Was tun bei Belästigungen?
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@EnsK, also, soviel pauschalen Quatsch auf einmal liest man ja selten. Nicht, dass einiges davon nicht für einige Länder stimmen würde, aber wenn man so gar keine Ahnung hat, sondern nur ein paar aus RTL2-Reportagen aufgeschnappte Allgemeinplätze wiedergibt, sollte man’s lassen.
EnsK wrote:
- Werden dort Mädchen mit 14 Jahren zwangsverheiratet. Das bedeutet, dass man ab diesem Alter ´´heiratsfähig´´ist. Mit 14 Jahren müssen sie mit ihrem älteren Mann, der auch locker über 30 oder 40 ist ,Kinder zeugen.
Wo bitte ist denn „dort“?
Zu den überwiegend islamischen Ländern zählen z.B. der Jemen, Saudi-Arabien, Marokko. Indonesien, Ägypten, Syrien, der Libanon, Iran – und Du kennst das Familienrecht all dieser Länder auswendig und kannst mit Sicherheit sagen, dass dort alle Mädchen mit 14 heiraten müssen?EnsK wrote:
2. Haben, dürfen und gar sollen die Männer dort immer viele Frauen haben. .Erstens nicht „viele“, sondern maximal vier, und diese nur dann, wenn der Mann in der Lage ist, alle Frauen gleich zu behandeln und zu versorgen, was eher selten ist, weswegen nur noch ein kleiner Prozentsatz der Ehen in muslimischen Ländern Vielehen sind.
Dank des Fernsehens setzt sich das Ideal der Liebesheirat immer mehr durch, viele Frauen und auch Männer möchten keine Vielehe.EnsK wrote:
3. Werden auch in islamischen Länder Menschenhandel betrieben und das auch geheim. Es könnte so passieren, dass es niemand merkt noch erfahren wird, wohin so ein Mädchen oder eine Frau verschwindet.Das ist leider richtig, Menschenhandel gibt es aber ebenso in einigen asiatischen Ländern (Thailand, Nepal, Philippinen) und in Europa (meist von Ost nach West) - das ist nun wirklich nichts spezifisch muslimisches.
EnsK wrote:
Allgemein sind die Männer dort sehr unsympatisch, sie baggern jede Frau an, tun sonst noch was weiß ich was und die eigenen Ehefrauen müssen allein daheim sitzen, dürfen Babysitten, putzen, kochen... und wehe eine Frau ´´schaut´´einem anderen Mann hinterher, wird sie quallvol gesteinigt, im Angesicht der Familie... .Sympathie ist Ansichtssache. Hat man erstmal die Verhältnisse klargestellt, ist mit den Männern gut umzugehen.
Steinigung ist nur in ganz wenigen Ländern erlaubt (Iran, Saudi-Arabien), und nur bei eindeutiger Rechtslage.
Allgemein ist mir bei meinen Reisen in muslimischen Ländern aufgefallen, dass die Männer sich dort viel mehr um die Kinder kümmern als bei uns, sie schleppen auch ihre kleinen Kinder mit ins Cafe, haben kein Problem, zu wickeln oder zu füttern.
Was die Aushäusigkeit der Frauen angeht, so gibt es himmelweite Unterschiede zwischen z.B. Marokko, wo die Frauen genauso in der Öffentlichkeit präsent sind wie die Männer, und z.B. dem Jemen.EnsK wrote:
Ich kann und will ich nicht harmlos darüber denken, schon gar nicht als ich 12 oder 14 Jahre alt war, wenn man an den ***** gelangt wird, .Wo warst Du denn da? Doch nicht in allen muslimischen Ländern dieser Welt, sondern vermutlich in einem Touristenghetto in Tunesien oder Ägypten?
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juanito wrote:
Lilian,
das ist im Kaufhaus so, aber im kleinen Laden sind die potentiellen Kunden beleidigt, wenn der Verkäufer/Inhaber nicht sofort aufspringt!
Wenn im Kaufhaus mal wieder fünf Verkäufer/-innen ihr Schwätzchen halten und ich förmlich betteln muss, um beraten oder bedient zu werden, dann bin ich nicht beleidigt sondern ziemlich sauer!

Aber es gibt eben überall auf der Welt, gute, schlechte, übereifrige oder faule Verkäufer/-innen. Wie wie es in allen anderen Jobs auch gute und schlechte Leute gibt.
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chriwi wrote:
"Diese Leute" sind in einem anderen Kulturkreis aufgewachsen. Die werden sicher nicht wegen der Touristen ihre Verhaltensweise ändern.Andere Länder, andere Sitten.
Sie haben doch ihre Verhaltensweise bereits wegen der Touristen geändert.
Die beschriebenen negativen haben nichtsmit der Kultur zu tun.Normale Einwohner in einem muslimischen Land ausserhalb von Touristenghettos gehen ganz normal einkaufen wie wir auch.
Kein Händler würde im Traum dran denken, potentielle Käufer aggressiv anzusprechen, festzuhalten, oder zum Kauf zu drängeln.
Das wäre nach arabisch-muslimischen Verständnis extrem unhöflich. Der hätte sich in null komma nichts sämtliche Kunden vergraultDie beschriebenen Verhaltensweisen enstehen aus dem Zusammenwirken mehrerer Faktoren: Armut, enorme Konkurrenz, Touristen, die einerseits mit Geld um sich werfen andererseits bei SOuvenirkäufen plötzlich geizig werden,
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@Alexa
man sollte nicht alles auf die goldenen Waagschale legen, so wie Du es jetzt hier tust.
Das gewisse Dinge existieren, braucht man hier nicht abstreiten. Das ist einfach so, da beißt die Maus auch keinen Faden ab. Zwangsverheiratungen gibt es! Das dies nicht bei allen Mädchen so ist sollte somit wohl nicht rüberkommen. Auch genauso die Sache was die Vielehen betrifft. Auch was die Belange bzw. Unterschiede Mann-Frau im Verhältniss zu Baggerei u. der Konzequenz trifft ja auch auf die bereits von Dir genannten Länder zu. Und egal ob EnsK in einer Touristenhochburg war oder nicht. Sie kann u. wird Ihre Schilderungen hoffentlich offen u. ehrlich wiedergeben. Ob u. wo (örtlich) das passiert ist spielt keine Rolle. -
Ich habe nichts bestritten, sondern ausrücklich gesagt, dass einige Dinge für einige Länder zutreffend sind.
Ich kriege aber Ausschlag bei Pauschalisierungen.
Man kann natürlich über Erfahrungen in einem bestimmten Ort berichten, oder in einem bestimmten Land (vorausgesetzt, man hat wirklich das Land bereist, und nicht nur zwei Wochen in einem Badehotel in einem Touristenort verbacht).
Jedoch aufgrund von Einzelerlebnissen sämtliche muslimischen Länder (dh, halb Afrika, den gesamten Nahen Osten, Arabien, die Türkei, Persien, und einen Gutteil Fernasiens) in einen Topf zu werfen, macht EnsKs Berichte für mich unglaubwürdig.
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...und hat aber genau das unbeirrt und sehr fragwürdig aufs Übelste gemacht.
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Mano, soviel Vorurteile und pauschalle Verallgemeinungen habe ich noch lage nicht mehr gelesen. Was passiert wenn man den Händler nicht als Geschäftsmann trifft sondern als private Person. Und Moslem ist nicht gleich Moslem, es gibt im Islam so viele Richtungen und Strömungen. Genau so wie im Christentum siehe Irland und Russland. Wenn man so eine Meinung hat oder auch extreme Erlebnisse ,kann ja diesem Urlaubsland fern bleiben. Schade um die Menschen, die man nicht richtig kennenlernt.
Gruß Traumzeit -
Alexa33 wrote:
chriwi wrote:
"Diese Leute" sind in einem anderen Kulturkreis aufgewachsen. Die werden sicher nicht wegen der Touristen ihre Verhaltensweise ändern.
Sie haben doch ihre Verhaltensweise bereits wegen der Touristen geändert.
Die beschriebenen negativen haben nichtsmit der Kultur zu tun.Ja, das mag sein, dass sich die Verhaltensweise der Einheimischen durch den Tourismus ändert.
Trotzdem ist es problemlos möglich in Thailand über einen x-beliebigen Markt oder durch einen Ort zu laufen, ohne *********, gezerrt und genötigt zu werden. Auch dort besteht ein großer Kontrast zw. armen Einheimischen und reichen Touris, auch dort ist die Konkurrenz zw. den Händlern groß und jeder will ein möglichst großes Stück vom Kuchen abbekommen.
Die einzigen die dort (nach unseren westlichen Anschauungen) lästig sind, sind die indischen (!) Schneider. Ich denke das kann jeder Thailand-Urlauber bestätigen. Hat also doch irgendwie mglw. mit der Weltanschauung, Religion, o.ä. zu tun.
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chriwi wrote:
Hat also doch irgendwie mglw. mit der Weltanschauung, Religion, o.ä. zu tun.Überzeugt mich nicht.
Wenn ich mich hier so durchlese, dann bekomme ich zwei Eindrücke:
Erstens, diese Art von Belästigungen kommt anscheinend überall vor, wo viele Touristen sind (auch europäische Länder wie z.B. Griechenland). Ich selbst fand Gran Canaria zuweilen nervig.
Zweitens, das Empfinden von Belästigung ist äusserst subjektiv. Was der eine schon als nervtötenden elästigung empfindet, juckt den anderen kaum.Weiterhin bin ich noch nie in meinem Leben so unbelästigt gereist wie in Syrien. Dieses Land ist überwiegend muslimisch, hat aber kaum Touristen (und somit auch kaum Souvenirshops, Tourenanbieter pder Sonnebrillenverkäufer).
Aber auch in Marokko geht man ziemlich unbehelligt, sobald man mal den Strand in Agadir bzw den Touristensouk in Marrakesch verlässt. -
Zimmerer wrote:
Meine Freundin (braune Haare, braune Augen) wurde dagegen nur auf türkisch angesprochen.Das kenne ich nur zu gut.
War bisher 3x in der Türkei und immer werde ich auf türkisch angesprochen. Ignoriere es aber einfach! Einfach deshalb, weil ich damit bisher immer gut ausgekommen bin.Wirds mir doch ein bisschen zu viel, kontere ich dann mit dem guten alten bayerischen Dialek und schon ists gut
Sowohl der Verkäufer, als auch ich finden das witzig. Ich, weil er versucht ein "Na, geh weg oder Zupf di" auszusprechen und er, weil er sich dabei selbst kaputt lacht.Gegrabscht etc. wurde bisher noch nicht im Ausland, dafür aber bei uns in D. Hatte aber jedes Mal kein Problem damit, dem Kerl eine Ohrfeige o.ä. zu verpassen. Danach war Ruhe! Weis nicht ob ich so auch im Ausland reagieren würde. :?
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Ja mit unserem Bayrisch kommt man überall in der Welt zurecht , haha .
Grüße aus München
Waltraud -
Ja das stimmt Waltraud

Viele Grüße
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Hallöchen alleiseits,
hier wir ja ganz schön verallgemeinert. Eigentlich sollte es ja allen!! Touris bekannt sein, dass man in den arabischen Ländern immer viele Händler an der Hand hat, wenn man sich aus dem Hotel heraustraut. Der Konkurrenzkampf ist dort nun mal sehr gross. Wenn ich in diese Länder fahre, sollte ich micjh im Nachhinein nicht beklagen. Steht doch alles in Reiseführern, im Fernsehen und durch Mundpropaganda. Eigentlich reichte uns bisher meisten ein freundlichen Nein oder Morgen/Morgen. Manchmal hat man ja beim Handeln selbst viel Spass, auch wenn man sich nicht einig wird. Nur sollte man diese Händler nicht verarschen. Wir handeln und schwatzen mio den Händlern gerne und hatten in den ganzen Jahren noch nie wirkliche Probleme.
Verwundert war ich über die Aussage, dass man in Thailand nicht ********* wird.
War zwar selbst noch nicht dort (stehe mehr auf die arabischen Länder), habe aber von etlichen Bekannten erfahren, dass man als alleinstehender Mann und sogar als "normales" Paar dauernd von sogenannten Damen und teilweise leider auch von Mädchen mehr als eindeutig angesprochen wird. Möchte hier keine Armutsdiskusion entfachen, aber ich denke, dass es gerade in den Touristen- und
Ausflugszentren überall besonders belästigend für manche Personen ist.
Wer allgemein nicht angesprochen werden will, sollte im Hotel bleiben oder möglicherweise nur in westliche Länder (was sind westliche Länder?) reisen.
Gruß Hubert -
Wer allgemein nicht angesprochen werden will, ...möglicherweise nur in westliche Länder (was sind westliche Länder?) reisen.
Und auch das klappt nicht. Auch die Zigeunerinnen in Cordoba, Granada oder Sevilla mit ihren "Blümlein" können ganz schön nervig sein. Aber auch hier hilft nur "Augen zu und durch", dies ist nunmal Bestandteil dieses Reiseziels.
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Das "hohe Lied" einiger Touristen ist das Klagelied.
Rathaus gehört zu den Usern, die in dieses Klagelied nicht einstimmen. Gott sei Dank. Es gibt noch Realisten, die nicht an jeder Ecke die Welt verbessern wollen.
Danke - Rathaus.
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Hallo Ute,
danke für die Blumen. Ich finde es oft nur schade, wie sich manche den wohlverdienten Urlaub selbst kaputt machen. Wenn man überängstlich auf Leute in deren Heimatland und der Art zu leben reagiert, so sollte ma z.b. nur in deutschen Landen o.ä. urlaub machen. Jede Touristenzone in jedem Land hat so seine Eigenheiten. Man sollte möglicherweise viel neugieriger sein und nicht sofort
mit Ablehnung und Panik reagieren. Mir ist es ja im Hotel auch egal, ob neben mir an den Liegen ein betrunkener Deutscher, Russe, Engländer usw. Krach macht. Nur der Krach zählt, aber bei manchen leider die Nationalität. Notfalls suche ich mir eben einen anderen Platz. Wenn ich beim Ausflug "*********" werde, so ist es eben an einem Tag und für eine kurze Zeit und damit sich den ganzen Urlaub ärgern, so ein Blödsinn. Meist ist es ja wie mit dem Wald. Ist man freundlich (auch beim Nein), so wird man auch freundlich behandelt.
Gruß Hubert -
Rathaus01 wrote:
Verwundert war ich über die Aussage, dass man in Thailand nicht ********* wird.
War zwar selbst noch nicht dort (stehe mehr auf die arabischen Länder), habe aber von etlichen Bekannten erfahren, dass man als alleinstehender Mann und sogar als "normales" Paar dauernd von sogenannten Damen und teilweise leider auch von Mädchen mehr als eindeutig angesprochen wird."Nie wieder ein öffentlicher Strand in Thailand - nur noch Hotels mit Privatstrand" war jedenfalls das Fazit meiner Kollegin. Warum wohl? Weil sie neben Händlern auch massiv von Damen mit diversen "Serviceleistungen" bedrängt wurden.