AI - und keiner geht mehr raus
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Hallo ihr Lieben, möchte als bekennender "UAI-Teilnehmer" auch mal meine Gründe darlegen, dass ich nur noch diese Art von Urlaub mache. Seit über 30 Jahren arbeite ich in der Gastronomie, erst als Köchin und seit einiger Zeit als Reinigungkraft ( was ja nicht schlimm ist). Auch habe ich noch einen Nebenjob. Und da möchte ich in dem einem Urlaub im Jahr auch so richtig verwöhnt werden. Ausserdem bin ich sehr lauffaul. Dieser Urlaub ist für mich auch die einzige Möglichkeit, mal ein paar Kilo zuzunehmen. Natürlich machen wir auch Ausflüge und schauen uns das schöne Land an. Und im Amara Wing schmeckt das Essen so lecker, das man nicht rausgehen muss. In der Minibar steht auch nicht nur eine Flasche Bier für 2 Personen.Es gibt auch genug Spezialitätenrestaurants. Das sind die Gründe, weshalb wir nur noch UAI. LG Brigitte
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Auch ich muss @Koechin58 in jedem Punkt Recht geben. Über viele, viele Jahre machen wir nun schon AI-Urlaube und haben uns dabei immer "sauwohl" gefühlt.
Vor allem war die Zeit schön, als das Kind noch klein war, da war AI immer große Klasse. Man wusste das Kind immer bestens versorgt.
Wir haben immer gesagt, im Alter würden wir vielleicht mal auf Halbpension zurück gehen, aber im Moment sind wir noch nicht soweit................zumal es preislich doch auch kaum etwas ausmacht "Halbpension zu AI."
Ich merke es gerade am eigenen Leib. Im dezember 2009 machen wir eine Schiffsreise, da merken wir schon im Vorwege, welche Nebenkosten da auf uns zukommen.
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Auch wenn ich mich eventuell so ein wenig gebetsmühlenhaft wiederhole:
Es gibt in der Tat viele gute Gründe, einen AI Urlaub zu buchen, wie sonst hätte der Markt so stark wachsen können?!
Hier sollte sich auch kein User zu Rechtfertigungen oder gar Vergleichen genötigt sehen, weder für die Wahl noch das Volumen der Nutzung des All Inclusive Urlaubs.Die Frage war vielmehr: Gibt es Motive, trotz der gewährleisteten Vollversorgung die Fühler in der Umgebung auszustrecken und wenn ja, welche? Oder natürlich, wenn nein, was turnt denn ab?
Herauskam bislang eine gewisse Preissensibilität der AI-Nutzer, sowie die Feststellung, dass die Motive sich teilweise nicht so ganz leicht finden oder erklären lassen.
Im direkten Bezug auf die hier zur Debatte stehende Türkei finde ich kamen reichlich an- und aufregende Aspekte zur Sprache!?Die grundsätzliche Haltung, AI nicht nur intensiv sondern auch exklusiv zu nutzen, hat keinerlei Rechtfertigungsbedarf, leider wurde das in Teilen missverstanden.
Dennoch kamen m.A. nach schon einige Anregungen zusammen, sich mal ins Getümmel außerhalb der Hotels zu stürzen oder es eben ganz bewusst zu meiden.Nicht missverstehen, ich hab jetzt an der Stelle mal ein kleines (subjektives!) Fazit gewagt, das vielleicht dem ein oder anderen User taugt, um sich nicht durch alle 29 Seiten lesen zu müssen und dennoch die Intention mitzubekommen.

Meinerseits herzlichen Dank für die rege Beteiligung!
Ich habe viele neue Aspekte kennengelernt und freue mich sehr darüber! -
Feine Zusammenfassung. Darauf ein Fläschchen Raki - ja, mt Wasser und Eis. Dankeschön. Und nun lasst uns warten auf die Erzählungen derer, die's in den letzten Wochen getan haben: "Wir hatten AI, wir trugen ein Bändchen und wir sind trotzdem rausgegangen - und es war SÜPER!" Weil?
Nun, wir wollen's wissen. Her mit Euern "Ausgeh"-Tipps! Viele andere (ja, auch ich) wollen Euch beim nächsten Urlaub folgen.
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Ich habe jetzt auch nicht alle Seiten gelesen, daher bitte ich um Nachsicht, falls ich nur Wiederholungen biete.
Bei brüllender Mittagshitze verlasse ich das Hotel bzw. den Strand nie, um Essen zu gehen, außerdem nehme ich dann eh nur einen Snack zu mir. Abends wird es erst interessant und dann hängt es davon ab, wie gut das Angebot der Umgebung ist. Was ich nicht verstehe ist, warum bei der Umstellung von HP auf AI auf einmal gähnende Leere in den Restaurants in der Nähe herrscht, ich meine, bei HP war das Abendessen doch auch immer drin.

Meine Erfahrungen habe ich diesbezüglich auf den Kanaren gesammelt. Auf Fuerteventura wird auch immer häufiger AI angeboten, Standard war HP und dort war z.B. in Jandia vor zwei Jahren alles leer. Die Leute gehen in die Parfumerien, aber nicht ins Lokal, da klagen die Gastronomen auch und geben den Veränderungen die Schuld für leere Plätze.Auch in Meloneras auf Gran Canaria herrschen AI und HP vor, aber die Restaurants am Strand in Faro waren bis spät in die Nacht immer gut gefüllt, dort gibt es auch eine attraktive Ladenpassage die keinen Ramsch, sondern teure Markenware verkauft. Mein Eindruck: Dort geht man gern bummeln und hat Lust sich auch hinzusetzen. Ganz anders in Playa del Ingles, billige Shops mit billigem Plunder und die Restaurants... nee, da bin ich lieber im Hotel geblieben.
Ähnlich verhält es sich in der Türkei. In Bodrum hat es mir unheimlich gut gefallen (mein erster Urlaub dort, der Ort wurde mir von Türken empfohlen!), dort kann man abends vorzüglich ausgehen und sich amüsieren, in Alanya fand ich es furchtbar und ich zog meine Unterkunft vor. (Türken warnten mich und sie hatten Recht). Allerdings hatte ich auch den Eindruck, dass die Urlauber sich voneinander in Bezug aufs Budget unterschieden. Die Urlauber beim erstgenannten Ort wirkten auf mich besser bei Kasse, aber das ist nur meine persönliche Meinung, also bitte keinen Streit anfangen!
Für mich gilt: Wenn es außerhalb des Hotels attraktiv ist, gehe ich raus, ansonsten bleibe ich im Hotel - insofern mein Urlaubsziel die Erholung ist. Bei einem Kultururlaub bin ich tagsüber eh kaum in der Unterkunft, egal ob AI oder nicht. Kusadasi z.B.ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zu historischen Stätten, aber die Gegend selbst? Zum Weglaufen, auch da habe ich abends lieber im Hotel gegessen. Mit schrammeligen Lokalen und nachgemachten T-Shirts lockt man mich nicht raus!
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@alcatraz / zu deinem letzten Abschnitt:
Möchte dem voll zustimmen, aber noch weiter gehen. Über das Internet stehen mir im Vergleich zu früher Unmengen an Informationen zur Verfügung, so dass ich eigentlich zu - sagen wir mal - 95% erfahren kann, wie es an meinem gewählten Urlaubsort zugeht.Demzufolge entscheide ich mich für AI, VP, HP oder ÜF... wobei ich feststelle, dass ÜF leider immer weniger angeboten wird. Leider - weil es ideal ist, wenn man völlig unabhängig sein möchte.
LG Anne -
Bodrum ist ein teures Pflaster. Da machen eigentlich nur die besser betuchten Türken und ihre TV-Stars und Saenger usw. urlaub. Jeden Sommer kommen von dort heisse Berichte in den Zeitungen wie sich wer benommen und wer wie nackisch am Strand war. Und die flanieren natürlich alle gerne auf den Strassen und sitzen draussen in den Cafes und Restaurants....da ist das ganz was anderes.
Da gabs sicher auch nicht in jedem Laden die berühmten Fakes?!
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@hexenkind
Dort gibt es Turnschuh-Fakes ohne Ende, in jedem Laden den gleichen Krempel, wie anderswo auch. -
@Metrostar
Ich glaube, du hast echt immer wahnsinnig viel Spaß im Urlaub ... :?
Vielleicht sollte man seine Umgebung nicht auf das Fake- und Nepp-Aufkommen reduzieren und versuchen, den Blick für positive Dinge zu schärfen?!
Schaden tut´s der Stimmung nicht ...
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@vonschmeling
Dazu hatte ich in Bodrum keine Zeit, denn dort war ich im Rahmen eines Tagesausflugs von Kos. Die Rundfahrt in Bodrum, das Johanniterkastell waren lohnenswert, ansonsten nur Turnschuhe über Turnschuhe. Um in einem Lokal am Stadtstrand mit Blick auf das Kastell den Sonnenuntergang zu genießen, würde ich jedenfalls nicht noch einmal nach Bodrum-Ort fahren, zumal die Strände in der Gegend noch dazu aus Kieseln und Steinen bestehen (wie in Griechenland auch oft). -
@Vonschmeling: Vielleicht sollte man "Umgebung" doch genauer definieren? Für mich umfasst sie 1. kulturelle und naturbezogene Sehenswürdigkeiten und 2. Lokale und Geschäfte. Bei einem reinen Badeurlaub interessiert mich nur der letztgenannte Aspekt (häufig genug gibt es da auch nichts Besonderes zu entdecken, weil Hotels in die Pampa gesetzt wurden) und da gibt es ganz gehörige Unterschiede.
Fakes gibt es natürlich überall, sie allein sind deshalb kein Kriterium. In Bodrum gab es aber z.B. kleine Läden, die frisch gebrannte Pistazien, Kürbiskerne etc. zubereiteten - unglaublich lecker! Die habe ich in Alanya und Kusadasi nicht gefunden, da gab es nur abgepackte Ware. Genau diese Geschäfte aber machen für mich die "Umgebung" aus, das Besondere halt.
Ja, in Bodrum machen viele gutbetuchte Türken Urlaub und ich empfand das als sehr angenehm, denn es wirkte sich wohltuend auf die Qualität der "Umgebung" aus. Zudem hatte ich dort stärker das Gefühl, in der Türkei Urlaub zu machen, einige Urlaubsorte kann man gar nicht mehr dem Land zuordnen, die könnten genau so auch in Spanien vorzufinden sein, nur ist es da teurer, daher zieht es speziell Familien dort nicht mehr hin.
Um auf das Ausgangsthema zurückzukommen: AI ist ja nicht gleich AI! Es gibt da Hotels für 600 Euro pro Person und Woche und die für 1.500, mich würde interessieren, ob es da Unterschiede gibt. Ich könnte mir schon vorstellen, dass sich das Konsumverhalten außerhalb des Hotels sich da unterscheidet. Was meint ihr? -
Ich kenne auch viele Leute, die von Bodrum sehr begeistert sind! Aberes ist nun mal auch teurer und sicherlich dadurch mehr Leute mit"Kasse" ( ob niveauvoller kann ich nicht beurteilen, mir reichen nurSprüche über "das prollige" Mallorca mit seinen gröhlenden und Bierspritzenden Pöbel, und das so "gehobene Ibiza" in dessen "Bars"Miilionäre gröhlen und mit Champagner um sich spritzen... ) und daherfahren die "Billig-Touris" eher an die Riviera, die aber - meinerMeinung nach - ebenso schöne Flecken hat, aber auch Hotel-Ghettos, indenen ich nicht tot über´m Zaun hängen möchte! Kann ich vollkommennachvollziehen
Endlich mal ein klares, nachvollziehbares Argument: Ich buche UAI weil ich mich rundherum verwöhnen, nicht rausgehen, faul am Strand liegen und mir um nichts Finanzielles Gedanken machen will!! Kein Gejammer über Teuro-Wahn, kein "man wird nur verarscht"!!
( Und UAI ist ja mit dem Genuss aller Spirituosen, Cocktails, Essen, Getränke etwas, was ich auch gnadenlos ausnützen würde... den Wareneinsatz vom Hotel muss ich ja nicht schonen
) Danke!! Danke!! Danke!! -
Nun, meine Erfahrungen mit Bodrum und Umgebung gehen etwas über einen Tagesausflug hinaus und "Turnschuhe" sind nicht besonders eindrücklich in meiner Erinnerung haften geblieben.

Die Zielgruppe, die dort mehrheitlich ihren Urlaub verbringt, ist in der Tat eine vollkommen andere, als die, die die AI-Hochburgen um AYT bevölkert!
Bodrum, Marmaris und auch Fethiye haben einen gewachsenen und traditionell geprägten Tourismus mit der entsprechenden Infrastruktur, keine aus dem Boden gestampften und den Bedürfnissen moderner Gäste mit großem AI-Interesse angepassten Hotelmeilen, an die mehr oder weniger zufällig "eine Umgebung" hinwächst.
Enstprechend ist auch genügend Anreiz zum Bummeln oder Ausgehen vorhanden.
Ich bezweifle entschieden, dass man sich nach einem Tagestrip dorthin davon ein Bild machen kann.Ob schöner oder nicht ist gänzlich subjektiv, aber auch die Landschaft unterscheidet sich erheblich von der im Raum Side.
Für Schnorchler und Segler oder auch für Individualtouristen ist sie sicherlich interessanter!