Mecker-Ecke / Speakers Corner
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Das ist erwiesen, generika: aus geprügelten Kindern werden prügelnde Erwachsene - sie kennen es nicht anders.
Schlimm sind die Fehlentscheidungen der zuständigen Fachleute: ein Täter wird verurteilt, sitzt seine Haftzeit ab, erhält eine Therapie, wird als geheilt entlassen - und begeht genau das gleiche Verbrechen wieder, oft in brutalerem Ausmaß.
Im vorstehenden Fall und der nahezu auf Grund der Video-Aufnahmen erwiesenen Schuld des Beschuldigten wird aber schon heute auf eine nach der Haft folgende Sicherungsverwahrung hingewiesen.
Dieser Punkt der Gesetzgebung ist relativ jung und ich hoffe schon, daß diese Möglichkeit, einen ********** nicht mehr auf die Menschheit loszulassen, auch genutzt wird.
Pressefreiheit, gut und schön.
Aber einem solchen Menschen ein Forum zu bieten, daß er coram publico auf unser Recht spucken kann, diese Möglichkeit sollte ihm durch das Ignorieren der Medien genommen werden.
Ich habe das nicht gesehen, würde es nicht sehen wollen: ein **********, der auf einem Dach steht, bietet für mich weder Unterhaltungs- noch Informationswert. -
Aber Erika, für den größten Teil der Menschen schon, weil für die Medienberichte gibt es ja genügend Beispiele, die kann man ja gar nicht an zwei Händen abzählen:
Nehme man doch nur die Verhaltensweise der Medien bei der Geiselnahme von ... (komme jetzt wirklich gerade nicht auf den Namen, obwohl ich die beiden genau noch vor meinen Augen habe), jedenfalls meine ich die beiden, die in der Kölner Innenstadt mit ihren beiden Geiselsn aus dem Auto heraus Interviews gegeben haben und die später auf der Autobahn gestoppt wurden sind.
Oder na nehme nur mal die ganzen Entführungen, wenn mal wer erwischt wird, dann wird der Entführer von vorn bis hinten durchleuchtet und teilweise hingestellt, das man mit ihm Mitleid haben sollte, weil sein Hund, als er Kind war, an Keuchhusten litt.
Die Opfer allerdings haben ja fast indirekt selber Schuld, das Sie entführt wurden sind, weil Sie z.B. zu viel Geld besitzen.Wenn Krimenelle auf Polizisten schießne, heißt es bald na und, wehe aber ein Polizist wehrt sich und erschießt dabei einen, dann muss der sich aber sowas von rechtfertigen, dabei hat er ggf. sogar Menschenleben durch sein Handeln gerettet.
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Ich kann auch nicht verstehen, was dort passiert...
Ich hätte ihn dort oben verrecken lassen, ganz ehrlich!Und als ich erfahren habe, dass der Prozess vertagt wurde, weil der Spinner so geschwächt ist, hab ich mich tierisch aufgeregt!!
Ich hätte ihn zu seinem Prozess hingeprügelt, wenn es sein muss!ER ist geschwächt, woran er letztendlich selbst schuld ist, aber was dem armen Mädchen damit angetan wird, scheint wohl niemanden zu interessieren!!Ihr wurde schon genug angetan ... und jetzt wird auf IHN mehr Rücksicht genommen, als auf sie...
Oh Mann, was ist hier los in diesem Staat????
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Das innerhalb unserer Gesetzgebung, den Gesetzen selbst (Strafmaße und Verhältnissmäßigkeiten) und der wirklichen Anwendung und Durchsetzung der Gesetze einiges "nicht stimmt" und im argen ist, ist zweifelsfrei richtig.
Aber trotzdem sollte man auch in solchen Fällen nicht den Fehler machen, Emotionen und Rechtsstaat "gleichzusetzen" - bis zu seiner Verurteilung ist der Mann als unschuldig zu bewerten ... verbunden mit allen Rechten, die jedem anderen Menschen in unserem Land auch zustehen.
Und auch wenn Werner natürlich recht hat - ic frage nochmal, inwieweit die Medien und letztlich "wir" selbst dem Mann auch noch eine Plattform für seine "Auftritte" geben. Und Werner, ich sehe bei solchen Showveranstaltungen auf dem Dach keine Informationspflicht...und wenn, dann hätte auch die bloße, nackte Information ausgereicht - ohne Bilder und Filmberichte!
Aber so wie geschehen ist es ja "spektakulärer und damit Auflagen- und Quotenträchtiger...und es finden sich ja genug "Dumme", die auch brav folgen und die gewünschten Quoten durch ihr zusehen bringen.
Und, "kollektives Abschalten" und "boykottieren" einer Sendung wird vom betreffenden TV-Sender sehr wohl "bemerkt" - und bringt massiven Ärger mit den Werbekunden...da würden schon einige anfangen nachzudenken!
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Ich gestehe, mir fällt es auch manchmal schwer, in so einem Fall wie diesem meine Rachegedanken zurückzuhalten. Aber jeder Angeklagte ist bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig anzusehen und muß damit auch vor Racheakten geschützt werden. Das unterscheidet unseren Rechtsstaat von irgendwelchen Willkürsystemen.
Ihn dort oben verhungern und verdursten zu lassen und so dem Tode zu weihen, wäre ein inhumaner Akt gewesen, der mit unserer Rechtsordnung nicht hätte in Einklang gebracht werden können.
Daß die Justiz sich mehr mit dem Täter als mit dem Opfer beschäftigt, kann ich so nicht sehen. Das ist wohl mehr bei den Medien der Fall, die solche Fälle geradezu genüßlich ausschlachten. Auch mir gefällt die Art der Berichterstattung nicht immer, aber verhindern wird man sie wohl nicht können.
Die Justiz ist verpflichtet, die Gründe für die Tat und auch die Persönlichkeit des Täters sorgfältig zu untersuchen, weil die gewonnenen Erkenntnisse, gerade bei Sexualdelikten, wiederum zu den Präventionsbemühungen beitragen.
Wie gesagt, es gibt eine emotionale Ebene und eine rationale, von denen aus man die Dinge betrachten kann. Aber am Ende muß die Vernunft stehen.
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"salvamor41" wrote:
IIhn dort oben verhungern und verdursten zu lassen und so dem Tode zu weihen, wäre ein inhumaner Akt gewesen, der mit unserer Rechtsordnung nicht hätte in Einklang gebracht werden können.
Dass unsere Rechtsordnung einbehalten werden muss, steht ausser Frage. Darüber muß man nicht diskutieren.
Aber: Ist er denn nicht freiwillig auf das Dach geklettert? Niemand hat ihn dazu gezwungen, dort oben auszuharren. Er hätte jederzeit aus freien Stücken in die Wärme und zu Speis und Trank zurückkehren können.
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zur Berichterstattung:
Wenn man Nachrichten schaut, kann man dem gar nicht entgehen.
Ich sage auch, mir doch egal, ob er springt oder sonstwas tut, aber Du kommst doch bei der Berichterstattung um eine Auseinandersetzung gar nicht rum.Ganz ehrlich:
Wäre mein Kind das Opfer, wäre mein Leben sowieso versaut und der ******* hätte keine ruhige Minute. Selbstjustiz hin oder her.
Da würde ich kein Rechtssystem kennen.Sorry, wenn ich das so hart formuliere. Aber wenn man selbst Kinder hat, könnte man bei solchen Typen schon ausrasten.
Mit etwas Abstand sieht die Lage immer etwas anders aus!
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"Reiselady" wrote:
Aber: Ist er denn nicht freiwillig auf das Dach geklettert? Niemand hat ihn dazu gezwungen, dort oben auszuharren. Er hätte jederzeit aus freien Stücken in die Wärme und zu Speis und Trank zurückkehren können.@ Reislady
Auch jemand, der von einer Brücke in den Rhein gesprungen ist in der Absicht, sich umzubrigen, hat das letztendlich freiwillig getan. Und trotzdem ist es ein Gebot der Menschlichkeit, gestützt von unserer Rechtsvorschrift, daß alles getan werden muß, um denjenigen zu retten.
Zu berücksichtigen ist auch hier in diesem Fall, daß die Freiwilligkeit des Tuns dann eingeschränkt ist, wenn sich eine Person in einer persönlichen Ausnahmesituation befindet.
Seine noch nicht geahndeten Straftaten dürfen nicht dazu herangezogen, ihm nicht zu helfen. Alles andere wäre Rachejustiz. Und die widerspricht unserem Rechtssystem und dem menschlichen Empfinden.
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Aber das Beste in dem ganzen Fall ist ja: Der Verteidiger des Vergewaltigers hat einen Befangenheitsantrag gestellt. Er möchte einen anderen Richter. Der Grund: weil der Vergewaltiger nach dem Ausbruch aufs Gefängnisdach mit Handschellen und Fußfesseln in den Gerichtssaal gebracht wurde.

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Ja, und gerade weil sein Verteidiger anscheinend ein guter Taktiker ist, ist es umso wichtiger, sich streng an die juristischen Regeln zu halten.
Wir wollen doch nicht, das der Verteidiger einen Verfahrensfehler findet, an dessen Ende der Angeklagte freizulassen ist.
Wäre doch schade, wenn seinen zukünftigen Mithäftlingen "eine Menge Spaß" verloren geht - denn eines ist klar:
Wird dieser "Mensch" verurteilt, erwartet ihn in der Haft so einiges - Kinderschänder stehen am tiefsten Punkt der "Beliebtheitsskala" in Haftanstalten...sowohl von seiten seiner Mithäftlinge, alsauch seitens des Aufsichtspersonals...der wird da nichts, aber auch gar nichts mehr zu lachen haben!
Und wir wollen doch alle nicht, das er auf diese Erfahrungen verzichten "muß", oder?

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Doch meinungsfreiheit:
Man kann dieser Art von Berichterstattung entgehen - indem man abschaltet.
Natürlich ist ein momentaner, vollständiger Medienboykott unrealistisch - aber selbst wenn zwar nicht alle, aber viele abschalten (und dies auch "ein paar Minuten" beibehalten!), "merken" sie dies.
Der Wert von Werbezeiten richtet sich u.a. nach Einschaltquoten - sind diese nicht vorhanden, können Kunden weniger abspringen oder taxieren in ihren weiteren Etats deutlich niedrigere Werte.
Passiert solches fortgesetzt, führt das evtl. auch mal zum Nachdenken bei einigen Produktions- und Redaktionsleitern.
Aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, das "wir" genau diese Art der Berichterstattung letztlich wollen - warum auch immer ... unterstützen tun wir sie leider jedenfalls!
Und nochmal, ich will keinesfalls eine Einschränkung der Pressefreiheit - das ist grundsätzlich schon alles gut so wie es ist hier in unserem Lande. Aber reicht es nicht vielleicht auch, in den Nachrichten kurz zu erwähnen, das der Angeklagte auf's Dach geflüchtet ist, dort einige Stunden verharrt hat und schließlich aufgab? Muß da wirklich in Sondersendungen und mit zig Filmteams und am nächsten Tag auf Sonderseiten in den Gazetten berichtet werden?
Ich denke "Nein!"
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@ schnuggel1980
Da geht es um juristische Spitzfindigkeiten und taktische Manöver.
Der Verteidiger hebt darauf ab, daß die Behandlung des Täters nicht rechtskonform gewesen sei. Der Befangenheitsantrag gegen den Richter soll zur Verunsicherung der Gegenseite beitragen.Das ist aber ein Nebenkriegsschauplatz, der nicht dazu beitragen wird, daß der Täter seiner gerechten Strafe entgeht.
Wie auch schon "meinungsfreiheit" geschrieben hat, gibt es zwei Ebenen der Beurteilung des Falls, die emotionale und die rationale. Ich persönlich habe größtes Verständnis dafür, wenn vor allem Eltern regelrechte Haßgefühle gegen solche Täter entwickeln. Mir geht es nicht anders. Aber beim mehrmaligen Nachdenken muß unbedingt die Vernunft obsiegen, auch wenn es noch so schwer fällt.
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"Holginho" wrote:
Aber trotzdem sollte man auch in solchen Fällen nicht den Fehler machen, Emotionen und Rechtsstaat "gleichzusetzen" - bis zu seiner Verurteilung ist der Mann als unschuldig zu bewerten ... verbunden mit allen Rechten, die jedem anderen Menschen in unserem Land auch zustehen.@Holger, sehr gut, genau das zeichnet einen Rechtstaat aus. Auch wenn es in diesem oder im Fall Metzler schwer fällt, so steht dem mutmaßlichen Täter ein fairer Prozeß zu. Sonst sind wir bald wieder bei der Selbst-und Lynchjustiz.
Gruß Werner -
Wenn jemand von einer Brücke springt, weil er mit seinem Leben nicht mehr klar kommt , den Sprung überlebt, wird er als suizidgefährdet in ne Psychatrie gesteckt.
Ich hätte Mario M. mit nem gezielten Schuß ins Bein außer Gefecht gesetzt! Falls er dann abgestürzt wäre, da er immer recht nah an der Dachkante stand (absichtlich natürlich), Pech für Kuh Elsa.
Er hätte dann zumindest den Staat kein Geld mehr gekostet.
Andere Möglichkeit, diesen ******* nicht beachten und ihn da oben hocken lassen. Vielleicht wäre er ja dann doch freiwillig aus lauter Verzweiflung gesprungen. Wobei ich bei einer Höhe von ca 10 Metern bezweifle, dass so ein Sprung töten kann.Die Täter werden zu Opfern und sowas darf es ganz einfach nicht geben. Stefanie hatte auch keine Rechte, als sie in seiner Gewalt war.
Das Mädchen wird vermutlich NIEMALS eine Beziehung zu einem Mann aufbauen können. Ebenso bestimmt NIE ein normales Leben, wozu auch Sex gehört, führen können.
Ich hasse solche Menschen und hätte ich was zu melden, würde es anders aussehen.
Jetzt könnt ihr verbal auf mich einprügeln, zu der Meinung stehe ich aber.Ich frage mich auch, weshalb man 9 Verhandlungstage braucht, um die Schuld zu beweisen.
Für mich ist er schuldig, auch wenn die einzige Zeugin aus Angst nicht mehr aussagen möchte. Es gibt nur die Videobänder und die sprechen Bände. Das muß doch zu einer Verurteilung reichen!
2 Stunden verhandeln kosten wesentlich weniger, als 9 Tage. -
Auch ich hätte ihm zumindest die Kniescheibe zerschossen!
Dass dieser Kerl mit Samthandschuhen angefasst wird, sich ausruhen und weiter verhätscheln lassen darf, bringt mich auf die berühmt-berüchtigte Palme.LG Brigitte-Anke
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was bei diesem dachausflug an steuergeldern verpulvert wurde, hält sich ja noch einigermaßen im rahmen. wo ich immer rot sehe, dass sind diese sinnlosen aktionen bei den castor transporten. dort ketten sich vermeintliche "umweltschützer" an die gleise oder blockieren die autobahn. was da an polizeiaufkommen geboten wird hält doch kein normal denkender mensch für möglich.
sicher sollte man in d seine freie meinung äußern können. wenn die demonstranten am wegesrand stehen und plakate hoch halten soll es ja auch recht sein. aber mit gewalt die arbeit der leute zu manipulieren und damit bewußt die steuergelder verpulvern halte ich für unangemessen. die angeketteten leute, die man dort von den gleisen holt sollte man gleich zu einer geldstrafe verknacken und denen den polizeieinsatz in rechnung stellen. mal gucken wer dann noch so was macht. -
"caribiangirl" wrote:
Ich frage mich auch, weshalb man 9 Verhandlungstage braucht, um die Schuld zu beweisen.
Für mich ist er schuldig, auch wenn die einzige Zeugin aus Angst nicht mehr aussagen möchte. Es gibt nur die Videobänder und die sprechen Bände. Das muß doch zu einer Verurteilung reichen!
2 Stunden verhandeln kosten wesentlich weniger, als 9 Tage.Und dazu kommt noch, dass er ja gestanden hat, Stefanie vergewaltigt zu haben. Er hat ja schon gegen sich selbst ausgesagt. Dann braucht man doch keine Zeugen mehr, sondern nur die Vollzugsbeamten mit den vielen Schlüsseln und einen Hochsicherheitstrakt, falls es sowas für Mario M. in D überhaupt gibt. Das Mädel tut mir leid.
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"Lexilexi" wrote:
wo ich immer rot sehe, dass sind diese sinnlosen aktionen bei den castor transporten. dort ketten sich vermeintliche "umweltschützer" an die gleise oder blockieren die autobahn. was da an polizeiaufkommen geboten wird hält doch kein normal denkender mensch für möglich.@ Lexilexi
Das habe ich noch nie verstanden, was diese "körperlichen" Demos betrifft. Bislang ist noch jeder Castortransport sicher in Gorleben angekommen. Wie du schon sagst, das Aufhalten der Transporte kostet nur unnötig Geld.
schnuggel, absolut korrekt. Diese Vorgehensweise blickt sicherlich keiner und das ist traurig genug

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off topic
...was passiert denn mit dem Inhalt der Castoren in Gorleben?
Der Transport von Frankreich dorthin ist sicherlich Sicher, und danach...?Die Leute ketten sich doch nicht irgendwo an um Steuergelder zu verschwenden, es geht um viel mehr, z.B. Sicherheit und Lebensqualität.
/off topic