Stornokosten 4500 EUR ohne Buchung!
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Lieber Bubilein,
als ich meine Frage formulierte, war der Beitrag mit dem Link noch nicht da

Also das Melia Tamarindos sollte es sein. Habe mal hier bei HC geschaut, kann kombinieren wie ich will, ich komme nicht auf so einen hohen Betrag
Na ist ja jetzt auch Wurscht.... Ende gut alles gut!Sabine
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Also nach dem Link ist eines schon einmal klar: Es ist nicht Tjareborg, sondern TjareborgIndi gewesen ( Dynamic Packaging durch Vtours ). Da kann ein solcher Preissprung durchaus schon mal vorkommen, auch wenn selten. Führt jetzt aber zuweit zu erklären warum das so ist.
Wichtig ist, dass sich das Reisebüro für den Thread-Eröffner eingesetzt ( und auch noch bei ihm für die Unannehmlichkeiten - für welche das RB übrigens 0,nix kann - entschuldigt ) hat. Damit ist die Sache im Sinne des Kunden vom Tisch.Übrigens, ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass die Sache ohne Reisebüro im Rücken für den Thread-Eröffner nicht ganz so "glatt" ausgegangen wäre.

Viele Grüße.
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Hallo Captain,
ob direkt vor Ort oder online, wer sich an gewisse Regeln hält, hat dann auch gute Karten, wenn es zu Differenzen wie hier geschildert kommt. Alle Buchungsschritte zu protokollieren, zu speichern und ggf. auch auszudrucken, hat angesichts vorprogrammierter Überraschungen wie in diesem Fall höchste Priorität.
Besonders, wenn Fachleute hier schon einräumen,
dass "ein solcher Preissprung durchaus schon mal vorkommen kann".Und die Beweislast hat letztlich der Kunde, der z.B. online auch ohne Unterschrift in der Pflicht ist. Die hochgelobten neuen Zeiten bergen offenbar immense Risiken.
Mal schauen, was da in der nächsten Zeit noch so kommt.
Darum: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.Gruß privacy
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CaptainJarek wrote:
Wichtig ist, dass sich das Reisebüro für den Thread-Eröffner eingesetzt ( und auch noch bei ihm für die Unannehmlichkeiten - für welche das RB übrigens 0,nix kann - entschuldigt ) hat. Damit ist die Sache im Sinne des Kunden vom Tisch.Übrigens, ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass die Sache ohne Reisebüro im Rücken für den Thread-Eröffner nicht ganz so "glatt" ausgegangen wäre.

Viele Grüße.
Thread-Eröffner hat aber lt. seiner Aussage im Reisebüro keinen Vertrag abgeschlossen, ergo keine Rechnung und somit auch logischerweise keine Stornorechung. Kunde sitzt brav vor dem Schreibtisch, drückt keinerlei Tasten am PC, unterschreibt nichts, geht wieder nach Hause, anschließend Unannehmlichkeiten über eine Buchung die er nicht getätigt und auch nicht unterschrieben hat und soll nun auch noch dem Reisebüro dafür dankbar sein?
hmmm… wer hat denn diese Reise gebucht?Grüße
demi -
Na also ganz so einfach ist´s nun nicht.
doublermg wrote:
Dann hat die nette Frau gefragt, ob ich es nehmen würde und ich hab "JA" gesagt.Das reicht völlig um eine Willenserklärung zum Vertragsschluss abzugeben. Es reicht auch ein bloßes Nicken oder zwinkern mit einem Auge. Spielt überhaupt keine Rolle.
Unterschreiben mußt Du nix, damit Du einen Vertrag abschließt. Nur ganz wenige Verträge bedürfen der Schriftform, 99% sind völlig formfrei, Reiseverträge gehören definitiv zu den Verträgen ohne den Bedarf der Schriftform.VG.
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Ein Vertragsschluss setzt aber voraus, dass die wesentlichen Vertragsbestandteile (Leistung, Gegenleistung, sprich der Reisepreis) zugrunde gelegt werden. Der Kunde hat das niedrigere Angebote angenommen. In der Reise zum höheren Preis liegt ein neues Angebot, das der Kunde hätte annehmen müssen. Hat er aber nicht. Dass hier von Kulanz die Rede ist, finde ich fast frech.
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Der Kunde nimmt im Grund gar nichts an, der Kunde gibt ein Angebot ab indem er bucht. Die zum Vertrag erforderliche Annahme liegt beim Reiseveranstalter. Nicht beim Kunden!
Mit dem erhöhten Reisepreis ist es rechtlich ein neues Angebot seitens des RV, das ist korrekt. Und das TjaereborgIndi hier eher zweifelhaft von "Kulanz" spricht, ist ganz sicher ungehörig. Ich bleibe aber dabei, hätte man hier ohne Unterstützung des Reisebüro gebucht und dieses Problem gehabt, dann hätte die "Kulanz" nicht derart stattgefunden und man hätte versuchen dürfen TjaerborgIndi per Anwalt zu erklären, dass ein neues Angebot seitens Tjareborg abgegeben worden ist und kein Vertrag vorliegt.
VG.
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Hallo Freunde,
das Reisebüro war durchaus in der Pflicht. Es kommt hier auf
die Beweislast an und da ist das Reisebüro verpflichtet zu beweisen,
dass der Kunde eine eindeutige Willenserklärung abgegeben bzw. den Vertrag
für eine Reise abeschlossen hat.
Unklarheiten gehen eindeutig zu Lasten des Reisebüros.Um solche Streitigkeiten zu vermeiden wird in der Regel erst ein
Angebot ausgedruckt, welches der Kunde durch Unterschrift annimt.Erst dann bucht ein sorgfältiges Reisebüro. Es ist allerdings möglich, dass
im Reisebüro eine Probebuchung erfolgt, die sofort und ohne Kosten wieder
storniert werden kann.
Nun gibt es für solche Buchungen Programme, die entsprechend reagieren.
Der Computer denkt nicht mit und weist bei Sorna entsprechend seinem
Programm gleich die Stornaokosten mit aus.
Ich denke, daß es sich hier um ein Versehen handelt, welches vernünftig
geklärt wurde.
Verständlich, daß den Urlauber erst einmal Panik ergreift.
Als Urlauber würde ich erstmal sehen, da will jeman viel Geld von mir für nichts.
Wie komme ich da bloß wieder raus?
Was lernt man daraus?
Laß dir alles schriftlich vorlegen.
Lies alles genau durch und unterschreibe erst, wenn du alles verstanden hast.
Scheue auch nicht simple (dumme) Fragen. Solche gibt es nicht.
Erst mit der Unterschrift ist der Vertrag geschlossen.
Man kann solche Buchungen oder Verträge mündlich auf Treu und Glauben
abschließen.
Nur so etwas würde ich als Reisebüro nur bei sehr guten bekannten Kunden
machen.
Mündliche Verträge macht man nur, wenn Zug um Zug abgewickelt wird, das heist
hier Ware da Geld.
Bestätige E-Mailvereinbarungen immer noch per Fax, und zwar mit einer Faxquittung, auf
welcher der Text des Briefes zu lesen ist.Einen schönen Tag noch
waldo -
Beweislast? Wir sind hier nicht bei Gericht. Das Reisebüro "muss" da gar nichts beweisen, denn das der Threaderöffner "Ja" gesagt hat, hätten sicherlich mehrere Leute im Reisebüro gehört. Das langt dann schon, auch ohne Unterschrift.
Aber wie gesagt, das führt zu weit. Egal wie der Fehler des Reiseveranstalters ( nicht des Reisebüros wohlgemerkt ) entstanden ist. Es ist ja mit Hilfe des RB´s alles im Sinne des Kunden aufgeklärt worden.
Viele Grüße.
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Hallo Captain Jarek,
Du hast recht. Es führt zu weit. Solche Discusionen sind nur
sinnvoll, wenn damit Streit und Stress vermieden wird.Wir sind zwar nicht hier vor Gericht. Letztendlich wollen wir da
ja auch gar nicht hin. Und wenn unvermeidbar, dann muß sehr
sicher sein zu gewinnen.
Anderseits endet bei der Streitsumme sehr schnell ein solcher
Streit vor Gericht.
Jeder Anwalt wird dem Reisbüro von Hörzeugen abraten, weil Kollegen
als Partei gelten und nacher vor Gericht dann doch nicht ganz so
genau wiedergeben können, was sie gehört haben.Dann gibt es noch den Grundsatz von Treu- und Glauben. Das
heißt, wenn sich jemand offensichtlich irrt und diesen Irrtum
unverzüglich berichtigt, dann verstößt es gegen "Treu- und Glauben"
aus diesem Irrtum Rechte geltend zu machen.Einnen schönen Tag noch
waldo -
demi wrote:
und wieso hat doubler die Stornokosten am Hals, wenn sie/er doch nichts im Reisebüro unterschrieben hat? Verstehe ich jetzt nichtGrüße
demi
nur zu dieser Frage: auch ein "ja" ist ein Vertrag, da muss nix unterschrieben sein! Etwas Schriftliches dient zur zur Beweissicherung. Zwingend vom Gesetz her ist eine Unterschrift nicht notwendig! -
woelfi47 wrote:
doublermg wrote:
Hallo Leute, mir ist folgendes passiert. Ich war gestern abend in einem Reisebüro, um eine Reise so schnell wie möglich zu buchen. Da haben wir bald passendes Hotel gefunden und auch der Preiß 2500EUR für 7 Tage für 2 Erw. und 1 Kind hat gepasst. Dann hat die nette Frau gefragt, ob ich es nehmen würde und ich hab "JA" gesagt. Dann ging es los!!! Nachdem sie in dem Rechner buchen durchgeführt hat, hat sich der Preiß geändert auf 6500EUR! Gleich danach hat Sie probiert bei dem Reiseveranstallter Tjaereborg anzurufen und in der Warteschlange 30Minuten gewartet. Danach hat Sie es geklärt und storniert. Wir haben keine passende Reise mehr gefunden und ich habe diese Reisebüro verlasen. Heute (nach 20Stunden) habe ich 2 Emails bekommen. 1. Mail - Reisebestätigung, 2. Mail 1 Minute später Stornorechnung auf 4500EUR!!!!Hat jemand was ähnliches erlebt? Was soll ich da jetzt tun? Ich habe nichts unterschrieben und auch nichts bekommen, außer diesen 2 Emails.
Danke, doubler
Ein Vertrag kommt nur die Angebot und Annahme zustande. Dieses ist hier offensichtlich nicht der Fall. Die Annahme hätte durch Dich im Falle der Buchung im Reisebüro mit Deiner
Unterschrift bestätigt werden müssen. Ist dieses nicht der Fall, ist auch kein Vertrag zustande gekommen. Ansonsten Anwalt und das Reisebüro bekommt ein Problem
"und ich hab "JA" gesagt"damit IST der Vertrag zustande gekommen! Wozu sie/er "ja" gesagt hat, geht jetzt einmal aus dieser Schilderung "Preiß 2500EUR für 7 Tage für 2 Erw. und 1 Kind" hervor. Darüber hinaus ist, richtigerweise, kein Vertrag zustande gekommen.
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CaptainJarek wrote:
Der Kunde nimmt im Grund gar nichts an, der Kunde gibt ein Angebot ab indem er bucht. Die zum Vertrag erforderliche Annahme liegt beim Reiseveranstalter. Nicht beim Kunden!
Soweit, sehr richtig. Aber mit dem Veranstalter kommt in jenem Moment der Vertrag zustande, in dem das System von Veranstalter eine Vorgangsnummer vergibt. Also hat das "ja" des Kunden und das "Abschicken der Buchung im Computer" zur Vertragsfixierung geführt. Jetzt einmal grundsätzlich (verkomplizieren wir es hier in dieser Debatte nicht auf die Feinheiten, gell!
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Verstaendnissfrage:
Mir wird, von einem Vermittler angeboten, fuer eine definierte Leistung , einen Liefervertrag mit einem Kaufpreis von 2500.- fuer mich zu arrangieren. Ueber diese Vermittlungsleistung schliesse ich (mit meiner muendlichen Zustimmung) einen Vertrag mit dem Vermittler.
Dann kommt der Vermittler angedackelt und uebereicht mir einen Vertrag ueber 6500.- den er, in meinem Namen, mit dem Lieferanten abgeschlossen hat.
Frage, was habe ich den damit am Hut wenn der Vermittler seinen Vertrag (bzw. meinen Auftrag an ihn) mir gegenueber nicht erfuellt

Oder anders gefragt, ich bestelle bei meinem Weinhaendler eine Flasche Wein fuer 9.90 und der liefert mir die fuer 990.- und sagt: "Sorry, der Winzer hat die Preise erhoet, aber gegen eine Stornogebuehr von 600 Euro kann ich die Flasche dem Winzer ja wieder zurueck geben." Muss ich mich da jetzt bei jeder Weinlieferung sorgen ob hoffentlich der Preis noch stimmt ?
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Verständnisantwort:
Der Vermittler hat Dir im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages einen Reisevertrag ( nicht Liefervertrag! ) vermittelt.
Der Reisevermittler hat also mit dem Reisevertrag selbst absolut nichts am Hut. Die Rechtsbeziehung besteht ausschließlich zwischen Dir und dem Reiseveranstalter. ( Deswegen kann man sich z.B. bei Reklamationen nur und ausschließlich an den Veranstalter und nicht den Vermittler wenden ).
Wenn Du also eine Reise buchst, dann ist es keine Annahme eines Angebotes des Reiseveranstalters. Stattdessen ist Dein Buchungswunsch die Abgabe eines Angebotes an den Reiseveranstalter. Dieser nimmt ihn per Bestätigung ( sei es per EDV oder per Bestätigungsmail oder -post etc. ) erst an. Dann erst ist ein Vertrag geschlossen.
Sollte Dir der Reiseveranstalter mit 6500,- EUR etwas anderes bestätigen als Du ihm als Vertrag angeboten hast, dann handelt es um ein neues Angebot. Dieses kannst Du wiederrum annehmen oder ablehnen ( womit natürlich dann kein Vertrag geschlossen wird. )
Jetzt klarer?
Viele Grüße.
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CaptainJarek wrote:
Mit dem erhöhten Reisepreis ist es rechtlich ein neues Angebot seitens des RV, das ist korrekt. Und das TjaereborgIndi hier eher zweifelhaft von "Kulanz" spricht, ist ganz sicher ungehörig.Es gibt keinen Vertrag, ergo auch keine Stornokosten. TjareborgIndi schleicht sich aus der Sache heraus und sagt auch noch gönnerhaft es sei "Kulanz" gewesen. Einen Rechtsanspruch hätten Sie aber i.m.A. nicht gehabt. Nur wie gesagt, ohne Hilfe wird das gerne mal ohne "Kulanz" zu ungunsten des Reisenden geregelt ( nun ja, vielleicht nicht bei einer solch argen Differenz. )
VG.