• NightDragon
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    geschrieben 1166384953000

    Hallo!

    Suche ein paar Infos, wie man am besten die Dom Rep auf eigene Faust erkundet (evtl auch nur per Rucksack). Gab's irgendwelche Schwierigkeiten, auf was sollte man achten, günstige Unterkünfte, Kosten, Mietwagen empfehlenswert, etc.? Gibt's Bücher / Internetseiten zu dem Thema?

    Oder gibt's Alternativziele in der Karibik, die man gut per Rucksack bereisen kann. :question:

    War bisher leider noch nie dort und kann mir deshalb kein Bild zu dem Thema machen. Und hab hier im Forum auch keine Infos dazu gefunden.

    Vielleicht hat ja jemand von euch sowas schon mal gemacht?

    Finde es nämlich schade einfach nur 2 Wochen zwischen Hotel und Strand zu tingeln und möchte gern möglichst viel von meinem Urlaubsland sehen. ;)

    Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Wirklich arm ist nur der, der nie geträumt hat.
  • Sternedieb
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    gesperrt
    geschrieben 1166427846000

    Die DR ist hervoragend dafür geeignet - speziell bietet sie eine Super Busverbindung. Du kannst für wenig Geld - praktisch in einem Bus die ganze Insel durchfahren.

    Empfehlenswert ist imho - von Hans-Jürgen Fründt der Dominikanische Republik Reiseführer. Er enthält auch die Busfahrpläne.

  • juanito
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    geschrieben 1166441794000

    Alternative?

    Kuba!

    100%ig sicher, insbesondere für Frauen.

    Es gibt viel zu sehen ;)

    En marcha con compañero Fidel en la sierra maestra 1959
  • Pesche
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    geschrieben 1166459711000

    Hallo NightDragon

    Ich gratuliere Dir zu Deinem Entschluss, die DR auf eigene Faust zu erkunden. Nachstehenden Erlebnisbericht habe ich schon einmal in dieses Forum gestellt. Er ist aber immer noch aktuell und solltest Du meine Empfehlungen berücksichtigen, wirst Du es mit Sicherheit nicht bereuen.

    Wer bereist heutzutage diese faszinierende Insel schon auf eigene Faust. Man könnte ja überfallen werden oder das “Mägeli” bei dieser exotischen Einheimischen-Kost verderben! Und dann die schlechten Strassen, der grauenhafte Straßenverkehr -- Hände weg! Im Gegensatz zu unzähligen Touristen liebe und schätze ich den, zugegeben etwas chaotischen Fahrstil von vielen Einheimischen in südamerikanischen Ländern, der sich aber wohltuend von der sturen “ich bin im Recht!” Fahrweise in unseren Breitengraden unterscheidet.

    Beherzige lediglich die zwei, aber überlebenswichtigen Regeln:

    Regel Nr.1

    Der stärkere (Laster, Bus, Geländewagen usw.) hat immer Vortritt und ist immer im Recht!

    Regel Nr.2

    Vertraue nur dem eigenen Fahrstil und berücksichtige, dass weitere Verkehrsteilnehmer ohne böse Absicht, sämtliche bei uns geltenden Regeln missachten können.

    Weiter noch einen Rat, den ich allen unternehmungslustigen Reisenden mitgebe, die fremde Länder mit dem eigenen oder einem Miet-Pkw auf eigene Faust bereisen wollen:

    Schlecht besoldete Polizisten sind auch nur Menschen, die mit ihren Familien überleben wollen. Darauf bestehen, eine in der Regel unberechtigt aufgebrummte Busse sofort vor Ort zu begleichen. Für die bezahlte Busse (sprich Schmiergeld!) nie eine Quittung verlangen! “Märten” ist übrigens erlaubt! Auf meinen üblichen Einwand: “ich würde die Polizisten gerne auf ihren Posten begleiten und auf einer Bank wechseln, weil ich leider nur einen kleineren Betrag flüssig habe!” wurde nie eingegangen! Und ich bezahlte vor Ort ein verantwortbares Schmiergeld nach dem Motto: “Leben und Leben lassen!”.

    Ich empfehle Dir, vor Ort einen Pkw (unbedingt 4-Rad) für die gesamte Feriendauer zu mieten. Die Flexibilität im Vergleich mit dem öffentlichen Bussystem macht sich bezahlt. Obwohl auch Bußreisen inmitten von fröhlichen Einheimischen ein einmaliges Erlebnis sind. Das Problem ist nur, Du musst Zeit haben. Bei mehr als einer Woche kannst Du den Pkw-Preis massiv drücken. Unterkunft und Verpflegung unterwegs, von einfach bis luxuriös (auch Privat), ist kein Problem.

    Ich empfehle Dir weiter, den touristisch noch nicht erschlossenen Südwesten zu besuchen. Insbesondere die Gegend um den Lago Enriquillo hat es mir angetan. Ab dem Bootssteg von La Azufrada, zwischen La Descubierta und Postrer Rio gelegen, setzt man mit Fischerbooten (unbedingt Preis aushandeln!) zur Insel Cabritos über. Flora und Fauna, z.B. mit den Spitzkrokodilen und den Nashornleguanen sind einmalig. In den Dörfern rund um den See findet man überall einfache Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten. Bemerkenswert, die von den Einheimischen rege benutzten Naturpools, die auch in den kleinsten Orten nicht fehlen, sind eine herrliche Alternative zu den sterilen Poolanlagen in den Luxushotels an der Küste und laden immer wieder zu einem erfrischenden Bad ein.

    Je nach politischer Lage bietet sich beim Grenzort Jimani die Gelegenheit, kurz, auch ohne Visum Haiti zu besuchen. Ein kleines Trinkgeld für die Grenzsoldaten machen es möglich.

    Abenteuerlich sind auch die Küstenstrassen im Norden zwischen Puerto Plata und Monte Cristi. Am Wochenende sind an den Playas Fiestas angesagt. Fisch, Rum und Merengue inmitten fröhlicher Einheimischer muss man erlebt haben. Bleibt man mal bei einer Flussüberquerung oder im Sand stecken, findet man immer wieder hilfsbereite und freundliche Einheimische, die einem aus der Patsche helfen.

    Auch eine Fahrt mit der Fähre von Samana nach Sabana de la Mar habe ich noch in bester Erinnerung. Insbesondere bei Sturm und hohem Wellengang ist bei der Ausschiffung Abenteuer pur angesagt. (Für Nichtschwimmer nicht geeignet!)

    Unvergesslich auch das Rumfest in Miches, einer Kleinstadt in der Provinz El Seibo, am Südzipfel der Samana-Bucht gelegen. Rumfirmen aus der Region bieten ihre Erzeugnisse, die man wie Mineralwasser konsumiert rund um die Uhr an. Lebensfreude pur. Tipp: Pkw stehen lassen!

    Die quirlige Stadt San Pedro, in der Nähe von Juan Dolio ist ebenfalls einen Besuch wert. Ganz San Pedro trifft sich am Samstagabend am Malecon (Strandpromenade) bei Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden.

    Der Besuch von Santo Domingo ist ein “Muss” und das nicht nur am Tag. Von Einheimischen erhält man immer wieder Tipps, wo gerade etwas läuft und die in keinem Reiseführer enthalten sind.

    Die AI-Luxusanlagen im Osten um Punta Cana sind nicht so mein Ding. Mit Land und Leuten haben diese Gettos nichts, aber auch gar nichts gemeinsam! Aber auch Boca Chica, die Hochburg des Massentourismus haben meine Frau und ich fluchtartig verlassen, obwohl auch ich Verständnis aufbringe für Touristen, die sich schlicht und einfach vom Alltagsstress erholen wollen. Individuelles Reisen ist zwangsläufig mit kleineren und größeren Strapazen verbunden. Und ein gewisses, nicht immer kalkulierbares Risiko geht man immer ein. Aber das Risiko lohnt sich.

    Im Südwesten und im Landesinneren sind Spanisch-Kenntnisse von Vorteil.

    Ich wünsche Dir einen erlebnisreichen Aufenthalt in einem Land, das einiges mehr zu bieten hat als Sonne, Meer und Traumstrände.

    PS

    Empfehlenswert ist ebenfalls das individuelle Bereisen von Venezuela mit Pkw und/oder Bus. Für mich das landschaftlich abwechslungsreichste Land Südamerikas.

    Gruß

    Pesche

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
  • Sternedieb
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    gesperrt
    geschrieben 1166460368000

    @'Pesche' sagte:

    Schlecht besoldete Polizisten sind auch nur Menschen, die mit ihren Familien überleben wollen. Darauf bestehen, eine in der Regel unberechtigt aufgebrummte Busse sofort vor Ort zu begleichen. Für die bezahlte Busse (sprich Schmiergeld!) nie eine Quittung verlangen! “Märten” ist übrigens erlaubt! Auf meinen üblichen Einwand: “ich würde die Polizisten gerne auf ihren Posten begleiten und auf einer Bank wechseln, weil ich leider nur einen kleineren Betrag flüssig habe!” wurde nie eingegangen! Und ich bezahlte vor Ort ein verantwortbares Schmiergeld nach dem Motto: “Leben und Leben lassen!”.

    Als kleiner Zusatz - solltest du auf Polizisten treffen und kein Fahrzeug in der Nähe sehen, hilft freundlich lächeln und winken.

    Meist winkt der Polizist zurück und alles ist gut.

    Sollte ein Fahrzeug (evt. Motorad) in der Nähe sein - heißt es stehenbleiben und am besten sehr wenig Spanisch sprechen oder verstehen wollen.

    Hat bei mir prima funktioniert - ist aber natürlich keine Garantie.

  • NightDragon
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    geschrieben 1166476829000

    Danke für die Antworten. Finde ich auch toll, dass so ne Tour schon jemand gemacht hat. Sonst schwärmt immer jeder wie schön die Dom Rep ist und wie toll das Hotel dort war, etc..... aber keiner war selber unterwegs.

    Hmmm... also meine Dom Rep-Pläne sind noch nicht ganz ausgereift. Mir ist halt wichtig, dass ich was vom Land sehe, aber genauso gern möcht ich mich auch mal an einen schönen Strand legen. Meine Spanisch-Kenntnisse sind soweit ganz ok (mit Hand und Fuss geht ja bekanntlich alles)....

    Wie sieht's denn zur Not aus mit einem Zelt? Schlafsack?

    @juanito Kuba hab ich auch schon in Erwägung gezogen (es gibt einfach soviele tolle und interessante Länder die ich noch gerne sehen möchte :D)

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  • Pesche
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    geschrieben 1166484076000

    "Wie sieht's denn zur Not aus mit einem Zelt? Schlafsack?"

    Kein Problem wenn man beweglich ist -- aber wie schon gesagt: Man findet überall einfache Uebernachtungsmöglichkeiten, in kleinen Dörfern ohne Herbergen auch Privat.

    Der Ehrlichkeit halber muss auch ich gestehen, dass wir anschliessend an unsere Abenteuertrips immer wieder einige Tage in einem Luxushotel am Strand verbringen. Dank Miet-Pkw sind wir flexibel und können Ort, Anlage und nicht ganz unwesentlich, ein exzellentes kulinarisches Angebot nach unserem Gusto auswählen!

    Gruss

    Pesche

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  • juanito
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    geschrieben 1166523205000

    @juanito Kuba hab ich auch schon in Erwägung gezogen (es gibt einfach soviele tolle und interessante Länder die ich noch gerne sehen möchte )

    Kuba sollte man vielleicht bald in Erwägung ziehen.

    Wenn erst Hunderttausende von US-Bürgern kommen, wird es leider anders.

    Irgendwann werden die Beschränkungen ( Einreiseverbote) gelockert. Nach 47 jahren waren zum erstenmal 10 Kongressabgeordnete in Kuba. Es bewegt sich also was.

    Dank des Interimspräsidenten. :D

    En marcha con compañero Fidel en la sierra maestra 1959
  • schillerbiene
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    geschrieben 1177188791000

    :D Oh ich finde es einfach so gut das ich das hir fand

    nun sind all meine Fragen fast beantwortet

    nur eines fehlt mir ??

    Wie schauts mit schnorcheln aus?

    Sind Riffe erreichbar vom Strand aus ??

    Wie sind die Kosten für eine Übernachtung und wieviel muß ich fürs essen rechnen??

    Wir waren letzes Jahr in Costa Rica und dieses Land ist ein GEDICHT

    es bietet sovieles

    für den ders mag natürlich .... ja und nun eben dieses Ziel

    CR kann man auf 2 Arten bereisen

    mit viel Geld aber auch mit wenig...

    mfg

    DANKE

    CHrista

  • carstenW.
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    geschrieben 1177245170000

    @schillerbiene

    schnorcheln ist so ne Sache. Mit Sicherheit nicht einzigartig am Strand, jedoch werden Schnorchelausflüge angeboten. Vorm Strand sind vereinzelt teilweise kleine Riffe, jedoch nichts weltbewegendes. Ich kenne nur die Verlängerungspreise in den Hotels. Die sind nicht hoch. Im Landesinneren keine Ahnung.

    LG

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