Isola Bella, Sizilien, Italien
© Getty Images / Gary Yeowell

Inselvergleich

Sizilien oder Sardinien?

Die einen lieben Sizilien, die anderen Sardinien. Und für welche italienische Insel schlägt Dein Herz? Du weißt es noch nicht? Dann wird es Zeit für unseren großen Mittelmeerinsel-Vergleich. Wir haben die beiden Traumziele vor der italienischen Küste genauer unter die Lupe genommen und nicht nur zwei atemberaubend schöne Flecken Erde entdeckt, sondern auch unseren persönlichen Favoriten gekürt. Wer es ist und was die beiden Trauminseln außer Sonne, Strand und Meer noch zu bieten haben, erfährst Du im Folgenden.

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Ein Passagierflugzeug in der Luft
Beide Inseln sind relativ günstig mit dem Flugzeug zu erreichen. © Getty Images / Michal Krakowiak

Anreise

Flugverbindungen & Co.

Beide Mittelmeerinseln kannst Du mit günstigen Direktverbindungen innerhalb von zwei Stunden von zahlreichen Flughäfen in Deutschland aus erreichen. Lediglich eine Stunde und 40 Minuten benötigst Du von München nach Olbia auf Sardinien. Nach Sizilien bist Du etwas länger unterwegs. Die im Süden von Italien gelegene Insel erreichst Du am schnellsten von München aus. Nach knappen zwei Stunden landest Du am Flughafen von Palermo, der Hauptstadt Siziliens, oder am Flughafen von Catania.

Sowohl für Sardinien als auch für Sizilien kannst Du mit etwas Glück und Recherche sehr günstige Flüge finden. Die Preisschwankungen hängen von der gewählten Fluggesellschaft, Deiner Reisezeit und dem Zeitpunkt Deiner Buchung ab. Die günstigsten Tarife für Flüge nach Sizilien liegen bei etwa 40 Euro für den Hin- und Rückflug. Hingegen beträgt ein Schnäppchenpreis nach Sardinien fast das Doppelte. Ab 70 Euro kannst Du an die Stiefelspitze Italiens fliegen.

Realistischer sind allerdings Flugpreise im dreistelligen Bereich. Im Durchschnitt zahlen UrlauberInnen für Flugreisen nach Sizilien etwa 180 Euro. Der Durchschnittspreis für Flugreisen nach Sardinien liegt bei 200 Euro. Für beide Urlaubsziele gilt, dass Du Dich bei allen Preisen, die unter 200 Euro liegen, freuen darfst.

In Sachen Erreichbarkeit hat Sardinien die Nase vorn. Preislich ist es allerdings günstiger, nach Sizilien zu fliegen.

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Eine Küstenstraße auf Sardinien, Italien
Auf Sardinien gibt es viele Straßen mit einem schönen Ausblick auf das Meer. © Getty Images / Gabriele Maltinti

Die Infrastruktur

Unterwegs auf der Insel

Auf Sizilien gibt es ein gut ausgebautes Straßennetz, das die meisten Teile der Insel miteinander verbindet. Über ein Bahnnetz kannst Du leicht von Stadt zu Stadt pendeln. Die öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere Busse, sind eine gängige Option, um sich innerhalb der Städte und zwischen den größeren Orten zu bewegen. Du magst es lieber bequem und möchtest flexibel sein, dann sind (Miet-)Autos das richtige Fortbewegungsmittel für Dich.

Auf Sardinien findest Du ebenfalls ein gut entwickeltes Straßennetz vor. Es deckt die meisten Teile der Insel ab. Mit Bussen kannst Du Dich auf der gesamten Insel bewegen. Auch auf Sardinien gibt es ein Bahnnetz, welches die größeren Städte gut und schnell miteinander verbindet. Um abgelegene Orte und ruhige Strände zu erkunden, ist ein Mietwagen aber natürlich die gemütlichere Option.

Insgesamt liegen hier beide Inseln mit einer guten Infrastruktur und verschiedenen Möglichkeiten der Fortbewegung gleich auf.

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Menschen im Wasser vor Cefalù, Sizilien, Italien
Bei den heißen Temperaturen auf Sizilien lohnt sich ein Bad zur Abkühlung. © Getty Images / Federico Scotto

Das Wetter

Beste Reisezeit

Wenn Du im Sommer gerne schwitzt und die Sonne anbetest, bist Du auf Sizilien genau richtig. Mit Höchsttemperaturen von 40 Grad Celsius ist es im Hochsommer auf der größten Insel des Mittelmeers heiß und trocken. Die Wassertemperaturen können bis zu 30 Grad Celsius betragen. Das badewannenwarme Wasser eignet sich kaum zum Abkühlen. Dafür kannst Du am Zeh von Italien schon früh im Jahr baden gehen und die Sonnenstrahlen genießen. Besonders beliebt sind die Monate Mai und Oktober. Die Winter auf Sizilien sind mild und nass.

Auf der zweitgrößten Insel Italiens wird es in der Regel nicht ganz so heiß wie auf Sizilien. Das Klima ist mediterran. Im Sommer liegen die Tageshöchsttemperaturen zwischen 24 und 30 Grad Celsius. Das mildere Klima schätzen Familien mit Kindern besonders. Die Monate April bis Juni und Oktober empfehlen wir für alle, die auf Sardinien gerne wandern oder Sport treiben möchten. Nur im Hochsommer von Juni bis September klettern die Temperaturen auf 30 Grad Celsius. Die Wassertemperaturen betragen etwa 25 Grad Celsius.

Beide Inseln bezaubern in den Sommermonaten mit Traumwetter und warmem Wasser.

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Eine Frau schwimmt am Cala Napoletana, Sardinien, Italien.
Cala Napoletana, Costa Smeralda, Sardinien, Italien © Getty Images / Francesco Riccardo Iacomino

Die Strände

Strand und mee(h)r

An seiner 1.000 Kilometer langen Küste bietet Sizilien zahlreiche Traumstrände. Im Süden plätschert kristallklares Wasser an die oft menschenleeren Strandoasen. SchnorchlerInnen und TaucherInnen ziehen die Felsenstrände Siziliens vor. Im warmen Wasser toben sich TaucherInnen und SurferInnen ohne Neoprenanzug aus. RomantikerInnen empfehlen wir einen Ausflug in den Naturpark Parco dello Zingaro. Das Strandparadies liegt an der Nordwestküste Siziliens und bezaubert mit einsamen Strandbuchten sowie naturbelassenen Strandabschnitten.

Weiße Badebuchten, türkisblaues Wasser und blühende Bougainvillea – Sardiniens Strände erinnern an die Karibik. Besonders die Costa Smeralda genießt den Ruf, an ihrer Küste die schönsten Strände Europas zu beherbergen. Hier plätschert das Wasser glasklar über weißen Puderzuckersand, während Pinien Schatten spenden. Wenn Du von einem malerischen Badeurlaub träumst, bist Du auf der zweitgrößten Insel Italiens genau richtig.

Traumstrände gibt es zwar auf beiden Inseln, doch das Strandparadies Sardinien schlägt Sizilien um Längen.

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Eine Frau steht am Vulkankrater des Ätnas auf Sizilien, Italien.
Ätna auf Sizilien, Italien © Getty Images / Marco Bottigelli

Das Naturangebot

Landschafts(t)räume zwischen Strand und Gebirge

Sizilien begeistert NaturliebhaberInnen mit kargen Landschaften, Wüstenromantik und imposanten Naturwundern. Die Insel wartet nicht nur mit Weite und Stille auf, sondern auch mit dem höchsten aktiven Vulkan innerhalb Europas. Der Ätna gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Er liegt mitten im gleichnamigen Nationalpark. Der Parco dell’Etna ist ein Wander- und Mountainbike-Paradies, das zahlreiche Outdoor-Fans anzieht.

Ein Naturwunder wie den Ätna suchst Du auf Sardinien vergeblich. Dafür wirkt die Insel grüner und pittoresker. Diese mediterrane Schönheit entfaltet sich zwischen Strand und Gebirge. Schattige Wälder, Bergdörfer, Hochplateaus und Seen prägen die Bilderbuchidylle. Vielerorts wirkt die Natur unberührt, dennoch ist Sardinien für WanderInnen gut erschlossen. Im Zentrum der Insel thront der 1.843 Meter hohe Punta La Marmora. Vom Dach Sardiniens kannst Du bis nach Korsika sehen.

Mit dem einzigartigen Ätna punktet Sizilien etwas mehr als Sardinien.

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Theater von Taormina, Sizilien, Italien
Theater von Taormina, Sizilien, Italien © Getty Images / Orietta Gaspari

Das Kulturangebot

Historische Sehenswürdigkeiten

Die Frage, ob Sizilien oder Sardinien mehr Kulturgüter beherbergt, werden HistorikerInnen eindeutig beantworten. Für Geschichtsfans ist Sizilien das Traumziel Nummer eins. Allein sieben UNESCO-Welterbestätten kannst Du auf der Insel besichtigen. Dazu zählen unter anderem die Ausgrabungsstätte Tal der Tempel in Agrigent sowie die Villa Romana del Casale mit der Piazza Armerina und auch die barocken Ortschaften des Val di Noto. Weitere historische Sehenswürdigkeiten sind das griechische Theater von Taomirna, das mittelalterliche Erice und zahlreiche verfallene Burgen wie das exponiert gelegene Castello di Montechiaro.

Auch Sardinien beeindruckt mit seinem reichen historischen Erbe. Überall auf der Insel stößt Du auf Zeugen der Vergangenheit wie Ausgrabungen und Altstädte. Zu den imposantesten Hinterlassenschaften gehören auf Sizilien die nuraghische Steinburg Su Nuraxi bei Barumini und die Altstadt von Cagliari. Im Vergleich zu Sizilien muten Sardiniens Kulturgüter allerdings bescheiden an.

Sizilien hängt Sardinien in Sachen historische Sehenswürdigkeiten ab.

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Ein Mann surft im Meer vor Sizilien, Italien.
Sowohl Sizilien als auch Sardinien ist bei Surfern beliebt. © Getty Images / John Seaton Callahan

Sport und Spaß

Freizeitprogramm

Sowohl Sizilien als auch Sardinien sind tolle Ferienziele für AktivurlauberInnen. Das Freizeitangebot umfasst nicht nur klassische Wassersportarten wie Surfen, Schnorcheln und Segeln, sondern auch Golfen und Skifahren. Ja, Du hast richtig gelesen. Auf Sizilien findest Du die besten Golfplätze und einige der höchsten Skigebiete Europas. An den Hängen des 3.357 Meter hohen Ätnas kannst Du auf 17 Pistenkilometern Deinen Spaß haben. Ähnliches gilt für Sardinien. Im Landesinneren präsentiert sich das Dach der Insel im Winter weiß verschneit. Das Skigebiet Bruncu Spina liegt auf 1.820 Metern Höhe und bietet die höchste Piste sowie den höchsten Lift auf Sardinien.

Bei Sport und Freizeit punkten beide Mittelmeerinseln mit ihrem enormen Angebot.

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Strand La Pelosa, Sardinien, Italien
Auf Sardinien findest Du atemberaubende Strände mit grüner Natur. © Getty Images / Francesco Riccardo Iacomino

Das Gesamtfazit

Ob Du den atemberaubenden Naturwundern Siziliens oder dem Liebreiz Sardiniens erliegst, ist letztendlich Geschmackssache. Sizilien liegt dank des Ätnas und seiner historischen Relevanz leicht vorne und ist unser persönlicher Favorit. Für Badeurlaube mit Karibikfeeling ist und bleibt Sardinien der Spitzenreiter.

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