• Holzmichel
    Dabei seit: 1087430400000
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    geschrieben 1266629559000

    Hallo,

     

    weil`s mir gestern wieder in sehr aufdringlicher Form passiert ist, interessiert mich Eure Reaktion darauf.

    Dazu zwei Beispiele:

     

    1. gestern an einer Strassenkreuzung in Bln.-Kreuzberg (allgemein bekannt) wieder die typische Scheibenputz-Truppe. Normalerweise lassen die ab, wenn man klar den Kopf schüttelt.

    Muss diesmal ein Neuer dabeigewesen sein, jedesfalls spuckte der auf meine Scheibe, wo ich ablehnte. 

    (garantiert war der ein Einzelgänger, denn sowas ist eigentlich in der Szene tabu).

     

    2. in Granada wollten sie uns die berühmten Sträusschen verkaufen, gleich mehrere dieser Frauen umringten uns, ich sagte klar aber höflich nein - sie liessen nicht ab, ich sagte nochmal sehr deutlich nein, dann beschimpften sie uns etc.

    Zum Glück verstehe ich nur sehr wenig spanisch, hat mich also nicht weiter erregt !

     

    Wie geht Ihr mit solchen Situationen um, was ist der beste Weg, diese "Bettler", "Verkäufer" oder "Dienstleister" loszuwerden ????  

  • caribiangirl
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    geschrieben 1266631377000

    schwierig zu beantworten, wie man damit umgeht. normal müsste es reichen, wenn man höflich aber bestimmt verneint, irgendeine dienstleistung von denen anzunehmen.  ich kenn das. einige von den bettlern werden sogar ausfällig, was mir schon passiert ist. mir wurde vor jahren mal von einem bettler in stuttgart müll hinterher geworfen, weil ich ihm keinen euro für ein selbst gemaltes bild geben wollte.

     

    auf dem jährlichen volksfest in bad canstatt treiben sich in den bierzelten so angeblich taube, stumme oder gehörlose rum, die einem ne karte mit der jeweiligen behinderung auf den tisch legen. daneben dann irgendwelche schlüsselanhänger etc., die man für ein paar euro abkaufen soll. da hat mir auch mal einer den mittelfinger gezeigt, als er wieder ging. ich finde das unverschämt.

     

    am besten so schnell wie möglich die situation verlassen. damit bin ich seither immer am besten gefahren. wenn sie trotzdem nicht ablassen, muss man eben verbal direkter werden.

    uns wurde im urlaub auch schon "nazischwein" hinterher gerufen. das war zwar kein bettler, der wollte uns aber was verkaufen.

    Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.
  • Molli-1
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    geschrieben 1266673885000

    Vor kurzem in Bethlehem:

     

    Ein Straßenverkäufer kam in den Bus und beschimpfte/beleidigte "die Deutschen" aufs übelste, weil sie nichts kauften.

    Ich, nichts ahnend, hatte auf der Straße noch einen Kauf abgeschlossen, musste das Geld nur noch im Bus holen.

    Der Verkäufer hat dann aber nicht das Geld, sondern seine Ware zurückbekommen. Die Verkäufertruppe vor dem Bus ist dann sofort komentarlos abgezogen.

  • Ines68
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    geschrieben 1266674302000

    Also, in Berlin ist man ja umringt von Bettlern. Ich handhabe das immer so, dass ich sie gar nicht mehr beachte, es kommen Zigeuner in die S-Bahn u. spielen schlechte Musik, bei guter Musik geb ich gerne was, dann kommt jemand, der den "Straßenfeger" verkauft, dem geb ich dann auch mal was, dann steigt man um u. dann kommt der nächste Straßenfeger-Verkäufer. Es ist zwar traurig, aber Realität. Man kann nicht jedem etwas geben. Als ich einmal einem Bettler Geld gegeben hat, hab ich zufällig gesehen, er hat sich Alkohol dafür gekauft, sorry, dafür ist mir mein Geld zu schade, zumal ich selbst in dieser Hinsicht sehr streng bin.

    Im Urlaub laufe ich einfach geradehaus u. höre u. sehe dann bzgl. des Verkaufens nichts mehr, wenn mich das nicht interessiert. Das weiß ich von meinem Mann, der ja Türke ist, dass das die beste Strategie ist.

     

    02.08.-14.08.2012 Schottland - Isle of Mull, Killin,North Berwick, Edinburgh 14.08. - 17.08.12 Stockholm 23.09. - 30.09.12 Elsass : ) Hinzugekommen sind die Shetlandinseln, Wyk auf Föhr und jetzt gehts nach Sansibar
  • caribiangirl
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    geschrieben 1266676035000

    was ist ein "strassenfeger verkäufer" ? :frowning:

     

     

    in stuttgart saß auch mal einer samt seinem großen hund in der fußgängerzone und hatte ein schild zwischen den beinen ( er saß im schneidersitz da ) "wir haben hunger". gleich nebendran war ein MC doof. bin dann da hin, kaufte 2 hamburger und gab sie dem bettler. wenn blicke töten könnten, wäre ich auf der stelle tot umgefallen. was er im endeffekt damit machte, weiß ich nicht, da ich weiterging. vielleicht hat er sie in den müll geworfen oder komplett seinem vierbeiner verfüttert, keine ahnung.

    ich gebe jedenfalls nicht mehr, da viele von denen komischerweise geld für ne pulle alkohol und zigaretten haben.

     

    ich finde ganz schlimm, wenn eltern ihre kleinen kinder zum betteln schicken. in hurghada zb schlich jeden abend ein kleines mädel vor unserem hotel rum. total zersaust mit dreckigem kleid und barfuß. sie bettelte auch touristen an und das aber massiv. die verfolgte einen sogar, wenn man sie nicht beachtete. sie wurde regelrecht aufdringlich und zog einem sogar an den klamotten. mir tat das zwar fürchterlich leid, wenn man denen aber ne kleinigkeit gibt, ist man plötzlich umringt von bettelnden kindern. außerdem kennt man die genauen umstände ja nicht. vielleicht wird sie ja täglich absichtlich so zerzaust auf die strasse geschickt.

    wenn man solche kinder zu nah an sich ran lässt, wird man vielleicht auch noch beklaut, ohne dass man es merkt. viele kinder werden ja regelrecht dazu "ausgebildet".

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  • Ines68
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    geschrieben 1266677031000

    Ein "Straßenfeger-Verkäufer" ist einer, der in der S-Bahn Zeitung verkauft, also die Zeitung heißt so. In der Zeitung werden sehr viele Mißstände angeprangert, sie ist schon mal ganz interessant. Aber, wenn ich ganz ehrlich bin, ich kaufe sie ganz selten, danach krieg ich Depressionen.

    Ja, Kinder werden in der ganzen Welt zur Bettelei ausgebildet auf fürchterlichste Weise, ich hab mal in einer Reportage gesehen, dass sie sogar zu Krüppeln gemacht werden. Ich gebe denen auch nichts, sie sollen zur Schule gehen u. nicht betteln.

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  • caribiangirl
    Dabei seit: 1095033600000
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    geschrieben 1266682507000

    ich muß ehrlich sagen, dass ich froh bin, nicht in einer großstadt zu wohnen, wo man täglich mit bettlern konfrontiert wird.

    man kennt auch die einzelschicksale nicht. es gibt durchaus bettler, die durch`s betteln schon viel geld verdient haben und diese tätigkeit als "normalen job" mit "gleitzeit" ansehen.

     

    ich gehe ihnen, wie gesagt, aus dem weg. wenn ich an nem bettler vorbei muß, dann schaue ich überall hin, nur nicht zu ihm. wenn ich angesprochen werde, reagiere ich nicht.

    mit dieser methode bin ich seither am besten gefahren, wenn auch der ein oder andere solche verhaltensweisen nicht akzeptiert/ duldet oder toleriert. zum glück ist das eine minderheit, zumindest in deutschland.

    Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.
  • Holzmichel
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    geschrieben 1266689921000

    Wobei man natürlich differenzieren muss.

    Deshalb setzte ich im Titel auch bewusst das Wort Bettler in Anführungsstriche und schrieb noch aufdringlich davor.

     

    Und mir geht`s jetzt nicht um`s Betteln an sich, sondern eben um teils böse Reaktionen, wenn man "nein" sagt - siehe besagtes Scheibenbespucken (was mich wirklich schockierte, denn sowas habe ich noch nie von den "Jungs" erlebt - hoffentlich ist das nicht eine Tendenz !!)

     

    Was die Zeitungsverkäufer betr., liegt da die Sache etwas anders. In unserer Stadt heisst sie etwas anders, ist ein ganz offizielle Zeitung gestützt durch soziale Träger/Organisationen/Vereine unserer Stadt und natürlich Sponsoren, arbeiten auch sehr eng mit unserer Tafel zusammen.

    Vom Verkaufspreis bekommt die/der Verkäufer ein Euro, die Gebiete sind grossflächig abgesteckt, sodass es zu keiner Überschneidung kommt (kommen sollte). Die Verkäufer (bei uns) bedrängen auch niemanden, meist stehen sie an markanten Ecken ohne lautstark anzupreisen. 

  • Ines68
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    geschrieben 1266693682000

    Bei uns leiern die Straßenzeitungs-Verkäufer ihren Text in der S-Bahn hinunter u. wer am besten leiern kann, hat die meisten Umsätze, da geben die Leute was hin.

    Natürlich weiß man nicht, was für ein Einzelschicksal dahinter steckt, da geb ich Dir recht u. ich habe auch eine Demut davor, keine Frage.

    Aber man kann nicht jedem etwas geben, das geht einfach nicht.

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  • ingridjohanna
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    geschrieben 1266695571000

    gottseidank, haben wir hier auf dem Land nicht großartig mit Bettlern zu tun..

    ab und zu steht mal einer mit Pferd irgendwo und sammelt für Tiere, da gibts von mir dann einen Schale Möhren etc..

    ansonsten wenn ich in Bamberg mal einen Bettler am Eck sitzen seh, gibts was zu Essen, eine Kleinigkeit..

    so richtige aggressive Bettler, die einen vielleicht noch anfassen und beschimpfen, hatte ich bislang noch keinen Kontakt..

    aber solche errinnern mich auch an manche Verkäufer im Urlaub, die einen unbedingt in ihren Laden lotsen wollen..

    warten auf den nächsten Urlaub!!
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