Ausblick auf die Meeresbucht vor dem Velebit Gebirge auf Pag
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Aktivurlaub

Wandern auf der Insel Pag: Zwischen Mondlandschaft und Meer

Die kroatische Insel Pag ist voller Kontraste. Zwischen Meeren aus Stein, Trockenmauern und Schafweiden führen Wege durch eine Landschaft, die fast außerirdisch wirkt, bis sich wenige Meter weiter der Blick auf die Adria öffnet.

Wir haben sechs Wanderungen für Dich zusammengestellt, auf denen Du die Insel besonders schön erkunden kannst – von kurzen Touren bei Ledenik bis zu längeren Strecken rund um Metajna.

Ein Weg führt an karger Vegetation vorbei auf den Strand Ručica, Metajna, Insel Pag, zu
Ausblick auf den Strand Ručica, Metajna, Insel Pag, Kroatien © stock.adobe.com - lukaszimilena

Life on Mars Trails

Die Pager Bucht entdecken

Der Life on Mars Trail gehört zu den bekanntesten Wanderrouten auf Pag – und ist eigentlich gleich drei Wege in einem. Alle Varianten starten und enden in Metajna, führen aber unterschiedlich weit durch die helle Karstlandschaft im Südosten der Insel. Du kannst also je nach Kondition entscheiden, ob Du eine kürzere Runde gehst oder die große Schleife mit mehr Küste, mehr Stein und mehr Ausdauer.

Schon kurz hinter Metajna bleiben Häuser und Strandbars zurück, vor Dir liegen heller Fels, niedrige Vegetation, salzige Luft und immer wieder der Blick aufs Meer. Die kurze Runde zeigt Dir auf etwa sieben Kilometern, warum hier so oft von Mond- oder Marslandschaft die Rede ist. Sie ist der beste Einstieg, wenn Du Pag wandernd kennenlernen möchtest, ohne gleich eine lange Tour zu planen.

Die mittlere Variante führt weiter Richtung Strand Ručica und zur Bucht Beritnica. Dort liegen drei große Felsen im seichten Wasser, oberhalb erhebt sich der Kletterfelsen Stogaj. Beritnica ist ein guter Platz für eine Pause oder ein Bad, allerdings ohne viel Infrastruktur. Badeschuhe sind wegen des steinigen Untergrunds praktisch. Danach bleibt der Weg nah an der rauen Küstenlandschaft, mit kleinen Buchten, hellem Karst und viel freiem Blick.

Auf der langen Tour gehst Du noch weiter Richtung Slana, Kap Sušac und Malin. Diese Variante fühlt sich weniger nach Küstenspaziergang an, sondern nach einer echten Wanderung durch offenes Gelände. Der Rückweg führt über die Kammhöhe bei Vela Glavica. Hoch ist sie nicht, aber auf Pag reicht das für weite Ausblicke über Metajna, die Steinlandschaft, die Küste und bei klarer Sicht bis zum Velebit-Gebirge. Gerade der letzte Abschnitt kann durch unebenen Untergrund, Sonne und fehlenden Schatten anstrengend werden.

Gut zu wissen: Die Meeres-Via-Ferrata bei Slana gehört nicht zum normalen Wanderweg. Sie ist nur rund 100 Meter lang, aber ausschließlich mit Klettersteigausrüstung geeignet. Ohne Ausrüstung oder bei Sperrung nimmst Du den markierten Umweg oberhalb.

Start- und Endpunkt: Metajna / Metajna
Längen: 7,12 und 15 Kilometer
Schwierigkeitsgrad: leicht bis anspruchsvoll, je nach Länge 
Gut zu wissen: kaum Schatten, keine verlässliche Infrastruktur unterwegs; Wasser, Sonnenschutz, feste Schuhe und Proviant einpacken

Ausblick von einem Berg auf der Insel Pag auf die Fähre zwischen Prizna und Zigljen
Fähre Žigljen, Insel Pag, Kroatien © stock.adobe.com - xbrchx

Life on Mars Trail 2

Von Žigljen nach Metajna

Life on Mars 2 ist die Fortsetzung der bekannten Route bei Metajna und verbindet Žigljen mit Metajna. Anders als die klassischen Runden ist dieser Weg kein Rundweg: Du startest etwa zwei Kilometer oberhalb des Fährhafens Žigljen und endest am Fußballfeld in Metajna, nur wenige Meter oberhalb des Dorfes. 

Die ersten sechs Kilometer bis zur Bucht Vela Luka sind der spannendste, aber auch anspruchsvollste Teil. Der Weg verläuft meist oberhalb des Meeres, auf etwa 100 bis 200 Metern Höhe. Er schlängelt sich durch helle Steinstrukturen, kurze Schluchten und mehrere natürliche Galerien, ausgesetzte Felsbänder mit weitem Blick auf das Meer und die Berge. Weil sich kurze Auf- und Abstiege ständig abwechseln, kommst Du hier langsamer voran, als die Kilometerzahl vermuten lässt. An manchen Stellen brauchst Du Trittsicherheit und feste Wander- oder Trailschuhe.

In der Bucht Vela Luka kannst Du eine Pause einlegen und eine Runde baden. Ab hier wird der Weg deutlich einfacher. Nach etwa 9,5 Kilometern trifft Life on Mars 2 auf die ursprüngliche Life-on-Mars-Route. Von dort sind es nur noch wenige hundert Meter bis Metajna. Das offizielle Ende liegt am Fußballfeld oberhalb des Ortes, aber bis zum Meer und in den Ort läufst Du nur wenige Minuten weiter.

Start- und Endpunkt: Žigljen / Metajna
Länge: ca. 10,5 Kilometer
Schwierigkeitsgrad: mittel bis anspruchsvoll; nicht für Familien mit kleinen Kindern geeignet
Gut zu wissen: kein Rundweg; Hin- oder Rückfahrt vorab organisieren

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Eine Gruppe Freunde auf Sveti Vid in karger Landschaft mit Ausblick aufs Meer und die Buch von Pag
Die karge Landschaft auf Sveti Vid bietet Dir endlose Ausblicke in alle Richtungen © stock.adobe.com - Viktor

Sveti Vid

Auf Pags höchsten Punkt

Sveti Vid ist mit rund 348 Metern der höchste Punkt der Insel Pag. Der Aufstieg aus Richtung Kolan ist gut ausgeschildert und technisch nicht allzu schwierig, führt aber fast komplett durch offenes Gelände. Du startest an einer scharfen Kurve der Inselstraße D106 vor Kolan (Anreise mit dem Bus nach Kolan). 

Zunächst wanderst Du durch ein grasiges Tal zwischen Trockensteinmauern und Karstweiden. Je näher Du dem Gipfel kommst, desto niedriger wird der Bewuchs. Schatten gibt es kaum, dafür wird der Blick immer weiter: auf das Velebit-Gebirge, die Pager Bucht, das Pager Tor, umliegende Inseln und Pag Stadt. Besonders schön ist der Weg im Frühling, wenn Salbei und andere Kräuter zwischen den Steinen violett, blau und rosa blühen. Auf dem Gipfel stehen ein Kreuz aus Trockenstein und die Ruine der St.-Veit-Kirche. Für den Rückweg folgst Du der Route wieder hinunter Richtung Kolan.

Start- und Endpunkt: Kolan-Straße / Kolan-Straße
Route: Kolan – Sv. Vid – Kolan
Gehzeit: 1,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel
Gut zu wissen: Es gibt kaum Schatten und keine windgeschützten Stellen. Im Sommer brauchst Du Sonnenschutz, feste Schuhe und genug Wasser; im Winter kann es auf dem offenen Weg kalt und windig werden.

Annas Tipp

Nach der Tour passt ein Abstecher nach Kolan. Dort wird der bekannte Paški sir hergestellt, der Pager Schafskäse. Sein Aroma kommt von der Milch der Schafe, die auf salzigen Kräuterflächen grasen und dem Wind der Insel ausgesetzt sind. 

Eine Bucht der Insel Pag
Entdecke die wunderschönen, versteckten Strände auf Pag © stock.adobe.com - Michael

Die andere Seite des Mondes – Mikula

Kapelle, Leuchtturm, Badesachen

Ledenik liegt auf der anderen Seite der Pager Bucht und wirkt wie das ruhigere Gegenstück zu Metajna. Unter dem Namen Die andere Seite des Mondes führen hier mehrere markierte Wege durch helle Steinlandschaften, vorbei an Trockensteinmauern, niedrigen Felsen und Aussichtspunkten zum Meer.

Dieser Weg startet auf einer Schotterstraße unterhalb von Lokva, in der Nähe von Ledenik, und führt als Rundweg zur Punta Mikula, dem Kap des heiligen Nikolaus. Direkt am Meer, an einem Strand mit Leuchtturm, liegt die gleichnamige kleine Kirche. Sie ist dem heiligen Nikolaus gewidmet, dem Schutzpatron der Seefahrer. Im Meer vor der Kirche sind noch Reste alter Anlegeplätze zu sehen sein. Wenn es warm genug ist, kannst Du hier eine Runde schwimmen, bevor Du den Rückweg antrittst.

Start- und Endpunkt: Schotterweg bei Lokva na Ledeniku / Lokva na Ledeniku
Länge: ca. 3,5 Kilometer
Schwierigkeitsgrad: mittel
Gut zu wissen: kurze Runde, aber steiniger Untergrund

Ausblick auf den Strand von Lokva, Insel Pag
Strand von Lokva, Insel Pag, Kroatien © stock.adobe.com - Tupungato

Die andere Seite des Mondes – Zaton

Kurzer Weg zur Bucht

Zaton ist die kürzeste und leichteste Tour rund um Ledenik. Der Weg startet bei Lokva/Ledenik, führt auf rund eineinhalb Kilometern zur Zaton-Bucht und auf derselben Strecke zurück. Du gehst durch helles, offenes Gelände, vorbei an Trockensteinmauern und Felsformen, die typisch für diesen Teil von Pag sind. Unterwegs öffnen sich Blicke auf das Pager Tor, die schmale Meerespassage zwischen der Pager Bucht und dem Velebit-Kanal und die kleine Insel Mali Maškalic, deren Form an ein steinernes Krokodil erinnert. Die Zaton-Bucht ist ein toller Bade- und Pausenplatz, bevor Du zurück nach Lokva gehst.

Start- und Endpunkt: Lokva na Ledeniku / Lokva na Ledeniku
Länge: etwa 3 Kilometer
Gehzeit: 1 - 1,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht
Gut zu wissen: kurze Tour mit wenig Schatten; gut kombinierbar mit einer Badepause an der Bucht

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Steinige Landschaft vor einer alten Ruine auf einem Hügel vor dem Meer mit dem Velebit Gebirge seitlich im Hintergrund
Insel Pag, Kroatien © stock.adobe.com - Arkadiusz Fajer

Die andere Seite des Mondes – Sveti Jure

Steine, Schafe und alte Spuren

Sveti Jure ist die anspruchsvollste Wanderung der Auf der andere Seite des Mondes-Touren. Du startest am Parkplatz des Pager Friedhofs und wanderst Richtung Norden nach Lokva/Ledenik. Der Weg führt über offenes Karstgelände, vorbei an Trockensteinmauern und Aussichtspunkten. Immer wieder öffnet sich der Blick auf das Pager Tor, die Meerespassage zwischen der Pager Bucht und dem Velebit-Kanal und die umliegenden Inseln. Außerdem entdeckst Du Spuren verschiedener Epochen: eine pyramidenförmige Steinstruktur, die vermutlich zur Kommunikation über die Ferne diente und die Reste einer byzantinischen Festung mit der St.-Georgs-Kirche aus dem 6. Jahrhundert.

Die Tour ist kurz genug für eine Halbtagestour, aber deutlich anspruchsvoller als Mikula oder Zaton. Das liegt weniger an großer Höhe als an steinigem Boden, mehreren Anstiegen, wenig Schatten und offenem Gelände. 

Start- und Endpunkt: Parkplatz am Friedhof von Pag / Lokva bei Ledenik
Länge: etwa 6 Kilometer
Höhenmeter: rund 270 Meter
Schwierigkeitsgrad: schwer
Gut zu wissen: früh starten; feste Schuhe sind hier besonders wichtig

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