Warum seid ihr von Ägypten so begeistert? oder enttäuscht?
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Eben, doc3366,
ich versuche doch nur anhand des Reiseprofils zu erkennen, wie viel Gehalt eine Meinung haben könnte oder nicht.
Ich plädiere dafür den "Streit um Recht haben oder nicht Recht haben" mit dem Administrator Curiosus zu beenden. Das sieht für keinen wirklich gut aus. Das sehe ich zumindest so.
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Du meinst sicherlich den User "Curiosus"
(darauf legt er Wert)Admin ist er nur, wenn er einen Klick weiter Beiträge löscht

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Ulf,ich sehe das persönlich nicht als Streit, sondern nur als unterschiedliche Meinungen!
Leider werden , vor allem im Ägyptenforum, andersartige Meinungen, die dieses Land(und da gehören m.M.n. in einem Urlauberforum auch vor allem die Touristenregionen dazu) als nicht nur positiv sehen, oftmals "weggebügelt" und das in meinen Augen leider auch teilweise sehr unsachlich...
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Habe das Wort S t r e i t u. a. auch in Anführungszeichen gesetzt.
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Nicht traurig sein curiosus, dafür hast Du viel mehr Freunde in Deiner Freundesliste als ich zum Beispiel.
Dein Reiseprofil ist doch recht Ägypten-lastig. Somit hast Du Dich als Fan geoutet. Was fehlt -so finde ich- sind ein paar andere Reiseländer in Deinem Reiseprofil.Dann kann man Ägypten entweder noch mehr lieben oder mehr relativieren. Ich bin ja auch Ägypten-Fan und versuche es neutral zu sehen, aber ich verzeihe dem Urlaubsland einfach viel mehr, als ich es bei anderen Urlaubsländern tue.
Es ist in diesem Land auch einiges im Argen und darüber kann man wirklich diskutieren z. B. je mehr Trinkgeld der Tourist verteilt, um so mehr kürzen die Hoteleigner wahrscheinlich das Grundgehalt vom Personal und überhaupt die Frage, wem gehören die Hotels in Ägypten überhaupt? Ich hatte von einem Reiseführer mal gehört, dass die Hotels in ihrer Gesamtheit****nur wenigen Familien-Clans gehören. Ob es stimmt kann ich nicht überprüfen.
Soll ja auch keine moralische Diskussion werden. -
Ulf, nur ein Bruchteil der "Bewertungen", Bilder und mehr sind in meinem Profil nachzulesen. Das voran.
Allerdings habe ich wenig Interesse an polemischen "Anmerkungen" oder sinnfreien "Kommentierungen". Von daher stehe ich gerne via PN für ernst gemeinte Fragen/Diskussion zur Verfügung. -
Ich sag jetzt einfach mal nix. Vielleicht habe ich da was falsch verstanden.
PS: Ich schalte jetzt ab und sehe morgen mal nach, wie sich das hier so entwickelt.
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wally, Du möchtest im Hotel nicht bedient werden, fühlst Dich unter Ägyptern eh wohler, kennst Dich sehr gut aus, hast viele "Freunde" dort, unternimmst viel mit ihnen privat(z.B. Strandausflüge) -darf ich fragen, warum Du nicht Privatunterkünfte buchst(wobei bestimmt mehr Geld bei den richtigen Stellen ankäme) oder bei Deinen "Freunden" unterkommst, sondern immer wieder ein 4*Hotelbuchst?!
Und zu Deinem letzten Satz, siehe meine Worte an Ulf, passt denn dieses Angebot so gut zu den Gepflogenheiten des Landes und ist man die Entwicklung nicht auch selbst mit schuld !?
Was verstehst du an meinen Beiträgen nicht, dass du zu der o.a. Meinung und Frage kommst?
Ich buche das 3*Hotel immer wieder, weil es mein 2.Zuhause geworden ist und ich mich nicht wie daheim, um die alltäglichen Dinge kümmern muss, denn dort werde ich bedient und man kocht, säubert, wäscht für mich.
Ich habe mich vor meinen Pauschal-Reisen nach Ägypten, Marrokko und Tunesien ausführlich über die Geschichte, Land und Leute informiert, lerne aber vorurteilsfrei gerne immer noch Neues dazu.
Schäme mich aber auch sehr oft Deutsche zu sein, weil sich im und auch ausserhalb des Hotels viele Urlauber intolerant, respektlos und selbstherrlich benehmen.
Ich habe zwar auch schon schlechte Erfahrungen mit Taxifahrern und Shopbesitzern gemacht, aber durch viele Insidertipps und mein Selbstvertrauen ist es für diese Dummköpfe ein Fiasko gewesen.
An welcher Entwicklung sollen wir also deiner Meinung nach selbst eine Mitschuld haben?
Bin ich daran schuld, dass es eine Gepflogenheit im Islam ist, dass Reiche den Armen Baksish = Gabe, Geschenk (in D. wäre es Almosen) geben und die Armen sich dafür mit einer Dienstleistung bedanken und das Trinkgeld für die Angestellten in Ägypten eine notwendige Einnahmequelle für den Lebensunterhalt ist?
Sorry, aber gerade du als Hotelfachmann/Gastwirt aus einem sozialen Staat, solltest diese Gepflogenheit nicht verallgemeinern, oder Entwicklungshilfe nennen.
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Sorry wally, Dein/e Unverständnis/Unkenntnis darüber, daß der Service im Reisepreis/Hotelpreis inkludiert ist, führte mich zu der Annahme, daß Du ihn entweder nicht möchtest, oder aus irgendwelchen, mir unbegreiflichen Gründen, doppelt entrichten willst. Deshalb dachte ich mir, vielleicht wäre es für Dich besser, direkt privat unterzukommen.
Aber da Du ja jetzt auch einräumst, diesen Service, den Du mit Buchung bezahlst, zu mögen, kann es sich nur um eine Unwissenheit Deinerseits gehandelt haben und es freut mich, Dir behilflich gewesen sein zu können.
Es spricht natürlich nichts dagegen, für besonders guten und aufmerksamen Service, ein Trinkgeld zu geben, "Danke", "Bitte" und ein Lächeln gibt es bei mir obendrauf, sogar bei durchschnittlichem Service.
Fremdschämen können sich wohl Bürger jeder Nation, warum wir Deutschen da gerne die Vorreiterrolle übernehmen, ist mir zwar unverständlich, aber auch eigentlich egal, da ich mir damit nicht den Urlaub belasten mag.
Daß Du zumindest meinen letzten Beitrag nicht verstanden hast, zeigt mir die Tatsache, daß sich die von mir angesprochene Mitschuld in diesem Fall nicht auf "uns" (Touristen) bezog, sondern auf diejenigen, die das den landestypischen Gepflogenheiten widersprechende Angebot eingeführt haben. War aber m.E. auch eindeutig formuliert, da Ulf zuerst die Entwicklung des touristischen Verhaltens im Zuge der AI-Einführung beschrieb, ich ihm grundsätzlich Recht gab, aber auch diese Einschränkung als Gegensatz formulierte. Jetzt verstanden?
Den Zusammenhang von Trinkgeld, Bakschisch(sorry, ich schreibe die eingedeutschte Version, mein Persisch ist leider nicht vorhanden) und Entwicklungshilfe, habe ich so nie genannt, den konstruierst Du hier gerade, lies bitte nochmal nach.
Den Unterschied zwischen Trinkgeld in sozial geprägten Staaten im Allgemeinen oder touristischen Schwellenländern und Bakschisch in muslimischen Ländern im Besonderen, muß Dir als Spezialistin ja bestimmt niemand erklären, jedenfalls verallgemeinere ich diese verschiedenen Gepflogenheiten bestimmt nicht, da sie mir nur zu gut bekannt sind.
Und nochmal zur Verdeutlichung, Entwicklungshilfe habe ich sie bestimmt nie genannt, falls doch, müsste ich mich schwer verklausuliert haben und wäre Dir zutiefst dankbar, wenn Du mir diesen Fauxpas anhand eines Zitates aufzeigen könntest

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doc3366 wrote:
Hier im Forum kommt es mir aber öfter so vor, daß jeder Ägyptentourist am besten auch gleichzeitig Entwicklungshilfe studiert haben sollte.Sorry, aber auch wenn du immer wieder mein/e Unverständnis/-kenntnis betonst, wird daraus kein Schuh, den ich mir anziehe, denn ich weiß sehr wohl, wofür ich bezahlt habe.
Nichts desto Trotz, scheinen du und einige andere aber keine Lust zu haben, von ihrer voreingenommenen Meinung Ägyptenfans gegenüber, auch nur einen Deut ab zu weichen.
Auch wenn du immer wieder erklärst, dass wir alle die Bedienung bezahlt haben, ist und bleibt es für Ägypten eine Tatsache und Gepflogenheit, dass das Trinkgeld keine zusätzliche (wie in D) sondern eine wichtige Einnahmequelle für den Lebensunterhalt ist.
Nur weiß ich aus eigener Erfahrung vor Ort, dass auch diese xte Anmerkung des Sachverhaltes nicht verstanden wird.
Deshalb sollten sich Urlauber aber auch nicht wundern, wenn Gäste, die ab und an mal eine Kleinigkeit zusätzlich geben, bevorzugt bedient werden.Mehr schreibe ich jetzt nicht mehr dazu, denn dieses Thema wurde schon zu oft erklärt und wer nicht hören will, der sollte das Echo klaglos ertragen.
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Sorry wally, ich sag es jetzt mal knallhart.
Es tut mir sehr leid, dass die Menschen dort nicht viel verdienen aber ich kann da nichts zu. Auch ich und viele andere müssen schauen wie wir am besten über die Runden kommen und da kann ich nicht jedem, der mir dort ne Cola bringt, nen Euro in die Hand drücken nur weil das für die Menschen eine wichtige Einnahmequelle ist.
Auch eine Friseurin hier in Deutschland, die 3 Euro die Stunde bekommt, muss lange für den Urlaub sparen und kann (sorry) nicht Mutter Theresa spielen, selbst wenn sie es wollte. Ebenso eine Familie mit 3 Kindern, die Reihe könnte man unendlich fortsetzen.
Es heißt immer die reichen Deutschen (egal in welchem ärmeren Land), aber das auch hier die meisten Menschen nicht in Geld schwimmen, sehen sie nicht.
Aber nochmals, für Leistung gebe ich gerne Trinkgeld, nicht das wieder Missverständnisse aufkommen!Ich glaube das Thema Trinkgeld ist jetzt langsam durch. Ihr habt eure Meinung, was völlig in Ordnung ist, andere sehen es eben anders. Das sollte aber dann auch ok sein.
LG Claudia
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Nun muss ich auch noch meinen Senf dazu geben.
Zugegeben mic stoert die trinkgeldverlangerei auch ein wenig. Die Ursache ist aber dafuer ist schnell geklaert und das wissen eben die meisten Pauschaltouristen nicht (bzw koennen es nicht wissen). Der Hotelier kalkuliert das Trinkgeld in den Lohn mit ein. Um das mal in zahlen zu sagen, der Angestellte erhaelt z. B. 500 LE monatlich, und bekommt noch ca. 50 Euro Tringeld. Das ist nicht fair und klar geiert dieser Angestellte dann nach dem selben. Denn wie wally schrieb bei Krankheit, Urlaub kein Lohn.
Mein Mann (Aegypter) und ich leben seit 2 Jahren getrennt und haben nun die Scheidung eingereicht. Vor 2 Jahren hatte ich eigendlich die Entscheidung fuer mich getroffen, dass ich mit Kind nach Deutschland zurueck gehe, wenn Kind die 4. Klasse beendet hat. Kindsvater war damit auch einverstanden. Nach reiflicher Ueberlegung habe ich diese Plaene gecancelt. Denn ich habe jetzt ein so tollen Job und klasse Kollegen, dass ich, auch mit Ruecksprache mit Kind, hier bleibe. Und auf Grund der Herzlichkeit meiner Kollegen kann ich eigendlich sagen, dass ich eher in einer grossen Familie arbeite, in der ich als grosse Schwester voll akzepiert und intregiert bin. Man sollte es kaum glauben, aber es ist in der Tat so, dass "meine" Maenner das tun was ich moechte und ohne wenn und aber. Und das ist es was Aegypten aus macht die Herzlichkeit. Nur leider geht diese in den Touristenhochburgen und Hotels oft verloren wegen s.o.
Sonnigen Gruss
Nefe -
Sorry wally, kann erst jetzt Stellung nehmen...
Du hast zwar richtig zitiert, daß ich die Entwicklungshilfe genannt habe, aber keineswegs in Zusammenhang mit dem Trinkgeld, diesen hast Du hergestellt!
Ich sagte, daß es mir so vorkommt, daß hier manchmal verlangt wird, man müsse Entwicklungshilfe studiert haben, um als Tourist nach Ägypten fahren zu können. Das geht in die Richtung "sich mit dem Land beschäftigt zu haben", um dort Urlaub machen zu können und hatte mit dem Thema Trinkgeld rein gar nix zu tun, sondern nur mit der Erwartungshaltung der Ägyptenfreunde hier, an einen "normalen" Touristen, der das Land zu Urlaubszwecken besuchen möchte.Und daß ich zwischen Trinkgeld in Deutschland, Ägypten oder anderen touristischen Destinationen und Bakschisch zu differenzieren weiß, kannst Du in meinem letzten Beitrag nachlesen. Auch, daß ich bei entsprechender Leistung dazu gerne bereit bin, aber diese muss schon stimmen, im Vorhinein für eine inkludierte Leistung nicht und darum ging es halt in der ganzen Diskussion, die durch Claudia`s berechtigten Beitrag in Gang gesetzt wurde, der mit Bakschisch(Almosen, nicht Schmiergeld) nichts zu tun hatte.
Aber lassen wir es gut sein, ich werde auch weiterhin nach Ägypten fahren, wenn es sich ergibt und bestimmt nicht mit berechtigtem Trinkgeld geizen

Nefe, trotz eines bestehenden Manteltarifvertrages hier in der Gastronomie, der Mindestlöhne garantieren sollte, wird auch bei uns das Trinkgeld leider immer entscheidender. Natürlich sind wir noch nicht auf ägyptischem Niveau und teilweise sozial abgesichert, aber auch da geht die Schere immer weiter auseinander :?
Ist aber OT und würde zu weit führen, Dir jedenfalls wünsche ich weiterhin alles Gute

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Trinkgeld in Deutschland... es gibt mitlerweile genug Arbeitgeber die verlangen das der Arbeitnehmer das Trinkgeld dazu zählt und dann nur noch ein Anteil davon bekommt! Gerade in der Gastronomie ist das mitlerweile häufiger der Fall.
Es gibt hier kaum arme menschen wie in Ägypten die nicht wissen was sie morgen zu Essen haben!
Trinkgeld in Ägypten...gebe ich gerne. Nicht 1€ aber 1Dollar oder 2-3 Le je nach dem. Aber noch lieber gebe ich das was ich nicht brauche und für sie was besonderes ist. Kleidung, Malstifte, Kugelschreiber, Blöcke, Süssigkeiten und Kosmetik... man braucht kein Geld zu geben und besonders nicht wenn man keines hat.
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Da ich bereits in den achzigern des vorigen Jahrhundert fünf Jahre abwechselnd in Ägypten und Jordanien gearbeitet habe, kann ich die Veränderungen im Land und bei den Leuten ganz gut einschätzen. Damals habe ich mir in meiner Freizeit das Land anschauen können, meistens begleitet von einem einheimischen Mitarbeiter, sozusagen einem Personal Guide. Diese Begleitung verschaffte mir Einblicke und Kenntnisse über das Land, welche ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte.
Als ich nach zehn Jahren der Abstinenz neunzehnneunundneunzig, zwei Jahre nach dem Attentat in Luxor, als Urlauber wieder nach Misr kam musste ich mich auch erst auf den "neuen" Massentourismus einstellen. Einiges war einfach europäisiert worden, vieles war einfacher geworden.
Ein Stillstand der Entwicklungen ist heute noch nicht abzusehen, eher geht es m.E.n. mit der und durch die neue Regierung bergauf.
Meine Begeisterung für Land und Leute ist heute Beileibe nicht mehr dieselbe, aber immer noch vorhanden wenn auch anderer Art. Wie in den zahlreichen anderen Postings schon beschrieben, ist sie bei mir jetzt auf Sonnengarantie, unschlagbare Reisepreise sowie die bei den meisten Masri´s, nach herrschender Meinung, angeborene Freundlichkeit und Offenheit reduziert.
Auch kann ich heutzutage meine Urlaubszeit ganz relaxt im Liegestuhl verbringen, da ich die vermeintlichen Touriziele bereits zu einer Zeit besucht habe in der die meisten meiner Landsleute Ägypten auf der Weltkarte bestimmt nicht auf den ersten Versuch fanden.أنا أحب مصر
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**Eben damal77,**der Tourismus hat auch gewollte sowie ungewollte Begleiterscheinungen mit sich gebracht. Das mit dem Trinkgeld kann ja nun nicht ein so übermächtiges Thema sein. Das trifft aber auf die meisten muslimischen Länder zu, die wir bereist haben.
Viele der Hotelmitarbeiter haben studiert und finden keine Arbeit. In deren Großfamilien haben nicht alle nennenswerte Einkünfte oder Arbeit.
Jemanden aus der Familie in einem Hotel zu haben ist für viele Familien substanziell.
Klar, es kann nicht Aufgabe der Touristen sein sich Gedanken zu machen, ob die Familie des Kellners über ausreichende Einkünfte verfügt. Es würde mich freuen, wenn ich mit meinem Bakschisch jemandem helfen kann. Geld ist nicht alles und sollte auch nicht "großkotzig" verteilt werden. Es gibt ja auch Naturalien wie Süßigkeiten, Spielsachen für Kinder oder Kinderkleidung aus denen ein Kind hier bereits rausgewachsen ist.
Es hat noch nie geschadet sich in solche Situationen hineinzuversetzen und wenn es auch nur zu der Erkenntnis führt, wie gut es uns noch geht.Ich freue mich schon jetzt auf 30° C und Sonnenschein im November. Wo? Na, genau eben da, in diesem herrlichen Land mit netten Leuten, die den Touristen versuchen jeden Wunsch von den Augen abzulesen und trotzdem den Stolz eines Ägypters zu wahren.
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Nach bitten, kopiere ich den im anderen Thread schon geposteten Text.
Vielen wird meine Meinung vielleicht Tränen in die Augen treiben. Ägypten-Liebhaber/innen sollten ab hier vielleicht nicht weiter lesen.
Ich habe mir lange Zeit gelassen, um den Urlaub nüchterner betrachten zu können –er wird dadurch aber nicht schöner.
Wie drücke ich es am besten aus ohne den Ton zu verlieren? Ich sag es mal so, ich/wir fahren nie wieder nach Ägypten. Ich möchte fast sagen, dass ich ein muslimisches Land nur noch besuche, wenn da die wirtschaftlichen Verhältnisse stimmen.
Gut, was war schlecht? Wo fang ich an?
Ich habe noch nie so unhöfliche, dreiste und aggressive Menschen kennen gelernt!
Passage gem. Forenregeln entfernt.
Ein gemütlichen Bummel in den Einkaufstraßen war zu keinem Zeitpunkt möglich, ganz zu schweigen von individuellen Entdeckungen. Wir wurden permanent dumm angequatscht,an den Armen festgehalten oder beleidigt.
Hätte ich nicht Angst gehabt, in diesem Dritte Welt Land hinter Gitter zu kommen, dann hätte ich sicher den einen oder anderen in die Waagerechte gebracht.
Die Ausflüge. Also die unberührten Riffe sind echt schön –meiner Meinung nach das Einzigeschöne an diesem Land. Ich weiß, ich habe nicht das wirkliche Ägypten gesehen…möchteich auch nicht mehr.
Wir hatten einen Ausflug gebucht, der nicht billig war. Wir dachten so könnte man vielleicht aussieben. Falsch gedacht. Das wir ununterbrochen gefilmt wurden war das kleinere Übel.
Wir haben dem „Reiseleiter“ zwar höfflich drüber informiert, dass wir das nicht unbedingt möchten und dass wir das Video eh nicht kaufen, das hat er aber leider nicht ganz verstanden. Nicht auf Englisch, nicht auf Deutsch, nicht aufNiederländisch und auch nicht auf Französisch. Gut halb so wild, soll er doch. Schlimmer war, dass der hyperaktive, vielleicht 18 Jahre alte, möchtegernTauchguide in einer Tour meine Frau angebaggert hat. Es bestand kein Fluchtweg auf offener See und wir wollten ja wieder heil nach Hause kommen. Andernfalls hätten unseren immer noch höfflichen wie auch zahlreichen Worten Taten gefolgt.
Endlich im Wasser! Schöne Fische, einigermaßen intakte Korallen, endlich Ruhe!?! Nichts ist! Da ist er schon wieder…
Wir sind gute Schwimmer und haben zügig ein paar Meter gemacht um ihm zu entkommen, aberder hyperaktive tut ja wahrscheinlich nichts anderes als Touristen im Wasser zunerven. Er hielt uns dann mal an den Beinen fest, das abwinken vorher hat er sicher nicht gesehen. Nach dem ich im dann dezent den Arm in eine unnatürliche Form gebracht habe und zu ihm sagte „Stop!“, „Go!“, hat er es dann endlichkapiert und die anderen Touristen genervt.
Das Hotel. An sich war es nett gestaltet, auch wenn es nicht sonderlich sauber war, kann man da, für so ein Land, nichts sagen. Zu den Angestellten schon. Trinkgeldgeil ist weit untertrieben. Höflichkeit, Gastfreundschaft, Service, dass gabs dort alles nicht –im Gegenteil. Dazu muss ich auch nichts Weiteres sagen.
Vielleichtnoch zum Essen. Quantität groß, Qualität mies. Es gab nichts, was wirklich lecker war. Am zweiten Tag hatte ich es mit dem Magen. Für Menschen, die Ihre Fleischrationen bei Aldi in Form von Zehn KG Schnitzelpaketen für 2,99 Eurokaufen, mag es aber sicher reichen.
Der Strand. Es gibt in Ägypten sicher auch schöne. Nicht an unserem Hotel. Die Angestellten waren genauso schlimm wie im Hotel, wenn nicht sogar schlimmer. Liegen in der ersten Reihe nur gegen Gebühr. Meistens. Die Angestellten legen Handtücher drauf und führen ihre bevorzugten Gäste gezielt dort hin und weisen ihnen den Platz zu. Der Hotelleitung ist es egal.
Das Wasser. Tja, also ich habe vor meinem Studium mal eine Ausbildung als Klempner gemacht, ich bin also nicht überempfindlich, was unreine Zustände angeht. Das Wasser ist dreckig! Nicht nur ein bisschen. Es ist verdammt dreckig! Keine kleinen Ölfilme, richtige Ölperlen im Wasser. Essensreste aller Art und einmal schwamm eine nette Wurst an mir vorbei. Es war keine Verzehrwurst! Mag an den Schiffen liegen, die hemmungslos ihre Borttoilette, in Strandnähe entleerten.
Naja, sonst halt nichts was mich noch mehr geschockt hätte. Angestellte spucken, nein sie rotzen in Sand, lassen die Kinder durch laufen und amüsieren sich drüber,schnippen ihre Kippen überall hin. Ich rauche auch, aber ich habe es geschafft einen Aschenbecher zu nutzen.
Passage gem. Forenregeln entfernt.
Was gibt es sonst noch schönes?
Ich würdemal sagen nichts. Würde mir heute jemand sagen „Hey, ist dumm gelaufen. Ich schenke dir zwei Wochen zur Wiedergutmachung“ Ich würde lachend ablehnen.
Es gibt sicher Leute denen es dort gefällt. Die Können dort auch gerne hinfahren. Wir nie wieder. Ich möchte hier nicht den Miesepeter spielen. Ich möchte nur allen sagen, die über einen Urlaub in Ägypten nachdenken, informiert euch vorher drüber, ob es wirklich das richtige für euch ist.
Edit: Wir waren im Juli im Grand Reasot in Hurghada.
Ich habe leider nicht übertrieben, ich hätte noch wesentlich mehr schreiben können.
Es zieht mich zwar wieder in das tolle und sehr gastfreundschaftliche Land Griechenland, aber die nächsten Reisen werden wohl in den Karibischen-Raum gehen.
Eine Bewertung habe ich abgegeben... -
Mehr ist dazu, glaub ich, nicht zu sagen.
Selbst nicht in der Lage seine Prinzessin zu verteidigen, dann eventuell eine nicht so gute, weil günstige Hotelwahl, und schon wird Ägypten als Urlaubsland abgelehnt. :?
Aber, auch die Griechen können kriechen. Dann auf ein Neues
LG an Egypt-Fans