"Feuchtgebiete"
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@ Dylan
Bin ich nun ein "schmutziger Mensch"?
NEIN, bist Du nicht. Und ich finde, besser hättest Du es nicht beschreiben können.
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@Dylan
...nein, Du bist kein "schmutziger" Mensch, jeder hat das Recht auf seine Meinung und das sollte man respektieren.
Nun bin ich kein scheinheiliger Moralist mit verklärter Prüderie und verdamme dieses Buch, ebenso wenig gehöre ich zu den Hochintelektuellen mit einem IQ von über 150 und fast nichts menschliches ist mir fremd, aber ich fand das Buch einfach nur doof, geschmacklos und überbewertet.
Ebenso war ich von Hape Kerkelings Buch "Ich bin dann mal weg" enttäuscht. Wäre der Autor ein unbekannter Schriftsteller gewesen, dann wäre das Buch ein ganz normaler Reisebericht mit ein paar Anektdoten gewesen und garantiert nicht in den Bestsellerlisten. Profitiert hat auch dieses Buch von dem ganzen Hype, der darum gemacht wurde, ebenso wie um "Feuchtgebiete". Man kam sich ja als Unwissender vor, wenn man es nicht gelesen hatte. Wobei ich Hape´s Humor als Komiker eigentlich sehr mag, oft ein wenig hintersinnig, auf den Punkt und nicht gleich mit der groben Kelle. Doch zurück zu "Feuchtgebiete", was intim ist, sollte auch intim bleiben, wenn interessiert es, wie jemand um sein Hinterteil herum aussieht oder wie er/sie vor sich hinmieft? Mich nicht...
LG Peter
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Rhodos-Peter wrote:
Ebenso war ich von Hape Kerkelings Buch "Ich bin dann mal weg" enttäuscht....
Klar lebt H.P.'s Jakobsweg davon, dass man den Autor bereits (von einer ganz anderen Seite) kennt. Mir hat sein Reisebericht sehr gut gefallen. Vor allem schildert er seine subjektiven Empfindungen und Erfahrungen und kommt er nicht so schulmeisterlich und belehrend rüber, wie z.B. ein P. Coelho.Der Vergleich führt mich zu folgender Frage: "Ich bin dann mal weg" ist autobiographisch, "Feuchtgebiete" auch?!
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@Chriwi
zu Deiner Frage, ich hoffe mal nicht
Wir können ja hier ein neues literarisches Quartett aufmachen (ich weiß nun nicht, ob Du diese Sendung kennst und Ihr sie in Östereich empfangen habt) und die neuesten Bücher renzensieren. Schlecht war Hape´s Buch ja nicht, doch einen Komiker zu sehen oder zu lesen ist schon ein Unterschied, auch wenn man immer in Gedanken den Menschen vor sich hat, ich kann ihn mir z.B. gut vorstellen, wie er mit seinem Pilgerstab lautschreiend die rücksichtslosen LKw`s auf der vielbefahrenen Landstraße verjagen wollte und Du hast natürlich recht, er kommt im Buch überhaupt nicht besserwisserisch rüber, ein bißchen mehr Spaß hatte ich mir dann doch versprochen, aber man pilgert ja nicht den Jakobsweg um Spaß zu haben.
Wo wir gerade beim outen sind, ich habe noch mehr autobiographische Romane gelesen, u.a. auch die unseres Poptitanen aus Tötensen und dabei habe ich mich köstlich amüsiert, ich hoffe, ich deshalb auch kein "schlechter Mensch"LG Peter
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Peter, klar kenn ich das literarische Quartett. In Ö gibt's seit über 20 Jahren Deutsches Fernsehen.
Wenn "Feuchtgebiete" reine Fiktion ist, dann versteh ich die Aufregung noch weniger. Und nochmal zu HaPe Kerkeling: Berufskomiker sind in ihrem Privatleben oft sehr ernste und nachdenkliche Menschen. Ich hab mir kein Klamaukbuch erwartet.
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@ Peter, genau überbewertet.
Lieber Dylan, ich lese gerne und viel, auch erotische Literatur , nur sollte diese auch gut geschrieben sein. C. R. vergewaltigt mit diesem "Ding" die Kunst des Schreibens. Ich finde es einfach nur Schund.
Sie hat uns alle durch unsere menschliche Neugier erreicht (und guter PR) und somit war dieses "Ding" im Gespräch, wie man sieht bis heute.
Sei doch so gut und drücke uns nicht den Stempel der Prüderie auf nur weil wir, wie würde C. R. sagen, dieses Teil ka..e finden.
Nein, Du bist kein "schmutziger" Mensch 💏 -
ZPüppi wrote:
...und drücke uns nicht den Stempel der Prüderie auf nur weil wir, wie würde C. R. sagen, dieses Teil ka..e finden.Was ist denn nun wieder "ka..e" ?!

Egal, ich finde Leute prüde und verklemmt, die gewisse Dinge nicht beim Namen nennen sondern die Worte mit Punkten verschleiern.
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Ist man verklemmt und prüde, wenn man nicht darauf steht mit der Freundin Erbrochenes zu essen? Und was ist daran lustig?

Ich habe an dieser Stelle das Buch zugeklappt. Aber was ich bis dahin gelesen habe, hat meine ganz private Vorstellung von Erotik leider nicht berührt. Da kann auch die Vorstellung von lange ungewaschenen Geschlechtsteilen nichts dran ändern :-?
Wenn das ein Generationsproblem sein soll, dann möchte ich mal wissen, von welcher Generation da die Rede ist?!? -
Patio wrote:
Ist man verklemmt und prüde, wenn man nicht darauf steht mit der Freundin Erbrochenes zu essen?
Aus meiner Sicht nicht. Da steh ich auch nicht drauf. Aber die Frage ist ja auch, ob ich oder wir das Recht haben zu bestimmen, was prüde ist und was normal und was abnormal... ?!@ZPüppi:
Alles klar! -
"ich bin dann mal weg" ist eines der wenigen bücher, die ich höchstens bis zur hälfte gelesen habe. das hat mich absolut gelangweilt.
hab das buch für knapp 10 euro neu gekauft, es nach der hälfte lesen bei nem bekannten auktionshaus für 14 euro wieder verkauft.
da war "feuchtgebiete" interessanter zu lesen, auch wenns teilweise widerlich und eklig war. zumindest wurde es lustig beschrieben.
nix gegen hape kerkeling. er ist einer meiner lieblingscomiker. das buch fand ich aber absolut langweilig, öde und zum einschlafen.
geeignet für ne gute nacht geschichte für meinen 17 jährigen sohn. der würde nach ner halben seite schlafen wie ein baby. vergleichbar mit "ludolfs" gucken -
Ich sprach auch nicht die schriftstellerische Qualität der Roche an, liebe Püppi, ich sprach vom "Mut" dieser "Schriftstellerin"...
Es ist kein Generationsproblem, lieber Patio; es ist eher ein Problem der verklärten Gesellschaft. Dieses Buch stellt keinen Wegweiser für das unsrige und das deinige Sexualleben dar. Auch ich mag nicht vom Erbrochenen anderer naschen und auch ich ergötze mich nicht an ungewaschenen Geschlechtsteilen. Die heimlichen Träume und die "schmutzigen" Phantasien der Schreiberin, bleiben nun mal heimlich und "schmutzig" für den schamhaften Leser. Zum Glück kann man nicht so richtig hinter die Kulisse des einzelnen Lesers schauen, um Traum und Phantasie zu analysieren. Die Gesellschaft analysiert verschieden ihre Probleme. Der eine so – der andere so...
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Ich hab jetzt mit Interesse nachgelesen ... und mich an vielen Beiträgen erfreut!
1.) Ich habe das Buch nicht gelesen, bin also auch nicht berufen, ein Urteil darüber abzugeben.
Mein Verzicht begründete sich nach den Lesen eines Ausschnittes, den ich schlicht nicht mit dem Prädikat Literatur verbinden konnte, ich teile den Humor von Frau Roche nur bedingt und kurze Zeit später ging mir der Hype um das Werk auf den Zeiger. Bekennende Nichtleser (Männer i.d.F.) fragten mich aufgeregt, ob ich es schon verschlungen hätte und ich war froh, mich nicht darüber unterhalten zu müssen.
Über die Qualität oder evtl. Botschaft des Buches sagt das gar nichts, 99% der von mir "Missionierten" fanden mein aktuelles Lieblingsbuch wär´ das Papier nicht wert, auf das es gedruckt wurde!
:?
2.) Aus Gefallen oder Missfallen allerdings Rückschlüsse auf Perversion respektive Prüderie ziehen zu wollen, halte ich für gewagt. Es ist ein Buch, das für gewissen Wirbel gesorgt hat und sicher hat die Autorin damit Mut bewiesen. Mutig waren auch Frau Hite oder die 19jährige sizilianische ****, die über ihre Missbrauchsvergangenheit und ihre Prostitution sehr deutlich schrieb, mutig ist im Grunde auch Frau Heimsuchung-Siegel mit ihrem ultimativen Lust-Ratgeber für Frauen ... nur führt Mut nicht zwingend zu guter Literatur.Mich stört - anders als ein paar unter euch! - der Trend, schlechte Schreiberei mit Hilfe von "ehrlichen" (hier komplett zu xx-enden) Worten zu vermarkten und mit möglichst detailliert und unverschleierten Fachausdrücken mangelnde Botschaft und Sprachgebrauch zu übertünchen.
Für Leute, die sich bezüglich ihrer Sexualität gerne lesend bilden wollen, gibt´s seit vielen Jahren die Cosmopolitan, auf die sich mal jemand berief, der seine Sache wirklich gut machte!
Für mich ist es immerhin kein k.o.-Kriterium, wenn sich jemand als begeisterter Feuchtgebieteleser outet; es sei denn, es ist neben dem Hite-Report seine/ihre einzige "literarische Erfahrung"!?

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feuchtgebiete hat überhaupt nix literarisches. ich kann mir nicht vorstellen, dass es tatsächlich menschen gibt, die auf solche ferkeleien ( milde ausgedrückt ) stehen.
mit sexualität in welcher form auch immer hat das m. M. nach auch nix zu tun.
es gibt im realen leben aber menschen, die sich an solchen dingen ergötzen, die sich andere nicht vorstellen können. das kann sogar der liebe nachbar sein, von dem man sowas niemals erwartet hätte. es gibt mit sicherheit auch leute, die beim lesen des buches "läufig" ( auch milde ausgedrückt ) wurden.
zugeben würde es aber sicher keiner, da man sie / ihn dann ja gleich als pervers einstufen würde. für mich ist es zwar pervers aber jeder hat ja ne andere auffassung von pervers, primitiv, abscheulich etc.
da ich mir ( leider ) oft dinge bildlich vorstelle, blieb es nicht aus dass ich es da während dem lesen auch ab und an machte. tatsächlich musste ich deswegen sogar öfter mal schmunzeln, aber auch würgen. schon der bildliche gedanke in kotze rum zu löffeln ließ mich würgen. -
Es hat sich hier niemand geoutet, das Buch besonders anregend oder appetitlich gefunden zu haben, daher bleibt mein tanzender Elefant auch im Stall.
Die vorsichtig positive Einschätzung von Dylan hat mir in keiner Zeile den Eindruck verschafft, dass er gewisse Passagen mit besonderer "Wonne" gelesen hat!?
Ansich also vielleicht ein guter Vorschlag, allerdings - wie ich finde! - an der falschen Stelle.
Liest man die obige Diskussion (sofern beitragend), gerät er hier vielmehr zur gänzlich ungerechtfertigten "Klatsche".
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.....eigentlich mag ich nichts mehr zum Thema schreiben, doch als kleinen Service für alle Mitleser/innen, die (vielleicht glücklicherweise) nicht wissen, wovon wir eigentlich schreiben, hier die ersten paar Seiten zum nachlesen,
(viel Spass dabei verkneife ich mir ganz bewusst)
Gruß Peter
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(Erotik kann auch subtil funktionieren!)
