Blick auf einen Fluss, Brücke und Altstadtpanorama
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Städtereisen

Tübingen erleben: Diese Highlights darfst Du nicht verpassen

In Tübingen begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart auf engstem Raum zwischen Kopfsteinpflaster, studentischem Leben und Renaissance-Fassaden. Die Altstadt ist kompakt, ihre wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Ob Du durch die Gassen der Altstadt gehst, auf dem Neckar unterwegs bist oder oberhalb der Stadt in die Geschichte eintauchst – hier findest Du sechs Orte, an die Du bei der Planung Deiner Städtereise denken solltest. 

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Tübingen: Meistgebuchte Städtehotels

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Schloss mit Garten
Schloss Hohentübingen, Tübingen, Baden-Württemberg © stock.adobe.com - Hirotaka Ihara

Schloss Hohentübingen

Renaissance und Geschichte über den Dächern der Stadt

Das Schloss Hohentübingen liegt auf dem Schlossberg oberhalb der Altstadt und blickt auf mehr als 900 Jahre Geschichte zurück. Die Anlage entstand ursprünglich als Burg im 11. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert von Herzog Ulrich von Württemberg zu einer Renaissanceanlage mit Bastionen, Toranlagen und Innenhof ausgebaut. Heute gehört das Schloss zur Universität Tübingen und beherbergt das Museum Alte Kulturen.

Dort wird eine umfangreiche Sammlung archäologischer Funde aus verschiedenen Epochen gezeigt. Dazu gehören auch Eiszeitrelikte von der Schwäbischen Alb, beispielsweise eine Replik des etwa 40.000 Jahre alten Löwenmenschen aus Mammutelfenbein. Außerdem sind altägyptische Sarkophage, antike Skulpturen und römische Mosaike zu sehen.

Der Schlosshof bietet einen weiten Blick über die Dächer der Altstadt und die umliegende Landschaft.

Öffnungszeiten Museum Alte Kulturen: Mittwoch bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr, Donnerstag: bis 19 Uhr
Eintritt: Erwachsene: 5,00 Euro, Ermäßigt: 3,00 Euro 
Unser Tipp: Der Spazierweg hinauf zum Schloss beginnt direkt hinter der Altstadt – festes Schuhwerk ist sinnvoll.

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Historische Häuser am Fluss
Neckarfront, Tübingen, Baden-Württemberg © stock.adobe.com - Henrik Dolle

Neckarfront

Die bekannte Häuserreihe am Fluss

Die Neckarfront ist eine Reihe historischer  mehrstöckiger Häuser entlang des Neckars zwischen Eberhardsbrücke und Hölderlinturm. Sie zählt zu den bekanntesten Stadtansichten Tübingens – und ganz bestimmt auch zu den am meisten fotografierten. Die Häuser stehen dicht am Ufer, fast scheinen sie mit ihren bunten Fassaden und Fensterläden auf den Fluss und die vorbeiziehenden Boote herabzublicken. 

Einen guten Blick auf diese Häuserreihe hast Du von der Eberhardsbrücke oder von der gegenüberliegenden Neckarinsel. Dort verläuft eine Platanenallee entlang des Flusses, deren Wiesen häufig von Studierenden und BesucherInnen genutzt werden. Ein perfekter Ort für ein Picknick mit Ausblick und ganz viel Tübingen-Gefühl. 

Zugänglich: jederzeit
Eintritt: kostenlos

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Historisches Haus mit Türmchen am Fluss
Hölderlinturm, Tübingen, Baden-Württemberg © stock.adobe.com - Manuel Schönfeld

Hölderlinturm

Auf den Spuren des Dichters

Der Hölderlinturm steht direkt am Neckarufer in der Tübinger Altstadt. Zwischen Fachwerkfassaden und vorbeiziehenden Stocherkähnen erhebt sich der schmale Turm, der heute zu den wichtigsten literarischen Erinnerungsorten Deutschlands gehört. Hier verbrachte der Dichter Friedrich Hölderlin die letzten 36 Jahre seines Lebens – von 1807 bis zu seinem Tod im Jahr 1843.

Nachdem sich sein gesundheitlicher Zustand verschlechtert hatte, nahm ihn eine Tübinger Schreinerfamilie in ihrem Haus auf und kümmerte sich um ihn. Viele seiner späten Gedichte entstanden in dieser stillen Umgebung, während draußen das Leben der Universitätsstadt weiterging. Heute befindet sich im Gebäude ein Museum, das Dich Schritt für Schritt durch Hölderlins Leben und Werk führt. In mehreren Räumen siehst Du Handschriften, Briefe und Dokumente, die seine bewegte Biografie nachzeichnen – von seinen Studienjahren in Tübingen über seine Zeit in Jena und Bordeaux bis zu den Jahren im Turm. 

Öffnungszeiten Museum: Donnerstag bis Montag: 11 bis 17 Uhr, Dienstag und Mittwoch geschlossen. 
Eintritt: kostenfrei 

4
Historisches Rathaus
Rathaus, Tübingen, Baden-Württemberg © stock.adobe.com - karlo54

Marktplatz & Rathaus

Historisches Zentrum der Altstadt

Wenn Du durch die engen Gassen der Tübinger Altstadt läufst, öffnet sich plötzlich ein weiter Platz, umgeben von farbenfrohen Fachwerkhäusern, kleinen Cafés und dem auffälligen Rathaus mit seiner aufwendig bemalten Fassade: Willkommen auf dem Marktplatz, dem lebendigen Mittelpunkt der Stadt. Schon im 15. Jahrhundert wurde das Rathaus erbaut, später im Stil der Renaissance erweitert und mit einer astronomischen Uhr geschmückt, deren goldene Zeiger bis heute ihre Kreise ziehen.

Zweimal pro Woche verwandelt sich der Platz in ein buntes Markttreiben: dienstags und freitags bieten regionale Händler frisches Obst, Käse, Blumen und Spezialitäten aus der Umgebung an. Wer tiefer eintauchen möchte, kann an einer Führung durch das historische Rathaus teilnehmen – inklusive Blick in den alten Ratssaal, in dem bis heute der Gemeinderat tagt.

Markttage: Dienstag & Freitag, vormittags
Rathausführungen: nach Anmeldung über die Stadtinformation
Eintritt: öffentlich zugänglich; Führungen kostenpflichtig

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Blick zwischen Häuserwänden auf einen Kirchturm
Stiftskirche St. Georg, Tübingen, Baden-Württemberg © stock.adobe.com - ON-Photography

Stiftskirche St. Georg

Spätgotische Kirche mit Fürstengruft

Die Stiftskirche St. Georg, erbaut ab 1470 im Stil der Spätgotik, war über Jahrhunderte das religiöse Zentrum Württembergs. Noch heute ist sie die evangelische Hauptkirche Tübingens – und eines der markantesten Bauwerke der Stadt.

Im Inneren beeindruckt das filigrane Zusammenspiel aus lichtdurchfluteten Maßwerkfenstern, fein verzierten Gewölben und steinernen Epitaphen. Besonders eindrucksvoll ist die Fürstengruft unter dem Chor, in der Mitglieder des Hauses Württemberg ruhen – darunter Herzog Eberhard im Bart, Gründer der Universität. Der Kirchplatz vor dem Gebäude gehört zu den schönsten Orten der Altstadt und bietet einen guten Blick auf die umliegenden Fachwerkhäuser.

Öffnungszeiten: In der Regel täglich 11 bis 17 Uhr. Während der Gottesdienste, Konzerte und evtl. auch Proben kann die Kirche nicht besichtigt werden. 
Eintritt: kostenlos
Unser Tipp: Zu besonderen Anlässen wird auch der Turm der Stiftskirche für BesucherInnen geöffnet.

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Stocherkähne auf dem Neckar
Stocherkahnfahrt auf dem Neckar, Tübingen © stock.adobe.com - frank

Stocherkahnfahrt auf dem Neckar

Lebendige Universitätskultur

Tübingen vom Wasser aus zu erleben, gehört zu den schönsten Arten, die Stadt zu entdecken – am besten bei einer Fahrt mit dem Stocherkahn. Die flachen Holzboote sind ein Stück lebendige Universitätskultur und werden, ganz ohne Motor, mit einer langen Holzstange über den Neckar gestakt. Was früher Freizeitspaß der Studierenden war, ist längst zur Tradition geworden und gehört fest zum Stadtbild. 

Gemächlich gleitest Du vorbei an Giebelhäusern, unter alten Steinbrücken hindurch und entlang der Neckarinsel mit ihrer ehrwürdigen Platanenallee. Viele der BootsführerInnen – meist Studierende oder Alumni – erzählen unterwegs kleine Anekdoten, skizzieren die Stadtgeschichte oder geben Tipps für Deinen weiteren Rundgang. Einmal im Jahr wird der Neckar zur Wettkampfarena: Beim Stocherkahnrennen treten studentische Teams in bunten Kostümen gegeneinander an – ein Spektakel, das Publikum von überall anzieht.

Saison: April bis Oktober
Kosten: Die Preise variieren je nach Anbieter und Gruppengröße.
Unser Tipp: Rechtzeitig reservieren – besonders am Wochenende sind die Kähne schnell ausgebucht.

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