Beach-Check
Porto Ferro auf Sardinien: Anreise, Tipps & Highlights
Gold- und bernsteinfarbener Sand, ein nach Westen offenes Meer und viel Platz: Porto Ferro liegt an der Riviera del Corallo im Nordwesten Sardiniens, rund 20 Kilometer von Alghero entfernt. Der etwa zwei Kilometer lange Strand wird von einem ausgeprägten Dünensystem und mediterraner Vegetation eingerahmt. Drei historische Wachtürme stehen über der Bucht und verleihen der Küstenlinie ihr markantes Aussehen.
Der häufige Wind und die Wellen machen Porto Ferro besonders bei SurferInnen und WindsurferInnen beliebt. Ruhiger geht es in den kleinen Buchten im nördlichen Bereich zu, deren Felsvorsprünge den Wind abschirmen. Hinter dem Strand erstreckt sich eine abwechslungsreiche Landschaft, die Du wunderbar bei einem Spaziergang erkunden kannst.
Strand-Check
Anfahrt und Parken
Von Alghero erreichst Du Porto Ferro über die gut ausgebaute SP55. Die Fahrt dauert ungefähr 30 Minuten. Aus Richtung Sassari führen die SP65 und die SS291 zum Strand. Die Strecke ist asphaltiert und ausgeschildert. Am Strandeingang und in der Nähe des Leuchtturms gibt es zwei kostenlose, unbefestigte Parkflächen. Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zum Beach. Du kannst auch mit dem Bus 9320 anreisen, musst dann jedoch einen 30-minütigen Fußweg auf Dich nehmen.
Lage und Infrastruktur
Porto Ferro liegt abseits größerer Ferienorte. In unmittelbarer Nähe gibt es kaum Hotels und Apartmentanlagen. Am Eingang des Strandes befinden sich ein Restaurant und ein Imbiss sowie Toiletten und Duschen. In der Hauptsaison kannst Du Liegen und Sonnenschirme mieten.
Aktivitäten vor Ort
Porto Ferro gehört zu den bekannten Surf- und Windsurfrevieren Sardiniens. Der Küstenverlauf und der beständige Wind bieten regelmäßig gute Bedingungen. An der Bonga Surf School kannst Du Dir Ausrüstung mieten und Kurse für unterschiedliche Erfahrungsstufen buchen.
Auch abseits des Wassers gibt es interessante Aktivitäten. Spazierwege führen entlang der Dünen und durch die Küstenlandschaft. Ein spannendes Ausflugsziel ist der Lago di Baratz hinter dem Dünengürtel. Er ist der einzige natürliche Süßwassersee Sardiniens und von einem Naturschutzgebiet umgeben.
Sicherheit und Regelungen
In der Hauptsaison – von Mitte Juni bis Mitte September – überwachen RettungsschwimmerInnen den zentralen Strandabschnitt. Dennoch solltest Du die Bedingungen im Wasser genau beobachten. Der Meeresboden fällt unregelmäßig ab. Bei Wind und stärkerem Wellengang können Strömungen entstehen.
Für Kinder, ungeübte SchwimmerInnen und bei unruhiger See ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Achte auf die Beflaggung und die Hinweise der RettungsschwimmerInnen. Die kleinen Buchten im Norden sind etwas geschützter, was sich je nach Wetterlage aber auch ändern kann.
Im nördlichen Strandbereich nahe der Torre Bianca liegt ein ausgewiesener FKK-Abschnitt. Zusätzlich gibt es in Porto Ferro einen etwa 60 Meter langen Hundestrand.
Besonderheiten
Direkt hinter Porto Ferro erhebt sich eines der bedeutendsten Dünensysteme Sardiniens. Sie trennen die Küste vom Lago di Baratz und prägen mit der Vegetation die Landschaft rund um den Strand.
Auffällig sind außerdem die drei Wachtürme aus dem 17. Jahrhundert. Torre Negra, Torre Bianca und Torre di Bantine Sale schützten die Bucht einst vor Piraten und dienten der Überwachung der Küste. Heute bilden sie Orientierungspunkte für Spaziergänge entlang der Bucht.
Wasser- und Strandbedingungen
Der Strand besteht aus grobem bis feinem Sand, der je nach Lichtverhältnissen gold- oder bernsteinfarben schimmert. Das Meer ist meist klar, kann durch Wind und Wellen aber aufgewühlt werden.
Der Meeresboden fällt nicht überall gleichmäßig ab, dazu kommen zeitweise kräftige Strömungen. Rote Bojen markieren 200 Meter vor dem Ufer, wie weit Du hinausschwimmen solltest; von 9 bis 19 Uhr sind RettungsschwimmerInnen im Einsatz. Zum Schwimmen eignen sich die kleinen Felsbuchten im Norden besser.
Zielgruppe
Porto Ferro passt besonders zu SurferInnen, WindsurferInnen und Reisenden, die gern abseits dicht bebauter Ferienorte unterwegs sind. Auch SpaziergängerInnen und Naturfans finden zwischen Dünen, Wachtürmen und dem Lago di Baratz abwechslungsreiche Wege.
Es gibt einen ausgewiesenen Hundestrand sowie einen offiziellen FKK-Bereich im Norden. Für Familien mit kleinen Kindern ist Porto Ferro wegen der Strömungen und des unregelmäßig abfallenden Meeresbodens nicht geeignet.
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