Tourismus in der Krise...?
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@Pimbolibärchen + @Günter
Ich habe nichts anderes geschrieben.
Gruß
Hans -
Der Flughafen Düsseldorf International hat gestern in einer Pressemitteilung veröffentlicht, dass zum Ferienstart in NRW (Anmerkung: Diese Woche Donnerstag/01.07.2009) die Zahl der Starts und Landungen in den Sommerferien um 8% geringer ausfällt, als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.
Tourismus in der Krise.....................??
Gruß
Hans
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Hallo Fred,
nein, denn die "einschlägigen Urlaubsflieger" (A319/A320 + B 737) der Airlines sind fast alle bereits mit der maximalen Bestuhlung ausgestattet. Mehr geht nicht mehr. - Oder irgendwann werden noch Stehplätze angeboten. Nichts ist unmöglich = Charter und Touristikflieger.
Gruß
Hans
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Ich denke auch Verknappung der Angebote der RV. Zudem kommen noch die Billigflieger, dass es sich öfters lohnt Hotel und Flug getrennt zu buchen...(Wenn man kein Wert auf Gästebetreuung vor Ort legt).
Ich z. B. hatte für Mai getrennt gebucht und ebenfalls jetzt für September....
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Wobei die Zahl der Starts und Landungen nicht wirklich aussagekräftig sind. Man kann diese auch verringern, und mit größeren Maschinen fliegen.
Mich würden da schon eher konkrete Passagierzahlen interessieren. -
Hallo,
insgesamt theoretisch richtig. Düsseldorf International ist nach FFM und MUC der drittgrösste Flughafen in Deutschland. Allerdings im Bereich Charter/Touristik/Pauschalurlauber die Nr. 1. Dies resultiert aus dem Einzugsgebiet. Hinsichtlich der Einwohnerzahl gibt es in Deutschland keine vergleichbare Grösse.
Theoretisch können grössere Flugzeuge eingesetzt werden. Die klassischen "Urlaubs-Flieger-Airlines" können aber nur in Ausnahmefällen auf Maschinen mit einer höheren Kapazität zurückgreifen (z.B. AB auf die älteren A330 der LTU). Aber Airlines wie Condor, TUIfly, SunExpress, Sky, Pegasus, Hamburg International oder Germania verfügen nicht über grössere Maschinen als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Richtig hingegen ist, dass einige Gesellschaften die Flotte reduziert haben (air berlin, Tuifly und auch LH) und somit weniger Kapazitäten zur Verfügung stehen. Warum - ganz einfach, die Nachfrage ist rückläufig. Der Marktführer - TUI (Reisen, nicht die Airline TUIfly) hat erst in der letzten Woche gemeldet, dass bisher die Anzahl der gebuchten Personen um 10% rückläufig ist. Auch wenn kleine Veranstalter (angeblich) Buchungszuwächse melden, können diese Veranstalter dieses rückläufige Buchungsverhalten vom Marktfüher nicht auffangen.
Tourismus in der Krise ? Nein keine Krise, aber insgesamt weniger Buchungen, in "Wert und/oder in Stück".
Gruß
Hans
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Lt. IATA sind die Passagierzahlen im Mai weltweit um 5 % gesunken, was aber noch nicht dem tatsächlichen Nachfrage-/Passagierrückgang entsprechen soll.
Im Mai beförderten die Fluggesellschaften insgesamt 9,3 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahreszeitraum.
Der Einbruch im Luftfahrtgeschäft würde schlimmer, als bisher vorausgesehen: man rechnet mit einem Verlust von 6,4 Mrd. Euro für 2009.
Das sind nur ein paar Anhaltspunkte.
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Weil der eine oder andere das Wort "Urlaub" zwingend mit dem Begriff "Flugzeug" verbindet?
Manche Ziele sind ja auch nur mit dem Flieger zu erreichen, wenn dem Urlauber 1, 2 oder 3 Wochen zur Verfügung stehen.
Zweifellos hat die Nachfrage nach Urlaub in den Nachbarländern zugenommen.
Dazu liest man hier in diesem Forum immer wieder Argumente, die die Unzuverlässigkeit des u.a. deutsch-belgisch-niederländisch-dänischen Wetters beklagen, weshalb man in die "DomRep" oder nach "Malle" reisen müsse.
Und ein Urlaub beginnt nunmal mit der Anreise zum Flughafen, der Warteschlange vor dem Check In-Counter, der Warteschlange vor der sog. Sicherheitskontrolle, dem Warten am Gate... weiterhin der Flugangst, dem allgemeinen Stress mit Sitznachbarn. Alles hier nachzulesen. Akzeptiert man, gehört zum Urlaub. Ohne diesen Stress wäre es für manche kein Urlaub.
Der Urlaub endet ähnlich.
Dann das Dampfablassen in HolidayCheck: das Essen während des Fluges war grässlich, das Hotel war keine 4 Sterne wert etcpp. bis zu "Welche Rechte habe ich?" - und schon folgt die Frage "Wann kommen die Kataloge für die nächste/übernächste Saison?".
Ja, entspannter Urlaub mit dem Pkw ist möglich. Bus.... mhmm, nicht mein Ding, so ein Rotten-Event.
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mabysc wrote:
Warum geht Ihr eigentlich immer davon aus, daß alle Urlauber fliegen ?
Vielleicht gehen Flugreisen deshalb zurück, weil Auto- und Busreisen wieder attraktiver sind ?Na das frage ich mich schon seit Wochen.
Janina09 wrote:
ich habe letztens gelesen, dass der Tourismus generell um 1/3 zurückgegangen ist!!!Das ist ausgemachter Blödsinn. Wer schreibt denn so´n Quark?
VG.
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Nun mal Handfeste Tatsachen ,Morgen fahre ich um 16.00 Uhr in die Bergen unser Hotel am Bergsee hat diese Woche im i-net Angebote aufgeführt 2 Nächte buchen die 3.ist gratis 5 Nächte buchen die 6.und 7. ist gratis und dies trotz der Hochsaison.
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Kann ich nur unterstreichen, wirklich Nonsens!
Der spannende Teil der Geschichte kommt jetzt: Die Löcher in Juli und August waren bei -8 % ggü Vorjahr. Aber es sind noch Millionen Urlauber unentschlossen.Und das LM Geschäft geht jetzt erst los!
Die Monate bis jetzt waren alles andere als eine Katastrophe, wie das manche gern sehen würden. Aber eines ist deutlich: Manche Zielgebiete laufen nicht besonders.
Immer deutlicher zeichnet sich der Sieger ab:Türkei!
Ägypten hat etwas aufgeholt, aber nur, weil man die Preise in den Hotels zurückgedrückt hat.
Schnäppchenzeit! (Täglich neue davon in unserem Krisenzeit-Schnäppchenzeit Forum) -
Von der Krise merke Ich auch nicht viel................
ich Finde die LM sind nicht billiger als vorher...........
Jedenfall unsere Türkeireise am 11 Juli war vor 12 Wochen billiger als jetzt?????????????Also keine Krise

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Gibt da ne Meldung vom Anfang der Woche, die ganz gut zum Thema passt: (Ich hab' sie ein bisschen kürzer gemacht! Googler finden sie aber auch in voller Länge)
"Krise lässtLast-Minute-Urlaub boomen
Von Steffen Weyer, dpa
Frankfurt/Main (dpa) -Erholung auf den letzten Drücker: Die Deutschen machen ihrem Ruf als Sparfüchseund Reiseweltmeister alle Ehre und setzen in der Krise verstärkt aufLast-Minute-Urlaub.
Nachdem dieReiseveranstalter monatelang unter der Zurückhaltung der Urlauber gelittenhatten, boomt das Geschäft mit den Kurzfrist-Buchungen wie lange nicht.Preisnachlässe von 20 bis 50 Prozent im Vergleich zum Katalogpreis sind zwarrealistisch, aber noch lange nicht garantiert. Die großen Reiseveranstalterlassen sich ihre Gewinnpläne dabei nicht ausreden: Sie haben ihrerseits dieHoteliers im Preis gedrückt.
Beim Last-Minute-AnbieterL'TUR staunten die Verantwortlichen: 30 Prozent mehr Buchungen im Mai und fasteine Verdopplung in den ersten beiden Juni-Wochen brachten dieBuchungsmaschinerie auf Hochtouren. «Last Minute ist so angesagt wie seit fünfJahren nicht mehr», sagt L'TUR-Chef Markus Orth und zeigt sich überzeugt: «Nie warenmehr Deutsche bereit, auf den letzten Drücker zu buchen.» Laut L'TUR-Sprecherin Nina Meyer hat der Mai-Trend auch im Juni angehalten.
Nun könnte man die Aussagendes L'TUR als plattes Marketing abtun. Schließlich macht dieTochtergesellschaft des weltgrößten Reisekonzerns TUI den Löwenanteil ihresGeschäfts mit Kurzfrist-Reisen - das heißt Buchungen ab sechs Wochen und kürzervor Reisebeginn. Doch auch das Internet-Portal Expedia, das wie jedesklassische Reisebüro die Sommerkataloge der großen Veranstalter schon seitHerbst im Programm hat, bestätigt den Trend zur Entscheidung in letzter Minute.Schon jetzt gebe es 24 Prozent mehr Last-Minute-Buchungen als vor einem Jahr,sagt Expedia-Marketing-Direktor Timothèe de Roux.
Dabei hat der Sommer erstbegonnen, die Nachsaison steht noch komplett aus. Weil bis dahin nicht mehrviel Zeit ist, dürfte der Anteil der Kurzfrist-Buchungen weiter wachsen. Sowollen laut einer Umfrage des Branchenverbandes BITKOM alleine noch fünfMillionen Deutsche ihren Urlaub in den kommenden Wochen im Internet klarmachen.
... Kurzfrist-Urlaube kosten in manchenFällen nur halb so viel wie im Katalog angegeben. Bereits vor Wochen haben diegroßen Reiseveranstalter deshalb die Hoteliers nachträglich im Preis gedrückt,um die Reisen nicht am Ende mit Verlust verkaufen zu müssen. Thomas Cook willin Deutschland nach Möglichkeit an jeder Buchung sogar noch mehr verdienen alsvor einem Jahr - damals lag die sogenannte operative Marge bei drei Prozent desUmsatzes.Für die Kurzentschlossenenkann der Last-Minute-Trend dennoch bedeuten: Mehr Urlaub für weniger Geld.Manch einer dürfte sich ärgern, seinen Sommerurlaub mit dem Frühbucher-Rabattim Januar gebucht zu haben. Zum einen gewähren manche Veranstalter diesenNachlass inzwischen noch zwei Tage vor Reisebeginn. Zum anderen können dieLast-Minute-Preise oft noch deutlich darunter liegen. Trotzdem sollten Urlaubergenau hinschauen. «Dass die Nachfrage sich so weit nach hinten verschoben hat,muss nicht automatisch bedeuten, dass die Preise deutlich sinken», sagt dieBranchenexpertin der NORD/LB, Martina Noß. Und auch L'TUR-Sprecherin Nina Meyerrät, im Internet genau zu prüfen, ob «man ein wirkliches Schnäppchen macht».
Artikelvom 29.06.2009Auch wenn es ein bisschen lang ist, find ich es interessant und für mich als Spätbucher ziemlich gut. Vielleicht muss man in der Krise flexibler sein als sonst. Ansonsten, Hauptsache, der Urlaub ist schön, und das hängt nicht nur am Preis, sondern vor allem daran, was man dafür bekommt. Früher hätte man gesagt: Du kriegst halt keinen Mercedes zum Preis von einem Käfer.
Viele Grüße
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An diesen Artikel aus der Zeitung musste ich auch beim lesen denken. Lasst mal die Sommerferien ins Land ziehen, dann sieht man genaueres. Wenn die gesamten Buchungszahlen im September immernoch weit unter dem Vorjahr liegen, dann würde ich auch von einer Krise reden. Aber solange noch ein Großteil der Bevölkerung am überlegen ist, ist das alles Spekulation.