Von der Arbeit direkt in den Urlaub?
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doc3366:
Mir fällt noch was ein, was für mich dagegen spricht - die Sicht der Arbeitgeber!Auch denke ich, dass ein Arbeiter, der am selben Tag in Urlaub fliegt, nicht so aufmerksam bei der Sache ist, was aber nur schwer zu belegen sein wird.
Oh Mann Holger:
- Die Sicht der Arbeitgeber ist einseitig und daher nicht ausgewogen
- Das mit der Aufmerksamkeit ist nicht nur schwer, sondern gar nicht zu belegen
- Der Urlaub dient nicht der Produktivität des Arbeitnehmers - sondern der ERHOLUNG! (darum heisst das ganze auch Erholungsurlaub, nicht Produktivitätssteigerungsmaßnahme.)
- Wenn ich auf einem Langstreckenflug ausgiebig geschlafen habe bin ich auch produktiv. Woher willst du wissen, das ich zuvor zuhause besser schlafe????
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@ H&U: großartig Punkt 3, genau so ist es, produktionssteigernd, gibt es eh nicht, da ich so produktiv wie möglich arbeite - Punkt-. Arbeitserhaltungsmaßnahmen gab (gibt) es das waren (sind) Kuren, die nicht zum Urlaub zählen!
Eine objektive Sicht der Gegebenheit ist eh nicht gegeben, weder aus der einen noch der anderen Sicht. Letztlich entscheide ich für mich wie ich meine Urlaubstage angenehm und verträglich mit dem Arbeitgeber gestalte, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten und letztendlich zum Wohle beider!
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Hellllmut, kann es sein, dass Du es nicht verstehen willst?!
Ich spreche nicht von Linienflügen und sage die ganze Zeit, dass ich diese für sicherer halte! Mir ging es z.B. um ne Pauschalreise in die Türkei mit GTI und Sky Airlines, um hier mal ein extremes Beispiel zu nennen. Auch, dass Du so einen netten Arbeitgeber hast, der es sich leisten kann kurzfristig Urlaub zu gewähren, gönne ich Dir, aber das ist nunmal nicht bei jedem so...
Deinen letzten Beitrag finde ich selbstbezogen und blauäugig. Klar, die Erholung dient natürlich nur Dir selbst
und der Betrieb ist natürlich unwichtig, sowie dessen Prodoktivität, die auch von Deiner abhängt...Mag in einem Betrieb mit 100 Leuten passen, aber ein kleiner bis mittelständischer ist auf die Produktivität seiner kompletten Belegschaft angewiesen.
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Silke, Dein letzter Absatz ist ja vernünftig, zum Wohle beider!
Ich kenne halt beide Seiten und betrachte es deshalb auch von beiden...
Und Du arbeitest immer gleich produktiv, beneidenswert, kann ich von mir nicht behaupten :?
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@Doc: nein tu ich nicht, ist aber nicht dem, geplanten oder vergangenen Urlaub sondern einer allgemeien Verfassung geschuldet.
Ich sagte so produktiv wie möglich!
Ich arbeite unter Kopfschmerzen, Erkältung, ect. weniger produktiv als wenn ich Urlaub vor oder nach mit habe. Also kein Grund unnötige Tage zu verschwenden ;-). -
Silke, wir müssen ja auch nicht immer einer Meinung sein und natürlich sehe ich es jetzt ein wenig anders, als noch zu Arbeitnehmerzeiten...
M.E. dient Urlaub auch der Wiederherstellung gesteigerter Arbeitskraft( Kuren hingegen haben wohl was mit schwerwiegenderen Umständen zu tun), die der Arbeitnehmer auch dem Arbeitgeber schuldet und sich somit einer völligen Regeneration zuwenden sollte und nicht nur der, für ihn persönlichen, Optimierung der Urlaubstage und vor allem Reisezeit!
Hier wurde teilweise ja schon, wenn auch scherzhaft, die Erholung im Büro angesprochen, ein Körnchen Wahrheit wird dabei sein und in anderen Jobs kann dieses Körnchen sogar gefährlich sein.
Da ich persönlich nach dem Urlaub noch nie direkt voll arbeiten konnte, sage ich halt zum Threadthema, direkt vor oder nach dem Urlaub zu arbeiten, finde ich verkehrt und die, die es bewusst pauschal buchen, halte ich für fahrlässig!
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So ist es Silke, mein Urlaubsanspruch ist Teil meines Dienstvertrages. Die restliche Arbeitszeit des Jahres bin ich analog deiner Aufzählung in sehr effektivem Einsatz zum Wohle auch des Unternehmens - durchaus leidenschaftlich orientiert an der Steigerung des Rohertrages.
ABER: Der Urlaub hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Unternehmen zu tun. Der Urlaub gilt einzig und allein meiner persönlichen Erholung. Für Holger: §1 Bundesurlaubsgesetz .
Dadurch erhalte ich u.a. meine Arbeitskraft - denn ich arbeite vor dem Urlaub mit 100% und nacher auch. "Blauäugig" ist es, vom Urlaub des Arbeitnehmers eine noch "gesteigerte" Arbeitskraft zu erwarten und die schulde ich dem Arbeitgeber in keiner Weise - das würde ja bedeuten ich müßte mehr als 100 % leisten - und das macht auf Dauer krank.
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Helmut, was soll uns der Link jetzt sagen
Da steht nur, dass man Anspruch auf Urlaub hat, aber nicht zu welchem Zecke...Da finde ich diesen Link und vor allem die Definition in Klammern schon aussagekräftiger, auch wenn Wiki natürlich keine rechtsgültige Quelle ist. Aber die Erholung ist doch schon eine Definition in sich und in Verbindung mit Urlaub von der Arbeit, leicht verständlich!
Du machst keinen Erholungsurlaub, sondern in der Art, wie hier diskutiert, einen Reiseurlaub und ich bestreite ganz einfach, dass diese Art den höchsten Erholungswert liefert! Wenn Du das für Dich selbst so siehst, ok, ich finde es konstruiert, denn um auf eine andere Frage Deinerseits zurückzukommen, "wer sagt, dass ich zuvor zu Hause besser schlafe?"(als vorher im Flieger) antworte ich, der gesunde Menschenverstand!
Du widersprichst Dir doch selber, wenn Du dann sagst, "dadurch erhalte ich u.a. meine Arbeitskraft" auf der anderen Seite aber, "der Urlaub hat nichts, aber auch gar nichts, mit dem Unternehmen zu tun"

Und auch Dein 100% Zusatz ist Mumpitz, denn Du gibst vielleicht 100% Einsatz, nur entsprechenden die nach einer Zeit nicht mehr 100% Deiner Leistungsstärke, deshalb u.a. gibt es übrigens Urlaub, siehe Definition Erhalt und Wiederherstellung der Arbeitskraft

Klingt logisch, oder?!
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Ich kann es zwar nicht wissenschaftlich belegen, aber ich bin mir sehr sicher dass ich am Freitag den 7.9. genauso arbeite wie an jedem anderen Tag.
Wenn ich an einem Samstag auf eine Dienstreise gehe dann schmeisse ich am Freitag doch auch nicht Mittags den Loeffel hin weil ich mich geistig auf den Flug vorbereiten muss.

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Rene, das habe ich zugestanden, dass das nur meine persönliche Vermutung ist, dass die Konzentration leidet und nicht wissenschaftlich bewiesen werden kann

Auch ist es nur meine persönliche Vermutung, dass man sich auf eine Urlaubsreise anders "vorbereitet", als auf eine Dienstreise und somit vielleicht andersartiger Ablenkung unterliegt

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Unsinn, meinen Job kann ich bei dem traditionellen "Schönen-Urlaubs Drink" mit dem Notebook vor mir bis das Taxi zum Airport FRA kommt immer noch hochkonzentriert erledigen.
Ich muss allerdings zugeben, durch meinen Chef fühle ich manchmal gnadenlos ausgebeutet, ich sollte ihn feuern

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Auch wenn sich hier der Eine oder Andere den Argumenten sperrt, weil er nur 15 Minuten vom Flughafen zur Arbeit braucht oder sich nach 10 Stunden Flug als fit genug erachtet, kann dies nun wirklich kein Maßstab sein. Sind wir doch mal ehrlich, nicht jeder wohnt in einer Einflugschneise.

Wenn ich vom Flughafen Frankfurt oder München nach einem 10 Stunden Flug an den Bodensee fahren muss, gleichgültig ob Bahn oder PKW, sind locker 3 bis 4 Stunden erforderlich. Ich vernachlässige jetzt einmal die Transferzeiten vom Hotel zum Rückreise-Flughafen und das Koffer-Procedere nach der Ankunft.
Da bleiben einem auf Fernstrecke schon mal 20 oder auch mehr Stunden in den Knochen. Und danach noch direkt zur Arbeit übergehen?

Kann nicht richtig ernst gemeint sein!
Wird mir wohl auf ewig verborgen bleiben wie man am gleichen Tag, nach so einer Tortour, noch glauben kann seinen Job vernünftig machen zu können. Erholt sieht m.E. schon etwas anders aus.

Wie hier aber einige Beiträge im Thread schon bestätigen: Menschen lassen sich nicht ändern, sie ändern sich von alleine.

Wilfried
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Richtig, wenn sie verstanden haben für WEN sie arbeiten
Hast DU es verstanden?
Ansonsten, kein Kommentar
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Bin mir bewusst was Du damit ausdrücken möchtest. Wir sind hier wirklich nicht weit auseinander.

Wilfried
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Wilfried, Bernhard hat ja eigentlich Recht und wenn wir Selbständigen vorher noch, oder direkt danach arbeiten, geht der Schmu, den wir bauen, zu unseren Lasten...
Bin ich aber Arbeitnehmer, gehe ich einen Vertrag ein, in dem ich meine Arbeitskraft zu 100% dem Arbeitgeber zur Verfügung stelle(Ausnahmen wie Teilzeitjobs,Auftragsarbeiten etc. mal aussen vor), das bestätigte ja selbst H&U.
D.h. ich habe die Sorgfaltspflicht, meinen Job so gut wie möglich zu erledigen, denn ich will ja auch 100% Gehalt bekommen und muss dafür meinen Part des Vertrags erfüllen.Habe ich jetzt aber so eine, von Dir beschriebene Tortur hinter mir, kann und tue ich das nicht, das Gegenteil zu behaupten ist schlicht albern, ich komme also meinen Vertragspflichten nicht nach!
Deshalb nochmal, meine persönliche Erholung ist auch eine Schuld dem Arbeitgeber gegenüber, zu sagen, sie gehört alleine mir, oder der Urlaub ist nur für mich gedacht, ist schlichtweg falsch und egoistisch, wie z.B. vorher anhand der Definition Urlaubserholung nachgewiesen.
Carsten und Bernd sprachen am Anfang von wissentschaftlichen Erhebungen, so weit will ich gar nicht gehen, denn mir reicht der gesunde Menschenverstand!
Einen Urlaubsantritt "aus dem Büro raus" kann ich ja noch nachvollziehen, solange nicht pauschal gebucht, einen "Arbeitsantritt aus dem Flieger heraus" dagegen, halte ich dem Arbeitgeber gegenüber für unverschämt und gar gefährlich, je nach Betätigung.
Aber was versuche ich um die Uhrzeit noch zu argumentieren, Arbeitnehmer, die morgen in der Früh ran müssen, sollten jetzt eh im Bett liegen

Gute Nacht allerseits und danke für die belebende Diskussion, die mir viel Freude bereitet hat

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Wir handhaben das auch so das wir meistens direkt nach der Arbeit fliegen. Unsere Fluege gehen
meistens gegen 20 uhr - 22 uhr ,also kein Problem nach der Arbeit schnell nach Hause, Autos in die Garage, Abendessen und dann zum Flughafen.
Unser Flughafen (Domestic 7 km, International 10 km entfernt , somit sind wir ruckzuck dort.Packen tun wir entweder kurz vorm Flug oder halt ein/zwei Tage davor je nachdem wie lange die Urlaubsreise dauert. Unsere Fluege nach Kula Lumpur gehen leider am fruhen morgen um 6.30 uhr und dann fliegen wir halt erst am naechsten Tag was wir als Verschwendung ansehen da Urlaubszeit verlorgen geht und wir Fluege am morgen sowieso wie die Pest hassen
Wer mag denn schon um 4 uhr aufstehen!Fuer andre Flugzeiten z.b 14 uhr oder etwas spaeter nehm ich mir keinen Urlaubstag, ich arbeite die Stunden einfach davor/danach ab je nach dem wie viel los ist, da ist mein Boss ziemlich 'easy going'.
Rueckflug erflog meistens am fruehen morgen und wir gehen beide nach einem Nickerchen am gleichen Tag zur Arbeit. Ich arbeite mindestens 2 Tage von Zuhause und schaue halt das ich an dem Ankunftstag aus dem Urlaub keine meetings habe oder ins Buero muss und somit ist der Tag fuer mich eher relaxed

Obwohl der Flughafen um die Ecke liegt, liegt mein Haus nicht in der Flugschneise aetsch
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@ regent0 :
Nein, natürlich wohnt nicht jeder in der Einflugschneise, ich zum Glück auch nicht, da hats ein paar andere Orte um mich herum weitaus schlimmer getroffen. Frag mal im Raum Flörsheim/Main nach ;-)))
Aber trotzdem bleiben die Zeiten gleich, ich brauch halt nicht länger als 15 Minuten von daheim oder Arbeitsplatz zum Flughafen FRA.
Und wenn Du zum Bodensee musst, dann ist das halt Deine individuelle Sache oder was auch immer, aber es wirkt sich in keinster Weise auf mein Verhalten vor oder nach einem Urlaub aus
@ doc :
Ich denke jeder der für sich entscheidet, ob er vor dem Urlaub noch arbeitet und pauschal gebucht hat, der wird das Risiko schon abschätzen können und wenn es beruflich vereinbar ist auch einfach machen. Sehe da kein Problem drinnen, man weiss doch wie die Uhren im Büro bzw. beim arbeiten ticken ;-)))
Und jeder reagiert doch auch unterschiedlich auf Fernreisen mit Zeitverschiebung. Ich kann damit gut umgehen und war z.b. 2008 nach einem Heimflug von Honolulu via LAX um 10h morgens in FRA und um 11h im Büro. Ich hab da kein Problem mit.
Aber nach 7 Tagen skifahren mit den Jungs kannst mich direkt in die Betty Ford Klinik einweisen
Da bin ich dann richtig tot ;-)))@ tripplexXx :
Also da wir kein Shuttle haben, sind wir wohl eher keine Kollegen, aber mit nem Shuttle wäre ich auch nich schneller am Flughafen ;-))