Konkurrent kündigt Pläne an
Schneller nach London als mit der Deutschen Bahn? Dieses Start-up hat große Pläne
Die Planungen für eine umsteigefreie Bahnverbindung von Köln in die britische Hauptstadt nehmen Fahrt auf. Die Deutsche Bahn ist an den Verhandlungen beteiligt. Doch nun macht ein junges Unternehmen ähnliche Vorstöße und könnte womöglich schneller zum Ziel kommen.
Schon seit geraumer Zeit existieren Ideen für eine schnelle Direktstrecke von Köln nach London. Ob die deutsche Großstadt und die britische Metropole tatsächlich eines Tages auf diesem Weg miteinander verbunden werden, bleibt allerdings ungewiss. Zuletzt fand in der Rheinmetropole ein persönliches Treffen statt, das wohl erfolgversprechend verlief.
Folge unserem WhatsApp Kanal!Gutscheine, Gewinnspiele, relevante News & Updates zum Thema Reisen!Zum KanalWeniger als vier Stunden von Köln nach London
Auf Anregung von KölnBusiness kamen zentrale Akteure zusammen, wie die Wirtschaftsförderung am 1. Juni 2026 bekannt gab. Anwesend waren unter anderem Repräsentanten der Deutschen Bahn, des Betreibers Eurostar, des britischen Verkehrsministeriums, des Bundesverkehrsministeriums und Roseanna Watson, britische Generalkonsulin in Düsseldorf. Einigkeit herrschte demnach darüber, dass eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen beiden Metropolen Wirklichkeit werden soll.
Schon im Sommer 2025 hatte man nach einer Begegnung zwischen dem damaligen britischen Premierminister Keir Starmer (63) und Bundeskanzler Friedrich Merz (70) eine Taskforce ins Leben gerufen. DB und Eurostar hatten im Dezember 2025 anschließend eine Absichtserklärung unterzeichnet, um laut einer Bahn-Mitteilung "Optionen für ein gemeinsames Fernverkehrsangebot zwischen London und deutschen Großstädten wie Köln und Frankfurt auszuloten".
Seitdem ist von einem möglichen Starttermin in den frühen 2030er-Jahren die Rede. Nach Angaben von KölnBusiness soll die Fahrtzeit auf der geplanten Route dann knapp vier Stunden betragen. Gegenwärtig lässt sich die britische Hauptstadt von Deutschland aus ausschließlich mit Umsteigen erreichen. Für die Realisierung müssten allerdings "die erforderlichen technischen, betrieblichen und rechtlichen Voraussetzungen" erfüllt sein, heißt es. Um zusätzliche Kapazitäten am Kölner Hauptbahnhof bereitzustellen, wäre ein Ausbau erforderlich, zudem müssten Wartezonen und ein Bereich für Grenzkontrollen geschaffen werden.
Überholt ein Start-up die Deutsche Bahn?
Ein britisches Start-up könnte diesem Vorhaben jedoch zuvorkommen und bereits früher mit einer Direktstrecke starten, wie die "Sunday Times" kürzlich berichtet hat. Das Unternehmen Gemini Trains, das nach eigenen Aussagen von einem Fonds aus dem Nahen Osten finanziert wird, plane mit Verbindungen nach Paris und Köln. Weitere Vorhaben umfassen dem Bericht zufolge auch Strecken nach Frankfurt und Düsseldorf vom Londoner Bahnhof Stratford International aus.
Laut Bericht ist vorgesehen, dass Gemini Trains acht elektrische Züge mit jeweils 200 Metern Länge und einer Kapazität von mehr als 550 Fahrgästen least. Bis 2030 sollen täglich elf Verbindungen angeboten werden. Wie viele davon auf die Strecke Köln-London entfallen, bleibt aktuell unklar. Das Unternehmen könnte das DB-Vorhaben damit theoretisch überholen, sofern tatsächlich erste Fahrten zwischen Köln und London bis 2030 realisiert werden. In zeitlicher Nähe dazu sei eine "rasche Expansion" geplant. Wie diese konkret aussehen könnte, ist bislang ebenso offen. Auch hier wird angegeben, dass die Fahrt zwischen London und Köln etwa vier Stunden dauern soll.
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