Aktuelle Lage 2026
Kuba-Reise geplant? Das solltest Du zur Versorgungskrise wissen
Falls Du gerade einen Kuba-Urlaub planst oder mit dem Gedanken spielst, die Karibikinsel zu besuchen, lohnt sich ein genauer Blick auf die aktuelle Situation. Kuba steckt mitten in einer massiven Energie- und Versorgungskrise, die sich unmittelbar auf den Tourismus auswirkt. Offizielle Reisehinweise verschiedener Länder und Branchenberichte machen deutlich: Die Bedingungen vor Ort haben sich spürbar verschlechtert – mit konkreten Folgen für Deine Reiseplanung.
Einreise nach Kuba: Was gilt aktuell?
Bei den formalen Einreisevoraussetzungen für Kuba gibt es aktuell keine wesentlichen Neuerungen. Deutsche StaatsbürgerInnen brauchen nach wie vor einen Reisepass, der mindestens über den gesamten Aufenthalt hinweg gültig ist, und müssen die digitale Einreiseerklärung (D'Viajeros-Formular) ausfüllen. Hinzu kommt eine Krankenversicherung, die in Kuba anerkannt wird. Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich unmittelbar vor der Abreise nochmals über den aktuellen Stand zu informieren, da sich die Anforderungen kurzfristig ändern können. Die offiziellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu Kuba werden regelmäßig aktualisiert und sind eine verlässliche Informationsquelle für die Vorbereitung.
Versorgungskrise: Spürbare Folgen für den Reisealltag
Weitaus bedeutsamer für Reisende sind momentan die wirtschaftlichen und innenpolitischen Entwicklungen auf der Insel. Kuba durchlebt eine gravierende Energie- und Treibstoffkrise, ausgelöst durch ausbleibende Öl- und Treibstoffimporte. Die Folge sind weitreichende Ausfälle bei der Strom- und Kraftstoffversorgung. Das betrifft nicht nur regelmäßige Stromausfälle, sondern laut Auswärtigem Amt ebenso die Versorgung mit Trinkwasser und Lebensmitteln, den öffentlichen Nahverkehr, medizinische Einrichtungen und die gesamte Infrastruktur.
Seit dem 9. Februar 2026 können kubanische Flughäfen ausländischen Maschinen keinen Jet-A-1-Treibstoff mehr bereitstellen. Das hat erhebliche Konsequenzen für den internationalen Flugverkehr: Fluggesellschaften müssen technische Zwischenlandungen einlegen, Verbindungen kürzen oder komplett streichen. Vor allem kanadische Airlines haben ihre Flüge nach Kuba eingestellt oder deutlich eingeschränkt – tausende Verbindungen wurden bereits gestrichen.
Auch die touristische Infrastruktur bekommt die Krise zu spüren. Zahlreiche Hotels haben ihren Betrieb vorübergehend eingestellt oder stark heruntergefahren. Internationale Gäste wurden in andere Unterkünfte umquartiert, das Angebot an verfügbaren Zimmern ist erheblich geschrumpft. Für Reisende bedeutet das: Eine verbindliche Planung wird zunehmend schwieriger.
Flugverkehr: Ungewiss und stark eingeschränkt
Die Lage im Flugverkehr verändert sich rasant. Nationale und internationale Fluggesellschaften gehen ganz unterschiedlich mit dem Kerosinmangel um. Manche haben den Flugbetrieb nach Kuba komplett eingestellt und organisieren Rückflüge für gestrandete Passagiere, andere setzen auf technische Zwischenstopps in Drittstaaten, um die Verbindungen aufrechtzuerhalten. Wer jetzt nach Kuba fliegen möchte, muss mit kurzfristigen Flugplanänderungen, Annullierungen oder Umbuchungen rechnen.
Reisehinweise: Was das Auswärtige Amt empfiehlt
In Deutschland wurde bislang keine formale Reisewarnung für Kuba ausgesprochen, wie sie etwa bei akuten Sicherheitsgefahren üblich ist. Allerdings rät das Auswärtige Amt seit dem 10. Februar 2026 ausdrücklich von nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab. In den Hinweisen wird auf die schwierige Versorgungslage, den eingeschränkten Flugbetrieb, die begrenzte medizinische Versorgung und die insgesamt herausfordernden Lebensbedingungen vor Ort verwiesen. Reisende sollten diese Faktoren nüchtern in ihre Planung einbeziehen und bedenken, dass Rückreise oder Versorgung im Notfall komplizierter ausfallen können als gewohnt.
Neben Deutschland haben auch weitere Regierungen ihre Reisehinweise für Kuba verschärft. Kanada, das Vereinigte Königreich, Irland und Russland raten ebenfalls von touristischen Reisen ab oder empfehlen besondere Vorsicht.
Erfahrungen anderer Reisender: Austausch nutzen
Bei einer so dynamischen Situation kann es hilfreich sein, über offizielle Quellen hinaus auch den Austausch mit anderen Reisenden zu suchen. In Diskussionsforen und Reisecommunities findest Du Erfahrungsberichte aus erster Hand – etwa zur Zuverlässigkeit des Flugbetriebs, zur tatsächlichen Situation in Hotels oder zur Versorgungslage in einzelnen Regionen. Solche Berichte sind kein Ersatz für offizielle Hinweise, können aber dabei helfen, die Gesamtlage besser einzuschätzen. Beachte allerdings, dass die Qualität dieser Informationen stark schwankt und nicht immer überprüfbar ist.
Packliste und Vorbereitung: Gut ausgerüstet nach Kuba
Wer sich trotz der schwierigen Umstände für einen Kuba-Urlaub entscheidet, sollte bei der Vorbereitung besonders gründlich sein. Powerbanks, Taschenlampen, notwendige Medikamente und Hygieneartikel gehören ins Gepäck, da solche Produkte vor Ort nur eingeschränkt verfügbar sein können. Auch ausreichend Bargeld und eine flexible Reiseplanung sind empfehlenswert, um auf spontane Änderungen vorbereitet zu sein. Das Auswärtige Amt weist zudem darauf hin, dass die medizinische Versorgung und Möglichkeiten zum Rücktransport unter Umständen stark eingeschränkt sind.
Reiseideen unter Vorbehalt: Zwischen Faszination und Realität
Kuba fasziniert nach wie vor mit seiner Kultur, Geschichte und Natur. Gleichzeitig verlangt die aktuelle Lage ein hohes Maß an Flexibilität und Gelassenheit. Für manche kann es sinnvoll sein, die Buchung aufzuschieben oder andere Reiseziele ins Auge zu fassen, bis sich die Verhältnisse stabilisiert haben. Wer hingegen Erfahrung mit Reisen unter erschwerten Bedingungen mitbringt, sieht möglicherweise gerade jetzt die Gelegenheit, Kuba abseits der üblichen Erwartungen zu erleben. Entscheidend ist, die Wahl bewusst und auf Basis aktueller Informationen zu treffen.
Fazit: Sorgfältig informieren vor jeder Kuba-Reise
Die aktuellen Nachrichten zur Reisesituation auf Kuba sind kein generelles Abraten von der Insel, aber ein deutliches Signal, die Lage ernst zu nehmen. Wer einen Kuba-Urlaub plant, sollte sich sowohl vor der Buchung als auch kurz vor der Abreise über die Hinweise des Auswärtigen Amts, die Empfehlungen weiterer Regierungen und gegebenenfalls die Informationen des eigenen Reiseveranstalters auf dem Laufenden halten.
Dein Urlaub mit dem Mietwagen

