TRINKGELD?!
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Hallo zusammen,
mich wundert es, wie diese Diskussion hier ausartet!
@Salvamor: Zu Deinem Beitrag vom 30.01.:
Ich denke ob man "knauserig" ist oder nicht, hängt von JEDEM Geldbeutel ab, mehr hierzu siehe weiter unten. Das ist für einen Taxifahrer kein Freischein, seinen Gast durch die Gegend zu fahren, sondern einfach nur eine Unverschämtheit!
Ich denke mal dass es um die 50% Urlauber gibt, die nicht jedes Jahr fliegen können, die weder Reiseführer lesen noch sicher übers Land genügend informieren, und diese sollten dafür betraft werden, dass die sich nicht in Sachen "Trinkgled" auskennen?@Holger:
Ich denke nicht, dass Urlauber falsche Vorraussetzungen in Ihren Urlaub legen, wenn sie für wenig Geld viel Leistugn erwarten (Billigtourismus). Vielen Leuten wird es so überhaupt möglich, mal zu verreisen, auch weiter weg. Wenn man eben mit viel Glück und nach langer Suche ein tolles 4 oder 5 Sterne-Hotel zu einem Schnäppchenpreis gefunden hat, dann darf man dort auch eine entsprechende Leistung erwarten.Ich glaube dass sich nur Leute über den "Billigtourismus" aufregen, die selbst jede Menge Kohle in der Tasche haben. Würden sie dies nicht haben, will ich nicht wissen, wie schnell die jeweilige Meinung sich ändern würde!
Ich muss Silke Recht geben, wenn sie sagt: Sobald man in manchen Urlaubsländern einen Deutschen sieht, wird dieser gleich als "Rockefeller" eingestuft. Das stimmt! Und es gibt auch viele Einheimische, sie sich aus dem Grund eheraus unverschämt verhalten und "Abzocken".
Dass allerdings wegen zu hoher Trinkgelder die Touristen ausbleiben, so wie Petra es sagt, kann ich mir nicht vorstellen. Die Leute werden immer verreisen. Nur gibt es bald keinen "normalen Mittelstand" mehr, viel mehr nur noch "arm" und "reich".
Den hinzuzufügen ist aber noch, dass viele Leute völlig umsonst meckern, denn uns geht es nach wie vor in Deutschland verdammt gut. Es ist Fakt, dass wir seit dem Euro weniger im Portemonaie haben, aber wenn jemand einen PC hat (haben wir wohl alle), oder im allgemeinen hat doch fast jeder ein Auto, einen Job, geht aus, kauft Klamotten, hat Handy, Digicam und, und, und.... und es gibt tatsächlich Leute, die sich darüber beschweren, dass sie statt vier mal Urlaub nur noch drei Mal Urlaub im Jahr machen können, und ja soooo arm sind, und es nicht einsehen für die Flutopfer (anderes Thema) zu spenden. Da bekomme ich echt einen Hals!
Ich denke ob nun jemand für 2 Blättchen Toilettenpapsier was bezahlt oder nicht, ist jeden selbst und der jeweiligen Situation überlassen. Ich weis nicht, wie man da noch sagen kann: "Dann nehme ich halt meine Papiertaschentücher und rege mich nicht weiter auf....!" - Schön wenn man welche dabei hat

Mir wurde auch schon auf Kreta für 2 Blättchen Papier ordentlich Geld aus der Tasche gezogen und ich fand es eine Unverschämtheit! Und wenns dann noch so dicke kommt, dass man noch am Kofferband und beim Transfer beschissen wird, dann kann ich die Aufregung sehr gut nachvollziehen!Allerdings stimmt es, dass diese ******* nicht nur im Ausland statt findet!
@Holder, Beitrag vom 03.02:
Ich denke nicht, dass Du Dich hier über Leute auslassen solltest, die sich irgendwo "sinnlos besaufen", auch wenn das vermutlich, wie mir so scheint, unter Deinem Niveau liegt. Denn meist sind das doch die jungen Leute, die Ihren Spaß haben wollen, die ihren Urlaub das ganze Jahr über "zusammen gekratzt" haben, und die bei weitem, wenn sie sich besaufen, nicht das "übliche" Trinkgeld geben wollen, und das verstehe ich voll und ganz. Wer er kann, der soll es geben, wer nicht, eben nicht.
Grüße,
Melanie -
Trinkgeld für ausssergewöhnlichen Service ja, aber für Selbstverständlichkeiten nein.Damit meine ich z.B. allgemeine Zimmerrreinigung im Ritz Carlton muss nicht extra belohnt werden,weil das ist Standart. Verlange ich aber ein Bügelbrett in 5 Minuten und das kommt sofort bin ich gern bereit einen Obulus zu geben, muss ich aber eine halbe Stunde warten, gibt natürlich nichts,vielleicht noch einen Rüffel beim Managment.
Im übrigen bin ich gegen Klofrau-Euro-Millionäre in Hurghada.Toilettenpapier gegen bares, die haben doch einen Knall.
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Grundsätzlich ist ja alles richtig: Trinkgeld für guten, freundlichen Service ja; wenn man nicht zufrieden ist, dann entweder selbst freundlich in vernünftigem Ton das ansprechen und wenn sich dann nichts ändert, dann eben kein Trinkgeld.
Ist doch O.K:
Aber Steffen:Rennst du wirklich zum Manager, wenn das Bügelbrett (Oh, was für ein Anspruch!!) erst in 30 minuten "kommt"???
Eigentlich glaube ich nur, daß du damit provozieren wolltest, denn womöglich fliegt ein Angestellter, der vielleicht auch noch andere Aufgaben zu erledigen hat, und sich beeilt hat, dir in einer halben Stunde Dein Bügelbrett zu bringen raus aus dem Job!!!
Für mich ist das wieder mal der typische Urlauber, der auf seinem hohen Roß sitzt und seine "Macht" ausnutzt, die er zu Hause vielleicht nicht hat.
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@Antje,
natürlich gehe ich mindestens zum Front Desk.Was spricht dagegen. Sollte das Ergebnis der Rausschmiss des Mitarbeiters sein , na und, ich werde es nie erfahren. Wir leben doch nun mal in keiner heilen Welt. Für 100 Prozent Geld die ich zahle , erwarte ich natürlich 100 Prozent Gegenwert, mindestens. Dies gilt vorallem im absoluten Luxussegment der Hotelerie ,welche ich im vorangestellte Beitrag ansprach. -
Na prima, wunderbar, daß es Menschen mit dieser Einstellung gibt!!!!
Mir geht es hier einfach nur darum, daß ich im Urlaub, die Menschen, die für mich arbeiten von mir genauso behandelt werden, wie
ich es mir in MEINEM Job zu Hause auch wünsche: Fair.
Und bei einem Bügelbrett, um noch mal bei diesem sehr banalen Beispiel zu bleiben, hört für mich die Relation auf.Ich wünsche Dir wirklich, daß niemand in Deinem Job von Dir vergleichbares verlangt ( Fünf Dinge gleichzeitig zu tun, für Leute, die alle gesagt haben, in 5 Minuten muß es es erledigt sein).
Wenn sich dann jemand über Dich beschwert, würdest Du auch sagen: Was sollte ich denn nun zuerst erledigen, ich habe nur zwei Hände und würdest Dich mit Händen und Füßen wehren, gekündigt zu werden, mit Sicherheit! Vielleicht sogar mit Hilfe des Arbeitsgerichts!!
Etwas Menschlichkeit und Verständnis sollte auch in einer nicht "heilen" Welt (was hat das übrigens mit dem Thema zu tun?) etwas zu suchen haben.
Deinen Satz "Na und, das werde ich sowieso nie erfahren" möchte ich unkommentiert lassen.
Damit disqualifizierst du dich eigentlich selbst...
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Antje,
ich gebe dir hundertprozentig Recht. Ich möchte noch einen Passus aus einer meiner Hotelbewertungen sinngemäß wiederholen:
"Wer für zwei oder drei Wochen ein Zimmer gemietet hat, sollte sich nicht so aufführen, als ob ihm das Hotel gehöre. Man sollte das Personal als Menschen und nicht als Sklaven behandeln, dann kommt auch gut zurecht. Zu mir war noch NIE ein Bulgare unfreundlich, das hat wohl auch was mit meinem eigenen Verhalten zu tun."
Viele Grüße vom Bulgarienfan
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Danke Bulgarienfan,
du hast das ausgesprochen, was ich mir gedacht hatte.
Ausserdem möchte ich noch folgendes hinzufügen, (obwohl ich bereits Rentnerin bin) was wäre, wenn ich an der Stelle eines Bediensteten eines Hotels usw. wäre. Jeder tut seine Arbeit und freut sich über Lob bzw. Trinkgeld mehr , als bei Sonderwünschen eines Gastes auch noch bei Kritik (Beschwerden) um seinen Arbeitsplatz fürchten zu müssen. Manchmal reicht sogar ein ehrlich gemeintes Danke.
LG Wally
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Ich verstehe gar nicht eure Aufgeregheit.Wie schrieb ich , guter Service ist sein (Trink-)geld wert.Dabei bezog ich mich eindeutig auf Hotels am oberen Ende der Hotelkategorie.Hier meine ich ausdrücklich nicht die "geschönten" 4-5 Sterne Hotels in Bulgarien, Türkei ,Marokko,Tunesien u.ä. Ländern.
Wenn ich 120€ pro Zimmer und mehr pro Nacht ausgebe kann ich , ja muss ich , einfach einige Basic im Customer Service erwarten.Dazu gehört nun auch einfach Schnelligkeit!
Im übrigen war das mit dem Bügelbrett nur ein Beispiel welches ich selbst erlebt habe.Weiter könnten folgen. -
Ich denke, Steffen Wolf hat Recht! Im oberen Marktsegment, vor allem bei den etablierten 5* und 6* Hotels, gelten andere Dienstleistungsgesetze, die sich aus dem Selbstverständnis dieser Häuser sozusagen von selbst ergeben.
Vergleiche zu 3* und selbst 4* Hotels verbieten sich schon deshalb von vornherein, weil die Belegschaften der Spitzenhotels auf einem völlig anderen Level geschult werden und auch die Auswahl des Personals besonders strengen Auswahlkriterien unterliegt.
Auch wenn wir als normale "Kassenpatienten" uns solche Häuser nicht leisten können, steht ihre Existenzberechtigung außer Zweifel. -
Also eigentlich wollte ich es auch damit belassen, eins sei mir aber noch erlaubt zu sagen.
Daß man 3-4 Sterne- Ferienhotels nicht mit den ganz oberen Hotels vergleichen kann und darf ist uns allen sicher klar. Hier geht es aber um die Art und Weise, wie mit Pannen umgegangen wird.In unterschiedlichen Hotels werden auch unterschiedliche Leistungen erwartet.
Für mich gilt aber auch in einem 6-Sterne-Hotel, daß ein Angestellter immer noch ein Mensch ist und auch von den Gästen so behandelt werden sollte. Auch wenn mal Fehler passieren.
Eine "Ist mir doch egal-Mentalität" finde ich schon sehr erschreckend...
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Da möchte ich mich Antjes Meinung anschliessen - "ist mir doch egal" und "nach mir die Sintflut" sind erschreckende Einstellungen, die leider oft in der Ferne, auf Reisen angewandt werden. Oft rufen wir nach Angestellten und stellen dann erstaunt fest, das ist ja ein Mensch gekommen ist. Einer wie Du und ich....
Und wenn wir diese Leute auch entsprechend behandeln würden, reicht oft auch ein Lächeln oder ein Freundlichsein.... und das ist erst noch kostenlos!! -
@ Antje
Deine Einstellung ehrt Dich, ich bin mit Dir der Meinung, daß man einen Menschen, auch wenn er Fehler macht, menschlich und verständnisvoll behandeln sollte.
Die Realität in der Spitzen-Hotellerie sieht freilich anders aus. Die Akzeptanzschwelle für Fehler des Personals ist sowohl bei den anspruchsvollen Gästen selber als auch bei den Betreibern der Hotels sehr niedrig angesiedelt. Gravierenden Fehlern (das bewußte Bügelbrett gehört nicht dazu) wird rigoros nachgegangen, wenn sie zum ersten mal passieren und erst recht bei wiederholten Vorfällen. Während im 3* Bereich, vor allem beim Massengeschäft, eher mal die Meinung seitens der Hotelleitung vorherrscht
"Ich bekomme eher einen neuen Gast als ein neues Zimmermädchen oder einen neuen Ober", weht im obersten Marktsegment ein wesentlich schärferer Wind für die Bediensteten. Menschlichkeit und Verständis für menschliche Fehler bleiben meist auf der Strecke, die Luft wird immer dünner, je höher man steigt!
Die Ansprüche der Gäste geben den Takt vor!
Und es warten jede Menge Nachrücker, die auf freie Jobs in der Spitzenhotellerie warten! -
Dein letzter Beitrag beruhigt mich etwas, Salvamor!
Daß die Realität in jenen Hotels knallhart ist, und daß sie von den Ansprüchen der Gäste diktiert wird, das ist klar.
Wahrscheinlich bin ich etwas vorbelastet, da ich Leute kenne, die sich über Banalitäten im Hotel beschweren und sagen: Sowas darf nicht passieren!
Machen sie selbst aber einen Fehler, so wird Verständnis von allen Seiten eingefordert: Das kann doch mal passieren!
Und das finde ich sehr doppelmoralisch!
Ich möchte dies aber ausdrücklich nichtSteffen unterstellen!!
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@ Antje,
danke . Damit kann ich leben.
Ansonst müsste bei allen Hotelbewertungen die Rubrik Service entfallen, wenn es Keine graduellen Abstufungen bei den Hotels gäbe.
Es ist doch toll ,das es unterschiedliche Sichtweise bei der Einschätzung des Umganges mit Trinkgeld gibt. -
@ Daniel
Gehört zwar nicht hier her,aber Deine Aussage,bei uns verhungert keiner,stimmt so nicht ganz.
Logisch,verhungern tut keiner.Trotzdem gibt es heutzutage sehr viele Menschen,die am Existenzminimum leben.Wenn ich da an Familien denke,die mehrere Kinder haben,der Vater( wie ja jetzt schon fast üblich) seinen Job verloren hat und dann die Family gerade so jeden Monat überleben muss,ist für mich schlimm.Da hab ich genauso Mitleid,wie mit den Menschen aus armen Ländern.
In Deutschland gibt es genug Armut.
Natürlich wird man hier auch von armen Leuten angebettelt.Jeder kann aber selbst entscheiden,ob man was ins "Hütchen" wirft,oder nicht.Im Ausland sollte man,meiner Meinung nach,soviel geben,wie es jedem in der Macht steht.Wenn man auch mal bei gutem Service nix gibt,ist das für mich auch kein Weltuntergang.
Unser Image ist,egal ob Ausland oder Inland , sowiso am A....! Im Ausland sind wir Kapitalisten wie uns hier die Bettler und Schnorrer auch betiteln,wenn man nichts gibt.
Da geb ich persönlich aber lieber im Urlaub den "Bedürftigen" was mehr,als hier irgend einem Bettler.
Aber nur deshalb,weil bei uns in old Germany wirklich niemand absolut hungern muss.
Wir leben ja in einem Sozialstaat.Gruß Silke
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@ alle
Ich weiß garnicht, warum sich manche Leute darüber beschweren, daß z.B. in Ägypten Trinkgeld/Bakschisch eigentlich Tagesordnung ist.
In diesem Land sind die Arbeiter/Angestellten auf diesen sogenannten Zusatzverdienst angewiesen.
OK es gibt dort auch Leute die aus einer Mücke einen Elefanten machen, und versuchen für 2 Blatt Toilettenpapier soviel wie möglich Geld von uns zu kriegen.
Aber wir müssen das ja garnicht bezahlen, denn 1LE (äg.Pfund=0,13€) reicht vollkommen aus. (Ist billiger als auf den AB-Raststätten)Genauso haben wir es mit den Kleinbussen in Hurghada gemacht.
Ein Ägypter zahlt nur 1LE (0,13€) für die Fahrt nach Sakalla/McDon.
2 LE nach Downtown.
(Nie in KB einsteigen wenn niemand drin ist und darauf achten, daß vor der Schiebetür außer euch niemand sitzt)
Nie vorher fragen wieviel, ansonsten bezahlt Ihr den Taxipreis. Also p.P. immer nur 1LE (2LE downtown) beim Aussteigen bezahlen. Sobald der Fahrer/Beifahrer anfangen sollte zu lamentieren sofort mit der Polizei drohen und weggehen.
Diesen Fahrern steht kein Trinkgeld zu. Es sei denn ihr wollt es bezahlen.
Wenn ich in meinem Hotel Extrawünsche erfüllt kriege (trotz AI) zahle ich auch gerne Trinkgeld.
Also warum ist dieses Thema eigentlich noch nicht beendet?
MfG Wally