es zu einem sehr großen Gedränge kommen kann. Aber es gibt genug andere Alternativen wie z.B. die beiden Hauptrestaurants, wo Service und Qualität sehr gut aufeinander abgestimmt sind.

Service
6.0
Sonnen

Exzellent, unsere Erwartungen an den Service wurden vollkommen übertroffen. Unsere Waiter Fnu Yatim und Yosep Lesmana im Villa Verde und unser Butler Satamijou Ralidera mit seinem Assistenten Serge Razafisolo haben großartige Arbeit geleistet und die Qualität der Reise sehr verbessert. Auch die Bedienungen in der Top Sail Lounge und in den andere Bars und Lounges war ausgezeichnet. Wenn man die Arbeitszeiten der Crewmitglieder bedenkt, ist ihre Arbeit wohl kaum noch höher zu bewerten. Auch die Mitarbeiter im SPA waren jederzeit freundlich und der Bartender in der Spa-Bar hat uns bis in kleinste seine Rezepte erklärt und wertvolle Tipps für Smoothies gegeben (die absolut lecker sind). Die Reinigung war unglaublich schnell, meistens haben wir unsere Sachen am gleichen Tag zurückbekommen. Probleme, wie teilweise auf anderen Schiffen mit zu heiß gebügelten Sachen, gab es nicht. Einen so schnellen Check-in bzw. Check-out hatten wir noch nie. Die Koffer waren innerhalb 20 Minuten auf unserer Kabine und am Abreisetag war es erst um 7:30 erforderlich, die Koffer vor die Kabine zu stellen. Alles in allem war der Service an Bord der Splendida ausgezeichnet und besonders im Yacht Club Bereich nicht zu übertreffen.

Sport Unterhaltung
5.0
Sonnen

Der Fitness-Raum war sehr gut eingerichtet und bot einen sehr schönen Blick nach vorne beim Training. Der Sauna-Bereich war sehr groß und aufgrund der hohen Gebühren meist auch sehr lehr. Besonders die Dampfsaunen sind sehr zu empfehlen. Es fehlen einzig Haken vor den Duschen bzw. Saunakabinen, man weiß nicht wohin mit dem Bademantel und die Ruheliegen will man ja nicht blockieren. Hier wären Ablageborde und Kleiderhaken sicherlich sehr wünschenswert. Es gibt leider keine Minigolfanlage, dafür einige Tischtennisplatten und eine Laufstrecke bzw. ein Sportfeld. Die Pools sind natürlich nicht für ausgiebiges Schwimmen sondern eher für eine Abkühlung gedacht. Die zahllosen Bars und Lounges laden abends zum Verweilen ein. Es gibt überall sehr gute Livemusik. Das Theater haben wir nur einmal besucht, da die Shows meist sehr spät (ca. 23 Uhr oder noch später) begonnen haben. Die Veranstaltung, die wir gesehen haben, war glücklicherweise recht kurz bzw. kompakt. Man hält es aber sehr gut aus und man muss das Theater zumindest nicht fluchtartig verlassen (war bei anderen Schiffen schon vorgekommen ist). Ansonsten werden manchmal Kurse (z.B. Malkurse) angeboten, aber die Ankündigungen in der Bordzeitung sind so versteckt bzw. die ganze Zeitung ist sehr unübersichtlich, dass man meist erst hinterher davon erfährt.

Landausflüge
5.0
Sonnen

Unsere Strecke: Genua – Marseille – Barcelona – Tunis – Malta – Messina – Civitavecchia (Rom) – Genua Für Marseille, Tunis und Messina hatten wir jeweils eine private Tour beim Concierge gebucht, zwei davon (Marseille und Tunis) waren hervorragend, der dritte Ausflug nach Taormina eher vernachlässigbar bzw. miserabel durchgeführt. In Marseille streikte die Müllabfuhr und war dadurch für einen Ausflug denkbar ungeeignet. Wir fuhren ins Hinterland und besuchten zunächst ein sehenswertes Lavendelmuseum und fuhren dann nach Gordes und Roussillon, beides sehr sehenswerte Bergdörfer und kaum unterschiedlicher in ihrer Bauweise. In Tunis hatten wir einen absolut begnadeten Reiseführer, der uns, die doch eigentlich das Land gar nicht betreten wollten, von einem wundervollen Land und einer atemberaubenden Kultur überzeugt hat. Anlaufpunkte waren u.a. die römische Therme am Meer, die Ausgrabungsstätte der römische Villen, ein archäologisches Museum, die Villa von Hannibal, eine Arena, das Viadukt und zum Schluss noch Sidi bou Said, die blau-weiße Künstlerstadt .In Messina wurden wir nach Taormina gebracht und diese hochgelegene Stadt bietet natürlich traumhafte Ansichten und das alte Theater ist sehenswert. In Barcelona besuchten wir aufgrund der kurzen Liegezeit nur die Ramblas und machten ausgiebig die alte Markthalle unsicher. Von Civitavecchia ging es mit dem Zug nach Rom und mit einem offenen Bus durch die Stadt. In Valetta war der Flug mit einem Wasserflugzeug über die Insel und über Gozo DAS Highlight. Die Stadt selbst ist natürlich ebenfalls sehr sehenswert und alles ist zu Fuß gut erreichbar (oder man benutzt eine der zahlreichen Pferdekutschen).

Sonstige Tipps & Empfehlungen

Mittelmeerreisen sind prädestiniert für eigenverantwortliche Ausflüge. Nur in Tunis würde ich einen Schiffsausflug oder einen Ausflug über örtliche Anbieter empfehlen. Es war unsere 10. Kreuzfahrt und die zweite mit MSC. Wir waren überrascht über die gute Qualität der Speisen und über den guten bis sehr guten Service. Bei internationalen Kreuzfahrtlinien ist eine 15-prozentige Charge auf Bargetränke üblich und auch die Servicegebühr liegt ebenfalls im internationalen Rahmen. Persönliche Tipps: nicht zu den Stoßzeiten ins Buffetrestaurant gehen bzw. alternativ die wundervollen Hauptrestaurants aufsuchen. Internet vermeiden. Darüberhinaus: Einfach eine tolle Kreuzfahrt genießen!!

Hinweis zur Schiffsbewertung: 6 Sonnen = sehr gut ... 1 Sonne = sehr schlecht