Blick auf das in der Ferne liegende Kyffhäuser Denkmal
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Urwald, Schlosspark & Gartenschau

Thüringen entdecken: Diese drei Naturschätze solltest Du kennen

Wer an Thüringen denkt, dem fallen vermutlich Assoziationen wie die Wartburg, Weimarer Klassik oder Thüringer Rostbratwurst und Klöße ein. Dabei besitzt der Freistaat noch eine völlig andere, überaus grüne Facette: ausgedehnte Buchenwälder, malerische Landschaftsparks sowie ein brandneues Garten-Highlight. Drei Parks, die Appetit auf Ausflüge in die Natur wecken.

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Der Nationalpark Hainich ist ein UNESCO-Weltnaturerbe. © zrfphoto/iStock via Getty Images
Der Nationalpark Hainich ist ein UNESCO-Weltnaturerbe. © zrfphoto/iStock via Getty Images

Nationalpark Hainich: Urwald-Atmosphäre mitten in Deutschland

Weit im Westen Thüringens, im Dreieck aus Mühlhausen, Bad Langensalza und Eisenach, befindet sich der einzige Nationalpark des Freistaats: der Hainich. Nach Angaben seiner Verwaltung verfügt der Hainich mit gut 130 Quadratkilometern über das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands. Über mehrere Jahrzehnte hinweg konnten sich demnach auf ehemals militärischem Sperrgebiet Buchenwälder entfalten, wie sie heute in Mitteleuropa großflächig existieren würden, gäbe es da nicht den Menschen.

Geschützt wird unter anderem die Rotbuche, welche in weiten Teilen Deutschlands das Landschaftsbild prägen würde. Hier kann die Natur durchatmen, der Mensch hält sich mit Eingriffen zurück. Das bedeutet für die rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wacht sowie der Verwaltung allerdings teils harte Arbeit. Im Hainich sind beispielsweise Ranger unterwegs, die regelmäßige Führungen anbieten, Besucherinnen und Besucher betreuen oder auch prüfen, ob Schutzbestimmungen befolgt werden.

Der Hainich zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas", welches aus mehr als 90 Waldgebieten verteilt auf 18 Länder besteht. Der hiesige deutsche Urwald ist nach Einschätzungen von Experten Lebensraum für etwa 10.000 Pflanzen-, Pilz- und Tierarten, darunter Wildkatzen, Fledermäuse sowie sieben Spechtarten.

Im Park Altenstein fanden KünstlerInnen seit jeher Inspiration. © Oliver Hlavaty/iStock via Getty Images
Im Park Altenstein fanden KünstlerInnen seit jeher Inspiration. © Oliver Hlavaty/iStock via Getty Images

Schloss und Park Altenstein: Ein Meisterwerk der Gartenkunst

In direkter Nähe zum Kurort Bad Liebenstein, am Rand des Thüringer Waldes, befindet sich eines der schönsten Gartendenkmäler Mitteldeutschlands: Schloss Altenstein samt seinem Landschaftspark, der sich über rund 160 Hektar erstreckt und als größter des Freistaats gilt. Die Wurzeln des Parks reichen bis ins Jahr 1798 zurück. Bei einem Spaziergang entdecken Besucherinnen und Besucher Architekturen wie das Chinesische Häuschen, den Blumenkorbfelsen sowie die Teufelsbrücke oder genießen den Ausblick ins Werratal.

Jedes Jahr komponieren Gärtnerinnen und Gärtner den Angaben des Kurorts zufolge aus rund 4.600 Pflanzen ein florales Kunstwerk nach historischen Vorlagen, welches am Fuße des Schlosses zu bestaunen ist. Das Schloss selbst kann derzeit leider nicht besichtigt werden. Nach Angaben der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bleibt es bis Ende dieses Jahres wegen Baumaßnahmen geschlossen. Der Schlosspark ist jedoch geöffnet.

Dort, wo bereits Johannes Brahms, Franz Liszt sowie Clara Schumann Zeit genossen haben sollen, können auch kulturinteressierte Personen besondere Momente bei Konzerten erleben. Seit April – und noch bis in den Oktober – werden zudem Führungen angeboten.

In Leinefelde-Worbis ist dieses Jahr die thüringische Landesgartenschau. © Detailfoto/iStock via Getty Images
In Leinefelde-Worbis ist dieses Jahr die thüringische Landesgartenschau. © Detailfoto/iStock via Getty Images

172 Tage Blütenpracht bei der Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis

Auch im Eichsfeld weht seit April ein frischer Wind. Noch bis zum 11. Oktober 2026 richtet Leinefelde-Worbis die fünfte Thüringer Landesgartenschau aus. Über eine Laufzeit von 172 Tagen erwartet Gäste laut offizieller Homepage ein umfangreiches Programm mit insgesamt fast 1.700 Veranstaltungen. Das Motto "Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft" soll dabei mehr als nur ein Slogan sein: Eine einst von einer Garagensiedlung geprägte Gegend soll sich beispielsweise nachhaltig zur "lebenswerten Gartenstadt" entwickeln.

Im Lunapark, dem grünen Zentrum der Stadt, erwartet Besucherinnen und Besucher ein modernisiertes Areal auf einer Fläche von etwa 3,8 Hektar. Hier gibt es beispielsweise einen Waldspielplatz, einen Rundweg mit Sportgeräten sowie Bienen- und Insektenhotels. In Tüffers Garten wird mit einem neuen Bau Platz für Gastronomie und kleine Kulturveranstaltungen geschaffen. Und auch das Wiesentheater soll Raum bieten für Konzerte sowie allerhand weitere Veranstaltungen.

Eine Tageskarte für Erwachsene ab 25 Jahren kostet 22 Euro, für Kinder, Jugendliche sowie jüngere Erwachsene gelten je nach Alter gestaffelte Preise zwischen acht und 20 Euro. Kinder bis fünf Jahre erhalten an der Seite ihrer Eltern kostenlosen Eintritt. Hunde sind willkommen, kosten aber sieben Euro extra. Wer über einen mehrmaligen Besuch nachdenkt, kann zur Dauerkarte greifen. Diese liegt zwischen 40 Euro für Kinder bis 14 Jahre und 150 Euro für Erwachsene ab 25 Jahren.

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Quelle: spot on news