Beissende Fische
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Hahahaha ... ja, "die Türken" kennen das, insbesondere "die Evrensekitürken", eine bisher sehr vernachlässigte ethnische Minderheit!
Sehr eigenartiger Weise gibt´s die kleinen Beisser natürlich nur genau in Evrenseki?!

Ich sach nur: Benkö ist gefordert!!
Wegen Vergeblichkeit und unbotmäßiger Zweifel bleibt er die letzte Instanz zur Klärung des Sachverhalts.
Priiiimaaa! -
Vielleicht sollten wir aus dem Thread nicht komplett eine Lachnummer für das FF machen :?
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Guten Morgen,
nachdem nun genügend verhöhnt, ausgelacht und sich lustig gemacht wurde, habe ich
einen sehr interassenten Beitrag zu dem Thema in einem anderen Forum gefunden. Wenn es erlaubt ist, zitiere ich daraus:
Achim schreibt als Antwort nach diesen Fischen:
"Darin handelte es sich um den Großen Geißbrassen (Diplodus sargus), eine Meerbrassenart (silbrig, senkrechte gräuliche Streifen, schwarzer Fleck an der Schwanzwurzel).Ein anderer User vermutete ja aufgrund Deiner Beschreibung, dass es sich bei „Deinen“ Fischen um Kangalfische, eigentlich Rötliche Saugbarbe (Garra rufa), gehandelt hätte, da diese bekannt sind für das Herumknabbern an menschlichen Extremitäten bekannt sind. Allerdings handelt es sich bei ihnen um eine Süßwasserfischart.
Garra rufa kommt natürlicherweise in durchschnittlich 35 °C warmen, sehr nährstoffarmen Gewässern vor. Evolutionsbedingt hat sich diese Art an ein weites Nahrungsspektrum angepasst und zeigt bei der Nahrungssuche ein sehr hohes Aktivitätspotential. Diese Fische saugen und knabbern eigentlich an allem herum. Schnecken werden bisweilen die Gehäusedeckel abgeknabbert und letztendlich gefressen und sie folgen zumindest in Hälterungen auch trächtigen Weibchen, um beim Laichen an die Eier heranzukommen. Diese Fische haben eine äußerst geringe Scheu, auch vor Menschen, und wenn man solch ein Fischchen in die Hand nimmt, kommt es nach kurzer Zeit wieder zurück.
Letzteres trifft auf Meerbrassen (Sparidae), zu denen der von mir genannte Großen Geißbrasse (Diplodus sargus) zählt, nicht zu. In dieser Gattung, die im Mittelmeer mit 24 Arten vertreten ist, finden sich Allesfresser, reine Pflanzenfresser und carnivore (fleischfressende) Vertreter, die meist hartschalige Beute, wie Muscheln, Schnecken und Krebse fressen. Die verschiedenen Arten haben entsprechend ihrer Ernährungsweise spezialisierte Zähne. Die Kieferzähne sind in Anpassung an die Ernährungsweise als Schneide-, Fang- oder Mahlzähne ausgebildet.
de.wikipedia.org/wiki/Meerbrassen
Allerdings sind diese Arten sehr gut in der Lage, sich an das vorhandene Nahrungsangebot anzupassen und auch auf nicht bevorzugtes oder sogar untypisches Futter zuzugreifen, wenn es zu dessen Verknappung kommt.
Der Große Geißbrasse (Diplodus sargus) wie auch der Brandbrasse (Oblada melanura)grasen als Jungfische im Schwarm bevorzugt Krebstieren und Zooplankton von Felsen an steinigen Küsten ab. Wenn sie aber aufgrund von Nahrungsmangel dort keine geeignete Nahrung in ausreichendem Maße finden, weichen sie bei der Suche auch an sandige Küsten aus, wo ihr Nahrungsangebot allerdings noch geringer ist. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass ein Schwarm solcher hungriger Jungfische z. B. auch an den Beinen von Menschen knabbert."
eol.org/pages/994848/entries/44701975/overviewLink gem. Forenregeln entfernt.
Hätte ich diese Antwort früher gefunden, hätte ich mich gehütet hier einen Thread zu
eröffnen.
Eine Anmerkung habe ich aber noch. Bei uns im Hotel führte ein Flusszulauf ins Meer.
Wir mussten über eine Holzbrücke ans Meer gehen. Auf diese Holzbrücke stand jeden
Morgen eine große Kiste mit ganzen Brotlaiben.
Diese wurden dann in das Gewässer gekippt. Als wir nachgefragt haben, wurde uns gesagt, das sei für die große Meeresschildkröte die darin haust (gesehen haben wir sie nicht). Zudem lebten dort Enten, und eine Form von Pute (keine Ahnung was es genau war). Diese 2 Tiere kamen jeden Morgen hoch zum Restaurant wo wir frühstückten und
beobachteten die Gäste, und natürlich waren auch x-Fischschwärme in diesem fast stehenden Zulauf.
Eigentlich kann das auch sehr gut sein, dass durch diese Anfütterung die Brotlaibe
mit den Beinen von im Meer stehenden Touristen verwechselt wurde.
Wenn dem so ist, ist der Mensch wieder mal der Grund allen Übels. Eine Show im kleinsten Rahmen haben wir in diesem Thread ja vorgeführt bekommen!
Ein Stück weiter westlich, beim neuen Magic Life, ist ja Naturschutzgebiet und dort hausen auch Tiere, wie Meeresschildkröten usw.
Muss das denn überhaupt seind, dass man da Hotels hinbaut und Horden von Touristen
dieses Gebiet beschallen und zerstören? Kein Wunder, kommen da manche
Tierarten aus dem Trott.
Gruß Maria -
Vielen Dank für den wirklich tollen und informativen Beitrag. Das klärt doch schon mal einiges. Das Problem ist, wenn eine unbelegte, unbewiesene Behauptung aufgestellt wird - so richtig sie auch sein mag - führt das zu verschiedenen unkontrollierbaren Reaktionen, von Ungläubigkeit über Ironie und Sarkasmus bis hin zur Panik. Natürlich hattest du das nicht beabsichtigt, aber es liegt in der Natur des Menschen. Was Deine Beobachtungen zu den Eingriffen in die Natur angeht, gebe ich dir natürlich recht. Aber die Geldgier siegt zumindest anfangs meist über die Vernunft, und ich denke, die Umweltlobby in der Türkei ist längst nicht so stark wie hier in Deutschland, zumal auch der Präsident wenig Liebe dafür hat.
Schön zu wissen, dass wir eigentlich nur ein Opfer einer Verwechslung sind
. Wenn ich das recht verstehe, helfen allein schon Schwimmbewegungen, um die putzigen Tierchen abzuhalten. Zumindest sind wir jetzt wesentlich schlauer. -
Ich empfehle mal die Lektüre der ersten Beiträge z.B. von stets gemessenen und ermessenden User berthro.
Ja, keine Fische beissen, sie knabbern, manchmal verursachen sie auch kleine blutenden Wunden, und keiner der Berichterstatter wurde als "Lügner" abgestempelt.
Ich bin selbst schon etliche Male gebissen worden.Nur ist das kein "Phänomen", das "brandneu" in Kumseki bis Evrenköy "Sorge bereitet", sondern ein Umstand, der seit Jahrtausenden überall dort zu beobachten ist, wo Raubfischkinderstuben in Ufernähe im Wasser zu finden sind.
Darum geht´s!Und wenn man andernorts vor solchen Übergriffen verschont bleibt, dann liegt das am Nichtvorhandensein von Fischkinderstuben, vermutlich wegen der Überfischung der Region oder mieser Wasserbeschaffenheit.
Social Media spielt insofern eine Rolle, als Suhrbiers zwar auch schon vor 20 Jahren von Fische gebissen wurden, das Ereignis allerdings keinen Einzug hielt in die Dia-Show für family&friends. Heute jedoch schießt man ein Handyfoto und jagt es ins Netz - "beissende Fische an der türkischen Südküste" - und schwupps wird daraus ein "Phänomen".
Oder man berichtet davon bei HC und verursacht - q.e.d. - eine allgemeine Verunsicherung.
Genau dagegen - und nur dagegen! - wendet sich meine Kritik. -
nur mal so nebenbei erwähnt:
in girechenland, auf sehr vielen griechischen inseln kann man mittlerweile ein fish spa buchen.
dort sind kleine knabberfische, die dem gast, der seine füsse in das becken hält, hautschüppchen und angeblich auch hornhaut von den füssen knabbert.
das mag vielleiht nicht dieselbe spezies an fischen sein, aber ich wollte damit sagen: in anderen ländern muss man die fische in künstlichen becken halten und der gast muss sogar dafür bezahlen, was man in der türkei scheinbar wohl auch noch on top inklusive bekommt. -
Die Gemüter scheinen sich also wieder etwas zu beruhigen. Warum? Weil Fakten auf den Tisch gebracht wurden. So sehr ich den letzten Beitrag der TO schätze, es muss der Vorwurf erhoben werden, dass die sorgfältige Recherche nicht vor der Eröffnung dieses Threads erfolgte.
Unreflektierte Verbalinjurien wie Lügner (Lügen heißt ganz bewusst die Unwahrheit sagen, das tut hier niemand) und Vollidiot heizen nur die Stimmung unnötig an, aber vielleicht war das auch durchaus nicht ungewollt.
Hier in diesem überschaubaren Forum lassen sich die Folgen zumindest in diesem Fall noch eindämmen, wie aber VS richtig erläuterte, kann dies in Massenmedien wie Facebook unabsehbare Folgen haben. Was lernen wir daraus? Erstmal sollten harte Fakten ermittelt werden, bevor irgendwelche butterweichen Theorien in die Welt gehauen werden.
Das gilt nicht nur für die "wilden" (O-Ton ! ) beißenden Fische, sondern auch für explodierende Bomben, die irgendwelche Animateure in einem Klärwerk gezündet haben.

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Auch ohne regelmäßiges Ausbringen von Brotlaiben werden stehende Wadln angegangen - es ist nicht so, dass die Fischlein inzwischen auf eine bestimmte Form und Farbe von brotähnlichen Erscheinungen konditioniert wären.
Selbsverständlich zieht jedoch ein gewisses Überangebot an Nahrung mehr Fische an, seien es nun tatsächlich Brote oder massenhaft Touribeine.

Das dürfte evtl. die einfache und logische Erklärung sein, warum es zuweilen zu vermehrten Verletzungen kam.Ebenfalls zu beobachten im Verlauf des Strangs:
Frag einen Türken und du bekommst eine Story!
Hab ich schon oft gesagt, bleibt wahr.
Die Antwort "Die gibt´s da schon immer und gebissen haben sie auch schon immer!" ist schlichterdings keine ausreichende Herausforderung für das "türkische Erzählerherz". -
"Lexilexi" wrote:
... in anderen ländern muss man die fische in künstlichen becken halten und der gast muss sogar dafür bezahlen, was man in der türkei scheinbar wohl auch noch on top inklusive bekommt.Man darf gespannt sein, wann und welcher Veranstalter auf die Idee kommt, es als ultrahyper all inclusive zu vermarkten

Wat ne Aufregung um ein vollkommen natürliches Verhalten, das wahrlich nicht eine Eigenart der türkischen Riviera ist :? Man sollte sich schonmal vor Augen halten, daß auch das Mittelmeer keine Badeanne ist und wenn man es nutzen möchte, mit seinen Bewohnern zuweilen interagieren muss. Aber wahrscheinlich hat Einem das der Reiseveranstalter vorenthalten und bekommt demnächst eine Pauschale in der Frankfurter Tabelle...
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Im Wasser ist der Mensch am Ende der Nahrungskette.
http://www.welt.de/reise/article13560823/Der-Weisse-Hai-greift-sogar-im-Mittelmeer-an.html -
Komme gerade aus dem Meer, keine Verunreinigungen und kein Gestank und keine beissenden Fische in Evrenseki beim Adalya Resort!
Carsten -
Eismann, bist du dir sicher, dass du auch sorgfältig recherchiert hast? Ich glaube, eher nicht. Am besten gehst du morgen noch einmal bis zu den Hüften ins Meer und bleibst mindestens 8 Stunden regungslos stehen - also für die Fische ist das ein Arbeitstag. Du kannst ja eine Begleitung am Strand positionieren, die sich mit einem Notizblock bewaffnet. Jedes Mal, wenn du angenagt wirst, rufst du laut "Zubiss", und er/sie macht einen Strich auf dem Notizblock. Jedes Mal, wenn etwas an dir vorbei schwimmt, was deiner Meinung nach nicht ins Meer gehört, rufst du "Unrat" und bei auftretenden Gestank "Gasangriff". Morgen Abend kannst du uns dann hier wieder berichten (falls du dazu noch in der Lage bist
), dann hätten wir ja schon mal einen wissenschaftlich fundierten Ansatz...