2023 waren die Flugpreise sehr teuer © MACLEG - stock.adobe.com
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Neue Regelungen werden eingeführt

Portugal-Urlaub: Darum werden Uber und Bolt ab September teurer

Wenn Du Deinen Urlaub in Portugal verbringst und dort gerne per App einen Fahrdienst bestellst, solltest Du Dich auf Änderungen einstellen. Das portugiesische Parlament hat die Regeln für die Anbieter grundlegend überarbeitet. Das neue Gesetz wurde am 25. August im portugiesischen Gesetzblatt veröffentlicht und tritt am 1. September 2026 in Kraft. Betroffen sind Plattformen wie Uber oder Bolt und vergleichbare Anbieter.

Für Reisende besonders interessant ist eine Änderung bei den Preisen. Bisher durfte ein dynamisch berechneter Fahrpreis bei hoher Nachfrage höchstens doppelt so hoch ausfallen wie der durchschnittliche Preis des jeweiligen Anbieters in den vorausgegangenen 72 Stunden. Diese gesetzliche Obergrenze entfällt mit der Neuregelung, was Preissteigerungen nach sich ziehen könnte.

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Eine Männerhand packt Dollarscheine in ein Portemonaie.
In vielen Städten der Welt brauchst Du ein volles Portemonaie, um die teueren Kosten stämmen zu können. © Getty Images / Thanasis

Bei hoher Nachfrage können Fahrten teurer werden

Kennst Du die Situation am Flughafen oder nach einem großen Konzert, wenn plötzlich besonders viele Menschen gleichzeitig ein Auto bestellen? Fahrdienst-Apps reagieren darauf häufig mit sogenannten dynamischen Tarifen. Je höher die Nachfrage, desto höher kann der angezeigte Preis ausfallen.

Kommt es in Portugal künftig zu einem großen Andrang, könnten die Preise für Uber, Bolt und Co. steigen. © istock/FroggyFrogg / iStock via Getty Images
Kommt es in Portugal künftig zu einem großen Andrang, könnten die Preise für Uber, Bolt und Co. steigen. © istock/FroggyFrogg / iStock via Getty Images

Bislang setzte das portugiesische Gesetz diesem Aufschlag eine klare Grenze. Künftig ist ein solcher Höchstwert nicht mehr vorgeschrieben. Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Fahrt automatisch teurer wird. Entscheidend sind Nachfrage, Angebot und das Preismodell der jeweiligen Plattform. Besonders zu Stoßzeiten könnten die Ausschläge künftig aber größer ausfallen als bisher. Auch das portugiesische Wirtschaftsmedium "ECO" hebt den Wegfall der bisherigen Preisobergrenze als eine der wesentlichen Neuerungen hervor.

Ganz schutzlos bist Du dabei nicht: Die Plattform muss Dir vor der Buchung transparent anzeigen, wie sich der Preis berechnet und welcher Faktor für einen dynamischen Tarif angewendet wird. Außerdem muss für jede Strecke weiterhin alternativ ein vorab festgelegter Fixpreis angeboten werden. Nimmst Du diesen an, bleibt der Preis unabhängig von Fahrtdauer und tatsächlich zurückgelegter Strecke bestehen.

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Taxis in London, Großbritannien
Taxis in London, Großbritannien

Künftig können auch Taxis über die Plattform kommen

Eine weitere Änderung kann Dir beim Bestellen eines Autos auffallen. Klassische Taxiunternehmen dürfen künftig gleichzeitig auch als TVDE-Anbieter ("Transporte Remunerado de Passageiros em Veículos de Disponibilização Eletrónica," auf Deutsch etwa: "Entgeltlicher Personentransport mit Fahrzeugen, die über eine elektronische Vermittlungsplattform gebucht werden") tätig werden. Auch bereits als Taxi zugelassene Fahrzeuge können für Fahrten über entsprechende Plattformen registriert werden, wenn sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.

Damit sollen sich die bisher getrennten Welten von Taxi und App-Fahrdienst stärker verbinden. Für Dich kann das langfristig bedeuten, dass über die Plattform mehr Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Während einer über die App vermittelten TVDE-Fahrt gelten für ein solches Fahrzeug allerdings die Regeln des App-Fahrdienstes – es darf dann beispielsweise nicht gleichzeitig am Taxistand Fahrgäste aufnehmen.

Auch herkömmliche Taxi-Anbieter dürfen nun ihre Dienste in den Apps anbieten. © istock/Elmar Gubisch / iStock via Getty Images
Auch herkömmliche Taxi-Anbieter dürfen nun ihre Dienste in den Apps anbieten. © istock/Elmar Gubisch / iStock via Getty Images

Videoaufnahmen sind nur mit Deiner Zustimmung erlaubt

Neu geregelt wird auch die Sicherheit während der Fahrt. Plattformen dürfen künftig eine freiwillige Funktion anbieten, mit der der Innenraum des Fahrzeugs per Video aufgezeichnet wird. Die Kamera darf jedoch nicht einfach automatisch laufen.

Die Funktion muss standardmäßig ausgeschaltet sein und darf für eine konkrete Fahrt nur aktiviert werden, wenn sowohl Du als auch der Fahrer ausdrücklich zustimmen. Tonaufnahmen sind verboten. Lehnst Du die Aufzeichnung ab, muss grundsätzlich auch eine Fahrt ohne Video möglich sein. Ist in diesem Moment kein entsprechendes Fahrzeug verfügbar, kannst Du die Fahrt ohne Strafgebühr stornieren.

Auch auf den Datenschutz legt das Gesetz Wert: Die Aufnahmen müssen verschlüsselt sein und dürfen weder vom Fahrer noch vom Fahrgast oder gewöhnlich von der Plattform eingesehen werden. Zugriff ist nur unter gesetzlich festgelegten Voraussetzungen etwa für Polizei, Justiz oder zuständige Behörden möglich.

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Neue Vorgaben auch für Familien und Reisende mit eingeschränkter Mobilität

Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität enthält die Neuregelung ebenfalls konkrete Vorgaben. Die Apps müssen die Möglichkeit bieten, gezielt ein geeignetes Fahrzeug anzufordern. Für diese Fahrt darf kein anderes Preisberechnungsmodell gelten als für eine gewöhnliche Buchung. Rollstühle und andere Mobilitätshilfen sowie Kinderwagen und Zubehör für den Transport von Kindern müssen grundsätzlich mitgenommen werden.

Autos fahren über eine gewundene Straße über den Albula Pass in der Schweiz.
In den Herbstferien bietet sich eine Reise mit dem Auto besonders an. © Getty Images / Giacomo Augugliaro

Werden die Änderungen sofort sichtbar?

Das neue Gesetz tritt am 1. September 2026 in Kraft. Für bestimmte Anforderungen an die Plattformbetreiber gelten allerdings Übergangsfristen. So haben sie 120 Tage Zeit, um die neu vorgeschriebene technologische Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Bereits lizenzierte Plattformbetreiber müssen zudem innerhalb eines Jahres die neuen Voraussetzungen für ihre Tätigkeit erfüllen.

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Quelle: spot on news