Reisen oder sparen?
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Yulchen wir ja mittlerweile aus unseren bunten Meinungen heraus für sich persönlich die richtige Entscheidung getroffen haben !
Und sie sollte sich auch dessen bewusst sein, dass sie diesen Thread in einem Reiseforum eröffnet hat.........!
Wir als deren User-Klientel sind da natürlich recht kompetent, andererseits natürlich auch sehr "reiselastig" und letzlich dadurch auch irgendwie "befangen".
Würde man z.B. eine derartige Frage in diversen, anderen Foren zu Vermögensaufbau, Riesterrente oder Altersarmut etc. stellen, kommen natürlich vollkommen andere Sichtweisen in den Antworten.Möge Jeder aus den hier geäußerten Meinungen sein persönliches Resümee ziehen !
allen einen schönen Urlaub !
Erwin
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@ Reiselady: Aus MEINER eigenen Familie weiß ich dass man zB. in Australien überhaupt keinen Job findet weil alles restlos überlaufen ist... die Austalier dort sind ziemlich genervt von den vielen Backpackern...
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mabysc:
Meine Reisen bis Mitte/Ende 20 hätte man eher unter der Rubrik "Party" abheften können.Ich bin grad am Überlegen, wie sich ein paar richtige (!) Reisen statt Partyurlaub bei Deiner Persönlichkeitsbildung ausgewirkt hätten?! Wie wärst Du dann? Wie würdest Du leben, denken,...? Interessante Frage, oder?
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vielleicht hilft @Yulchen diese Aussage von Mark Twain weiter :
In 20 Jahren werden Sie eher von den Dingen enttäuscht sein, die Sie nicht getan haben, als von denen, die Sie getan haben. Lichten Sie also die Anker und verlassen Sie den sicheren Hafen. Lassen Sie den Passatwind in die Segel schießen. Erkunden Sie. Träumen Sie. Entdecken Sie.
....alles gut abgewogen kriegt man es hin
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@ chriwi
darf man fragen, wo bei dir die Grenze gezogen wird zwischen "richtigen" Reisen und "unrichtigen" Reisen?
Sind es Backpacker, die in möglichst billigen Unterkünften hausen und sich deswegen auf Land und Leute "einlassen" und damit das "wahre" Land kennenlernen?
Sind es Studenten, die ein Semester aussetzen um sich in einem anderen Land "treiben" zu lassen um "sich selbst zu finden"?(Das Anführungsgeschreibe soll nur diverse Zitate/Zitatworte kennzeichnen...)
Die Frage wirkt übrigens viel aggressiver als sie soll.
Es interessiert mich wirklich.
Wo ist die Grenze zwischen "Urlaub" und "Reise"?(ins Auto steigen, zum Flughafen fahren, in irgendeinem Land von irgendeinem Busfahrer abgeholt und in ein 5*-Klotz gefahren werden, dort 7 Tage am Buffet futtern, am Pool liegen und evtl mal bis zum Strand laufen, völlig gleich ob man in Ägypten, Türkei, Spanien oder der DomRep ist... natürlich ausgenommen)
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Urlaub: Wenige bis gar keine Ortswechsel. Im Mittelpunkt stehen Interessen wie ausspannen, erholen, Zeit mit der Familie verbringen, Sport machen, Party, sich bedienen lassen,...
Reisen: Viele Ortswechsel. Im Mittelpunkt steht die Lust zu entdecken und die Neugier auf andere Kulturen.Das ist meine persönliche Definition, aber keine Wertung. Beides hat seine Berechtigung und außerdem gibt es natürlich nicht nur schwarz und weiss sondern auch alle Schattierungen dazwischen. Und natürlich bedeutet das Absteigen in billigen Strohhütten mit Miefquirl an der Decke nicht automatisch, dass man ein aufgeschlossener Reisender ist, der mit "veredeltem Geist" (Zitat Oscar Wilde) nach Hause zurückkehrt. Aber es bietet vielleicht mehr Chancen dazu, als 7 Tage Dauerfuttern am Buffet.

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Unterscheide auch "Urlaub machen" von "Reisen" - keine Ahnung, ob's eine Definition gibt...
Bei meiner letzten Reise war ich jedenfalls nicht mit Rucksack unterwegs und Studentin bin ich auch nicht mehr: Und trotzdem habe ich vieles gelernt - über das Land, über mich...
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und damit bestätigst Du letztlich auch den Punkt, den hier einige User in ihrer Meinungsäusserung angesprochen hatten = man lernt bei jeder (intensiven) Reise dazu - über Länder, Menschen und letztlich sich selbst.
Da muß es nicht unbedingt (als einkommensschwache Studentin) gleich bis nach Südamerika, Südasien und Co. gehen.....!
Ich hatte beispielsweise zu Studentenzeiten das große Glück, unter einfachen Verhältnissen für 3 Monate im slowakischen Martin arbeiten, leben, lernen und auch lieben zu können.........fast wäre ein Leben draus entstanden !
Aber dieser "Traum der Jugend" war letztlich (unter meinen damaligen, realen Bedingungen) doch nicht "zu Ende gedacht"...und scheiterte zwangsläufig ! -
Das sieht man an den gescheiterten Existenzen die es in fast jedem Urlaubsland gibt.
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Malini:
Unterscheide auch "Urlaub machen" von "Reisen" - keine Ahnung, ob's eine Definition gibt...Glaube das ist recht subjektiv - mit "Urlaub machen" verbinde ich eher Strand, Meer, eine Therme, Skiurlaub, oder was Ähnliches. Eher was wo man eine Woche am selben Ort ist und eher entspannt und das Ziel nicht unbedingt ist viel zu sehen.
Reisen heißt für mich eher unterwegs sein, viel sehen, viel erleben, ...
Ist aber mehr so eine gefühlsmäßige Unterscheidung und eben sehr subjektiv

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So wie im Moment drei Wochen auf Samui ist für mich Urlaub. Letztes Jahr eine Woche Bhutan mit jeweils nur einer Übernachtung im gleichen Hotel oder vor zwei Jahren von Xiling nach Lhasa mit der Eisenbahn und dann mit dem Auto nach Kathmandu waren Reisen.
Dabei habe ich zwar die Länder kennen gelernt, die Leute habe ich aber immer nur dann kennen gelernt wenn ich in einem Land auch mehrere Jahre gelebt habe.

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mabysc:
Da schließe ich mich Deiner Meinung an. Die Frage ist nur, ob man nicht beides verbinden könnte.Ja, ist sicher auch eine gute Möglichkeit beides zu verbinden.
TommyA:
Skifahren und erholen halt ich persönlich für ein Gerücht
Find das lässt sich ganz hervorragend kombinieren
(Wenn du nicht gerade in der Hauptsaison in einem komplett überlaufenen Skigebiet bist
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Hier ist doch unlängst die Frage nach dem Unterschied zwischen Reise und Urlaub aufgetreten. Ich bin grad über ein schönes Zitat gestolpert, der den Unterschied ziemlich treffend definiert:
Reisen sollte nur ein Mensch, der sich ständig überraschen lassen will. (Oskar Maria Graf)
Unter Anwendung dieses Spruchs wären diejenigen, die vom Wetter, über die Wassertemperatur im Pool bis zur Dicke der Auflagen der Strandliegen alles ganz genau im Voraus wissen wollen, definitiv keine Reisenden.

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Wir sind vor mehreren Jahren abends, aus China kommend, in Frankfurt gelandet. Dort bin ich die Treppen hoch zu einem der Reisebüros und habe gesagt dass wir zwei Wochen auf die Kanaren wollen. Auf die Frage wann wir fliegen wollen habe ich gesagt "jetzt" (hatte damals von Last Minute ja noch eine völlig falsche Vorstellung).
Der gute Mann hat uns dann, als er irgendwann seinen Mund wieder zu bekommen hat, aber doch noch 14 Tage Pauschalurlaub auf Gran Canaria, mit Abflug um 5 oder 6 Uhr, anbieten können. War dass dann Reisen oder Urlaub
oder eventuell eine Urlaubsreise 
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Das war eine überraschend banale Alternative für einen Urlaub!
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Yulchen,
mit 27 zaehl ich mich mal zu den jüngeren und geb mal meine 2 cent zu dem Thema.
reisen oder sparen?
Ich wuerde beides machen.Mit 20 hab ich mich entschieden die Welt zubereisen - fuer 18 Monate.. (Ok, zurück nach Hause gekommen bin ich seit dem nie mehr aber das ist ein anderes Thema
).Die lange Reise hat mir genug Zeit gegeben mich weiterzuentwickeln und zu entschieden was ich später im Leben machen möchte (jaaa mir hats wirklich geholfen).
Ich hab neben der Schule viel gearbeitet und mit somit ein gutes Polster fuer die grosse Reise geschaffen. Danach ging ich erstmal auf die Uni aber aufgehört zu reisen hab ich nicht, im Gegenteil.
Ich hab aber nie mein ganzes Erspartes ausgeben, denn Zuhause wollte und möchte ich auch schön Leben und möchte auf nix verzichten.
Hab immer ein "zwischen ding".
Reise, geniesse die Zeit wenn du noch unabhaengig von Haus/Wohnung abzahlen bist, Auto, versicherung und kinder hast, entdecke die Welt als junger mensch denn so frei wirst du wirklich nicht mehr sein.
(Wir machen gerade wieder eine Weltreise und das wird bestimmt unsere letzte gaaanz grosse Reise denn wenn mal Kinder im Spiel sind dann werden auch wir nicht mehr so frei & viel durch die Welt jetten).Leb aber nicht nur in 'La La Land' sondern hab auch ein kleines Polster fuer deine Zukunft egal ob fuer gute oder schlechte Zeiten

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zu meiner zeit als "studentin mit nebenjob" hatte ich teilweise mehr geld nur für mich zur verfügung, als jetzt.
ich habe neben der schule und dem studium immer viel gearbeitet.
jedes wochenende doppelschichten, so dass ich die woche über zeit für das studium hatte.
ich habe auch beides gemacht. ich bin oft im jahr verreist und habe mir was zur seite gelegt.
an die erste wohnung stellt man ja als student nicht so wahnsinnig viele ansprüche. da reicht eine ikea couch und als "kleiderschrank" habe ich mich mit einer selbst gebastelten keliderstange quer durch mein schlafzimmer zufrieden gegeben.
auch reisetechnsich waren die ansprüche nicht auf dem niveau : luxusherberge mit ai verpflegung.
da hat auch mal eine 2 sterne butze mit selbstverpflegung gereicht.
obwohl ich die art von urlaub heute nicht mehr machen würde, möchte ich das nicht missen.
heute fehlt mir einfach die zeit zum vielen reisen.
der job, das haus, der garten, die tiere,verpflichtungen,.... da kann man nicht einfach mal so ungezwungen weg, wie zu studienzeiten.
ich würde das auch ausnutzen.
es erweitert den horizont enorm und auch an lebenserfahrung gewinnt man mehr, als wenn man den weg: schule, uni, job geht.
