Reiseurteil - Hotels dürfen Kleiderordnung vorschreiben
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@vs
Als fadenscheinig wag ich es nicht zu bezeichnen, sage mal lieber sehr angepasst und unglaublich "ähnlich"
. Drum freu ich mich über jede nicht deutsche Kette, die sich bei uns niederlässt.
@mcgee
Ach, das Avatar... Komm auf meinem auch ein wenig muffelig rüber, bin es aber nicht.

@demi
Geht sie doch, mach ich doch...
Was die Lederhose betrifft, nun doch noch ein Kommentar dazu
:
Könnte mir vorstellen, dass die Hose - egal, wie weich das Leder ist - beim Herumrennen in der Hitze doch ein wenig "reibt" - keine Ahnung, hab noch nie eine getragen. Auch könnte es möglich sein, dass so'n Ding nach 2-3 Wochen Schweißaufnahme
ein wenig hart wird ?
Was die Lederhose zum Abendessen betrifft (auch hier in Dt.): Ich befürchte, eine figurbetonte Lederhose drückt nach der Nahrungsaufnahme ein wenig auf die Taille. Oder gibt's die auch mit Stretch
?
Sorry, war alles ziemlich OT. -
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@Kourion
"fadenscheinig" fand Lexi die Begründung, sich mit langem Beinkleid landestypischen Gebräuchen anzupassen, bzw. die Berufung auf zu erweisenden Respekt. Wenn man es dabei beließe, wäre es allerdings "fadenscheinig", keine Frage!
Das Prädikat "unauffällig" träfe den landestypisch deutschen Dress Code m.E. exakt, schadet aber auch nichts, wenn man das in ordentlicher Form in den Urlaub exportiert. Nicht jeder mag als zumindst "leicht exotisch" eingeordnet werden, wenngleich man ohne Selbstversuch nicht ahnt, wieviel Spaß das macht!

So, unnu geh ich im Dirndl zum Weißwurschtfrühstück und nehme eine landestypische Hopfenkaltschale dazu ein ...

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Kourion wrote:
Ach, das Avatar...Ich mußte einfach mal gooooglen:
http://www.googlefight.com/index.php?lang=en_GB&word1=%22der+avatar%22&word2=%22das+avatar%22

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@mcgee
Niedliche Abstimmung.
M. E. ist mit der Avatar die Avatar-Figur gemeint, wohingegen das Avatar das Avatarbild bezeichnet. Keine Ahnung.
Stoße auch des öfteren auf das Laptop, wohingegen hier jeder der Laptop sagt.
Ist wohl so mit Wörtern, die aus anderen Sprachen übernommen werden.
@Lexilexi
Jau
, das gibt Übergewicht - insbesondere, da "frau" nicht mit einer Lederhose auskommt. -
Hallo,
da ich ein Verfechter der 'Langen' bin, finde ich die Diskussion und Argumente der anderen Fraktion doch sehr amüsant.
Ich stelle mal zu dem Thema Teile von 2 Beiträgen hier ein, die ich im Netz gefunden habe (hoffe das ist so OK).
Von Peter Burkamp, nw-news.de:
Männer in Shorts gehen nicht. Höchstens am Strand und auf dem Bolzplatz sind die kurzen Dinger akzeptabel. Auch wenn die Herren ausnahmsweise mal keine klobigen Sandalen und keine Socken zu ihren kurzen Hosen tragen, sehen sie in Shorts nur aus wie gewollt. Vor allem, wenn über dem Bund des kurzen Stückes die Wampe wabbelt. Dann lieber geschickt kaschieren und schwitzen.
Aus den gern in deppertem Groß-Karo gehaltenen kurzen Hosen ragen entweder dunkel behaarte O-Beine hervor, die bestenfalls zum Schweinefangen geeignet sind. Oder es sind Geh-Hölzer, so dürr, dass es scheint, der Eigner habe sie einem Storch beim Pokern abgenommen. Sexy ist was anderes. Außerdem schauen Frauen sowieso woanders hin, heißt es: auf Geist und Humor.
Selbst bei Wikipedia, dem Internet-Lexikon, ist zu lesen, dass Shorts "bis auf wenige Ausnahmen nur von Kindern und Jugendlichen getragen" werden. So wie damals die kurzen Lederhosen mit dem weißen Hirsch auf dem Brustlatz. Dieses Kleidungsstück ist verantwortlich dafür, dass sich die Generation der 40- bis 60-jährigen Männer in Bermudas, Surfshorts & Co. so unerklärlich unwiderstehlich findet. Vergesst es, Männer, die Dinger sind genauso unpassend, wie im entscheidenden Augenblick ausschließlich mit Socken bekleidet zu sein.
Aus dem derstandart.at von Stefan Hilpold:
( Die Meinung des Lederfabrikanten Robert Horn aus Wien)
"Ich habe einen sehr konservativen Geschmack, was Herrenbekleidung anbelangt", sagte er, "kurze Hosen sind im Sommer aber eine feine Sache." Vorausgesetzt, sagte Herr Horn, man wisse, wie man sie zu tragen habe und welches Modell überhaupt infrage käme.
Für Herrn Horn naturgemäß nur eines, und zwar eine fein säuberlich gebügelte und bis zu den Knien reichende Bermuda-Short. Alles andere, sagte Herr Horn, sei eine Angelegenheit für den Strand und nicht für die Stadt. Da man sich dort adrett zu kleiden habe, kombiniere man die kurze Hose mit einem gut geschnittenen Sakko samt Krawatte, wobei es dabei farblich weniger Auswahl gebe, als man vielleicht vermuten würde.
Die einzige Farbe für den Sommeranzug mit kurzem Hosenbein, sagte Herr Horn, sei Khaki. Alle anderen Farben schloss er aus.Ich lasse das mal so ohne Kommentar stehen.
Viele Grüße
Werner -
@WernerHD
ganz interessant...
aber anders gesagt- wer richtet sich denn nach dem, was ein Peter Burkamp, Stefan Hilpold oder sonstwer für angebracht hält???
Vor allem wen interessierts wirklich, was die beiden zu sagen haben?
Also ich lass mir meinen Geschmack nicht "fremdsteuern", schon gar nicht von irgendwelchen Herren, von denen ich noch nie gehört habe und deren Meinung mir auch völlig wurscht ist.
Davon ab- wenn ich mir den Vorschlag des Leder-Stefan ansehe: kurze Hose, Sacko, Krawatte-alles in Khaki- da fällt mir als erstes der irre Gitarrist von ACDC mit seiner Schuluniform ein

PS_ abends im Restaurant trag ich aber auch lange Hosen- auch wenn es nicht vorgeschrieben ist- aber nicht weil irgendein dahergelaufener Kritiker das gut findet- sondern ich selbst.
Pit -
Mensch, jetzt habt Ihr mir 1/2 Std. von dem schönen Sonnenschein draußen, für ein ganz selbsverständliches Thema gestohlen.
Wollte nur kurz reinschauen.
Es gibt nur eine Antwort in Restaurants mindestens abends in langer Hose zu erscheinen.
Was ist daran so schlimm?
@ Brigitte, der Name Boss sagt aber nichts über die Qualität aus.
Gehe nicht näher darauf ein, frage mal einen Textilfachmann.
Ist nur zur Angabe.
Auch Boss und anderen Marken ersetzen keine Etikette.
Gruß
Siegi -
Mensch Siegi, mit diesem Beitrag stehe ich total auf Deiner Seite

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@checker-pit
Das war der Leder-Robert, nicht der Leder-Stefan und ich glaube auch nicht, dass WernerHD ein Geschmacksdiktat geplant hatte. Zumal Geschmack nichts mit angemessener Kleidung zutun hat, die kann auch angemessen scheußlich sein!
Womit sich die Journalisten jedoch den Titel "dahergelaufen" verdienen, bleibt mir gänzlich rätselhaft?!
Tja, das Motiv ist wurscht, das kann das eigene Empfinden, der Hinweis bei der Hotelbeschreibung oder schlimmstenfalls halt die Erfahrung sein, vor dem Restaurant aussortiert zu werden - sofern die Kriterien erfüllt sind, wird dich kaum einer befragen und wissen wollen, "Sagen Sie mal, Herr Pit, haben sie die Hose heute für sich oder für Hatschepsut angezogen?"

Ich verstehe die Arktikel als einen Ausriss dessen, was Menschen als adäquat für ihre Geschmacksknospen empfinden und wie gegensätzlich das sein kann. Zweifellos wäre Otto Normalurlauber bei 5*AI sowohl von super 120er Nadesstreifen als auch von Bermudas an Krawatte in Ganzkörperkhaki befremdet ... das ist kein "Diktat", sondern der Beweis, warum es einen Beiback zum Hotel/Restaurant braucht!

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Hallo,
zu meinem Beitrag von Heute,
also das ganze sollte ironisch sein. Einmal dafür, einmal dagegen. Ich fand es einfach witzig geschrieben, und vonschmeling hat es auch so verstanden.Ich halte die ganze Diskussion sowieso für nicht sehr ergiebig. Lasst doch jeden seine Hosen anziehen die er will. Ob er sich dabei wohl fühlt, oder was seine Partnerin dazu sagt (oder besser denkt) und wie er auf seine Mitmenschen wirkt, damit muss jeder selbst klarkommen.
Würde mich mal wirklich interessieren, ob sich die Frau/Freundin an seiner Seite wohl fühlt, denn das Bild, Sie in Chick, Er in Schlabber ist ja sooo selten nicht.
Und um auf das Eingangsthema zurückzukommen, und das deckt sich mit meinen Urlaubserfahrungen in den letzten Jahren, mich wundert das nicht, dass viele Hotels so reagieren.
Und wenn das Oriental in Bangkok (gesehen im Juli) am Eingang mit einem Schild darauf hinweisen muss „ab 18.00 Uhr nicht mehr in Badekleidung“ oder so ähnlich,
sagt das doch schon einiges.
@ vonschmeling
Das mit dem Beipackzettel finde ich gut. Wird vielleicht mal Bestandteil der Reisebedingungen.
Viele Grüße
Werner -
@WernerHD
Ich denke inziwschen an einen "Leihhosen-Voucher" im Heftchen ... gibt´s die Dinger eigentlich noch?

Zum guten Glück trägt die Mehrzahl der User hier ja vor, wie sie es handhaben und was sie empfinden zum Thema, man begrüßt das Urteil, oder findet es eben doof ... aber Vorschriften von User zu User lese ich eigentlich nicht!
Bisher scheint mir die Pro-Ordnungs-Fraktion stärker vertreten, oder die Kontras trauen sich nicht, sich zu outen? Ich bin aber trotzdem froh, dass Mausebär kein unseliges "Voting" an ihren Beitrag gehangen hat!?

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@vs
Die Leihhosen oder die Heftchen ?
Letzere gibt's noch.
Und Bekleidung kann man sich auch noch immer ausleihen (Smoking, etc.) wie auch den "dicken" Wagen.
Aber am Urlaubsort ? Allerdings - wäre doch 'ne Geschäftsidee.
@Werner HD
Ich fand die Artikel amüsant. Dieser Satz gefiel mir besonders gut:
"kombiniere man die kurze Hose mit einem gut geschnittenen Sakko samt Krawatte, wobei es dabei farblich weniger Auswahl gebe, als man vielleicht vermuten würde."
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checker-pit wrote:
Vor allem wen interessierts wirklich, was die beiden zu sagen haben?....Pit, ich nehme mal Deinen Satz und frage: Wen interessiert´s wirklich, was wir alle hier zu diesem Thema zu sagen haben?
Außer den fleißigen Verfasser/innen der Postings wahrscheinlich niemanden und erst recht nicht die 7/8-Fraktion, die voller Unverständnis weiterhin wie gehabt und wie gewohnt zum Abendessen erscheinen wird. Auch erschließt sich mir hier nicht der Unterschied zwischen irgendwelcher Markenkleidung oder einen in Anatolien nachgehakeltem Fake, eine lange Hose bleibt eine lange Hose.
Wenn das Hotel zum Abendessen lange Hosen vorschreibt, dann ist das eben so. In der Katalogbeschreibung wird in der Regel doch darauf hingewiesen, wieso man dann dagegen klagen muss, verstehe ich auch nicht...
nun ja, ich will auch nicht weiter stören, sollten hier noch tiefgreifende und epochale Erkenntnisse offenbart werden, würde ich mich über eine Nachricht freuen
vielen Dank und
Gruß Peter
PS: uuppps, fast vergessen, man muss sich ja noch bekleidungstechnisch outen.
Gut, der Anzug bleibt daheim, unterhalb der Gürtelinie habe ich im Pauschalurlaub zum Abendessen und für andere gegebene Anlässe immer 2-3 Jeans der wahren Religion dabei, obenrum ein paar helle Hemden eines holländischen Segelmachers, auch einige Teile aus Italien mit einem Meeresräuber drauf, natürlich auch welche mit einem Polospieler oder einem Kroko, sogar eins mit der Medusa, als passionierter Griechenlandreisender ist man das doch der Tradition schuldig...
Doch ganz ehrlich, ich glaube, dem Maitre ist ziemlich wurscht, was ich anhabe, Hauptsache, ich verhalte mich den Regeln entsprechend, ordentlich gekleidet und als Gast -
...jetzt fehlen mir die rolleyes
ich dachte ja nur, weil einige hier schreiben was sie so vom Schlüpper bis zum Haarnetz tragen, hätte ich bloß alles gelesen
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@Rhodos-Peter
Isso ... überinterpretiert!
Die Religion deiner Bux interessiert den Maitre wahrlich nicht, sofern sie es ihr gebietet, an der richtigen Stelle (Fußrist!) zu enden. Allein ihr Dortsein, gerne auch unter dem Titel kik, erfüllt schon die vorgeschriebenen Anforderungen!
Ein Zusammenhang von Hosenreligion und Einlasspolitik wurde nicht gesehen, "name dropping" war eher zufällig und trug nichts Grundsätzliches zur Thematik bei.
@Kourion
Die Heftchen ... - dann wäre es in der Tat eine Geschäftsidee, aber nur in Destinations, in denen eine "Orriginall Markenjeans von Diese" mehr als fuffzehn Schleifen kostet!
Dank WernerHD habe ich grade den Khaki-Robert (mit Krawatte im doppelten Sinn!!) vor mir, der empört aufbegehrt ... "Herrr Geheimrrat Restaurantvorsitzender, ich muss doch biiitten?! Oine Börrmjudahose ist der Ousdrruck maines persönnlichen Stils und übaous forrmell!"
(Im Grunde eine Gnade, dass Herr Horn den Sprung zum Berater für teutonische Formal Wear noch nicht geschafft hat!?) -
boah… ihr geht wohl nicht auf Modeschauen in Mailand und Paris

Outfit eher lässig gestylt z.B. hier und hieres sollte allerdings beachtet werden, dass kurze Hosen mit Sakko getragen optisch immer den unteren Körperbereich verkürzen, auch zu dünne/dicke Beine, O- oder X-Beine werden nicht mehr kaschiert. Also, wer als Mann über sehr lange, gerade, ausreichend gebräunte Beine verfügt, soll von mir aus kurze Hosen als Anzug anziehen

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... oder so aussehen, dass unten ohnehin keiner mehr hinguckt!

Aber im Sinne der Gleichberechtigung supporte ich jetzt Kourions Frage, ob es denn keinen entsprechenden "Leitfaden" für Damen gibt??(i.e. ein Pflichtabstand zwischen Klamotte und Trägerin, ein minimales Gebot zur Bedeckung etc. ...)


