Anzahlungen bei Pauschalreisen
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Allgemeines Geschäftsrisiko des Anbieters. Was bei einer Umlage alle Kunden, auch die mit ausgezeichneter Bonität, einseitig benachteiligt. Ebenso kann er sich absichern, indem er seine Forderungen an entsprechende Factoring-Gesellschaften weiterleitet. Kostet nur einen Bruchteil des Risikos. Aber wem sage ich das, die RV haben ja ihre Fachleute.
Gruß privacy
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@ lexilexi und alle
Zu den Möbeln hat ja privacy schon alles gesagt. Richtig ist natürlich das es ein paar "Geschäftszweige" wie Versicherungen, Steuern, Miete und Bahnfahrscheine gibt wo ich in Vorkasse trete. Manchmal habe ich aber meine Vorteile hiervon. Sei es der Versicherungsschutz oder das Leben in einem "Staatswesen" wie Deutschland.
Jedoch mein Einkommen erhalte ich auch erst nach erbrachter Leistung und nicht schon vorher. Mein Arbeitgeber würde sich freuen wenn er mir erst den Lohn zahlen sollte und dann komme ich zur Arbeit....
Aber ich bezweifle ob eine Pauschalreise, eine Zusammenführung mehrerer Komponenten (Flug, Transfer, Aufenthalt) hierzu gehört. Ich bin der Überzeugung das die einzige Komponente bei welcher der RV in Vorkasse tritt der Flug ist. Die Planungsarbeit ist eine Vorleistung welche nur indirekt nach Auftragserteilung über die Einnahmen bezahlt wird. Oder läßt sich "Gastwirt" die logistische Arbeit für seine Speisekarte vorab bezahlen?
Des weiteren stört mich das die Anzahlung und der Reisepreis zu einem Zeitpunkt geschuldet wird an welchem der Veranstalter immer noch seine Leistungen verändern darf (andere Flugzeiten, andere Fluggesellschaft, Rundreise findet doch nicht statt, etc.). Bei einer Reise geht es immerhin um keine "Kleinbeträge".
Bei Intenetbuchungen und Vorkasse bin ich auch sehr skeptisch, die wirklich Guten arbeiten auf Rechnung. Einen Kleinkauf bei E-Bay lasse ich mal außen vor.
Und wenn dann in Folge die Versicherungsprämien steigen und die Stornokosten in die Höhe schnellen freuen wir uns Alle über die schöne neue Welt.
MfG Rainer
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Was ich immer noch nicht ganz verstanden habe, da mir leider das Insiderwissen fehlt.....selbst wenn die Veranstalter sich in Zukunft alle einig sind und 40% nehmen würden, anstelle der jetzt noch üblichen 10-20%, können wir als Reisende das sowieso nicht verhindern. Unabhängig davon, dass der RV damit möglicherweise Vorteile hat oder auch welchen Anteil er davon sofort an XYZ weiterleiten muss. Entweder müssen wir dann die Anzahlung in dieser Höhe leisten oder buchen halt die Reisen nicht. So wie sich alles an die 10-20 % angepasst hat, wird sich auch alles an die 40% anpassen. Und wenn die Veranstalter für ihre Reisesicherungsscheine an ihre Versicherer dann in Zukunft mehr bezahlen müssen, werden sie das wohl auf die Gesamtreisepreis schlagen. Und auch das werden wir Reisenden nicht ändern. So wir jetzt nicht wissen wieviel der Reisesicherungschein am Gesamtreisepreis ausmacht, werden wir es auch in Zukunft nicht. Es sei denn, nur ich weiss es nicht und ihr seid schlauer.........

Und dennoch werden alle ihren Urlaub buchen wie gehabt, nichts wird sich ändern. -
Ich bezahle auch meinen ADAC-Beitrag seit Jahrzehnten.
Und?
Wozu?Die letzten 20 Jahre habe ich ihn 1x im letzten Jahr gerufen um mein geklautes und wiedergefundenes Auto mit einem Notkabel zu starten.
(Zwischen Anlasser und Batterie)
Dabei nennen sie mich noch MITglied.

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gastwirt wrote:
Es geht nicht darum, Problem mit X% hab ich auch nicht und könnte auch die gebuchte Reise sofort bezahlen! Fakt ist aber, das die Reisebranche für sich Vorteile in Anspruch nimmt,
von denen andere Gewerbe nur träumen können!Der Staat betreibt natürlich kein Gewerbe

Aber Gerichtskosten musst du erst einzahlen (lassen) bevor etwas ins Rollen kommt.
Aber auch andere Branchen verlangen Vorauszahlungen
Insbesondere in der Baubranche, aber auch in anderen Branchen ist es üblich dass der Auftraggeber die Produktionskosten für einen Auftrag anteilig mit finanziert. Es handelt sich dabei um eine so genannte Vorauszahlung. Diese Vorauszahlung wird daher auch genau für die Herstellung der vereinbarten Leistung verwendet.Wenn es zur Insolvenz des Auftragnehmers noch bevor der Auftrag fertig gestellt ist, so besteht jedoch die Gefahr, dass die Vorauszahlung im allgemeinen Geschäftsbetrieb des Auftragnehmers bereits für andere Zahlungen, zum Beispiel für Lohn- oder andere Auszahlungen verwendet wird. Ist dann die Leistung nicht fertig gestellt, kann der Auftraggeber seinen Anspruch auf die Rückzahlung der Vorauszahlung dann lediglich zur Insolvenztabelle anmelden. Die Vorauszahlung wäre in einem solchen Fall in der Regel vollständig verloren.
++++
Reinigungen!
Vielleicht solltest du auch erst Geld verlangen und dann das Bier servieren?
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ich verstehe ja, dass man sich mit änderungen kritisch auseinandersetzen will.
und das man gewisse dinge hinterfragen sollte, ist selbstverständlich.
zumindest, wenn es änderungen mit dingen sind, die unser tägliches leben betreffen.
aber die reisebranche ist, zumindest aus meiner bescheidenen sicht, ein luxusgut, das man sich erkauft.
die branche gibt die regularien vor, weil sie es sich leisten kann.
wir sind ja die reisenation nummer eins und ich denke die ware reise ist ein so attraktives produkt, dass auch eine änderung der anzahlung der branche keinen abbruch tun würde.
wenn man diese vorgehensweise nicht akzeptieren möchte, kann man ja boykottieren und keine reisen mehr buchen. das wird wohl sehr unwahrscheinlich sein.ich finde es äußerst interessant, dass hier noch nie jemand einen beschwerde thread aufgemacht hat, weil reisen im laufe der letzten jahrzehnte billiger geworden sind.
oder das viele va aus imagegründen viele beschwerden sehr kulant bearbeiten.
oder dass es möglich ist, für wenige euronen um die welt zu fliegen.das leben wird immer schnellebiger und härter.
und die branche zieht daraus ihre konsequenzen. mit probaten mitteln, denn sie fordern ja nicht mehr geld, sondern einfach nur eher.(derzeit). -
Ob diese Mittel probat sind, lexilexi, wird die Zukunft zeigen. Es kann nicht angehen, daß unsere Freunde in Österreich klare Regeln zur Höhe der Anzahlung haben und der deutsche Markt, hier in der EU, muß über Gebühr herhalten.
Zumindest machen sich einige User hier im Forum jetzt erst einmal Gedanken zu dem Thema. Mehr kann man derzeit nicht erwarten. Es liegt mir fern, so provokante Themen wie Boykott damit zu verfolgen. Aber schließlich ist nicht alles Friede-Freude-Reisekuchen. Zumindest dann nicht, wenn es um legitime Interessen der Geldgeber dieser Branche geht. Und das sind wir.
Und doch, lexilexi, man fordert mehr Geld - unter dem Strich ist eine vorzeitige Zahlung auch ein geldwerter Vorteil. Ein großer sogar.
Gruß privacy
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@privacy
aber wer bestimmt oder sagt denn, dass wir "über" gebühr herhalten müssen?
wer macht die richtlinien? österreich?
das geht mir nicht in den sinn. warum orientierst du dich so sehr an ö ?
ich kenne mich zu wenig in der branche aus, aber vielleicht länder, die sogar noch mehr nehmen?
außerdem hat das doch wenig mit der eu zu tun.
das reiserecht unterliegt doch dem jeweiligen land.
wir haben ja auch nicht dasselbe steuersystem oder krankenversicherungssystem wie andere länder (ohne dazu jetzt stellung nehmen zu wollen).zum geldwerten vorteil: das dieser wirklich verschwindend gering ist, dass wurde ja nun im anderen thread zur genüge hoch gerechnet.
außerdem muß man auch mal bedenken, dass du nach buchung jederzeit zu deiner buchungsstelle stratzen kannst und die mit allen möglichen fragen löchern kannst.
das ist arbeit, die auch bezahlt werden muß. -
Es liegt doch auf der Hand, daß eine Erhöhung der Anzahlung um 100%(und mehr, wenn man weniger als 20% zugrunde legt) unverhältnismäßig ist. Das Reiserecht für Pauschalreisen ist natürlich eine europäischeAngelegenheit. Diese Richtlinie wird zwar von den einzelnen Mitgliedsstaaten umgesetzt, einheitliche Kriterien wird es dennoch geben. Und warum kommen Veranstalter im Nachbarland mit besagten 10-20 Prozent zurecht. Zudem lassen Interpretationen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Anzahlungen keinen großen Spielraum zu, wenn überhaupt.
Fest steht, daß die bisher fixierten 20% Anzahlung verhältnismäßig sind, um Kunden nicht einseitig zu benachteiligen. Mag sein, daß man letztlich vielleicht auch 25% anerkennt, aber man versucht hier über den Weg desgeringsten Widerstands Fakten zu schaffen. Wer das nicht will, so klang es hier in einem Beitrag an, der könnte halt nicht verreisen. Weil man schon davon ausgehen kann, ohne Druck aus dem Markt werden über kurz oder lang dann alle Pauschalreisen zu diesen Anzahlungsbeträgen vermarktet.
Noch mal zu Deiner Information, im Einzelfall macht der Zinsverlust des Einzelnen bei den aktuellen Zinssätzen keinen Riesenbetrag aus. Das ist von mir auch nie so gesagt worden, auch wenn Antwortbeiträge darauf abgezielt haben. Darum geht es auch gar nicht. Es ist aber ein Unterschied, ob ich, wie im Eingangsbeitrag genannt, gleich 400, 800 oder jetzt gar 1600 Euro für eine Familienreise im Wert von 4000 Euro auf den Tisch legen muß. Und mit den
vorzeitig erzielten Einnahmen zwischen 800 bis 1200 Euro pro Buchung, um beim Beispiel
zu bleiben, erzielt der Reiseveranstalter über Monate bessere Liquidität. Was er ggf. von
seinen Hausbanken momentan nicht bekommt, holt er sich jetzt vom Reisegast.In diesem Kontext muß man auch immer wieder darauf hinweisen, daß Reiseveranstalter vor Durchführung der Hauptleistung bereits über 100% des Reisepreises verfügen. Ein weiteres Privileg, daß sie sich im Laufe von Jahrzehnten erarbeiten konnten. Darum haben sie auch eine Verantwortung - nicht nur für Aktionäre. Sonst müßte man diese Privilegien auch noch
auf den Prüfstand setzen.Und ja, ich denke, daß dieses Vorgehen letztlich der Branche schadet.
Gruß privacy
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privacy wrote:
Es liegt doch auf der Hand, daß eine Erhöhung der Anzahlung um 100%(und mehr, wenn man weniger als 20% zugrunde legt) unverhältnismäßig ist....das ist Deine Meinung, die Dir unbenommen bleibt. Ich halte ganz andere Prozentsätze für verhältnismäßig und fair. Es kommt eben einfach auf den Blickwinkel an und es kommt auf die eigentlichen Preise an. Aber das hatte ich ja schon einmal versucht zu erläutern.

Auch in anderen Branchen sind Anzahlungen und demzufolge Vorleistungen nicht unüblich. Und wer eben diese Vorleistungen bei den Reisen nicht erbringen will muß eben anders buchen/reservieren. Das hat ein jeder selber in der Hand.
Ob die Reise aber dadurch unterm Strich günstiger wird steht auf einem anderen Blatt...
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Lexilexi wrote:
aber die reisebranche ist, zumindest aus meiner bescheidenen sicht, ein luxusgut, das man sich erkauft.
**die branche gibt die regularien vor, weil sie es sich leisten kann.**wir sind ja die reisenation nummer eins und ich denke die ware reise ist ein so attraktives produkt, dass auch eine änderung der anzahlung der branche keinen abbruch tun würde.
wenn man diese vorgehensweise nicht akzeptieren möchte, kann man ja boykottieren und keine reisen mehr buchen. das wird wohl sehr unwahrscheinlich sein.das leben wird immer schnellebiger und härter.
und die branche zieht daraus ihre konsequenzen. mit probaten mitteln, denn sie fordern ja nicht mehr geld, sondern einfach nur eher.(derzeit).Hallo Lexilexi,
so ehrlich wie du würden die Vertreter der Reisebranche das nicht aussprechen, höchstens denken oder unterschwellig ausdrücken.
Es ist doch harter Tobak, den du da von dir gibst.
Stell dir vor, du kommst in ein Reisebüro und ein Mitarbeiter würde diese Einstellung in Verhalten und Worten zum Ausdruck bringen!!
Nichts ist geschäftsschädigender.Aber du bleibst sitzen und wartest geduldig, bis du eine Reise buchen darfst.?
Bei auffälligen Beiträgen versuche ich mir immer, vom Schreiber ein Bild zu machen.
Das fällt bei dir schwer.
Kürzlich hatte ich das schon versucht, als du beim Thema "Finger im Büffett " einer Frau in ungebührlicher Weise einen Sprachkurs empfohlen hattest, vor allem wegen ihrer drei Kinder.
Wenn man deine Beiträge liest, nicht nur hier im Forum, wirkt dein Verhalten schon sehr befremdlich. Und deine Altersangaben lösen noch mehr Irritationen aus.Wer meint, das hätte alles nichts mit der Sache zu tun, der irrt.
Junge Menschen sehen und beschreiben "Welt" anders als ältere Menschen.
Diese Aussage ist absolut wertfrei. -
Lexilexi wrote:
die branche gibt die regularien vor, weil sie es sich leisten kann.
(...)
die ware reise ist ein so attraktives produkt, dass auch eine änderung der anzahlung der branche keinen abbruch tun würde. wenn man diese vorgehensweise nicht akzeptieren möchte, kann man ja boykottieren und keine reisen mehr buchen. das wird wohl sehr unwahrscheinlich sein.Meine volle Zustimmung!
hema2812 wrote:
so ehrlich wie du würden die Vertreter der Reisebranche das nicht aussprechen, höchstens denken oder unterschwellig ausdrücken.Doch ... ich!
Und ich finde auch nichts dabei. Es ist wie es ist. ( Und für privacy: Es wird auf absehbare Zeit auch so bleiben
)Viele Grüße und allen eine erfolgreiche Woche.
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hema2812 wrote:
Hallo Lexilexi,
so ehrlich wie du würden die Vertreter der Reisebranche das nicht aussprechen, höchstens denken oder unterschwellig ausdrücken.
Es ist doch harter Tobak, den du da von dir gibst.
Stell dir vor, du kommst in ein Reisebüro und ein Mitarbeiter würde diese Einstellung in Verhalten und Worten zum Ausdruck bringen!!
Nichts ist geschäftsschädigender.Aber du bleibst sitzen und wartest geduldig, bis du eine Reise buchen darfst.?
Bei auffälligen Beiträgen versuche ich mir immer, vom Schreiber ein Bild zu machen.
Das fällt bei dir schwer.
Kürzlich hatte ich das schon versucht, als du beim Thema "Finger im Büffett " einer Frau in ungebührlicher Weise einen Sprachkurs empfohlen hattest, vor allem wegen ihrer drei Kinder.
Wenn man deine Beiträge liest, nicht nur hier im Forum, wirkt dein Verhalten schon sehr befremdlich. Und deine Altersangaben lösen noch mehr Irritationen aus.Wer meint, das hätte alles nichts mit der Sache zu tun, der irrt.
Junge Menschen sehen und beschreiben "Welt" anders als ältere Menschen.
Diese Aussage ist absolut wertfrei. [/quote]hallo hema.
1.ich weiß nicht, aus welchem grund genau meine beiträge für dich befremdlich wirken.
aber sieh es doch mal so: so gebe ich dir wenigstens ein paar rätsel auf.
2.die diskussion aus dem andren thread gehört nicht hier her.
3.den harten tobak kann ich nicht nachvollziehen:
ich gebe hier meine ehrlich meinung preis. meine ganz persönliche bescheidene sicht der dinge. aber das heir ist das forum. einem kunden gegenüber würde ich das natrülich nicht so formulieren.
und selbstverständlich sollte man einen kunden im rb zuvorkommend und fachkompetent beraten. ich denke, jeder verkäufer (in welcher branche auch immer) ist so pfiffig und behält seine eigene meinung für sich.
das ist aber auch goldene regel nummer eins in jedem verkaufsseminar.
