Bucket-List
Duisburg erleben: 6 Highlights, die Du nicht verpassen solltest
Industriekulisse, Hafenflair, Kunst, Koalas und ganz viel Grün: Duisburg überrascht mit Sehenswürdigkeiten, die weit über das Klischee der Stahlstadt hinausgehen. Diese sechs Highlights zeigen, wie vielfältig die Stadt im Westen des Ruhrgebiets ist.
Landschaftspark Duisburg-Nord
Hoch oben auf dem Industrieofen
Im Landschaftspark Duisburg-Nord gehst Du durch ein ehemaliges Hüttenwerk, das heute zu den eindrücklichsten Orten der Stadt gehört. Rostiger Stahl, weite Flächen, Treppen, Röhren und alte Hallen zeigen, wie groß die Anlage einmal war. Heute ist das Gelände Industriegeschichte und zugleich ein Freizeitort mit grandioser Aussicht. Für diesen Panoramablick weit übers Ruhrgebiet musst Du auf den Hochofen steigen – 230 Stufen. Doch keine Bange, es gibt mehrere Plattformen, sodass Du den Aufstieg gut unterbrechen kannst. Das Gelände ist rund um die Uhr geöffnet, der Eintritt zum Park ist frei.

Michaelas Tipp
Fahre mit der Straßenbahn 903 weiter nach Marxloh zu Peter Pomm’s Pusztetten-Stube am August-Bebel-Platz. Der Kultimbiss liegt ebenfalls im Duisburger Norden und gehört zu den bekanntesten Currywurst-Adressen der Stadt. Dazu kommt eine schöne Portion Ruhrgebietsmythos: Bis heute wird darüber gestritten, ob die Currywurst nicht in Berlin, sondern schon 1936 hier in Duisburg erfunden wurde.
Duisburger Innenhafen
Kultur entlang des Wassers
Am Duisburger Innenhafen liegen historische Speicherbauten und neuere Architektur nah beieinander. Nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt führt Dich der Weg vorbei an Backsteinfassaden, Brücken, Restaurants und Anlegestellen. Früher wurden hier Waren gelagert und verladen. Heute kannst Du am Wasser entlangschlendern oder einen Abstecher in ein Museum machen. Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst ist in einem umgebauten Speicher untergebracht und zeigt vor allem deutsche Kunst nach 1945. Das Kultur- und Stadthistorische Museum setzt bei der Entwicklung Duisburgs an.

Michaelas Tipp
Mache eine Hafenrundfahrt. Die Perspektive zwischen Kränen, Containern, Werften und riesigen Verladeanlagen ist im wahrsten Wortsinn gigantisch.
Tiger & Turtle
Kunstwerk Magic Mountain
Kunstwerk, Aussichtspunkt und Wahrzeichen in einem: Im Süden Duisburgs befindet sich der Angerpark mit dem außergewöhnlichen Stahlbauwerk Tiger & Turtle. Die 20 Meter hohe Skulptur in Form einer begehbaren Achterbahn wurde von dem Künstlerduo Heike Mutter und Ulrich Genth erschaffen. Sie windet sich in Kurven und Steigungen über die Heinrich-Hildebrand-Höhe und stellt die Logik bewusst auf den Kopf. Das erlebst Du am eigenen Körper, wenn Du über die 349 Gitterroste gehst. Zusätzlich zum Nervenkitzel hast Du hier einen atemberaubenden Blick auf die Landschaft. Abends setzen 880 LED-Leuchten die verrückte Skulptur in Szene, daher auch die Bezeichnung Magic Mountain. Der Zugang ist rund um die Uhr frei.

Michaelas Tipp
Ziehe feste Schuhe an!
Salvatorkirche am Burgplatz
Der unvollendete Kirchturm
Dem Turm der Salvatorkirche fehlt die Spitze. Eine Brandbombe zerstörte diese während des Zweiten Weltkriegs. Sie wurde nie wieder aufgebaut. Ihre unvollendete Form dient seither als Mahnmal für den Frieden. Seit Dezember 2024 existiert sie wieder – allerdings in ungewöhnlicher Form. Als Lichtinstallation. Acht LED-Strahler zeichnen die fehlende Spitze jede Nacht als dezenten Lichtkegel in den Himmel. Die evangelische Stadtkirche geht auf das Jahr 1316 zurück und gilt als das älteste Bauwerk Duisburgs. Innen hat sie eine Renaissance-Kanzel und einen spätgotischen Taufstein. In der südlichen Chorkapelle liegt der flämische Kartograph Gerhard Mercator begraben, der über 40 Jahre in Duisburg arbeitete. Die Salvatorkirche ist dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags nach dem Gottesdienst von 11 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Lehmbruck Museum
Beeindruckende Bildhauerei
Feine Skulpturen statt grobem Stahl, Ruhe statt Riesenkulisse: Mit dem Lehmbruck Museum im Kantpark zeigt die ehemalige Stahlstadt ihre andere Seite. Nicht laut, sondern hell und fast schon kontemplativ. Der lichtdurchflutete Bau aus Glas gehört zu den markanten Kulturorten Duisburgs und widmet sich der Skulptur – vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart, mit Werken von Wilhelm Lehmbruck sowie Künstlern wie Giacometti, Brâncuși und Hans Arp. Mit der einzigartigen Sammlung moderner Plastiken zählt das Lehmbruck Museum zu den wichtigsten Adressen für Bildhauerei in Europa. Vom Hauptbahnhof läufst Du nur etwa 500 Meter, alternativ hält der ÖPNV direkt an der Station „Lehmbruck Museum“. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 12 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen 9 Euro Eintritt, Kinder 5 Euro.
Sechs-Seen-Platte
Natur statt Industriegeschichte
Szenenwechsel: Vögel zwitschern, Blätter rascheln im Wind, Sonnenstrahlen glitzern auf dem Wasser. Du bist im Naherholungsgebiet Sechs-Seen-Platte im Süden der Stadt – mitten in der Natur. Entstanden ist das Gebiet durch Kiesabbau. Heute ziehen sich rund 25 Kilometer Wege an Ufern, durch Waldstücke und über unverbaute Flächen. Im Freibad Wolfssee gibt es einen 450 Meter langen Sandstrand und eine riesige Liegefläche. Die Einheimischen kommen zum Baden, Segeln, Kanu- und Tretbootfahren.

Michaelas Tipp
Nimm Dir ein Leihrad – an einer der metropolradruhr-Stationen im Stadtgebiet oder am Hauptbahnhof bei der Radvermietung. Von dort geht es Richtung Wedau rund sechs Kilometer gen Süden, wo Du direkt auf die Wege rund um die Sechs-Seen-Platte triffst.