Ein Pinsel malt die gekreuzten Schwerter auf ein Stück Meissener Porzellan
© MEISSEN

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Tagesausflug ab Dresden: Das erwartet Dich in der Erlebniswelt MEISSEN

Bezahlte Partnerschaft mit:Erlebniswelt MEISSEN

Eine ruhige Hand führt einen feinen Pinsel über das weiße Porzellan und malt ein Bild aus kobaltblauen Linien. Hier entsteht mit viel Konzentration und in echter Handarbeit ein Stück Meissener Porzellan. Wie genau, das erlebst Du bei einem Besuch in der Erlebniswelt MEISSEN. Nur eine kurze Fahrt von Dresden entfernt führt Dich der Ausflug nicht nur durch mehr als 316 Jahre Geschichte sondern auch durch neue Design- und Stilwelten – mitten hinein in die Arbeit der ManufakturistInnen.

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Porzellanfiguren von drei Affen.
In Meissen werden Porzellanfiguren in allen Größen und Formen hergestellt © MEISSEN

Geschichte

August der Starke und die Suche nach dem Weißen Gold

Porzellan aus China war an den europäischen Fürstenhöfen lange ein begehrtes – und seltenes – Gut. Auch August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, sammelte Gefäße und Figuren aus dem fernen Osten. Gleichzeitig wollte er das Geheimnis ihrer Herstellung entschlüsseln lassen.

Unter der Leitung des Alchemisten Johann Friedrich Böttger gelang es 1708 in Sachsen erstmals, europäisches Hartporzellan herzustellen. Am 23. Januar 1710 gründete August der Starke die Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur. Die Produktion begann wenige Monate später in der Albrechtsburg über Meißen

Aus der technischen Neuerung entwickelte sich eine eigene Kunstform. ModelleurInnen, FormerInnen und PorzellanmalerInnen schufen Figuren, Geschirr und Dekore, die den Geschmack ihrer Zeit aufnahmen und zugleich prägten. Eine Tradition, welche die Meissener Manufaktur bis heute fortsetzt. Einen guten Überblick über diese Entwicklung bietet das Museum in der Erlebniswelt.

Links: Eine Frau bemalt eine Vase von Hand; Rechts: Eine Figur eines Tukans.
Schritt für Schritt entsteht ein Meisterwerk © MEISSEN

Das Porzellanmuseum

Mehr als 300 Jahre in einem Rundgang

Im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung begegnen Dir Werke aus der über 316-jährigen Geschichte der Manufaktur. Viele der hier ausgestellten Schätze stammen noch aus der Zeit um 1710, nach der Gründung der Manufaktur durch August den Starken. Dazu kommen Arbeiten junger GegenwartskünstlerInnen. Spannend ist dabei der Vergleich zwischen den Epochen und die Entwicklung der Farb- und Formensprache durch die Jahrhunderte. 

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Eine Frau bemalt eine Vase aus Porzellan.
Jeder Becher ist handbemalt © MEISSEN

Die Schauwerkstatt

Vom Modell bis zur Porzellanmalerei

In der Schauwerkstatt bekommst Du einen guten Eindruck von der Herstellung der Porzellanstücke. Du beobachtest unter anderem, wie ein Objekt geformt, aus einzelnen Teilen zusammengesetzt und von Hand bemalt wird. Gerade bei Figuren zeigt sich, wie kleinteilig die Arbeit sein kann. Blüten, Blätter oder andere Elemente werden einzeln modelliert und angesetzt. Bei der Malerei braucht es dagegen ein sicheres Gefühl für Linien, Abstände und Farbmengen. 

Täglich werden Besichtigungen mit Audioguide angeboten. Alternativ kannst Du an einer öffentlichen Führung mit einem Guide durch Schauwerkstatt und Museum teilnehmen. 

Ein Statuettenkopf einer Frau mit einer Kaugummiblase.
Auch Marilyn Monroe gibt es schon aus Porzellan © MEISSEN

Hinter den Kulissen der Manufaktur

Auf der manufakTOUR durch die Produktionsbereiche

Wer besonders tief in die Herstellung einsteigen möchte, kann die Produktionsräume bei einer ManufakTOUR erkunden. Der Rundgang führt durch die verschiedenen Arbeitsschritte der Porzellanherstellung – von der Herstellung der Porzellanmasse, der Fertigung des weißen Porzellans, dem Modell- und Formenbau, bis hin zur Porzellanmalerei.

Eine der eindrucksvollsten Stationen ist das Formenarchiv: Hier wird das gestalterische Gedächtnis der Manufaktur bewahrt, indem historische Modelle und Entwürfe gesammelt werden. Diese dienen oft als Inspiration für neue Designs. In der Ofenhalle schließlich zeigt sich, wie entscheidend der Brand ist – erst durch die Hitze erhält das Porzellan seine Festigkeit und seinen unverwechselbaren Glanz.

Die etwa zweistündige Tour findet in kleinen Gruppen statt und sollte vorab gebucht werden.

Schauwerkstatt oder manufakTOUR?

Für einen ersten Einblick ist die Schauwerkstatt eine gute Wahl. Die Vorführungen konzentrieren sich auf die wichtigsten Techniken und lassen sich unkompliziert mit dem Museumsbesuch kombinieren.

Die manufakTOUR richtet sich an alle, die nicht nur näher an die laufende Produktion herankommen, sondern auch an imposante Plätze wie das Formenarchiv oder die Ofenhalle gelangen möchten. Sie dauert zwei Stunden, führt durch zusätzliche Arbeitsbereiche und gibt einen tieferen Einblick in die Abläufe der Manufaktur. Aufgrund der kleinen Gruppengröße solltest Du Deinen Platz früh reservieren.

Eine Frau bemalt einen Teller mit einem Drachenmotiv.
Anklänge an die chinesischen Ursprünge der Porzellanmalerei © MEISSEN

Kreativ-Workshops

Dein eigenes MEISSEN-Unikat

Nach so vielen ruhigen Pinselstrichen möchtest Du es vielleicht selbst versuchen. Bei einem Do-it-yourself-Angebot kannst Du einen Henkelbecher oder eine kleine Schale mit Unterglasurfarbe gestalten. Dafür steht Dir das klassische Cobaltblau zur Verfügung, das mit MEISSEN eng verbunden ist.

Beim Bemalen sieht die Farbe noch viel dunkler aus als später. Erst beim Brennen entwickelt sie ihre endgültige Wirkung. Dein fertiges Stück wird glasiert, gebrannt und anschließend zu Dir nach Hause geschickt.

In längeren Kreativ-Workshops beschäftigst Du Dich intensiver mit dem Werkstoff. Unter Anleitung kannst Du beispielsweise einzelne Elemente modellieren, Blüten und Blätter anbringen oder eine eigene Vasenform gestalten.

Eine Frau bemalt eine Platte mit einer Tropenlandschaft und einem Affen.
Jeder Pinselstrich braucht höchste Konzentration © MEISSEN

Flagship Store

Zwischen Gekreuzten Schwertern und modernem Design

Nach dem Rundgang durch Schauwerkstatt und Museum kannst Du im Store sehen, wie vielfältig das Sortiment heute ist. Neben Geschirr und Figuren findest Du hier Schmuck aus Porzellan, limitierte Arbeiten und zeitgenössische Serien.

Manches Motiv erkennst Du nach dem Rundgang sofort wieder. Vielleicht fallen Dir nun auch Details auf, die vorher leicht zu übersehen waren: ein einzeln modelliertes Blütenblatt, feine Goldlinien oder kleine Abweichungen, an denen sich die Handarbeit ablesen lässt.

Der Store verfügt über die größte Auswahl an MEISSEN-Produkten. Gekaufte Stücke können auf Wunsch auch versendet werden.

Eine Frau trägt einen Teller mit einer Torte.
Die berühmte MEISSEN-Torte © MEISSEN

Café & Restaurant MEISSEN

Genuss auf Meissener Porzellan

Zwischen den einzelnen Stationen kannst Du im Café & Restaurant MEISSEN eine Pause einlegen. Serviert werden regionale Gerichte sowie Weine von Weingütern aus der Umgebung und Biere örtlicher Brauereien.

Das Porzellan bleibt dabei Teil des Erlebnisses: Speisen und Kuchen werden auf Meissener Geschirr gereicht. So hältst Du Stücke in der Hand, deren Herstellung Du kurz zuvor kennengelernt hast.

Zum Kaffee gibt es eine Auswahl an Kuchen, Torten und Pralinen. Dazu gehört die eigens kreierte MEISSEN-Torte, die mit den gekreuzten Schwertern versehen ist. Das Café kann übrigens auch separat ohne Eintrittskarte besucht werden.

Handwerker bei der Herstellung von Meissener Porzellan
BesucherInnen können bei der Herstellung des Porzellans auch zuschauen © MEISSEN

So planst Du Deinen Ausflug

Mit Bahn, Auto oder Dampfschiff nach Meißen

Meißen liegt elbabwärts von Dresden und lässt sich sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto erreichen. Die Erlebniswelt befindet sich in der Talstraße 9. Parkmöglichkeiten gibt es direkt an der Manufaktur oder am Bahnhof Meißen Altstadt, an den Neumarkt-Arkaden und in der Altstadt.

Von Mai bis Oktober kannst Du den Ausflug je nach Fahrplan auch mit einer Fahrt auf einem historischen Schaufelraddampfer verbinden. Auf der Strecke zwischen Dresden und Meißen ziehen die Weinberge des Elbtals, die Albrechtsburg und der Meißner Dom an Dir vorbei.

Wie viel Zeit solltest Du einplanen?

Für Schauwerkstatt und Museum solltest Du mindestens 90 Minuten einplanen. Möchtest Du zusätzlich in Ruhe den Flagship Store erkunden oder im Café verweilen, solltest Du mehr Zeit mitbringen. Bei einer manufakTOUR oder einem Kreativ-Workshop kann die Erlebniswelt den größten Teil Deines Tagesprogramms ausfüllen.

Die regulären Öffnungszeiten liegen aktuell täglich zwischen 9 und 17 Uhr, das Café öffnet in der Regel von 11 bis 17 Uhr. Da sich Zeiten, Führungen und Workshop-Termine ändern können, prüfst Du die Angaben am besten kurz vor Deinem Besuch im Onlinekalender.

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