Ausflüge mit Mietwagen
Mallorca-Geheimtipps: Diese 4 Orte abseits der Touristenrouten kennt kaum jemand
Palma, Ballermann, Magaluf – wer Mallorca nur von diesen Namen kennt, hat die Insel eigentlich noch gar nicht gesehen. Das echte Mallorca wartet dort, wo kein Linienbus hält: in wilden Buchten ohne Beschilderung, in Bergdörfern mit kaum dreißig EinwohnerInnen, am südlichsten Zipfel der Insel, nicht in sichtbarer Nähe ist. Wer bereit ist, selbst das Steuer in die Hand zu nehmen (wortwörtlich), wird mit einer Insel belohnt, die überraschend wild, leise und authentisch ist.
Flexibel reisen mit dem passenden Mietwagen
Warum Du auf Mallorca unbedingt ein Auto brauchst
Mallorca ist gut erschlossen, wenn man in Palma oder in einem der größeren Touristenorte wohnt. Aber die schönsten Ecken der Insel liegen abseits der Hauptstraßen. Ohne Mietwagen bleibt Dir vieles verschlossen: versteckte Calas ohne Parkplatz und Bergdörfer ohne Bushaltestelle. Eine Kompaktklasse oder ein robuster Kleinwagen reicht für die Lieblingsinsel der Deutschen vollkommen aus.
Cala Tuent
Die Cala Tuent im Nordwesten der Insel ist eine der wildesten Buchten, die Mallorca hat. Die Zufahrt führt über eine kurvige Bergstraße mit Ausblicken, bei denen man schon während der Fahrt durchgehend anhalten will. Unten angekommen nimmt Dich ein feiner Kiesstrand, türkisblaues Wasser, und ein einziges kleines Restaurant am Hang in Empfang.
Keine Busanbindung und keine Sonnenliegen zum Mieten. Wer hierher kommt, kommt mit dem Auto und das hält die Massen fern. Besonders schön ist die Cala in den Morgenstunden oder ab September, wenn die Saison sich dem Ende neigt.
Tipp: Kombiniere die Fahrt mit einem kurzen Spaziergang zur Ermita de Sant Llorenç, einer winzigen Kapelle direkt über dem Meer.
Cala Varques
Die Cala Varques im Osten der Insel, zwischen Manacor und Porto Cristo, ist eine der wenigen Buchten Mallorcas, die weder einen offiziellen Parkplatz noch eine Beschilderung hat. Der Weg dorthin führt über Privatland – mit Erlaubnis der Grundbesitzer, die am Eingang eine kleine Gebühr verlangen – und dann rund zwanzig Minuten zu Fuß durch Pinienwald und über Felsen.
Was wartet: zwei miteinander verbundene Buchten mit glasklarem Wasser, weißem Sand und keinerlei Infrastruktur. Keine Liegen, keine Bar, kein Schatten außer dem der Kiefern. Die Cala ist besonders bei Schnorchelnden beliebt, weil das Wasser auch an flachen Stellen außergewöhnlich klar ist. Wer früh kommt, hat sie für sich allein.
Tipp: Unbedingt Wasser und Proviant mitbringen, es gibt hier nichts zu kaufen.
Vall d'Orient & Puig de Galatzó
Die Serra de Tramuntana kennt mittlerweile jeder. Aber das Innere des Gebirges, wo die Täler enger werden und die Dörfer kleiner, bleibt weitgehend unentdeckt. Das Tal von Orient – erreichbar über eine einspurige Serpentinenstraße von Bunyola aus – liegt in einer Mulde zwischen Mandel- und Olivenbäumen und hat kaum EinwohnerInnen.
Von hier aus startet einer der lohnendsten Halbtagswanderungen der Insel: auf den Puig de Galatzó (1.026 m), mit Blick über fast die gesamte Insel. Der Aufstieg ist moderat, der Weg gut markiert, und oben ist man fast immer allein.
Für danach: das Landrestaurant Es Verger auf dem Weg zurück nach Alaró. Hier lässt es sich aushalten: auf der Terrasse zwischen Mandelbäumen sitzend während einem mallorquinischen Gerichte aus dem Holzofen serviert werden.
Tipp: Die Zufahrt von Bunyola aus ist enger als die von Alaró. Wenn Du wenig Erfahrung mit Bergstraßen hast, nimm lieber die breitere Route von Süden.
Cap de ses Salines
Ganz im Süden, wo die Insel in das ruhige Mittelmeer ausläuft, liegt das Cap de ses Salines. Die Fahrt dorthin führt durch flaches Weingarten-Land und vorbei an alten Salinen, in denen sogar rosa Flamingos waten. Am Cap selbst liegt ein alter Leuchtturm, der für Besucher zugänglich ist, und ein Ausblick bis nach Cabrera, der kleinen Insel-Enklave, die als Nationalpark geschützt ist. Wer früh genug aufbricht, hat das Cap mit etwas Glück für sich allein.
Die wichtigsten Tipps für Mallorca abseits der Hauptrouten
- Früh starten lohnt sich immer, denn die meisten TouristInnen schlafen länger, und Buchten wie die Cala Tuent oder die Cala Varques sind in den Morgenstunden auf eine andere Art schön.
- Offline-Karten auf dem Handy speichern, denn das Mobilnetz bricht in den Bergregionen rund um Orient regelmäßig weg.
- Wasser und Proviant mitbringen, wo es keine Infrastruktur gibt, das gilt für alle vier Ziele auf dieser Liste.
- Und das Wichtigste: Ein gutes Fahrzeug. Nicht wegen der Schotterpisten, die meisten dieser Orte sind auf Asphalt erreichbar, sondern weil Du sonst gar nicht erst hinkommst.



