Wegen Wirtschaftskrise auf Urlaub verzichten?
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Ob Wirtschaftskrise oder nicht, auf eine Urlaubsreise würde ich ungern verzichten. Manchmal lese ich Beiträge wie: Wenn ich mir im Urlaub einen gewissen Luxus nicht leisten kann, bleibe ich lieber daheim. Ich sehe das nicht so. Als wir noch kleine Kinder hatten, habe ich tausend mal lieber in einem schönen Ferienhaus in Strandnähe ein Essen zubereitet als am heimischen Herd. Für mich war das keine Mühe. Urlaub zu Hause hat einen riesigen Nachteil: Man bleibt im Alltag, erledigt mal dies, mal jenes. Ich kenne sogar Fälle, wo der Arbeitgeber anruft und Fragen hat, evtl. sogar möchte, dass man kurzfristig für einen erkrankten Kollegen wieder einspringt.
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Ich sehe das wie Reiselady.
Wir machen auch heute noch gerne "einfachen" Urlaub in Ferienwohnungen oder Appartements. Nicht wegen einer Wirtschaftskrise (die hat uns bis jetzt gottseidank nicht erreicht) sondern wegen eben der "Einfachheit" und der damit verbundenen Ruhe und Intimität.
Mit den "eingesparten" Mitteln machen wir lieber vor Ort Ausflüge, leisten uns in irgendeinem schönen Ort/ Lokal ein schönes Essen, das wir serviert bekommen und nicht von einem zermanschten Buffet selbst holen und zu Tisch tragen müssen.
Auch haben wir kein Problem, mal das Frühstück selbst zuzubereiten. Und Ja...
Wir lieben Ferienwohnungen die komplett und modern ausgestattet sind und trotzdem
"bezahlbar" sind.
Deshalb kann man auch heute noch der "Wirtschaftskrise" zumindest ein bisschen ein Schnippchen schlagen. -
Wir sind seit vielen Jahren nicht mehr auf die Ferien angewiesen. Da haben wir inzwischen natürlich auch schon etwas anderes als Ferienhausurlaub gemacht. Das waren Flugreisen, auch mal in sehr schönen AI-Anlagen, Rundreisen usw. Aber ich kann nicht behaupten, dass wir uns damals weniger erholt haben oder weniger Spass gehabt haben. Mein Fazit: Wenn's eng wird, lieber auf Konsumgüter verzichten, die man nicht wirklich braucht.
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@reiselady
zu deinem letzten satz:
denjenigen, die konsumgüter für ihr persönliches wohlbefinden brauchen, sei es von herzen gegönnt.
denjenigen, die den urlaub vorziehen, sei es auch von herzen gegönnt.
und denjenigen, die auf beides nicht verzichten müssen, erst recht.
ich sehe es so: der urlaub dient zur regeneration meiner arbeitskraft.
in krisenzeiten (um mal nicht von wirtschaftskrise zu sprechen, denn manchmal betrifft eine krise nur bestimmte branchen) muß man sich doppelt anstrengen. also wird ein urlaub doppelt so wichtig.
sollte ich mich finanziell einschränken müssen, würde ich es in anderen bereichen des lebens tun, als am urlaub.
der ist wichtig. um den rest des jahres wieder durchpowern zu können.
der eine versteht unter "urlaub" weit weg und fern der heimat.
mir reicht manchmal einfach nur ein "tapetenwechsel". und wenn es am wochenende eine städtetour ist. da beginnt die neue arbeitswoche gleich ganz viel entspannter. -
Lexilexi wrote:
mir reicht manchmal einfach nur ein "tapetenwechsel". und wenn es am wochenende eine städtetour ist. da beginnt die neue arbeitswoche gleich ganz viel entspannter.Das sehe ich genau auch so.
Man muß nicht für teueres Geld "in die Ferne reisen" , Erholung vom Alltagsstress findet man auch in der näheren Umgebung. Und das belastet das "Budget" nicht wesentlich.
Urlaub und Erholung kommt vom Kopf.
LG
Bernd -
@reiselady
sagen wir mal so: sprichwörtlicher tapetenwechsel reicht.
denn auf tapezieren mitsamt dem damit zusammenhängehenden chaos habe ich gerade keine lust
habe ich gerade erst gemacht. -
Genau...
so einen "Tapetenwechsel" hatte ich letztes Jahr auch.
Brauch ich nicht noch einmal.
Zum Thema.
Ab und an mal die "Tapete" wechseln, braucht glaube ich (fast) jeder Mensch.
Muß ja nicht die Karibik sein, manchmal reicht auch die Nähe. Und wenn das Budget einfach nicht reicht, dann ist eben "Balkonien" angesagt, das aber bei der richtigen Gesinnung auch erholsam sein kann. -
Hallo liebe Forenteilnehmer,möchte meinen Senf auch dazu geben, habe meine Tageszeitung abbestellt, Gas und Stromanbieter gewechselt und mich persönlich eingeschränkt aber auf den Urlaub verzichten,Nö. Fliege demnächst in die Karibik, soviel zu diesem Thema.
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Ich hab auch meine Tageszeitung,mein Strom- und Gasanbieter abbestellt
und mache nun mehrmals Urlaub im Jahr. -
Den wohlverdienten Urlaub sollte man sich zumindest wenigstens einmal im Jahr gönnen und dann auch für 2-3 Wochen weit weg von Heim und Herd abschalten. Somit „fliehen“ wir min. zwei bis dreimal pro Jahr vom alltäglichen Stress und lassen die Seele baumeln.
Alles andere ist in meinen Augen kein Urlaub. Zuhause kann man nicht richtig abschalten und läuft dann nach dem Urlaub ein paar Tagen später wieder im alten Trott. Dafür ist der hart erarbeitete Urlaub einfach zu schade.
Und die hausgemachte Wirtschaftskrise hat in der Heimat sicherlich auch ganz gut ohne uns Bestand.

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Tatsache ist, dass ein Teil der Arbeitnehmer in Deutschland auf Urlaubstage verzichtet, das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in einer Pressemitteilung Ende letzten Jahres festgestellt. Und ich kann mir vorstellen, dass dies in einem kleineren Betrieb mit sehr wenigen Angestellten durchaus vorkommt, dort man muss vielleicht Prioritäten setzen. Wenn man in der glücklichen Lage ist, einen relativ sicheren Arbeitsplatz zu haben, dazu eine anständige Entlohnung und sonst keine großartigen Sorgen hat, kann man alleine entscheiden, ob und wieviele Male in den Urlaub gefahren wird oder ob das Geld für andere Dinge ausgegeben bzw. gespart wird.
Und falls es für irgend jemanden von Interesse ist, ich verreise gerne mal kürzer oder länger um etwas von der Welt zu sehen, auch mal zu faulenzen, eigene Sichtweisen auf bis dato unbekannte Dinge zu erfahren, andere Kulturen, Menschen, Länder, usw. kennenzulernen,
Gruß Peter -
Also ich muss mal ehrlich sagen: Wirtschaftskrise hin oder her. Besonders bemerkbar macht sich das bei mir jetzt nicht.
Ich finde in der heutigen Zeit sollte man IMMER genau überlegen für was man sein Geld ausgibt. Und dazu gehört für mich definitiv min. 1mal Strandurlaub im Jahr. Dafür würde ich auch bei anderen Dingen wie Ausgehen oder sonstigen Freizeitaktivitäten zurückstecken wenns erforderlich wäre.
Man braucht ja schließlich etwas, worauf man sich an solch tristen Tagen (zumindest wettermäßig) wie heute freuen kann
liebe grüße -
rudy68 wrote:
...
Prioritäten können halt unterschiedlich liegen, ebenso der Umgang mit/die Einstellung zu den eigenen Finanzen. ...Moin,
nachdem ich die 18 Seiten interessanten Threads durchgelesen habe, habe ich festgestellt, dass viele Argumentationen auf die von mir (Seite 1) vorweggenommene Zusammenfassung hinauslaufen. Ergänzen müsste ich noch die Punkte, dass die "technischen" und selbstredend die finanziellen Rahmenbedingungen unterschiedlich liegen (können).
Für mich ist Urlaub nicht nur Tapetenwechsel. Bestenfalls und angestrebter Weise bedingt ein Urlaub anders ausgeprägte Sinnesreize: dort schmeckt und riecht es anders, es sieht anders aus, es hört und fühlt (z.B. Wetter) sich anders an. Wenn das gepaart ist mit einem selbstbestimmten Tagesablauf, ist der Erholungs-/Regenerationseffekt nahezu optimal und möglichst langanhaltend.
In punkto Finanzen ist mir wichtig, dass das Preis-Leistungsverhältnis (wie auch schon von anderen erwähnt) angemessen - oder natürlich besser - ist.
In dem Sinne ..., Gruß,
Rudy -
Besser kann man es nicht schreiben. Urlaub ist für mich z. B. nicht, in den Läden im Oberhausener Centro herumzutöbern, im Freibad in der Sonne zu liegen (falls sie mal scheint), mich im Museum oder auf Ausstellungen umzusehen, denn man fährt immer wieder nach Hause in die eigenen 4 Wände. Das ist für mich eher etwas für zwischendurch oder am Wochenende. Wenn ich mich "nur" erholen will, habe ich sozusagen ein Gratiswellnessangebot zu Hause: Badewanne.
