Einreiseverweigerung in die USA wegen falscher Kinderpässe
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Hallo
doch doch Lexilexi, das ist auch in der Schweiz nicht anders. Auch hier ist der Kunde - und nur der Kunde - für alle Formalitäten für die Einreise in ein anderes Land selber verantwortlich. Es wird in den Katalogen der Reiseveranstalter darauf hingewiesen, in wie weit die Pässe gültig sein müssen und welche Formulare ausgefüllt werden müssen. Dann kommt aber immer der Spruch, dass sich der Kunde bei den zuständigen Behörden -zb. der Botschaft des betreffenden landes informieren solle.
Es gibt sogar ganz einfache Reisen, welche Probleme bereiten können. z.b ist jemand nur mit einer Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz und möchte jetzt mit seiner Schweizer Frau einen Ausflug nach Paris machen - hoppla da brauchts oftmals ein Visum. Ein Reisebüro kann gar nicht alle Möglichkeiten der Einreisekontrollen prüfen. Nur der Kunde weiss, wer wo Wohnsitz hat und welcher Pass in der Familie vorhanden ist. Sonst gibts ja wie schon geschrieben auch noch die Stadt-Behörden bzw das Passbüro, wo alle Infos erhältlich sind.
Gruss Markus -
Hallo,
voellig richtig. Im Katalog koennen meiner Auffassung nach nur Grundinformationen stehen. Und gerade bei den Amis, die ja haeufig genug die Einreisebestimmungen verschaerften, sollte sich jeder Reisende sicherheitshalber zusaetzlich informieren.
Aber wie so haeufig - ist das Kind in den Brunnen gefallen sucht man die Schuld bei allen, nur nicht bei sich selbst........
Viele Gruesse
bernardo2001 -
Hallo!
Ich weis genau warum ich nicht in die USA reise!
In Deutschland sind schon öfters Reisbüros zu Schadensersatz verurteilt worden, weil sie Reisende mit Migrationshintergrund nicht darauf hingewiesen haben, das eventuell ein Visum nötig ist.
Wie das in Österreich aussieht weis ich nicht. Jeder Fall kann anders vom Richter beurteilt werden. Bei der Summe um die es geht, würde ich mich trotzdem bei der Verbraucherberatung oder einem guten Anwalt schlau machen. -
@jaggi
das ist uns tatsächlich passiert, aber nach kanada, nicht in die usa und vor dem 11. september.
wir hatten ebenfalls gültige pässe, einen gültigen kinderausweis, aber wir flogen ab paris. und die akzeptierten den kinderausweis nicht. wollten eine eintragung im elternpass. ab deutschland wäre es wahrscheinlich kein problem gewesen.
ich weiß nicht mehr genau, wie es verlaufen ist. sie haben mit der deutschen botschaft telefoniert, die hat recherchiert. es war schrecklich.
aber irgendwann durften wir dann einsteigen... -
Aber gerade aus den Gründen buchen doch viele immer noch im Reisebüro. Es ist (meistens) teurer, aber dafür habe ich den Service, und dazu gehört auch, die Kunden auf spezielle Einreiseformalitäten aufmerksam zu machen.
Ich finde die teilweise schadenfrohen Äußerungen a la "selber schuld, muss man halt die Botschaft vorher anrufen" unangemessen.
@jagggi
Schön, zu lesen, dass ihr doch noch einen tollen Urlaub hattet. Ich würde auch versuchen, da was rauszuschlagen. Jedenfalls keine Reklame für das Reisebüro. -
@lingling
wir haben im reisebüro gebucht. damals war das internet noch in den kinderschuhen.
das problem war der abflug ab paris und seltsamerweise nicht beim einchecken, nicht an der passkontrolle sondern am gate. dort wollten sie uns nicht durchlassen.
ich verstehe es bis heute nicht. -
Die Äußerungen hier sind weder schadenfroh noch "unangemessen", sondern einfach nur zutreffend. Und wenn ich hier schon wieder lese, dass man doch versuchen möge "was rauszuschlagen" kriege ich ´ne Krise!
Man hat´s selbst versemmelt, also muss man auch selbst damit klarkommen und die Konsequenzen ( in diesem Fall den finanziellen Verlust ) selbst tragen. Punkt.
VG. -
lingling wrote:
Ich finde die teilweise schadenfrohen Äußerungen a la "selber schuld, muss man halt die Botschaft vorher anrufen" unangemessen.Ich denke, dass du mich meinst. Du hast mich falsch verstanden. Schadendroh bin ich nicht, und ich bedaure auch @jaggi für das, was ihr passiert ist.
Dennoch bleibe ich bei meiner Kernaussage: Ein gewisses Maß an Mitdenken war früher selbstverständlich (und somit auch Anrufe bei der Botschaft oder sonstwo), heute nicht mehr so. Was jetzt wieder nicht heißen soll das speziell @jaggi "nicht mitgedacht" hätte....
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@lugansk
komisch, dass du so hartnäckig unterstreichst, dass das rb den fehler begangen haben soll.
mehrfach wurde hier die feststellung getätigt, dass jeder reisende selber für die entsprechenden reiseformalitäten und voraussetzungen zu sorgen hat.
auch schreibst du, dass es mehrere urteile zugunsten der buchenden geben würde.
ich habe mal gegoogelt und eigentlich immer nur gegenteilige urteile geufnden.
hast du eine zuverlässige quelle für deinen standpunkt?
lieben dank schon mal. -
Lugansk wird keine Quelle für seinen Standpunkt liefern können ... ganz einfach weil es keine gibt!
Zumindestens wenn man von der deutschen Rechtsprechung ausgeht ( bei der Schweiz, Österreich etc. möchte ich mich nicht aus dem Fenster lehnen, aber auch da sollte es vergleichbar aussehen. )
Nach deutscher Rechtssprechung haftet ein Reisebüro in einem solchen Fall unter keinen Umständen. Für die Einreisebedingungen ist und bleibt der Reisende und nur der Reisende verantwortlich.
In einzelnen Fällen ist von deutschen Gerichten eine (Teil)haftung des Reisebüros bejaht worden, wenn das Reisebüro aktiv fehlerhafte Visaauskünfte gegeben hat. Also z.B. einem Nigerianer sagt: "Ja, Du kannst mit Deinem Pass nach Chile einreisen." ( oder ähnlich ), also im Grunde Auskünfte gibt über Dinge die es nicht weiß bzw. nicht wissen kann.
In allen anderen mir bekannten Klagen in ähnlich gelagerten Fällen, wie dem des Threaderöffners, ist das Reisebüro stets "freigesprochen" worden.
VG. -
@captain
genau so habe ich es auch gesehen.
immer dann, wenn ein reisebüro explizit gefragt wurde und dann evtl. eine falsche auskunft gegeben hat, wurde anders entschieden.
deswegen fragte ich ja nach einer quelle.
hätte ja sein können, dass ich was übersehen habe.
vielen dank für deine meinung, die ich sehr schätze. -
@captain
Wie in Deutschland gilt das Recht auch in der Schweiz - der Kunde ist für die Beachtung der Einreisebestimmungen und die Richtigkeit seiner Pass-unterlagen verantwortlich. Ein gutes Reisebüro geht mit dem Kunden sicher gemeinsam die Bestimmungen durch und verhindert so vielleicht eine Unstimmigkeit. Aber eine Haftung des Reisebüros ist nicht gegeben.
Schadenfreude herrscht hier nun wirklich keine vor - aber die unsäglichen und immer wieder auftauchenden Ratschläge irgendwo und bei irgendwem "noch was rauszuholen" sind unnötig und mühsam. Manchmal ist der Zeitpunkt da, wo man seinen Fehler einsehen muss und der Rest ist wohl schweigen...
Gruss Markus -
mawota wrote:
Schadenfreude herrscht hier nun wirklich keine vor - aber die unsäglichen und immer wieder auftauchenden Ratschläge irgendwo und bei irgendwem "noch was rauszuholen" sind unnötig und mühsam. Manchmal ist der Zeitpunkt da, wo man seinen Fehler einsehen muss und der Rest ist wohl schweigen...
Gruss MarkusDein Smilie alleine zeigt ja schön, wie sehr du dich amüsierst.
Ich bleibe dabei, wenn ich im Reisebüro buche, gehören Informationen zu Visum/Einreiseformalitäten dazu. Ganz egal, was das Gesetz dazu sagt. Warum soll ich denn da noch buchen? Damit die mir sagen, dass ein 4-Sterne-Haus besser als ein 3-Sterne-Haus ist? Oder dass die Sonne im August heißer scheint als im März?
Ich würde auf jedenfall irgend etwas tun, mich nicht einfach abspeisen lassen. Manchmal hilft auch ein ehrliches Gespräch, vielleicht geben sie dann aus Kulanz einen Gutschein. Wär in meinen Augen das Mindeste.
Viele Reisebüros sind auch auf Mundpropaganda angewiesen, da kann so ein Malheur große Kreise ziehen, und das will man doch sicher nicht. -
Hallo!
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Wie gesagt ging es in meinem Fall um einen Mann mit Migrationshintergrund. Den Fall kann ich nach sehen, nur habe ich keine Lust alte Unterlagen vom Speicher zu holen.
Nebenbei: Der aktuelle Fall war ja in Österreich.
Was ein deutscher Richter sagt geht den Östereichern am Axxxx vorbei. Bei der Summe um die es geht, ist eine Nachfrage bei der Verbraucherberatung sinnvoll.
Merke: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
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Mal ganz simpel gesagt: Eine bessere Beratung als in diesem Thread - und dazu noch kostenfrei - kann der TO nicht bekommen.
VG. -
lingling wrote:
.....Ich bleibe dabei, wenn ich im Reisebüro buche, gehören Informationen zu Visum/Einreiseformalitäten dazu. Ganz egal, was das Gesetz dazu sagt. Warum soll ich denn da noch buchen? Damit die mir sagen, dass ein 4-Sterne-Haus besser als ein 3-Sterne-Haus ist? Oder dass die Sonne im August heißer scheint als im März?
......@lingling
was erwartest du denn von einem rb?
dass du für einen pauschalspreis von 598 eur (preise, nicht provision) kurzfristig entmündigt wirst und das büro komplett dein denken und handeln übernimmt?
wenn ein rb dann aus kulanz etwas bezahlt, was glaubst du denn, wie sich das positiv auf die mundpropaganda auswirken würde?
der kunde würde die geschichte dann immer noch weiter erzählen. gerne wird dabei dann aber der nachsatz vergessen, indem erwähnt wird, dass sich das reisebüro entgegenkommend gezeigt hat.
was würdest du denn sagen, wenn dein chef zu dir kommen würde und dir mitteilen würde, dass es einen unzufriedenen kunden gibt und du deswegen auf 1/4 deines gehaltes verzichten sollst.????? -
Lugansk wrote:
Hallo!
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Wie gesagt ging es in meinem Fall um einen Mann mit Migrationshintergrund. Den Fall kann ich nach sehen, nur habe ich keine Lust alte Unterlagen vom Speicher zu holen.
......hallo lugansk.
ich weiß deinen ersten satz nicht so ganz einzuordnen.
ich kann lesen und habe auch gelesen.
nun scheint dir ein fall vorzuliegen.
in deinem beitrag vom 05.06.2010 schreibst du aber:
"In Deutschland sind schon öftersReisbüros zu Schadensersatz verurteilt worden, weil sie Reisende mit Migrationshintergrund nicht darauf hingewiesen haben, das eventuell ein Visum nötig ist."
es mag ja wirklich sein, dass es einzelfälle gibt. und die sind vermutlich so gelagert, wie es captain jarek geschrieben hat.(aktiv fehlerhafte auskünfte)
mit deinem ersten beitrag suggerierst du aber schon den lesern, dass es ein einfaches ist, sein geld einzuklagen.
das finde ich irgendwie suboptimal.