Kreuzfahrtschiff Costa Concordia verunglückt
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So genau und nicht anders sollte man es sehen Holginho. "Handreich"
@gastwirt: ich denke Holgi hat einen eigenen Mund zum reden, bzw. die Finger auf der Tastatur, der braucht deinen heroischen Einsatz nicht. (dieses war jetzt übrigens kein Missbrauch eines Usernamens, lediglich eine Abkürzung) -
martinagans wrote:
ich möchte nochmals auf die Eignung zum Kapitän eines solch großen Schiffes eingehen.Ich weiß z.B. sehr genau, wie gnadenlos die psychologischen Auswahlverfahren bei Lufthansa sind, bevor man eine Ausbildung als Pilot machen darf, und diese Schulung geht das ganze Berufsleben weiter.
Auf einer KF mit NCL, hatten wir das Glück eine kleine Führung durch den "anderen Teil " des Schiffes zu machen, wo ja immerhin auch über 1000 Mann Besatzung leben. Es wurde sehr genau auf die alle 14 Tage stattfinden Notrettungsübungen für die Mannschaft eingegangen. Alle, vom deutschen Guestrelation Manager bis zum letzen Bügler in der Wäscherei müssen daran teilnehmen. Die Koordination und letztendlich die Verantwortung liegen aber im beim Kapitän, oder dessen Stellvertreter.
Bei NCL gibt es keine Galadinners oder Käpitänsdinner, wo derselbige als Operettenfigur für die Touris herhalten muss. Vielleicht verwechselt da der eine oder andere Kapitän, dieser Schettano, auf alle Fälle, seine verantwortungsvolle Aufgabe, mit dem eines "Traumschiffskapitän", der dann natürlich ganz zufällig in eine Rettungsinsel fällt, schließlich muss er ja gerettet werden, damit die Story weitergeht.
Diese Tragödie ist letztendlich auf schweres, menschliches Versagen zurückzuführen, da, denke ich muss ein Umdenken bei manchen Reedereien bezüglich der Schulung und ständigen Weiterbildung ihrer Führungskräfte stattfinden.
Meine ganz persönlichen Gedanken......Dieselbe Führung kannt du bei Costa machen,auch dort finden die Crewübungen regelmässig statt.Nicht alle Costa Kapitäne haben Ihr Patent im Lotto gewonnen und auch bei NCL gibt es Vielfahrer Empfänge mit dem Kapitän und auch wenn es keine Gala Dinner gibt,trifft der NCL Kapitän regelmässig auf seine Gäste und isst mit dem einen oder anderem zu Abend.Ein wenig mehr Sachlichkeit würde der Diskussion hier gut tun vor allem auch ein paar Mutmassungen weniger.
Ich verurteile doch auch nicht alle LKW Fahrer in Deutschland als unvermögende Möchtegern Cowboys nur weil mal einer mein Auto plattgefahren hat. -
maxilinde, meinen Beitrag richtig gelesen?---obwohl komplett , unnötigerweise nochmals kopiert?
ich habe weder davon geschrieben. daß man ein Kapitänspatent im Lotto gewinnen kann, noch sonst jemanden verunglimpft.
Und ich habe von einer kleinen Führung gesprochen, in unserem Fall mal gerade 6 Personen, die alle wirklich interessiert waren, auch die andere Seite kennenzulernen, ,,
wer lesen kann, ist klar im Vorteil -
eben und du erweckst den Eindruck das dies nur bei NCL so ist...ist es aber nicht.
Ausserdem erweckst Du mit dem Ausdruck "Operettenkapitän" nunmal den Eindruck das Kapitäne die nicht bei Freestylern arbeiten nur zum Galadinner herumsitzen..daher erlaube ich mit Bezug darauf zu nehmen.
Und es gibt nunmal auch bei Costa regelmäßige Crew Übungen,auch die Rettungsübung mit Schwimmweste vor den Rettungsbooten und einer Anwesenheitskontrolle habe ich als professionell wahrgenommen..bei meiner letzen KF gab es auf 11 Näche 2 Seenotrettungsübungen für alle und eine Crewübung.
Deinen Beitrag habe ich zitiert weil 4 Seiten danach der zusammenhang wohl schwer erkennbar wäre,wo ist Dein Problem?
ja und ich kann lesen,erlaube mir aber auch meine persönlichen Gedanken zu schreiben.In den letzten Tagen lese ich halt überall:Ncl ist besser,Aida ist besser,Deilmann ist besser,die KF sind zu billig,an der Sicherheit wird gespart...2 Themen weiter diskutieren wir aber darüber ob 2,10 Euro für 1,5l Wasser an Bord zu teuer sind.
Gerade auf Stern TV die Beschwerde das Frauen und Kinder nicht zuerst evakuiert wurden von einem Mann der in einem der ersten Rettungsboote saß.....nun ja,das macht für mich auch ein Bild....
Ich finde das Verhalten des Kapitäns unverantwortlich,keinThema ..... -
Mal "weg vom Kapitän" - was mich im Moment beschäftigt.
Der riesen Kahn droht abzurutschen, man kann sich das nur schwer vorstellen. Aber im Internet gibt es dazu gute Bilder, wie der Meeresboden - ich sag mal lapidar - einen halben Meter weiter ziemlich steil bergab geht. Dann rutscht das Boot runter, wie auf einer Wasserrutsche. Müsst Ihr Euch anschaun. Und jetzt frage ich mich, kann man das Boot nicht irgendwie ankern, dass das eben nicht passiert? Wo ist der Ankern dieses riesen Pott. Logisch, kann den kein Taucher mit den Händen rausziehen. Aber irgend ein Schwimmkrahn müsste doch schon lange irgendwie/irgendwo aufzutreiben resp. vor Ort sein.
@ENIHMA13, genau so ist es, so lange angeblich Vermisste auf einer Liste auftauchen, vermutet man sie IM Boot und sucht dort weiter. Das ist auf alle Fälle ärgerlich, wenn jemand so taff seinen Heimflug organisiert und von dem Unglück angeblich nichts mehr hören, noch sehen will. -
Eben wurde gerade in HR3 berichtet, dass der Frau, die sich nun erst gemeldet hatte, gar nicht bewusst war, dass sie noch in Italien als vermisst gemeldet gewesen ist.
Sie ging davon aus, dass es registriert wurde, dass sie gerettet und auf dem Heimweg gewesen seie.
Wenn es so stimmt, wie es gerade berichtet wird, wäre es ein plausibele Erklärung für das Verhalten. -
Wenn das so ist das die Frau gedacht hat das sie regestriert ist, warum ruft Costa nicht die Angehörigen von den Vermisten an, wir müssen bei jeder Kreuzfahrt einen Namen mit Tel.Nr. angeben der im Notfall informiert wird. Kann mir vorstellen das von den Vermisten noch einige andere Zuhause sitzen und das erlebte verarbeiten.
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Bei NTV wurde gerade gasagt, das der selbe Kapitän im August 2011 sogar noch näher als jetzt an die Insel gefahren sei. Insgesamt hätte er das vier mal gemacht, um einen ehemaligen Kapitän zu grüssen. Costa hätte das gewusst und das Wort Schlamperei sei noch freundlich ausgedrückt.
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Hallo rosa79
wie kann das sein, dass der Kapitain vorher noch näher an der Insel vorbei gefahren soll wenn er jetzt schon einen Felsen gerammt hat???
Näher als jetzt kann man doch nicht an der Insel vorbei fahren, es sei denn, man will in die Hafeneinfahrt hinein fahren........

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Brigitte wrote:
Aber irgend ein Schwimmkrahn müsste doch schon lange irgendwie/irgendwo aufzutreiben resp. vor Ort sein.
Ne, leider nicht wirklich. ZUnächst mal dauert es Tage oder Wochen, bis so ein Schwimmkrahn in Position gebracht werden kann, je nach dem, wo sich der nächste passende Kran befindet. Die Dinger sind ja nicht gerade Schnellboote.
Und bei einer Brutto-Tonnage von 114500 kann man auch nicht mal so eben ohne geeignete Mittel das Abrutschen verhindern.
Die niederländische Bergungsfirma SMIT wurde von den Versicherungsfirmen zunächst damit beauftragt, Umweltschäden zu verhindern. Der eigentliche Bergungsauftrag ist nach derzeitigem Kenntnisstand an die Fa. Titan Salvage gegangen. Allein für das Abdichten der Lecks, das Abpumpen des Wassers und der Aufrichtung des Wracks sind mehrere Wochen veranschlagt. Und das ist eine optimistische Schätzung, andere Bergungsexperten sehen aucf einen Bergungsaufwand von bis zu 3 Jahren!Näher als jetzt kann man doch nicht an der Insel vorbei fahren, es sei denn, man will in die Hafeneinfahrt hinein fahren.
Noch mal: das Wrack liegt nicht da, wo der Unfall ursprünglich passiert ist. Hier findest du ein Bild, welches in etwa den Kursverlauf zeigt: http://www.bilder-hochladen.net/files/j6sf-1-c4ca.jpg -
Hallo Horhan
Wie das ging weiss ich auch nicht, es wären wenige Meter näher als jetzt gewesen hiess es. Vielleicht reines Glück, das er den Felsen nicht erwischt hat? Auf jedenfall hat der Kapitän zugegeben, insgesamt vier mal zu nah an der Insel gewesen zu sein. -
Ich habe auch gelesen, dass es weltweit nur 4 Bergungsunternehmen gibt, die ein solches Schiff überhaupt bergen können und dass eine Firma aus Rotterdam beauftragt worden ist.
Doch mir geht es auch wie Brigitte. Man denkt, es muss doch möglich sein, durch Spezialkräne das Schiff aufzurichten und vor allem schneller voran gehen. Auf offenem Meer wäre der Pott mit Sicherheit schon in der Meerestiefe versunken. Da liegt das Schiff so nahe an der Insel und es erscheint alles so hilflos, so machtlos.
Das ist alles nat. nur gefühlt, da wir nicht vom Fach sind, doch man macht sich halt Gedanken. Danke soedergren für etwas Licht im Dunkel! -
@ manzela :
Warum, weshalb ? Keine Ahnung, aber vielleicht sieht man das Ganze nun in einem anderen Licht und beschimpft nicht die Person, die bereits sicher daheim ist....
Sicherlich alles nicht bewiesen, aber einfach ma draufhauen und ihr was unterstellen geht ja auch bestens hier.....also immer mal abwarten, bevor geurteilt wird. -
Also dieser Seitenhieb bezgl. Kapitänsdinner finde ich sehr übertrieben. Was hat die Qualität eines Kapitäns und die Sicherheit an Bord damit zu tun, ob es einen Galaabend mit Kapitän gibt ode3r nicht?
Das der Kapitän eines Schiffes wohl nicht 24 Stunden 7 Tage die Woche auf der Brücke ist, ist wohl jedem klar. Da macht es dann doch keinen Unterschied, ob er dann in seiner Kabine schläft, sich unter die Gäste mischt oder eben selber einfach beim Essen ist, was er ja auch muß.
Daher ist es wohl kaum ausschlaggebend, nach welchem Konzept eine Reise läuft.
Ich persönlich liebe gerade die Galaabende auf einem Schiff und fand die recht lange Ansprache und "Show" auf der Liberty vom Kapitän total schön und super.
Jemand, der so handelt, wie nun der Kapitän der Concordia, der hätte den Dampfer auch ohne ofiziellen Kapitänsdinner versenkt!!!
Und zu dem nicht melden der vermissten Leute: Kann mir schon vorstellen, dass man erstmal ganz andere Sorgen und Gedanken hat, wenn man sowas miterlebt hat, als hier in Deutschland dann direkt zur Botschaft, Polizei oder was auch immer zu renne. Und wenn man dann noch davon ausgeht-wie eben diese Dame- dass man ja registriert wurde, wenn schon gerettet, kommt man nicht gleich auf die Idee. Das hat doch nix mit dumm oder leichtsinnig das Leben der Retter aufs Spiel setzen zu tun
Ich würde auch erstmal denken, dass sie ja wohl meine Daten dann aufgenommen haben, wenn ich die Rückreise antrete., dass sich da dann auch Herrschaften von Costa drum kümmern- man muß ja eh genug Kram ausfüllen vorher...
Zum Thema Reise stornieren: Hier war ja vorhin ein Link und da stand dann ja auch, dass spätere Reisen nicht storniert werden können.... Für mich soweit nachvollziehbar, wenn man nun wie wir z.B. mit einer anderen Reederei gebucht haben. Dass ich da nicht einfach aus Angst nun hin kann und relativ unbegründet die Reise so stornieren kann, ist klar. Was ist aber mit Costa-Reisen? Bei all dem, was da nun an ungereimtheiten aufkommt und wié es gelaufen ist, habe ich dann ja berechtigte und begründete Zweifel, dieser Reederei mein Leben anzuvertrauen. Es würde mir eben komplett an Vertrauen fehlen. Ich finde ja, dass es da schon möglich sien müßte, eine Reise, die man dann später mit Costa antreten wollte, kostenfrei zu stornieren!
LG. melli -
Ich möchte hier ein zusätzliches Thema einwerfen.
Es soll bereits 2 Tage nach der Rettung von etwa 70 Personen über Rechtsanwälte eine Sammelklage auf Schadenersatz und entgangene Urlaubsfreude gegen die Reederei angedacht worden sein.
Wie findet Ihr das? Also ich würde erst einmal das Angebot der Reederei abwarten. -
@ melli30 :
Geh mal davon aus, dass Du eben nicht kostenlos stornieren kannst.
Machen ja z.B. Airlines nach Unglücken auch nicht, und meiner Meinung nach
gibt es auch keinerlei rechtliche Grundlage für ein kostenloses Storno.
@ Barpi :
Will ich nicht bewerten und es ist den handelnden Personen selbst überlassen, wie sie
das angehen.
Denke auch nicht, dass wir hier zusehr ins rechtliche abdriften sollten, denn es soll ja ein Informationstthread sein und bleiben.
Solange sich hier keine direkt betroffenen zu Wort bzw. Schrift melden, ist es mir persönlich vollkommen egal, ob und wie da jemand versucht Entschädigung zu bekommen. -
@ Barpi: Ich finde es völlig richtig und würde es genau so machen. Natürlich etwas komisch im Angesicht der Tatsache, dass es Tote gab etc. Aber ganz ehrlich: Wenn ich so eine Katastrophe und so eine unverantwortliche Aktionsweise mitbekommen hätte, würde ich der Reederei auch an den Kragen wollen! Und was soll ich da von der Reederei abwarte. Dass die mir ne Gratisreise spendieren? In dem Falle würde ich dankend ablehnen.
@ Tommy: Ja, ich weiß: Es geht nicht und gibt keine rechtliche Grundlage. Meine Meinung ist nur, dass ich das einfach nicht ganz nachvollziehen kann. Denn in diesem Falle geht es ja nicht einfach nur um einen Unfall, der mit jedem Schiff, mit jeder Reederei passieren kann, sondern es kommen da doch so einige Dinge ans Tageslicht, die sicher auch einige dazu bewegen werden, Costa gar nicht mehr in Erwägung zu ziehen, bzw bei Abschluß der Reise konnte ich nicht wissen, was da teils abgeht und hätte mich mit Infos, das die gerne mal zu nahe an Inseln vorbeifahren und sich die Reederei gelinde gesagt nen Dre... darum schert, vielleicht ja gar nicht für diesen Anbieter entschieden. Das ist hier für mich der springende Punkt. Nicht, dass es halt nun leider ein Unglück gab...
Ich bin ja zum Glück nicht betroffen, aber wir hatten auch den Costa Katalog hier und auch, wenn Costa irgendwie nie in unserer engeren Wahl stand (nicht ´weil irgendwie schlechten Ruf oder so, war halt irgendwie nie mein Favorit), haben wir immer mal geschaut und gesagt: Wenn es passt, warum nicht. Hätte also gut sein können, dass ich nun im September nicht auf die Silhouette sondern auf irgend ein Costa Schiff gehen würde/sollte. Und ganz ehrlich: Ich würde nicht gehen...Mag panisch und unlogisch klingen, aber ich hätte in diese Reederei keinerlei Vertrauen mehr. Wie sollte ich da eine Reise genießen??
Sicher: Niemand garantiert mir, dass es bei Celebrity oder sonst wen nicht auch so ist.. Habe diesbezüglich so noch nichts gelesen. Aber wenn ich es ja von einem Anbieter halt schon weiß, muß ich die Möglichkeit haben, auf Grund dieser Sache auch eine Reise kostenfrei stornieren zu können... Das ist es halt, was ich damit sagen wollte.
Das es nicht so ist, habe ich jedenfalls schon da rausgelesen...
LG: melli -
@Brigitte die Gedanke der Sicherung habe ich auch. So nahe am Felsen müsste es doch möglich sein mit entsprechender Anzahl an Sicherungen doch möglich sein ein Abrutschen zu verlangsamen oder, zumindest zeitweise, zu stoppen.
Von den Feuerwehren und technischen Hifswerken kennt man ja "erst sichern und dann retten."
Aber ich bin keine Fachmann.
Was mich immer wieder wundert dass nur wenige bemerken dass das Schiff ja in Gegenrichtung zur ursprüglichen Fahrtrichtung steht, und meinen der Kapitän sei an diesen Felsen gefahren das war aber alles etwa 3km weiter weg. Durch den Riss und dem damit erhöhten Wasserwiderstand drehte das Schiff sich nach Aufprall ohne Motorkraft im Verlauf der nächtes Km nach links und kam an diesen jetzigen Standort zum stehen.
Glück im Unglück.
Gruß
Werner -
Wen wundert's. Habe die Costa zweimal erlebt und zweimal chaotische Erfahrungen gemacht. Nie wieder Costa