Preveli Beach von oben
© fotolia/Henry Czauderna

Strandurlaub

Die 10 schönsten Strände auf Kreta

Glasklares Wasser, feiner Sand, Trubel, himmlische Ruhe oder Abgeschiedenheit – Kretas Strände sind zahlreich, vielfältig und von bemerkenswerter Schönheit. Die 10 schönsten haben wir hier für Dich zusammengestellt.

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Bálos Beach
Ein Bild von einem Strand – Bálos Beach auf Kreta © Stefan Nink

Bálos Beach

Bálos liegt da wie etwas, das eigentlich in die Südsee gehört oder zumindest in die Karibik. Das Wasser ist himmelblau, der Sand fast weiß, das Panorama sieht derart unecht aus, als hätten es die fleißigen Leute vom Fremdenverkehrsamt an den Horizont gebeamt, früh morgens, bevor die ersten Gäste kamen. Links neben dem eigentlichen Strand liegt eine Art natürliches Planschbecken, eine Lagune, in der das warme Wasser nur knöchelhoch steht und in das manche BesucherInnen ihre Campingstühle stellen.

Liegestühle und Sonnenschirme kann man mieten, außerdem gibt es Toiletten, allerdings nur zwei, was an Hochsaisontagen ein bisschen wenig ist. Für Familien mit kleinen Kindern ist die Lagune ideal; selbst ganz Kleinen reicht das Wasser gerade mal bis zu den Knien. Wer will, kann sich in der Hauptsaison vom Parkplatz aus von einem Esel zum Strand hinunter und später auch wieder hinauf tragen lassen. Von Kíssamos werden Tagesausflüge an den Strand angeboten. Die Boote legen gegen Mittag hier an – wer Ruhe möchte, sollte morgens kommen.

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Der besondere Tipp

Auf dem Rückweg von Bálos Beach führt eigentlich kein Weg am Gramvousa Restaurant in Kalivianí vorbei: Kretische Küche nach Großmutters Rezepten aus dem Holzofen – ein absolutes Highlight!

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Blick auf Preveli Beach von oben
Blick auf Preveli Beach von oben © Stefan Nink

Preveli Beach

Der wunderschöne Preveli Beach ist einer von zwei kretischen Stränden, an denen sogar Palmen stehen. Hinzu kommen weicher Sand sowie flaches, glasklares  Wasser. Kretas berüchtigte Nordwinde machen einem in so einer geschützten Bucht auch keinen Strich durch die Rechnung. Für Kinder gibt’s Floß- und Sandburgen-Baumöglichkeiten an einem kleinen Bach und außerdem eine Gruppe Gänse. 

Das Auto kann man auf einem großen Parkplatz am Rand der Klippen abstellen. Der steile Fußweg über vierhundert (!) grob geschlagene Stufen nach unten hat es dann in sich, den sollte man nicht in FlipFlops angehen. Die Ausblicke auf Strand, Meer und Küste sind spektakulär, die hochroten Gesichter der Entgegenkommenden ebenfalls. Besser, man trinkt unten vor dem Rückmarsch viel Wasser – und nicht so viel Wein oder Bier. Oder man lässt sich mit dem Boot abholen und nach Plakias bringen.

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Der besondere Tipp

Eine kleine Strandkneipe unter den Palmen verkauft am Preveli Beach alles, was man am Strand braucht oder brauchen könnte: Sonnencreme, Käsetoast und Flaschenbier. Setze Dich damit etwas abseits unter die Palmen und wippe zu den Bob-Marley-Klängen aus den Lautsprechern – mehr Karibik am Mittelmeer geht nicht.

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Große Wellen am Plakias Beach
Große Wellen am Plakias Beach © Stefan Nink

Plakias Beach

Der Plakias Beach ist anderhalb Kilometer lang und 30 Meter breit, eine Mischung aus Sand und Kies, die im Wasser nur ganz allmählich abfällt (bei Wind kann die Brandung hier trotzdem ordentlich krachen). Je weiter man auf das Kap Kakomoúri am Ende der Bucht zuläuft, desto feiner und weicher wird der Sand aber. Das Kap mit seiner beinahe senkrechten Felswand ist übrigens ein Hotspot für Kletterfans.

Das Besondere an Stadt- oder Ortsstränden ist ja, dass die Stadt oder der Ort gleich um die Ecke liegen, also: die Cafés, Tavernen, Restaurants und Supermärkte - alles nur ein paar Schritte entfernt. Wie übrigens auch die ruhigen, leeren Abschnitte am Plakias Beach: Man muss nur hundert oder zweihundert Meter nach Süden laufen und hat plötzlich einen ganzen Strand für sich allein. Der Strand ist super für alle, die ihre Urlaubstage bis zur letzten Minute am Strand verbringen wollen: Weil er von Norden nach Süden verläuft, liegt er in der Sonne, bis die sich draußen über dem Meer hinter den Horizont abseilt.

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Der besondere Tipp

Die Taverna Paligremnos ziemlich am Südende des Strandes wird gerne als bester Sunset-Spot beschrieben, aber, ganz ehrlich: Sie ist auch unser Favorit für das Mittagessen. Man sitzt auf der Terrasse oder unter den Bäumen im Garten, es gibt viele kleine Mittagsgerichte plus eine wechselnde Tageskarte mit regionalen Spezialitäten. Wunderbar.

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Die Bucht am Falassarna Beach
Gut gelegen: Falassarna Beach in weiter Bucht © Stefan Nink

Falassarna Beach

Falassarna Beach ist so zauberhaft, dass es an manchen Strandabschnitten manchmal etwas trubelig werden kann. Was macht man dann? Man läuft einfach ein paar hundert Meter nach Norden. Zu den kleinen Buchten. Die großen Felsbrocken dort sehen aus, als habe ein wütender Zeus sie damals im Zorn nach irgendeinem Halbgott geworfen. Zwischen ihnen kannst Du wunderbar Dein Handtuch ausbreiten und die nächsten Stunden der Zeit zusehen, wie sie vorüber geht. Das Wasser? Ist eh nicht von dieser Welt. Der fast weiße Sand lässt tief blicken, und wenn dann noch die Sonne im richtigen Winkel steht, bekommt das Meer diese bestimmte Badezusatzfarbe, die man nicht für möglich hält.

Der Wind weht hier fast immer. Im Hochsommer ist das nett, weil schön kühl, in der Vor- und Nachsaison eher nervig. Auch deswegen sind die Plätze zwischen den großen Felsen begehrt – hier kann es an Frühling- oder Herbsttagen schon mal gefühlte zehn Grad wärmer sein. Wo Felsen im Wasser liegen, kann man toll schnorcheln. Von Juni bis September verleiht Surf Island Surfbretter und SUP-Boards (und bietet Kurse an).

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Der besondere Tipp

In der Hauptsaison bekommt man in den Strandrestaurants die übliche griechische Küche, da kann man nicht viel falsch machen. Das schönste Panorama zum Essen hat man in den Tavernen, die an der Straße zurück hinauf in die Berge liegen.

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Blick unter einem Sonnenschirm hervor auf das Meer vor Malia
Glasklares Wasser am Stadtstrand von Malia © Stefan Nink

Malia Beach

An diesem schönen Stück Küste im Nordosten der Insel hat jeder noch so kleine Strandabschnitt einen eigenen Namen: Potamos Beach, Small Beach, Tropical Beach, Sun Beach, Central Beach. Im Navi gibst Du jedoch einfach „Malia Beach“ ein und fährst mit dem Mietwagen bis zu einem der Parkplätze am östlichen Ende des Strandes. Von dort aus suchst Du Dir anschließend Deinen Lieblingsplatz.

Wobei: Die einzelnen Malia-Abschnitte unterscheiden sich tatsächlich ziemlich voneinander. Potamos (das ist der ganz im Osten) ist der ursprünglichste, mit viel Platz und viel Ruhe. Dann folgen Sun und Tropical Beach, beide mit ziemlichem Betrieb, Strandbars und einem Kinderpool. Der Central Beach wiederum liegt nah am Ortszentrum und hat deswegen die beste Infrastruktur.

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Der besondere Tipp

Der minoische Palast von Malia liegt ganz in der Nähe des Potamos Beach und zählt zu den großen Palastruinen Kretas. Während der Hauptsaison gibt es auch deutschsprachige Führungen.

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Der Ort wurde Ende des 19. Jahrhunderts zu Ehren des damaligen Hochkommissars von Kreta, Georg von Griechenland, in Georgioupolis umbenannt © Stefan NInk

Georgioupolis Beach

An diesem Strand kommt jeder vorbei, der von Iraklion Richtung Chania unterwegs ist. Und er ist so lang , dass niemand so richtig zu wissen scheint, wo er eigentlich aufhört. Nach ein paar Kilometern geht der Georgioupolis Beach in die Strände von Episkopi und Petres über. Weil der Strand so lang ist, verläuft sich selbst der große kretische Wochenendandrang in der Hochsaison; wer in der Nebensaison kommt, hat hier endlos Platz für sich. Deswegen ist der Georgioupolis Beach auch ideal für Familien und kleine Baumeister: Weil sie niemandem im Weg sind, können Sandburgen über Tage erweitert werden.

Am Georgioupolis Beach weht die Blaue Flagge für superbe Wasserqualität. Leider wird aber auch öfter der rote Wimpel gehisst – wegen der Lage an der ungeschützten Nordseite Kretas kann es auch im Sommer ziemlich blasen und hohen Wellengang geben. Parallel zur viel befahrenen Nationalstraße verläuft eine schmale Versorgungsstraße, an der etliche Restaurants und Kneipen liegen. Parken kann man dort überall.

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Der besondere Tipp

Wenn es die Taverna Babis nicht geben würde, müsste man sie erfinden: ein kleines Restaurant im Familienbesitz, in dem noch so gekocht wird wie vor 20 oder 30 Jahren. Die Karte ist umfangreich; dazu gibt’s immer wechselnde Specials. (Liegt in der mittleren der drei Gassen, die von der Meereskapelle in den Ort führen.)

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Vier sonnenbadende Männer am Strand
Sonnenanbeter am Strand von von Elafonisi© Stefan Nink

Elafonisi

Elafonisi gehört eindeutig in die Kategorie Traumstrand. Perfekt geformte Sicheln, mehlfeiner Sand, knöcheltiefe, große Lagune – hier sieht es tatsächlich aus wie in der Karibik. Wegen der vielen Sandburgbau- und Planschmöglichkeiten ist Elafonisi fantastisch für Familien und alle, die nicht gerne allein am Strand sein wollen. Die gleichnamige Insel liegt übrigens ein Stück weit draußen im Meer, und wenn nicht gerade starker Wind weht und das Wasser aufpeitscht (was hier öfter mal vorkommt), kann man über eine Sandbank hinüber spazieren.

Einziger wirklicher Nachteil des Traumstrandes: Die komplizierte An- und Abfahrt. Nach Elafonisi führt eine einzige befestigte Straße, und wenn man abends mit allen anderen über die nach Hause möchte, kann das schon mal dauern. Nach der meist langen Anfahrt muss man sich zumindest um den Parkplatz keine Gedanken machen: Auf dem riesigen Gelände ist endlos Platz, es gibt Duschen und WCs, mehrere Buden mit Schwimmzubehör und natürlich auch Möglichkeiten zum Essen und Trinken.

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Der besondere Tipp

Auf gar keinen Fall sollte man den erstbesten freien Parkplatz nutzen, wenn man von der Straße aufs Gelände kommt: Von hier oben läuft man anschließend dann nämlich gut 20 Minuten an anderen Autos vorbei und in der tief stehenden Spätnachmittagssonne später wieder hinauf. Besser weiter Richtung Meer fahren – der Parkplatz ist riesig, und irgendwo ist unten am Strand immer eine Lücke frei.

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Analipsi Loop Vorschaubild
Am Strand von Analipsi © Stefan Nink

Analipsi Beach

Analipsi ist das Gegenstück zu vielen anderen Stränden dieser Insel: Der Sand ist nicht ganz so fein, und die Liegestuhl- und SonnenschirmanbieterInnen sind nicht ganz so zahlreich. In unmittelbarer Nachbarschaft des lauten und trubeligen Hersonissos hat sich Analipsi einen liebenswert ursprünglichen und leicht schroffen Charme bewahrt – ein Strand ideal für Familien, IndividualistInnen und alle, die mittags zu Souvlaki und Pommes keinen Live-DJ brauchen.

Genügend kostenfreie Parkplätze, mehrere einfache Cafés und Tavernen und kleine Supermärkte: Eigentlich muss man beim Packen im Hotelzimmer an nichts denken. Trotz etlicher großer Hotels verteilen sich die Leute so, dass man in beiden Richtungen bloß ein paar Minuten über den Sand laufen muss, um für sich zu sein. Zwischen Strand und Hotels gibt es auf der kompletten Strandlänge eine schmale Versorgungsstraße, auf der aber kaum Autos unterwegs sind.

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Der besondere Tipp

Fast schon fine dining: Ein Lunch im Captain's. Das zum Meer hin offene Restaurant liegt etwa auf halber Höhe des Strandes und ist ein wunderbarer Rückzugsort – auch für einen Sundowner.

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Strand von Amoudi
Strand von Amoudi © Stefan Nink

Ammoudi Beach

Das hier ist einer jener Orte, an denen man die Zeit komplett vergessen kann. Man kommt nach dem Mittagessen an, sucht sich ein schattiges Plätzchen, schnorchelt eine Runde, legt sich auf sein Badetuch, hört dem Plätschern des kleinen Bachs zu, der am Ende des Strandes ins Meer rinnt, und irgendwann ist es kurz nach fünf und der Nachmittag fast schon vorbei, ohne dass man sagen könnte, wie das eigentlich passiert ist.

PsychologInnen würden jetzt sagen: Genau so muss Urlaub sein, damit man sich wirklich erholt. Was für ein Glück, dass dieser Lieblingsstrand ein Stück ab vom Schuss liegt. Nicht wirklich viel, das Städtchen Plakias befindet sich gewissermaßen um die Ecke. Von Plakias braucht man mit dem Mietwagen vielleicht 10 Minuten, es gibt ausreichend Parkplätze, einige BesucherInnen machen FKK, es kommen aber auch viele Familien. Das Wasser ist glasklar, wird allerdings sehr schnell tief. Und eine kleine Beach Bar findest Du auch. 

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Der besondere Tipp

Die kleine und einzige Beach-Bar ist schon wieder so retro, dass sie cool ist. Meistens tröpfelt sehr schräger Querflötenjazz aus den Lautsprechern.

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Rethymnon Beach, Strand, Sonnenschirme und Liegen
Feiner Sandstrand und flaches Wasser – Rethymnon Beach © Shutterstock/topolov

Rethymnon Beach

Ein toller Strand, mehrere Kilometer lang und vor allem auf seinem ersten Teil mit feinem, goldenem Sand ausgestattet, der in der tief stehenden Abendsonne zu leuchten beginnt. Der westlichste Abschnitt liegt fußläufig; wenn man möchte, kann man vom Bummel durch die Altstadt gleich weiter zum Baden: Der Strand beginnt unmittelbar neben der Marina. Von hier erstreckt er sich dann nach Osten, so weit man sehen kann (und laufen übrigens auch – für Strandwanderungen ist Rethymno ein Traum!). Jede Menge Platz also, und weil das Wasser flach und meistens ziemlich ruhig ist, ist der Strand auch super für Familien geeignet. Bloß an Tagen, an denen der Wind von Norden bläst, werden die Wellen kräftiger – aber das ist auf Kreta ja inselweit so.

Auf den vielen Strandkilometern gibt es immer wieder Bereiche, in denen Du Sonnenliegen und Schirme, oder auch Wassersport-Equipment mieten kannst, außerdem Duschen und Toiletten. Parkplätze sind in Stadtnähe ein bisschen schwierig zu bekommen, weiter außerhalb ist das aber kein Problem. Und wie bei vielen Stränden an der Nordküste gibt es auch hier eine schmale Versorgungsstraße, die parallel zur Hauptstraße verläuft und an der kleine Supermärkte und Restaurants liegen.

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Der besondere Tipp

Bei den Restaurants mit ihrer einfachen griechischen Küche kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Wer nicht irgendwo am Strand zu Abend essen möchte, packt die Badesachen ein und macht sich auf den Weg zu den Open-Air-Restaurants am alten Hafen: Läden wie das Erotokritos sind zwar deutlich teurer als andere Restaurants weiter außerhalb – dafür sitzt man dort aber wunderbar romantisch.

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