Der Weg ist das Ziel!
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@mk116: Danke! OT: Wann bist du in KUL genau? Gruß
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Interessant, wie viele Meinungswege hier zum Ziel führen

Geht es jetzt um die Frage, wie man ein Land bereist, um es zu erkunden? Somit nonstop zum Urlaubsziel einfliegt? Und dort lokal den Urlaub verbringt? Oder ob man eine Kreuzfahrt zu Wasser bzw. an Land unternimmt? Zu einem Endziel via diverse Zwischenstopps? Denn imho ist eine Eisenbahnfahrt eine Art Kreuzfahrt, nur auf Schienen, wobei ich wählen kann, ob ich per Luxusausgabe oder per regionalem Verkehr von a nach b unterwegs bin.
Weiterhin: Passt so eine mehrwöchige Intensiv-Reise überhaupt zu meinen Urlaubs-Ansprüchen? Falls ja: Habe ich die Zeit dafür? Wie sieht es mit den Finanzen aus? Was möchte meine Familie?
Danke, @Pesche, für deinen informativen Bericht. Für "verrückte Exoten" halte ich Euch nicht, eher für Privilegierte. Denn "längere Reisen rund um die Kugel", egal wie und wann das Ziel erreicht wird, gehen leider gar nicht für die Mehrheit der Arbeitnehmer hier in D. Daher sei dankbar, solche Reisen unternehmen zu können.
"Der Weg ist das Ziel!" - das geht übrigens auch im Alltag. Entschleunigung. Wenn ich z.B. die 7km zum nächsten Supermarkt per Fahrrad zurücklege. Oder in die andere Richtung zum Sport radele. Genuss und Lebensfreude pur! Wg. der super-schönen Landschaft, denn ich habe das Glück, da zu leben, wo viele Menschen gerne Urlaub machen.
LG aus OWL
Dagmar -
Hallo Pesche,
was mich am meisten beeindruckt, ist eure Einstellung und euer Umgang gegenüber anderer Ansichten/Meinungen. Eure Art und Weise des Urlaubens fördert sicherlich eure Toleranz und Respekt gegenüber Anderem.
Dass ihr - vermutlich wohlwollend - als "verrückte Exoten" bezeichnet werdet, zeigt andererseits aber leider auch, dass in unserer Gesellschaft der Main Stream überbewertet wird, Schubladendenken sowie Neid zu ausgeprägt sind und sich die meisten Leute mit anderen Lebensentwürfen unnötiger Weise viel zu schwer tun. Und in eurem Fall geht es "nur" um die Urlaubsgestaltung.
Ganz schlimm wird's für mich, wenn es an verschiedenen Stellen um "typisch" Junge/Mädchen geht ...Gruß, Hut ab und weiter so,
Rudy -
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So weit weg wie @Pesche war ich noch nie. Allerdings mache ich Zugreisen mit Unterbrechungen gerne in Europa, z. B. nächstes Jahr von Westfalen - wo ich wohne - über Berlin und evtl. einige andere polnische Orte nach Breslau und noch nicht geklärte Zwischenstationen wieder nach Hause. Oder vor zwei Jahren über Freiburg (Breisgau) an den Genfer See und über Basel wieder zurück. Auf den Zwischenstationen gönne ich mir dann ein paar Übernachtungen. Nur, wo ich meine, dass ein paar Stunden reichen, mache ich - wenn es sich einrichten lässt - unterwegs Station. Die Bahn hat für solche Zwecke Gepäckschließfächer. Oder ich fahre von einem der Orte, wo ich übernachte hin. Zwischendurch fliege ich auch weg, meist pauschal und mit Rundreisen vor Ort oder für eine verlängertes Wochenende mit Freundinnen ins europäische Ausland. Das alles lässt sich - im Gegensatz zu Reisen mit einer Anfahrt von mehreren Wochen - mit meinem Urlaub und meinem Budget vereinbaren.
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Ich denke die Art der Reise spielt eine große Rolle. Bei meinen Städtereisen geht es mir darum, schnell per Flieger von A nach B zu kommen. Da brauche ich keinen Komfort und verhungern werde ich auch nicht bei 2-3 Std. Flug.
Anders ist das, wenn mein Mann und ich mit dem Cabrio unterwegs sind. Dann ist auch der Weg das Ziel. Ebenso haben wir einige Jahre lang unsere Urlaube mit dem Motorrad in den Deutschen-, Österreichischen-, Südtiroler- und Schweizer Alpen verbracht. Dort waren ebenfalls unsere Wege unser Ziel.
Bahnfahren in Deutschland macht schon lange keinen Spass mehr. Zumindest haben wir bei den wenigen Malen die wir mit dem Zug unterwegs waren nur schlechte Erfahrungen gemacht.
Ich bewundere auch die Menschen die "anders" reisen und auch (für mich) exotische Ziele ansteuern.
Mein Traum wäre eigentlich noch der Jacobsweg
.LG
reiselilly -
Das ist mal ein interessantes Thema. Lange mehrwöchige Reisen kann sich sicher nicht jeder leisten. Da muss der Arbeitgeber mitmachen. Ich hatte das Glück, dass ich auch schon mal 6 Wochen Urlaub an einem Stück nehmen konnte und bin mit meiner Familie durch Australien gereist. Unser Weg = Ziel war unter anderem die Great Ocean Road, aber auch Wanderungen im Kings Canyon.
Man muss aber gar nicht in die Ferne schweifen und wochenlang wegbleiben. Bei jedem Fernwanderweg, bei jeder Radroute und bei jeder Touristenstrasse ist der Weg das Ziel. Der Jakobsweg, der auch mir als allererstes eingefallen ist, ist nur ein Beispiel. Hier in Deutschland gibts auch unzählige Möglichkeiten, die man gar nicht alle aufzählen kann. Und wie sagt man noch so schön: Viele Wege führen nach Rom ... Es muss ja nicht immer der Schnellste sein.
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Toleranz anderen Menschen gegenüber fängt bei mir nicht erst beim Jurten-sit-in und einem Schälchen gegorener Stutenmilch an, sondern bei mir vor der Haustür. Dazu zählt auch, dass ich die Reise- und Urlaubsmodelle meiner Mitmenschen toleriere, ob sie nun lieber mit dem Kajak über den Atlantik schippern oder sich gemeinsam mit 3000 anderen Menschen auf dem AIDA-Deck zur deutschsprachig animierten Morgengymnastik einfinden, auch wenn das Reisen und die Begegnungen mit anderen Menschen und Völkern auf Augenhöhe bildet, gar keine Frage. Mich haben meine Reisen vor allem Demut gelehrt im Umgang mit meiner Arbeit und banalen Alltagssituationen. Ob ihr Exoten seid @Pesche? Nun ja, wenn jemand ganz öffentlich den Zeiten hinterhertrauert, als ihn die persönliche Stewardess beim Transantlantikflug (sponsored bei boss) noch in den Schlaf geträllert hat, dann mag eine Reise in einer Viererkoje für dich persönlich exotisch anmuten. Eine unserer Reinigungskräfte in der Firma ist Mongolin und sah trotz ihres Geologiestudiums in Deuschland keine andere berufliche Perspektive als putzen zu gehen. Sie kam der Liebe wegen nach Deutschland, wie romantisch, aber von Exotik weit und breit keine Spur. All diese Dinge erfahre ich aber auch nur, wenn ich auch meinen Mitmenschen in Deutschland auf Augenhöhe begegne. Auch für mich ist oftmals der Weg das Ziel. Das kann aber auch am Wochenende eine Radtour durch unser wunderbares Ländle sein. In diesem Sinne wünsche ich allen auch weiterhin wunderbare Eindrücke beim Reisen, ob mit dem Bollerwagen, dem Fahrrad, auf dem Esel, im Cabrio, beim Fliegen, beim Paddeln...... Wichtig ist immer nur, die Klappleiter nicht zu vergessen
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Ach Katjamaus, alleine dafür hat es sich gelohnt,schon zu einer so exotischen Stunde wach zu sein
