• Steffen59
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    geschrieben 1398546563000

    Wir sind eben zurückgekommen von unserer ersten Nilkreuzfahrt (7 Tages-Variante). Hier die aktuellsten Infos bzw. unsere Tipps. Natürlich sind Tipps immer persönlich eingefärbt und erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Und wir sind „Neulinge“,klar, dass die alten Hasen alles vielleicht anders (und aus deren Sicht) besser machen würden…..

    Wir buchten bei ecco-Reisen, alles war prima organisiert. Sehr günstig ist es, einen Gabelflug zu haben, d.h. von Deutschland aus geht es nach Luxor (über Kairo). Dort dann die Einschiffung und die Nilkreuzfahrt. Danach dann der Bustransfer (ca. 5 Std.) ans Rote Meer zum 7-tägigen Badeaufenthalt. Der Rückflug erfolgt dann von Hurghada aus (über Kairo) nach Deutschland.

     Es gibt nämlich auchfolgende (ungünstige) Variante einiger Anbieter: Flug nach HRG, dann eine Nacht im Badehotel, dann Transfer nach Luxor sowie Nilkreuzfahrt und danach nochmal der Transfer (!!) zurück nach HRG und (nur) noch 6 Tage Baden.

     Wie schon öfters erwähnt, bucht man nur die Schiffskategorie und nicht das konkrete Schiff. Wir waren auf der "Esadora", nun ja, nach unserem Eindruck ein etwas älteres Schiff, aber guter Service und saubere Zimmer. Da dies unserer erste Tour war, fehlt natürlich der Vergleich. Das Schiff war sehr gut gebucht, wir denken so ca. 80 Prozent ausgelastet, die versch. Agenturen legen zur Zeit die Gäste zusammen auf ein Schiff. Aber wir haben auch andere Schiffe gesehen mit nur ganz wenigen Gästen - also Glückssache. Schade für uns …..

    Wir hatten das Ausflugspaket gebucht und dies auch nicht bereut. Ansonsten müsste man zb. die Transfers zu den Tempeln / Sehenswürdigkeiten selbst organisieren, klar, wer da fit ist, hat natürlich dann den Vorteil zeitlich unabhängiger zu sein. Aber da momentan die Besucherströme sehr gering sind,muss man nicht auf alternative Besichtigungszeiten ausweichen und kann alles in Ruhe sehen, es war wirklich traumhaft!! Allerdings sollte man einen ausführlichen Reiseführer dabei haben, um sich in die Bedeutung der Götter sowie Geschichte der Pharaonen und baulichen Besonderheiten der Tempel einzuarbeiten. Unser Reiseleiter gab nur sehr begrenzte Informationen und wir haben immer noch parallel dazu gelesen.

     Eintrittspreise (Stand 4/2014) in LE (1 EUR ca. 9,50 LE).

    Karnak: 80

    Luxor-Tempel:60

    Königsgräber:100

    Hadschipsut: 50

    Horus: 60

    Kom Ombo: 40

    Assuan Staudamm: 20

    unvollendeter Obelisk: 40

    Philae-Tempel: 60

    Bootsfahrt / Bot. Garten: 20

     Das gibt in der Summe 530 LE. Die erhebliche Differenz zum Ausflugspaket i.H. von 175 EUR bzw. 1.650 LE lasse ich mal unkommentiert stehen.

     Fakultaiv wurde eine Kutschfahrt in Luxor angeboten, ein Nubisches Dorf in Assuan besucht und natürlich Abu-Simbel (85 EUR). Wir haben uns gegen Abu-Simbel entschieden, die Abfahrt um 3:30 Uhrwar uns dann doch zu früh. Wir besuchten statt dessen das Hotel „Katarak“ in Assuan, wunderschöner alter Kolonialstil und natürlich als Drehort für „Tod am Nil“ bekannt. Der Ausblick auf die Nilverzweigungen und die Stadt ist bestens, dieTerrasse schattig und der Kaffee schmeckt. Ein gemütlicher Vormittag!!

    Übrigens beginnen die Ausflüge, und auch das sollte man wissen, wegen der Hitze zwischen 6 und 8Uhr morgens, d.h. aufstehen nochmal 1-2 Stunden eher ……!!!

    Wir hatten jetzt im April bis 40 Grad.

     Einige Gedanken zu AI auf dem Schiff (ca. 170 EUR Aufschlag für uns beide gegenüber VP).

    AI lohnt sicheigentlich nur für Gäste ohne Ausflugsprogramm (ja, das gibt es) oder Zeitgenossen, die mit wenig Schlaf den nächtlichen Trinkkonsum kompensieren können und morgens dennoch fit sind. Übrigens war es abends ab 22 uhr meistauch ganz ruhig auf dem Schiff, also kein „Getrampel“ auf dem Sonnendeck, welches die Gäste im Oberdeck stört.

     Die Bordpreise sind übrigens gar nicht so hoch:

    Wasser 15 LE,Espresso 15 LE, Bier 37 LE, wir hatten zum Schluss eine Rechnung von ca. 60 EUR(für beide). Natürlich haben wir auch Wasser von außerhalb mit gebracht (5 LE).

     Im Übrigen erfolgte der Transfer nach HRG von Esna aus, d.h. wir sind gar nicht bis Luxor an Bord geblieben (das hätte noch 2-3 Std. gedauert). Wir sind gegen 13 Uhr mittags dort abgefahren und waren gegen 19 uhr im Hotel. Also den „Transfertag“ kann man weitgehend „abschreiben.“

    Grüße

    Steffen

  • horhan
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    geschrieben 1398549207000

    Hallo steffen

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht.

    Hat wieder Lust auf eine Nilkreuzfahrt gemacht.

    Wir hatten ja für Dezember 13 eine gebucht aber wegen der unsicheren Lage storniert und lediglich 14 Tage Marsa Alam gebucht.

    29x Mallorca,9xÄgypten,3xThailand, 1xLangkawi,1xSri Lanka,1x Malediven,1xTürkei,1xTunesien, 1xGran Canaria,1xTeneriffa, 1xIbiza
  • Steffen59
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    geschrieben 1398597310000

    Danke für Eure Rückmeldung. Ja, die Sicherheitslage hat uns auch bis zuletzt beschäftigt und wir sind mit einem gewissen mulmigen Gefühl los geflogen. Übrigens war das auch der Hauptgrund das Ausflugspaket zu buchen. Ich weiß, dass es sehr viele "Erfahrene" hier im Forum gibt, die auf ihre Individualität und Exclusivität bei den Ausflügen großen Wert legen und die sich dann z.B. einheimische Guides nebst Transportmitteln buchen. Also wir waren froh immer einen Ansprechpartner dabei zu haben und in "unserer Gruppe" zu sein. Es hat so schon gereicht, immer wieder von Händlern etc. bedrängt zu werden, und das ging bis zum Körperkontakt und dem Hinterherrufen von Schimpfwörtern. In solchen Augenblicken merkt man, wie "willkommen" Touristen in einem muslimisch geprägten Land wirklich sind (im übrigen spürten wir das auch im Badehotel: Viele Kellner verzogen beim Servieren keine Mine, manchmal hatte man das Gefühl, es sei ihnen alles lästig. Aber das sind, um es nochmal zu betonen, alles nur unsere Erfahrungen ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit).

    Einige Tempel (besonders der in Kom Ombo) wurden militärisch bewacht. Überall gibt es beim Einlass Sicherheitskontrollen ähnlich wie auf dem Flughafen. In Assuan wurde die koptische Kirche mit einem Panzerwagen geschützt (ein "traumhaftes" Fotomotiv, leider natürlich verboten zu fotografieren), auch Tankstellen haben milit. Schutz. In Assuan gab es auch ein paar Tage zuvor lt. unserem Reiseleiter Ausschreitungen mit 30 Toten, es soll aber nicht politisch motiviert sein. Ein Stadtrundgang, der eigentlich geplant war, fand aber aus diesem Grund nicht statt. Der Reiseleiter lies immer wieder durchblicken, dass er nur Ausflüge macht, für die er die Verantwortung übernehmen kann. Man merkte, dass er Ausflügen auf eigene Faust skeptisch gegenüber stand. Er hat uns z.B. rel. genau erklärt, wie wir in Assuan am besten zum Hotel Katarak / Koptische Kirche kommen (Taxi, möglichst wenig Weg zu Fuß zurücklegen, nicht auf Gespräche mit den Händlern einlassen.)

    Noch einige Gedanken zu Kabinenwahl auf dem Schiff:

    Das Oberdeck war eine gute Wahl, hier im Forum wurde immer wieder berichtet, dass man das "Getrampel von Sonnendeck hört. Wie schon weiter oben beschrieben, zog schon bald am abend Ruhe ein, weil man ja morgens sehr zeitig aus den Federn muss.

    Wir hörten gar nichts!

    Wichtiger ist, dass man nicht im Heck des Schiffes ist! Erstens wegen der Abgase und zweitens wegen der Motor- und Generatorgräusche. Der Generator läuft immer: Die Geräusche sind lastabhängig und lassen ab Mitternacht etwas nach. Also besser sich im vorderen Teil unterbringen lassen. Und keine Angst, auch die Animation in der Lounge ist schnell vorbei, wir waren ohnehin nicht dort (und nicht nur wir).Die Kommentare der Anderen lauteten auf "primitiv" bis hin zu "obszön".

    Grüße

    Steffen

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