Weihnachten: Rezepte, Ideen, Wünsche und Geschichten
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Da gebe ich dir vollkommend recht! Cherete´s Beiträge werden hier sehr vermisst. Sie hat immer sehr herzlich geschrieben, ich habe ihre Geschichten, Texte und Rezepte gerne gelesen.
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Wünsch`Euch allen einen entspannten 1. Adventsonntagabend und hoffe,
Euch ein kleines Schmunzeln entlocken zu können. GlG Chris
Der Dienstweihnachtsbaum – Dwbm
Auch mit den Kollegen möchte man gesellig beisammen sitzen und sich an
Lebkuchen und Christstollen erfreuen.
Aber Vorsicht, die Dienstanweisungen zur korrekten Ausgestaltung der Feierlich-
keit sind nicht ohne!
Angefangen bei der Auswahl geeigneter Persönlichkeiten für das Krippenspiel
über das Singen von Weihnachtsliedern und das Anzünden von Kerzen auf dem Weihnachtsbaum.
Vielleicht bestellt man sich doch lieber gleich ein paar Lampen online...?
Keine Sorge - mit dieser Anleitung kann jeder Beamte bei der Weihnachtsvorbe-
reitung beste Ergebnisse erzielen.Eine Dienstanweisung für Beamte
Arbeitsorganisationsrichtlinien über die Handhabung und Verwendung von Nadelbäumen kleineren und mittleren Wuchses, die in Diensträumen Verwendung
als Dienstweihnachtsbäume finden (ArbOrgRichtl. Dwbm, Fassung vom- Dezember 1980):
§1 Dienstweihnachtsbäume
Dienstweihnachtsbäume (Dwbm) sind Weihnachtsbäume natürlichen Ursprungs
oder natürlichen Bäumen nachgebildete Weihnachtsbäume, die zur Weihnachts-
zeit in Diensträumen aufgestellt werden.§2 Aufstellen von Dwbm
Dienstweihnachtsbäume dürfen nur von sachkundigem Personal nach Anweisung
des unmittelbaren Vorgesetzten aufgestellt werden.Dieser hat darauf zu achten, dass:
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Der Dwbm mit seinem unteren, der Spitze entgegengesetzten Ende, in einen
zur Aufnahme von Baumenden geeigneten Halter eingebracht und befestigt wird -
Der Dwbm in der Haltevorrichtung derart verkeilt wird, dass er senkrecht steht
(in schwierigen Fällen ist ein zweiter Beamter hinzuziehen, der die Senkrecht-
stellung überwacht, bzw. durch Zurufe wie mehr links, mehr rechts usw. korrigiert) -
Im Unfallbereich des Dwbm keine zerbrechlichen oder durch umfallende DwBm
in ihrer Funktion zu beeinträchtigenden Anlagen vorhanden sind.
§3 Behandlung der Beleuchtung
Die Dwbm sind mit weihnachtlichem Behang nach Maßgabe des Betriebsleiters zu versehen. Weihnachtsbaum Beleuchtungen, deren Leuchtwirkung auf dem Verbrennen eines Brennstoffs mit Flammenwirkung beruht (sog. Kerzen), dürfen nur Verwendung finden, wenn die Bediensteten über die Gefahren von Feuersbrünsten hinreichend unterrichtet sind und während der Brennzeit der Beleuchtungskörper
ein in der Feuerbekämpfung unterwiesener Beamter mit Feuerlöscher bereit steht.§4 Aufführen von Krippenspielen und Absingen von Weihnachtsliedern
In Dienststellen mit ausreichendem Personal können Krippenspiele unter Leitung eines erfahrenen Vorgesetzten zur Aufführung gelangen. Zur Besetzung sind folgende in der Personalplanung vorzusehende Personen notwendig:
Maria: möglichst weibliche Beamtin oder ähnliche Person
Josef: älterer Beamter mit Bart
Kind: kleinwüchsiger Beamter oder Auszubildender
Esel und Schafe: geeignete Beamte aus verschiedenen Laufbahnen
Heilige Drei Könige: sehr religiöse BeamteZum Absingen von Weihnachtsliedern stellen sich die Bediensteten unter Anleitung eines Vorgesetzten ganz zwanglos nach Dienstgraden geordnet um den Dwbm auf. Eventuell vorhandene Weihnachtsgeschenke können bei dieser Gelegenheit durch den Vorgesetzten in Gestalt eines Weihnachtsmannes an die Untergebenen verteilt werden.
Wir bitten, vorgenannte Richtlinie in geeigneter Weise in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen bekannt zu geben. Die verfassungsmäßigen Rechte
des Bundesrates sind gewahrt.- Autor unbekannt -
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Weihnachtslikör
200 g Zucker
1 P. Vanillinzucker
6 Eigelb
250 ml Sahne
1 TL Kaffeepulver, löslich
200 g Bitter-Schokolade
700 ml Weinbrand
1/2 TL Lebkuchengewürz
Prise Zimt
Prise NelkenpulverZucker, Vanillinzucker und Eigelb schaumig rühren.
Sahne, lösliches Kaffeepulver und Schokolade unter Rühren erhitzen,
bis eine cremige Masse entsteht, dann die Zucker/Eimasse einrühren.
Den Topf vom Herd nehmen und den Weinbrand dazugießen, verrühren
und mit den Gewürzen nach Geschmack abschmecken.
Den abgekühlten Likör noch mal gut durchrühren und in gut verschließbare
Flaschen umfüllen und am bestem an einem dunklen Ort für ein paar Tage
stehen lassen, damit sich das Aroma entfalten kann.Rundschreiben zur Weihnachtsfeier

Liebe Mitarbeiter, wie schon in den Vorjahren wollen wir auch in diesem Jahr das anstrengende Geschäftsjahr mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier im Frühstücksraum A1 beenden.
Da es im letzten Jahr einige etwas unerfreuliche Zwischenfälle gab, möchte die Geschäftsleitung im Vorfeld auf gewisse Spielregeln hinweisen, um die besinnliche Feier auch im rechten Rahmen ablaufen zu lassen.1.) Wenn möglich sollten die Mitarbeiter den besagten Raum noch aus eigener Kraft erreichen, und nicht im alkoholisierten Zustand von Kollegen hereingetragen werden. Eine Vorfeier ab den frühen Morgenstunden sollte möglichst vermieden werden.
2.) Es wird nicht gern gesehen, wenn sich Mitarbeiter mit ihrem Stuhl direkt an das kalte Buffet setzen. Jeder sollte mit seinem gefüllten Teller einen Platz an den
Tischen aufsuchen! Auch die Begründung “Sonst frisst mir der Meier die ganzen Melonenschiffchen weg“ kann nicht akzeptiert werden.3.) Schnaps, Wein und Sekt sollte auch zu vorgerückter Stunde nicht direkt aus der Flasche getrunken werden. Besonders wenn man noch Reste der genossenen Mahlzeit im Mund hat. Der Hinweis „Alkohol desinfiziert“ beseitigt nicht bei allen Mitarbeiten das Misstrauen gegen Speisereste in den angetrunkenen Flaschen.
4.) Wer im letzten Jahr den bereitgestellten Glühwein gegen eine Mischung aus Hagebuttentee und Super-Bleifrei ausgetauscht hat, wird darum gebeten diesen Scherz nicht noch einmal zu wiederholen.
Sicherlich ist uns allen noch in Erinnerung was passierte, als Kollege Moosbacher
sich nach dem dritten Glas eine Zigarette anzündete.5.) Sollte jemand nach Genuss der angebotenen Speisen und Getränke von einer gewissen Unpässlichkeit befallen werden, so wird darum gebeten die dafür vorgesehen Örtlichkeiten aufzusuchen. Der Chef war im letzten Jahr über den unerwarteten Inhalt seines Aktenkoffers nicht sehr begeistert.
6.) Wenn Weihnachtslieder gesungen werden, sollten die Originaltexte gewählt werden. Einige unserer Auszubildenden sind noch minderjährig und könnten durch einige Textpassagen irritiert werden.
In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals daran erinnern, das einige der männlichen Kollegen sich noch nicht zur Blutuntersuchung zwecks Feststellung der Vaterschaft gemeldet haben.
Unsere im Mutterschaftsurlaub befindliche Mitarbeiterin Frl. Kluge meint, es bestände ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der letztjährigen Weihnachtsfeier und der Geburt ihrer Tochter Sylvia im September dieses Jahres.
Wenn wir uns alle gemeinsam an diese wenigen Verhaltensmaßregeln halten, sollte unsere Weihnachtsfeier wieder ein großer Erfolg werden!- Verfasser unbekannt -
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Immer wieder ein Klassiker, aber vielleicht kennt ihn der eine oder andere noch
nicht:
8.Dezember: Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen, wie riesige, weiße Flocken vom Himmelherunter schweben. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch verheiratet.
Ich liebe Schnee.9.Dezember: Als wir wach wurden, hatte eine riesige,wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben? Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der
Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben!12.Dezember: Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitif eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich! Bob sagt, dass wir bis zum Jahreswechsel so viel Schnee haben werden,
dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Bob ist sehr nett - ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.14.Dezember: Schnee, wundervoller Schnee! 30cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20°C gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber
ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist ein Leben! Der Schneepflug kam heute nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, dass
ich so viel würde schaufeln müssen, aber so komme ich wieder in Form. Wünschte ich würde nicht so pusten und schnaufen.15.Dezember: 60cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei extra Schaufeln. Habe
den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich - schließlich sind wir nicht in Alaska.16.Dezember: Eissturm heute morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.
17.Dezember: Immer noch weit unter Null. Die Straßen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie recht hat! Ich hasse es, in meinem eigenen Wohnzimmer zu erfrieren!
20.Dezember: Der Strom ist wieder da, aber nochmal 40cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht, eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. ich glaube, dass sie lügen. Wollte eine
Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, dass die lügen. Bob sagt, dass ich schaufeln muss oder
die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, dass er lügt.23.Dezember: Nur 10cm heute. Und es hat sich auf 0°C erwärmt. Meine Frau wollte, dass ich heute das haus dekoriere. Ist die bekloppt? Ich habe keine zeit - ich
muss schaufeln! Warum hat sie mir das nicht schon vor einem Monat gesagt? Sie sagt, sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.24.Dezember: 20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben, dass ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte ich kriege einen Herzanfall. Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen Eier durch den Schnee. Ich weiß genau, dass er sich hinter der
Ecke versteckt und wartet, bis ich mit Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er mit
150 km/h die Straße runter gerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo
ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine zeit. Musste nach dem Schneepflug
Ausschau halten.25.Dezember: Frohe Weihnachten. 60cm mehr von der !*?^@$. Eingeschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee! Dann
kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich habe ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, dass ich schlechte
Manieren habe. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist. Wenn ich noch einmal ihre Weihnachtsmusik anhören muss, werde ich sie umbringen.26.Dezember: immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen? Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.
27.Dezember: Die Temperatur ist auf -30°C gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.
- Dezember: Es hat sich auf -5°C erwärmt. Immer noch eingeschneit. DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT!!!
29.Dezember: Noch mal 30cm. Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss, oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe. Für wie blöd
hält der mich eigentlich?30.Dezember: Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 25.000€ Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25cm vorhergesagt.
31.Dezember: Habe den Rest vom Haus angesteckt. Nie mehr Schaufeln.
8.Januar: Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen,
die sie mir dauernd geben. Warum bin ich ans Bett gefesselt?Verfasser: Unbekannt
Ich hoffe, ihr habt noch nicht viel Schnee

Wünsche euch allen eine schöne Adventszeit
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Meike - dies zu lesen ist immer wieder lustig! 
Bei uns hat`s heute ganz schön viel geschneit - aber die Straßen sind
"gottseidank" frei!Edith - freut mich, wenn
s gefallen hat ;) - habnoch etliches auf Lager, wie z.B.Der Christbaumständer
Beim Aufräumen des Dachbodens - ein paar Wochen vor Weihnachten -
entdeckte ein Familienvater in einer Ecke einen ganz verstaubten, uralten Weihnachtsbaumständer.
Es war ein besonderer Ständer mit einem Drehmechanismus und einer
eingebauten Spielwalze. Beim vorsichtigen Drehen konnte man das Lied
"O du fröhliche" erkennen.
Das musste der Christbaumständer sein, von dem Großmutter immer erzählte,
wenn die Weihnachtszeit herankam. Das Ding sah zwar fürchterlich aus,
doch da kam ihm ein wunderbarer Gedanke. - Wie würde sich Großmutter freuen, wenn sie am Heiligabend vor dem Baum säße und dieser sich auf einmal wie in
uralter Zeit zu drehen begänne und dazu "O du fröhliche" spielte.
Nicht nur Großmutter, die ganze Familie würde staunen.
Es gelang ihm, mit dem antiken Stück ungesehen in seinen Bastelraum zu verschwinden.
Gut gereinigt, eine neue Feder, dann müsste der Mechanismus wieder funktionieren, überlegte er.
Abends zog er sich jetzt geheimnisvoll in seinen Hobbyraum zurück, verriegelte die Tür und werkelte.
Auf neugierige Fragen antwortete er immer nur "Weihnachtsüberraschung".
Kurz vor Weihnachten hatte er es geschafft - wie neu sah der Ständer aus, nach-
dem er auch noch einen Anstrich erhalten hatte.
Jetzt aber gleich los und einen prächtigen Christbaum besorgen, dachte er. Mindestens zwei Meter sollte der messen. Mit einem wirklich schön gewachsenen Exemplar verschwand Vater dann in seinem Hobbyraum, wo er auch gleich einen Probelauf startete - es funktionierte alles bestens.
Würde Großmutter Augen machen!
Endlich war Heiligabend. "Den Baum schmücke ich alleine", tönte Vater.
So aufgeregt war er lange nicht mehr. Echte Kerzen hatte er besorgt, alles sollte stimmen.
"Die werden Augen machen", sagte er bei jeder Kugel, die er in den Baum hing.
Er hatte wirklich an alles gedacht. Der Stern von Bethlehem saß oben auf der Spitze, bunte Kugeln, Naschwerk und Wunderkerzen waren untergebracht, Engelshaar und Lametta dekorativ aufgehängt.
Die Feier konnte beginnen.
Vater schleppte für Großmutter den großen Ohrensessel herbei.
Feierlich wurde sie geholt und zu ihrem Ehrenplatz geleitet. Die Stühle hatte er in einem Halbkreis um den Tannenbaum gruppiert. Die Eltern setzten sich rechts und links von Großmutter, die Kinder nahmen außen Platz.
Jetzt kam Vaters großer Auftritt. Bedächtig zündete er Kerze für Kerze an, dann
noch die Wunderkerzen.
"Und jetzt kommt die große Überraschung", verkündete er, löste die Sperre am Ständer und nahm ganz schnell seinen Platz ein.
Langsam drehte sich der Weihnachtsbaum, hell spielte die Musikwalze "O du fröhliche". War das eine Freude!
Die Kinder klatschten vergnügt in die Hände. Oma hatte Tränen der Rührung in den Augen. Immer wieder sagte sie: "Wenn Großvater das noch erleben könnte, dass
ich das noch erleben darf." Mutter war stumm vor Staunen.
Eine ganze Weile schaute die Familie beglückt und stumm auf den sich im Festgewand drehenden Weihnachtsbaum, als ein schnarrendes Geräusch sie jäh
aus ihrer Versunkenheit riss.
Ein Zittern durchlief den Baum, die bunten Kugeln klirrten wie Glöckchen.
Der Baum fing an, sich wie verrückt zu drehen. Die Musikwalze hämmerte los.
Es hörte sich an, als wollte "O du fröhliche" sich selbst überholen.
Mutter rief mit überschnappender Stimme: "So tu doch etwas!"
Vater saß wie versteinert, was den Baum nicht davon abhielt, seine Geschwindigkeit zu steigern. Er drehte sich so rasant, dass die Flammen hinter ihren Kerzen herwehten.
Großmutter bekreuzigte sich und betete. Dann murmelte sie: "Wenn das Großvater noch erlebt hätte."
Als erstes löste sich der Stern von Bethlehem, sauste wie ein Komet durch das Zimmer, klatschte gegen den Türrahmen und fiel dann auf Felix, den Dackel, der dort ein Nickerchen hielt. Der arme Hund flitzte wie von der Tarantel gestochen aus dem Zimmer in die Küche, wo man von ihm nur noch die Nase und ein Auge um die Ecke schielen sah.
Lametta und Engelhaar hatten sich erhoben und schwebten wie ein Kettenkarussell am Weihnachtsbaum. Vater gab das Kommando "Alles in Deckung!"
Ein Rauschgoldengel trudelte losgelöst durchs Zimmer, nicht wissend, was er mit seiner plötzlichen Freiheit anfangen sollte.
Weihnachtskugeln, gefüllter Schokoladenschmuck und andere Anhängsel sausten
wie Geschosse durch das Zimmer und platzten beim Aufschlagen auseinander.
Die Kinder hatten hinter Großmutters Sessel Schutz gefunden.
Vater und Mutter lagen flach auf dem Bauch, den Kopf mit den Armen schützend. Mutter jammerte in den Teppich hinein: "Alles umsonst, die viele Arbeit, alles umsonst!"
Vater war das alles sehr peinlich. Oma saß immer noch auf ihrem Logenplatz, wie erstarrt, von oben bis unten mit Engelhaar und Lametta geschmückt. Ihr kam Großvater in den Sinn, als dieser 14-18 in den Ardennen in feindlichem Artilleriefeuer gelegen hatte. Genau so musste es gewesen sein.
Als gefüllter Schokoladenbaumschmuck an ihrem Kopf explodierte, registrierte sie trocken "Kirschwasser" und murmelte: "Wenn Großvater das noch erlebt hätte!"
Zu allem jaulte die Musikwalze im Schlupfakkord "O du fröhliche", bis mit einem ächzenden Ton der Ständer seinen Geist aufgab.
Durch den plötzlichen Stopp neigte sich der Christbaum in Zeitlupe, fiel aufs kalte Buffet, die letzten Nadeln von sich gebend. Totenstille!
Großmutter, geschmückt wie nach einer New Yorker Konfettiparade, erhob sich schweigend. Kopfschüttelnd begab sie sich, eine Lamettagirlande wie eine
Schleppe tragend, auf ihr Zimmer.
In der Tür stehend sagte sie: "Wie gut, dass Großvater das nicht erlebt hat!"
Mutter, völlig aufgelöst zu Vater: "Wenn ich mir diese Bescherung ansehe, dann ist deine große Überraschung wirklich gelungen."
Andreas meinte: "Du, Papi, das war echt stark! Machen wir das jetzt Weihnachten immer so?"
- Verfasser unbekannt -Es duftet nach Zimt und Rosinen,
nach Schokolade und Apfelsinen.
Menschen geben sich die Hand,
es wird Zeit, sich zu versöhnen -
Liebe zieht durchs Land.
- Monika Minder - -
Würde mich sehr darüber freuen, wenn auch andere "hier" Rezepte o.ä.
niederschreiben würden!
Glühwein - Gelee
600 ml trockenen Rotwein
150 ml frisch gepressten Orangensaft
2 cl Rum
800 gr brauner Zucker
Saft einer halben Zitrone
3 Beutel Glühweingewürz (sehen aus wie Teebeutel)
1 Beutel Gelfix, Gelapekt oder Pektin (für ca. 700 - 800 ml Saft)Den Wein erhitzen, vom Feuer nehmen und das Glühweingewürz darin
15 Min. ziehen lassen, herausnehmen. Orangensaft, Zitronensaft, Rum
dazugeben und Gelfix mit 2 EL Zucker gut vermischen und ebenfalls
dazugeben.
Aufkochen lassen und dann langsam den restlichen Zucker einrieseln lassen.
3 - 4 Min. sprudelnd kochen lassen, dabei ständig rühren.
In Twist-off-Gläser füllen und sofort verschließen!Die Geduld
Es war ein paar Tage vor Heiligabend. Der Postbote stand vor der Tür und
brachte mir ein Päckchen.
„Ein Weihnachtsgeschenk“, jubelte es tief in mir drin. Für einen Augenblick hielt
ich inne, doch ungeduldig wie ich war, konnte ich natürlich nicht bis Weihnachten warten und machte das gut verschnürte Päckchen neugierig auf. Ich war über-
rascht, darin lag die Geduld, gut eingepackt in mehrere Lagen Papier, so dass ich
sie nicht sofort vollständig begutachten konnte.
„So ein Quatsch“, war mein erster Gedanke, „was soll ich damit?“.
„Du bist nicht meine Stärke“, pflaumte ich sie gleich impulsiv an.
Während ich noch eine Zeitlang vor mich hin grollte, sah ich mir die Geduld unwillig, aber gezwungenermaßen genauer an.
Zugegeben so schlecht sah sie nun auch wieder nicht aus. Eher dezent und ruhig, nicht auffallend, man könnte sie überall mit hinnehmen, ohne dass sie stören
würde oder unangenehm auffallen könnte.
Sie strahlte eine fast schon unheimliche Ruhe aus, so als ob die Zeit keine Rolle spielen würde. Sie spann ihre eigenen Gedanken und ließ sich von nichts und niemanden davon abhalten. Schon gar nicht von mir, die ich ungeduldig an der Verpackung riss, um endlich mehr von ihr sehen zu können. Irgendwie hatte ich sie mir anders vorgestellt, eher altbacken und langweilig, mit so einem altmodischen Akzent, faltenrockmäßig eben. Doch je mehr Verpackung ich entfernte, desto
besser gefiel sie mir. Sie hatte so etwas Sanftes und doch Bestimmtes an sich.
Sie zwang mich dazu, nicht mehr an dem Papier zu reißen, sondern Stück für Stück sorgfältig und achtsam zu entfernen.
Als sie dann nach einer Weile in ihrer ganzen Pracht vor mir lag, nahm ich sie behutsam in die Hand und suchte einen besonderen Platz für sie.
Nach einigem hin und her, ich hatte schon verschiedene Plätze ausprobiert, stellte
ich sie zwischen dem JETZT und meiner SEHNSUCHT in die Sonne. Sie begann sich sofort wohl zu fühlen, während ich mich noch an sie gewöhnen musste. Sie stellte mich ständig auf die Probe.
Wenn ich zu jammern anfing, weil mir alles wieder einmal zu langsam ging, sah sie mich mit einer Gelassenheit an, die mich wahnsinnig machen konnte. Sie beäugte mich so lange, bis ich einsah, dass mein Jammern auch nichts änderte und ich es widerwillig sein ließ. An manchen Tagen war ich so wütend auf die Geduld, dass ich sie packte und kurzerhand weit weg von meiner Sehnsucht platzierte. Schmollend saß sie dann auf dem ungeliebten Platz und würdigte mich mit keinem Blick. Stattdessen ging sie in sich und übte sich in Besonnenheit.
„Super“, dachte ich mir ärgerlich „angenehmer Zeitgenosse“.
Doch dieses Spiel gewann sie immer, denn letzten Endes sah ich ein, dass damit weder mir noch meiner Sehnsucht geholfen war. Und so holte ich sie wieder an ihren Lieblingsplatz zurück und sah ihr zu, wie sie es sich dort triumphierend behaglich machte.
Ja, sie machte sich auf eine einmalige Art und Weise einfach wichtig. Ganz sachte suchte sie sich Raum in meinem Leben – und es vergingen viele Weihnachten bis ich merkte: „Sie ist wichtig!“
Mit der Zeit wurden wir Freunde und ich fing an zu begreifen, wie wertvoll es sein kann, sich Zeit zu lassen und abzuwarten, bis das Leben einen nächsten Schritt vorgibt. - Verfasser unbekannt -Der Frost haucht zarte Häkelspitzen
perlmuttergrau ans Scheibenglas.
Da blühn bis an die Fensterritzen
Eisblumen, Sterne, Farn und Gras.
Kristalle schaukeln von den Bäumen,
die letzen Vögel sind entflohn.
Leis fällt der Schnee – in unsern Träumen
weihnachtet es seit gestern schon.
- Mascha Kaléko - -
Ich habe zwar kein Rezept parat aber ich möchte euch gerne von meinen Weihnachterinnerungen aus meiner Kindheit erzählen. Wie alle Kinder habe ich mich auch damals immer sehr auf Weihnachten gefreud. Am 24.Dezember habe ich zu Hause mit meinen Eltern Weihnachten gefeiert. In der Früh haben wir gemeinsam gefrühstückt, später ging Papa mit mir spazieren. Ich war den ganzen Tag ziemlich aufgeregt und konnte es nicht erwarten bis es Abend war. Während Papa und ich aus dem Haus waren hatte Mama viel zu tun. Sie mußte ja das Weihnachtsessen zubereiten, den Baum schmücken und alles für die Bescherung vorbereiten. Durch den dunklen Abend stapften Papa und ich durch den Schnee wieder nach Hause. Im Haus war es still, es roch nach Tannenzweigen und dem Essen das Mama zubereitet hatte. Die Wohnzimmertüre war zu, nur durch das Glas der Türe konnte ich das leuchten der Kerzen auf dem Weihnachtsbaum sehen. Ganz zappelig stand ich vor der Glastüre und drückte mir vor Neugierde die Nase platt. Als Mama dann endlich die Türe öffnete ging ich langsam hinein. Alles war schön geschmückt, beim Fenster stand ein großer Weihnachtsbaum mit vielen Kerzen, Kügelchen und einigen Süßigkeiten. Darunter lagen viele Päckchen, sie waren bunt und von verschiedener Größe. Im Hintergrund spielte es das Lied "Oh Tannenbaum....". Einige Minuten stand ich mit leuchtend großen Augen vor dem Weihnachtsbaum, als kleines Mädchen war ich ja noch davon überzeugt das es das Christkind gibt. Voller Neugier machte ich mich ans auspacken der vielen Geschenke. Ich habe mich immer sehr über meine neuen Spielsachen gefreud und war erstaund darüber das alles dabei war was ich vorher mit Mama in den Brief ans Christkind geschrieben hatte. Am 26.Dezember gab es dann eine große Weihnachtsfeier bei Oma und Opa an der die ganze Familie zusammen gekommen ist. Das ist bis jetzt Tradition geblieben, wobei es heuer zum ersten mal keine Weihnachtsfeier bei Oma geben wird da Opa sehr krank ist und schon wieder im Krankenhaus liegt.
Ich wünsche euch Allen eine schöne Adventzeit!!!
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Dani, Deine Geschichte ist sehr schön und das mit Deinem Opa tut mir sehr leid -
ich hoffe nur, daß er nicht allzu sehr leiden muss und wünsche Euch ganz viel
Kraft, damit Ihr einigermaßen gut damit umgehen könnt.
Auch ich hab`wunderschöne,aber auch lustige Erinnerungen an die Weihnachtszeit - sowohl als Kind , aber auch als Eltern:
Unser Sohn wuchs, obwohl wir vor seiner Geburt in der Stadt wohnten, in ländlicher
Gegend auf. Dort wurde "schwer dialekt" gesprochen. Da ich fand, daß dies zwar schön, aber nicht unbedingt für die kommende Schulzeit von Vorteil ist, haben wir überwiegend "schriftdeutsch", das ich auch überwiegend in meinen Beruf sprach,
mit ihm gesprochen.
Im Jahr nach seinem 3. Geburtstag waren wir im Spätsommer mit meinen Eltern zusammen im Urlaub in Italien - er hatte wie immer und überall auch seinen
"Steiff-Teddy" dabei, den er dann aber auf der Heimfahrts irgendwo liegen ließ.
Die Enttäuschung und Trauer war natürlich riesengroß, meine Mutti meinte dann
zum Trost "vielleicht bringt Dir ja das Christkind einen Neuen".
Sie besorgte dann auch einen, der genauso aussah, wie der verlorene und packte ihn an Hl. Abend als Geschenk ein, damit er nicht gleich gesehen wurde.
Als es ans Geschenke auspacken ging, nahm er eins nach dem anderen, dabei fiel "das Geschenk" runter und es gab ein "bähr" von sich.
Er war ganz aufgeregt und meinte "jetzt muß ich aber schauen, was da "gebähret hat".
Das Gelächter unserer Weihnachtsgesellschaft war riesengroß und noch heute -
inzwischen ist er 38 Jahre alt - wird fast immer an Weihnachten von meinem Bruder
die Geschichte vom "gebähren" angesprochen.
Bratapfel - Cookies
2-3 EL Rumaroma
2 Äpfel, sauer
50 gr Mandeln, gehackt
50 gr Rosinen
150 gr weiche Butter
100 gr brauner Zucker
1 Ei
150 gr Mehl
1 TL Backpulver
2 TL ZimtÄpfel entkernen, schälen, in kleine Würfel schneiden, mit den Mandeln in
1 EL Butter anbraten, abkühlen lassen.
Ofen auf 180 °C vorheizen.
Restliche Butter, Zucker und Ei verrühren. Mehl mit Backpulver mischen, zusammen mit Apfelwürfeln, Mandeln, Zimt, Rum und Rosinen unter die Buttermasse rühren.Mit Esslöffel kleine "Häufchen" mit 5 cm Abstand zueinander auf ein Backblech mit Backpapier setzen.
15–20 Minuten goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter erkalten lassen.
Nach Belieben mit Zuckerguß oder nur mit Puderzucker versehen.Bratapfel im Nußmantel
2 Äpfel , möglichst keine allzu süßen
30 g Butter
50 gr Zucker
50 gr gemahlene Nüsse
1 TL Zimt
evtl. Rosinen
1- 2 ZimtstangenDie Äpfel schälen und aus der Mitte mit einem Kernausstecher das Kerngehäuse ausstechen.
Die Butter zerlassen und die Äpfel mehrmals darin wenden.
Zucker, Nüsse und Zimt mischen und die Äpfel in der Mischung wenden, bis sie vollständig damit bedeckt sind, dann in eine Auflaufform setzen.
Die übrige Nussmischung und evtl. Rosinen in die übrig gebliebene Butter
verrühren und in die Löcher in der Mitte der Äpfel verteilen.
Je ein Stück von der Zimtstange hineinstecken und bei 180°C je nach Größe
der Äpfel 30-40 Min. backen, bis eine schöne goldgelbe Kruste entstanden ist. -
Chris, Vielen Dank für deine lieben Zeilen und die Glückwünsche für meinen Opa. Ich finde deine Geschichte auch rührend. Mich würde interessieren ob dein Sohn diesen Teddy noch hat?
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Sஆ~sஆy~ஆS
Das wertvollste im Leben
Es war schon eine Weile her, seit Robert den alten Mann
zuletzt getroffen hatte. Das Studium, Frauen, die
Karriere - Robert war aus seinem Heimatort weggezogen
und lebte heute am anderen Ende der Republik. Robert
hatte wenig Zeit, um über Vergangenes nachzusinnen,
manchmal fehlte ihm sogar die Zeit für seine Frau und
seinen eigenen Sohn. Er arbeitete an seiner Zukunft und
nichts konnte ihn davon abbri
ngen.
Eines Tages erhielt er einen Anruf seiner Mutter. Sie
erzählte ihm, dass Herr Roosen am Abend zuvor gestorben
war, und dass die Beisetzung am darauf folgenden
Mittwoch stattfinden sollte. Erinnerungen tauchten auf
und Robert saß still da, und erinnerte sich an seine
Kindheit. "Hast du gehört, was ich dir gesagt
habe?" fragte seine Mutter.
"Aber ja, sicher", antwortete Robert,
"ich habe lange nicht mehr an ihn gedacht - um
ehrlich zu sein: ich dachte, er sei schon seit einigen
Jahren tot."
"Nun, aber er hat dich nicht vergessen. Immer,
wenn ich ihn sah, fragte er nach dir. Er schwärmte von
den vielen Stunden, die du damals bei ihm drüben
verbracht hast, 'auf seiner Seite des Zauns',
wie er es nannte", fuhr seine Mutter fort.
"Das alte Haus, in dem er lebte, war einfach
genial", sagte Robert. "Weißt du, als dein
Vater starb, kam Herr Roosen vorbei und meinte, es sei
sehr wichtig, dass es auch einen männlichen Einfluss in
deinem Leben geben sollte," sagte Roberts Mutter.
"Ja, er hat mir viel beigebracht. Ohne ihn hätte
ich meinen heutigen Beruf nie erlernt. Er hat sehr viel
Zeit damit zugebracht, mir alles zu vermitteln, was er
für wichtig hielt. Ich werde zur Beerdigung
kommen."
Obwohl er sehr unter Termindruck stand, hielt Robert
sein Versprechen. Er nahm den nächsten Flug in seine
Heimatstadt. Die Beisetzung des Herrn Roosen war sehr
schlicht. Er hatte keine eigenen Kinder und die meisten
seiner Verwandten waren längst verstorben.
Am Abend vor seinem Rückflug besuchte Robert mit seiner
Mutter noch einmal das alte Haus, in dem Herr Roosen
all die Jahre gelebt hatte. Er blieb auf der
Türschwelle stehen. Es war wie eine Zeitreise, als
öffnete sich eine andere Dimension. Das Haus war genau
so, wie Robert es in Erinnerung hatte. Jeder Schritt,
den er darin machte, weckte längst vergessene
Erinnerungen. Jedes Bild, jedes Möbelstück erzählte
Geschichten. Robert hielt abrupt inne.
"Was ist los?" fragte seine Mutter.
"Die kleine Schatulle ist weg!" antwortete
Robert.
"Welche Schatulle?"
"Es gab eine kleine goldene Schatulle, die er
immer verschlossen hielt - sie stand immer hier auf dem
Schreibtisch. Ich habe ihn bestimmt tausend Mal
gefragt, was drin ist. Aber er sagte nur immer: das,
was mir am wertvollsten ist."
Die Schatulle war fort. Alles andere im Haus war genau
so, wie Robert es in Erinnerung hatte. Alles bis auf
die Schatulle. Robert vermutete, dass ein
Familienangehöriger diese Schatulle mitgenommen haben
musste.
Traurig sagte er: "Nun werde ich niemals erfahren,
was für ihn am wertvollsten war." Robert war müde,
also kehrte er mit seiner Mutter zurück nach Hause und
flog am nächsten Tag zurück in seine Wahlheimat.
Etwa zwei Wochen nach Herrn Roosens Tod fand Robert
einen Benachrichtigungsschein in seinem Briefkasten.
Der Postbote hatte ihn nicht angetroffen und das
Päckchen wieder mitgenommen. Als Robert ganz früh am
nächsten Morgen zum Postamt fuhr, überreichte ihm der
Schalterbeamte ein Päckchen, das so aussah, als sei es
hundert Jahre unterwegs gewesen. Die Handschrift des
Absenders war kaum zu entziffern, doch schließlich
erkannte Robert die Absenderanschrift: Wilfried
Roosen.
Robert setzte sich ins Auto und atmete tief durch,
bevor er das Päckchen öffnete. Zum Vorschein kamen die
goldene Schatulle und ein Briefkuvert. Roberts Hände
zitterten, als er die Notiz las: "Bitte übergeben
Sie nach meinem Tod diese Schatulle mit Inhalt an
Robert Sichter. Sie enthält das, was mir in meinem
Leben am wichtigsten war." Ein kleiner goldener
Schlüssel klebte auf dem Brief.
Robert standen die Tränen in den Augen und sein Herz
raste, als er den Schlüssel nahm, und die Schatulle
öffnete. Sie enthielt eine wunderschöne goldene
Taschenuhr. Roberts Finger glitten über das wunderbar
gearbeitete Gehäuse. Der Uhrdeckel sprang auf. Darin
standen die eingravierten Worte:
"Robert, vielen Dank für deine Zeit! - Harald
Roosen"Sஆ~sஆy~ஆS
-
delgobbo99:
Chris, Vielen Dank für deine lieben Zeilen und die Glückwünsche für meinen Opa. Ich finde deine Geschichte auch rührend. Mich würde interessieren ob dein Sohn diesen Teddy noch hat?
Den Teddy und noch viele andere Sachen von früher hat unser Sohn in einer
Kiste auf seinem Speicher!
Edith - sehr schöne Geschichte!
-
Nikolause
Es war Nikolausabend - Tag und soeben hatte der Bäcker ein großes
Kuchenblech voll frischgebackener Nikolause aus dem Ofen gezogen.
Die Augen standen ihnen - dass Gott erbarm! - so dick wie Froschaugen aus
dem Kopfe heraus. Eine Nase hatte der Bäcker überhaupt für überflüssig gehalten -auch Ohren. Der Mund aber saß dem einen rechts - dem andern links und hatteeine verzweifelte Ähnlichkeit mit den Westenknöpfen. Von den Armen und Beinen gar nicht zu reden! Was kümmerten die den Bäcker?
Er hatte ja alle seine vier Glieder - und nicht zu knapp!
Die Nikolause, die würde er auf alle Fälle verkaufen, ob sie nun wulstige oder spindeldürre Arme - gerade Beine oder nur zwei zugespitzte Klumpen hatten.
Zuerst waren nun die Frischgebackenen da eine Weile still. Sie mussten sich die
Welt ringsum doch erst ein wenig ansehn. Da merkten die, die das Glück hatten, geradeaus sehn zu können, dass die Decke der Backstube lachte.
"Warum lachen chie?" fragte einer, der einen bedauerlich schiefen Mund bekommen hatte.
"Ach" - entschuldigte sich die Decke - "ich wunderte mich nur darüber, dass der Bäcker es in keinem Jahre fertig bringt, tadellose Nikolause zu backen."
"Tadelloch - wach choll dach heichen?" fragte der Nikolaus und rollte seine schwarzen Korinthenaugen.
Nun mischten sich auch die andern ein. "Ja - wollen Sie uns bitte eine Erklärung geben, was sie mit dem Worte "tadellos" gemeint haben?"
"Ach" - ich meinte ja nur so - so - "na ja, eben so, wie sich's gehört. Arme und Beine hübsch regelmäßig geformt, der Mund in der Mitte und auch die Augen auf ihrem richtigen Platz.
Aber es ist noch nie vorgekommen ,dass der Bäcker solche Männer zustande gebracht hat. Der heiligeNikolaus wird sich bedanken für seine gebackenen Photographien!"
Inzwischen hatte der Bäckermeister sich daran gemacht, ein zweites Blech mit Teigmännern zu belegen. Sie fielen nicht besser aus. Im Gegenteil! Es war haarsträubend, was der Bäcker sich in seiner Schöpferlaune leistete! Klebten zwei Korinthen zusammen - "Da, hast de zwei Münder."
"Es ist empörend!" rief der Tisch. "Ein Doppelmund! Aber der wäre dem schwatzhaften Bäcker selber sicher sehr angenehm. Dass ihm doch der heilige Nikolaus den eigenen Kopf so tief zwischen die Schultern steckte!"
"Ja - und ihn recht kräftig an den Ohren zwickte," grollte der Stuhl.
"Dann würde er sich seiner Hörorgane vielleicht erinnern."
Am hitzigsten war aber der Backofen. "Die Augen sollte man ihm auskratzen und
sie ihm hüben und drüben auf die Backen kleistern" - schrie er wütend.
" Ein Skandal ist es! Und schließlich bleibt ja doch alles an mir hängen."
Nun kam die Frau Bäckermeisterin mit einem Körbchen, stellte die Nikolause hinein und trug sie in das Schaufenster vorbei an den Mädchen.
Aah - aah - aah -," kam es von allen Seiten, "die Herren Nikolause!"
Gleich kam auch ein Trupp Schulbuben die Straße daher, drückte sich die Nase
an den Scheiben platt und rief: "Nikkelees! Nikkelees!" und verschlang mit den Augen das ganze Körbchen.
Die Männer aus dem feurigen Ofen mussten durchaus den Eindruck gewinnen,
als werde ihnen hier unverhohlene, ja begeisterte Bewunderung zuteil.
Einer von ihnen, dem die Augen ungefähr in gleicher Höhe mit dem Munde saßen, dessen obere Kopfhälfte aber dafür außerordentlich viel Platz zum Denken ließ, philosophierte: "Der Geschmack und die Ansichten dieser Welt scheinen sehr geteilt zu sein. Was von dem einem verlacht wird, wird von den andern bewundert."
Mit dieser Erkenntnis suchten seine Kameraden - je nach Veranlagung, d.h. je nachdem man ihnen die Korinthen in den Kopf gedrückt und dadurch ihren Gesichtern Ausdruck verliehen hatte) fertig zu werden. Die einen mit Humor, die andern mit Pessimismus, die dritten mit dem Grundsatz der allgemeinen Wurschtigkeit.
"Was aber mag der eigentliche Zweck des Lebens- des Lebens eines Nikolauses - sein?" grübelte der mit der Denkerstirne weiter.
Er brauchte nicht lange auf die Antwort zu warten.
Die Ladentür klingelte und herein trat eine Frau in Schürze, Pantoffeln und Kopftuch. "GewweSe mer mal sechs Stick von dene Nikkeleese", sagte sie zur Bäckermeisterin. "Mer muss doch merkke, dass heit Nikkeleesabend is. Awwer von dene große - zu 10 Pfennig."
"Aha!" dachte der Philosoph aus Kuchenteig. "Die Dinge des Lebens werden also verschieden bewertet, je nach Größe und Umfang - sehr vernünftig!"
Er verschwand mit fünf Kollegen in einer Tüte. Später wurde er dann von der
Frau ausgepackt.
"Wie groß ist doch die Welt! Nicht nur einen Geburtsort und einen Kaufladen - nein, auch noch eine Straße und ein "Zuhause" gibt es darin -" dachte er begeistert.
Nun verbreitete sich in der Stube ein würziger Duft; Tassen wurden auf den
Tisch gestellt und in jede derselben ein Nikolaus hineingesteckt.
Recht stattlich nahm er sich doch aus, dieser Kreis von wackeren Kumpanen! Herzerquickend war denn auch die Freude der Kinderschar.
Unser Held wollte gerade ausrufen: "Kameraden - O Gott - das Leben ist doch schön!" da verzogen sich seine drei Münder - oder seine drei Augen - wie man's nehmen will - und er spürte einen Riss in seiner Kopfhaut.
"Ach nein - kurz scheint's zu sein," konnte er merkwürdigerweise doch noch denken. "Und der Hunger scheint mächtiger zu sein als die Liebe."
Hierin hatte er nicht unbedingt recht - glücklicherweise.
Denn wenn auch seine fünf Genossen geköpft, gevierteilt oder sonst wie misshandel tund dann aus kannibalische Weise verspeist wurden - er kam
mit einer leichten Verletzung davon.
"Ich will mein Nikkelees doch liewer erst mal dem werkliche Nikkelees heit abend zeige -" sagte seine kleine Besitzerin liebevoll.
"Tu des - tu des nur, mei Herzche," nickte die Mutter.
Also ward dem Glücklichen noch eine Galgenfrist beschert.
Er benutzte sie natürlich sofort wieder zum philosophieren. "Nur die Gedanken scheinen ewig," meinte er.-
Nun - der Abend kam und der wirkliche Nikolaus auch. Er betrachtete sein
Kuchen-Konterfei lange und prüfend und schüttelte dann sein ehrwürdiges
Haupt, aber p****lötzlich hellte sich seine Miene auf. "Ich armer Nikolaus -
was soll ich schon klagen?" rief er aus.
"Du lieber Gott - was musst du erst alles an deinen Ebenbildern erleben!"
- Sophie Reinheimer - -
Denke, bevor du urteilst:
….¤ª“˜¨¨¯¯¨¨˜“ª¤..
..¤ ª“˜¨Eines Nachts befand sich eine Frau am
Flughafen. Sie musste mehrere Stunden auf
ihren Flug warten. Während sie wartete,
kaufte sie sich ein Buch und eine Packung
Kekse um sich die Zeit zu vertreiben. Sie
schaute sich nach einem Platz zum sitzen um
und wartete.dBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBb
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____YbB====================(
.____Ybb====================`-,
_____Y88888888888888888888888bSie war vertieft in ihr Buch,
als sie plötzlich einen jungen Mann
bemerkte,
der neben ihr
saß und ohne jegliche Zurückhaltung seine
Hände ausstreckte und nach der Packung Kekse
griff,
welche zwischen ihnen lag. Er begann einen
Keks nach dem anderen zu essen.Da sie deshalb nicht viel Aufhebens machen
wollte, entschied sie sich ihn zu
ignorieren.
Die Frau, ein bisschen belästigt, aß die
Kekse und beobachtete die Uhr, während der
junge und schamlose Keksdieb dabei war die
Packung leer zu essen. Die Frau begann sich
an diesem Punkt zu ärgern, und dachte: „Wenn
ich keine solch gute und erzogene Person
wäre, hätte ich diesem kühnen Mann gleich
ein
blaues Auge verpasst."Jedes Mal wenn sie einen Keks aß, nahm sich
der Mann auch einen. Der Dialog zwischen
ihren Augen setzte sich fort und als nur
noch
ein Keks übrig war, fragte sie sich, was er
wohl nun tun würde.
Sanft und mit einem nervösen Lächeln nahm
der
Mann den letzten Keks und brach es in zwei.
Er bat eine Hälfte der Frau an, während er
die andere Hälfte selbst aß.(¯
(¯·(¯·(¯·(¯·(¯·(¯·(** **(¯…………………………:** **(¯…………………..………
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()·.)·.)·.)·.) ·.)·.) )·.)·.)·._)Rasch nahm sie den Keks und dachte: „Was für
ein unverschämter Mann! Wie unerzogen! Er
hat
mir nicht einmal gedankt!" Sie hatte
noch nie jemanden so kühlen getroffen.
Erleichtert aufatmend hört sie wie ihr Flug
angekündigt wurde. Sie ergriff ihre Taschen
und ging ohne nach hinten zu blicken wo der
unverschämte Dieb saß.Nach dem Einstieg in das Flugzeug, und
nachdem sie sich gesetzt hatte, suchte sie
nach ihrem Buch, welches bald ausgelesen
war.
Während sie in ihre Tasche blickte, fand
sie,
völlig überrascht, ihre Packung Kekse fast
unberührt. „Wenn meine Kekse hier
sind",
dachte sie, sich schrecklich mies fühlend,
„waren die anderen seine, und er hat
versucht
sie mit mir zu teilen". Es war zu spät
um sich bei dem jungen Mann zu
entschuldigen,
sie begriff schmerzhaft, dass sie diejenige
war die unverschämt, unerzogen und ein Dieb
gewesen war, und nicht er.Wie oft in unserem Leben, waren wir uns
einer
Sache sicher und gewiss, nur um später zu
entdecken, dass das doch nicht wahr war? -
Weihnachts-Schoko-Likör
400 ml Schlagsahne
200 gr Bitterschokolade
15 Schokokaramellbonbons (z.B. von Storck)
4 TL Lebkuchengewürz
400 ml Korn oder WeinbrandSchlagsahne in einen Topf gegen, kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen.
Die Schokolade und die Karamellbonbons grob hacken und mit dem Lebkuchen- gewürz zur Sahne geben.
Gut rühren, bis die Schokolade und die Bonbons total geschmolzen sind und
danach abkühlen lassen.
Anschl. den Korn oder Weinbrand unterrühren.
Den Likör mindestens einen Tag durchziehen lassen - im Kühlschrank hält sich der Likör mindestens 2 - 3 Wochen!Das Weihnachtslicht
Als die Engel den Hirten verkündet hatten, dass im Stall von Bethlehem der König
der Welt geboren worden war, da suchte jeder nach einem passenden Geschenk,
das er dem Kind in der Krippe mitbringen wollte.
Die Hirten liefen auseinander, verabredeten sich aber, dass sie sich treffen wollten, um gemeinsam zum Stall zu gehen, das Kind anzubeten und ihre Geschenke zu überbringen.
„Ich bringe ein Schäfchen mit“, meinte der eine.
„Ich eine Kanne voll frischer Milch“, sagte ein anderer.
„Und ich eine warme Decke“, rief ein dritter.Unter den Hirten war aber auch ein Hirtenknabe.
Der war bettelarm und hatte nichts, was er dem Kind schenken konnte.
Traurig lief er zum Schafstall und suchte in einem winzigen Eckchen, das ihm
gehörte, nach etwas, was er vielleicht doch mitbringen konnte.
Aber da war nichts, was auch nur den Anschein eines Geschenkes hatte.
In seiner Not zündete der Hirtenknabe eine kleine Kerze an und suchte in jeder
Ritze und Ecke. Doch alles Suchen war umsonst. Da setzte er sich mitten auf den Fußboden und war so traurig, dass ihm die Tränen an den Backen herunter liefen.So bemerkte er auch nicht, dass ein anderer Hirte in den Stall gekommen war und
vor ihm stehen blieb.
Er erschrak richtig, als ihn der Hirte ansprach: „Da bringen wir dem König der Welt alle möglichen Geschenke. Ich glaube aber, dass du das allerschönste Geschenk hast!“
Erstaunt blickte ihn der Hirtenknabe mit verweinten Augen an. „Ich habe
doch gar nichts“, sagte er leise.
Da lachte der Hirte und meinte: „Schaut euch diesen Knirps an! Da hält er in seiner Hand eine leuchtende Kerze und meint, er habe gar nichts.“
„Soll ich dem Kind vielleicht die kleine Kerze schenken?“, fragte der Hirtenknabe aufgeregt.
„Ja“, antwortete der Hirte. „Sie ist hell und macht warm.“Da stand der Hirtenknabe auf, legte seine Hand schützend vor die kleine Flamme
und machte sich mit den Hirten auf den Weg. Als die Hirten mit ihren Geschenken
den Stall erreichen, war es dort kalt und dunkel.Als aber der Hirtenknabe mit seiner kleinen Kerze den Stall betrat, da breitete sich ein Leuchten und eine Wärme aus, und alle konnten Maria, Josef und das Kind in
der Krippe sehen.
So knieten die Hirten vor der Krippe und beteten den Herrn der Welt an, das kleine Kind mit Namen Jesus. Danach übergaben sie ihre Geschenke.
Der Hirtenknabe aber stellte seine kleine Kerze ganz nah an die Krippe, und er konnte das Leuchten in Marias und Josefs Augen sehen.
„Das kleine Licht ist das allerschönste Geschenk!“ sagten die Hirten leise.
Und alle freuten sich an dem schönen Weihnachtslicht, das sogar den armseligen Stall warm und gemütlich mache.
Der Hirtenknabe aber spürte, wie in ihm selbst eine Wärme aufstieg, die ihn immer glücklicher machte. Und wieder musste er weinen. Jetzt weinte er aber, weil er sich so glücklich fühlte.Bis zum heutigen Tage zünden die Menschen vor Weihnachten Kerzen an, weil sie alle auf Weihnachen warten und ihnen das Licht immer wieder Freude und Geborgenheit schenkt. - Rolf Krenzer -
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine weiterhin "heimelige" Adventzeit!

-
Die trotzige Adventskerze
…………….. )
…………..... /)
…………... ( , )
…….....….|░░░|
…………..|░░░|☆.
………......|░░░|¸.¤“˜¨
………¨˜“¤|░░ഐ¤ª
……¨˜“გª¤.¸::¸.¤ª☆.
"Nein", sagte die honiggelbe Kerze
am Adventskranz, als sich ihr eine Hand mit
einem brennenden Streichholz näherte.
"Ich will nicht brennen, schmelzen,
zerfließen, weinen, schrumpfen, bis nichts
mehr von mir übrig geblieben ist." Sie
schüttelte sich und sie wehrte sich so sehr,
dass ihr Docht das Feuer nicht anzunehmen
vermochte.
"Autsch", schrie eine
Menschenstimme, als das Streichholz
abgebrannt war. "Nun habe ich mich
verbrannt." Ein zweites Streichholz
zischte auf, und wieder näherte sich eine
heiße Feuerflamme der Kerze.
All ihre Kraft musste die Kerze sammeln, um
sich gegen die Flamme zu wehren, bis auch das
zweite Streichholz abgebrannt war und die
Menschenstimme wieder "Au!" und
"Blöde Kerze!" rief. Doch schon
flammte das dritte Streichholz auf. Nichts.
Wie durch ein Wunder blieb der Docht
unversehrt. Auch beim vierten, fünften,
sechsten und siebten Streichholz. Vergebens.
Kein Adventslicht erhellte den Raum.
Die Kerze freute sich. "So ist´s
Recht", murmelte sie. "Nun werde
ich für immer und ewig hier im Zimmer stehen
können. Wie schön."
"Wie gemein!", sagte eine
Kinderstimme traurig. "Nun haben wir nur
einen Adventskranz mit drei Kerzen."
"Nichts da!", schimpfte die
Menschenstimme wieder. "Diese Kerze
taugt nichts. Wir ersetzen sie durch eine
neue.“
Und ehe sich die Kerze versah, wurde sie aus
dem Adventskranz gerissen und aus dem Fenster
geworfen. Sie landete auf der Straße vor dem
Hund Timmi, der auf der Suche nach etwas
Essbarem durch die Straßen streunte.
Timmi zögerte nicht lange. Er roch an der
Kerze, hob sie auf und machte sich auf den
Weg in die wintertrübe Laubenkolonnie. Dort
saß Herr Franke, der vor einigen Monaten
seine Arbeit verloren hatte, frierend und
traurig in einer halb zerfallenen Hütte im
Dämmerlicht und grübelte.
"Oh, eine Kerze!", rief er, als
Timmi die Hütte betrat, und seine Augen
fingen an zu strahlen. "Was für eine
Überraschung! Danke, Timmi." Er
streichelte vorsichtig über den honiggelben
Bauch der Kerze und flüsterte: "Danke,
kleine Kerze."
Dann zündete er mit zittrigen Fingern ein
Streichholz an. Zisch!!!
Zisch? Die Kerze erschrak. Aber jetzt mochte
sie sich nicht mehr wehren. Zu sehr freute
sie sich über das glückliche Gesicht des
Mannes. Zisch - nahm ihr Docht die Flamme an.
Ein sanftes Licht erhellte nun die schäbige
Hütte und das leise Lächeln des Mannes, der
in das Kerzenlicht blickte.
"Siehst du, Timmi", sagte Herr
Franke, während er den Hund kraulte,
"nun ist auch zu uns die Weihnachtszeit
ein bisschen näher gekommen. Es gibt sie
noch, die kleinen Wunder..."Wünsche Euch allen ,einen schönen 2. Advent,
sowie eine schöne Weihnachtszeit. -
Karibische**"Jingle Bells"** von Rita Fehling*"*Nein wirklich, dieser ganze Weihnachtstrubel geht mir so auf die Nerven."
Ich heule mich bei meiner Freundin aus, die meine Einstellung nun gar nicht teilt.
"Seit Wochen nur ,Jingle Bells' und ,Oh Tannenbaum'. Alles rennt und hetzt,
nur weil bald Weihnachten ist.
"Ach, Weihnachten ist doch schön! Ich weiß gar nicht, was du hast. Wenn du irgendwo wärst, wo man nicht so feiert wie hier, wärst du auch nicht zufrieden."Mensch, das ist es, denke ich mir! Irgendwohin, wo es nicht so verdammt weihnachtlich ist.
Ganz vorsichtig frage ich bei meiner Familie an, ob wir in diesem Jahr nichtmal verreisen wollen.
"Es gibt bestimmt noch ein paar günstige Last-Minute-Angebote," locke ich.
Doch Kind und Mann wollen davon nichts wissen. Weihnachten ist nur schön zu Hause. Sagen sie. Ist ja auch kein Wunder. Wer hat denn die ganze Verantwortung für die Vorbereitungen an der Backe? Wer plant das Essen, wer schreibt den Stapel Weihnachtskarten, wer kauft die Geschenke, wer backt die Plätzchen?
Advent, Advent, die Mutti rennt.
Ich erzähle meinen beiden von den vielen Dingen, die ich noch zu erledigen habe
und male gleichzeitig in den schönsten Tönen die Vorzüge einer karibischen Weihnacht aus.Es hat einige Tage gedauert, aber ich hab's geschafft.
Wir haben noch ein richtiges Reiseschnäppchen gemacht.
Eine Woche Dominikanische Republik. Ein Wahnsinn: Weihnachten am Strand. Palmen, Meer und warmes Wetter, keine übervollen Weihnachtsmärkte, keine Lichterketten, keine Hektik, kein Weihnachtsbraten, der vorbereitet werden will.Das Hotel hat natürlich für den 24. ein besonderes Programm.
Für die meist europäischen Gäste haben sie ein perfektes Arrangement zusammengestellt. In der Lounge des Hotels ist ein riesiger Tannenbaum
aufgestellt. Dahinter hat man eine künstliche Schneelandschaft mit Schneemännern und Schlitten aufgebaut.
Und man sang "Jingle Bells". Alle sangen "Jingle Bells". Auch wir. Mit Tränen der Rührung in den Augen, Weihnachtslie-der singend, genossen wir den Heiligen Abend und dachten an unsere Lieben daheim."Ja, es war wunderbar", bestätigte ich meiner Freundin. Ich bereue nicht, dass wir dieses Mal vor Weihnachten geflohen sind."
Ob wir denn nichts vermisst hätten, fragt sie noch.
"Vermisst? Nö, vielleicht hätten sie noch ,Oh Tannenbaum' singen sollen.Verzaubert liegt die Welt in weiss,
noch immer fallen Flocken leis.
Verzaubert scheint die Sternenzeit
und immer wieder werden Herzen weit.
- Monika Minder -
Florentiner125 ml Sahne
125 gr Kristallzucker
30 gr Honig
20 gr Butter
75 gr Orangeat (kleinwürfelig geschnitten)
10 gr Mehl
125 gr gehackte Walnüsse
150 gr Kuvertüre
15 gr KokosfettSahne mit Zucker aufkochen, Butter und Honig dazugeben und bis alles Fäden
zieht, kochen.
Orangeat in Mehl wälzen und gemeinsam mit den Nüssen in die Masse einrühren.Mit einem Kaffeelöffel kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und im vorgeheizten Rohr bei gut 180 Grad ca. 10-15 Minuten backen.
Wenn die Florentiner beim Backen stark auseinander laufen, sollten sie
noch vor dem Abkühlen mit einem runden Ausstecher in die gewünschte
Form gebracht werden.Schokolade mit Kokosfett für die Glasur im Wasserbad erwärmen.
Die ausgekühlten Florentiner auf der Unterseite mit der Glasur bestreichen
und zum Trocknen mit der Schokoladenseite nach unten auf Backpapier legen,
damit sie eine glatte Fläche erhalten. -
Der alte Weihnachtsmann
Wer gammelt so spät noch durch Sträucher und Tann?
Ich mag es kaum glauben, der Weihnachtsmann.
Sein Mantel ist rot und sein Bart nicht verschneit,
und für einen Schwatz hat er wohl eh keine Zeit.Die Hände voll mit Tüten von Aldi und Netto,
und bestimmt hat der Alte auch noch andere Marken in petto.
Jetzt wird mir’s auch klar und ich wundere mich nich,
das ich jedes Jahr von Aldi ‘nen Schlafanzug "krich."Er schleppt sich kraftlos dahin durch Fichten und Tann.
Es ist nicht mehr aus der Kindheit der Weihnachtsmann.
Denn der kam mit einem Schlitten und Rentier davor,
darauf einen Sack voll Spielzeug und Süßem und
dazu sang ein Engelschor.Der Weihnachtsmann aus der Kindheit war ein lustiger Mann,
doch der hier ist traurig, man sieht es ihm an.
Er schleppt keinen Sack aus Leinen mit Geschenken!
Nein, er hält dutzende Plastiktüten in den Händen.He Alter, so sag ich ganz still vor mich hin.
Was ist aus dir geworden, was ist des Weihnachtsfest Sinn?
Da plötzlich dreht er sich zu mir um,
er macht einen Schritt auf mich zu und ich werde stumm.Dann spricht er zu mir der alte Weihnachtsmann,
und es fällt ihm wohl schwer, man sieht es ihm an.
Das Fest der Liebe ist es lange nicht mehr,
alle wollen viel eressen und der Geschenke noch mehr.Nur die teuersten Geschenke müssen es sein,
aber es gibt auch welche, für die kauf ich bei Aldi ein.
Die Menschen wurden undankbar, geldgeil und gierig
und sagt überhaupt einer "danke",
dann klingt das schon schmierig.Dabei gibt es anderswo viel Kummer und Leid,
doch daran zu denken, hat wohl keiner mehr Zeit.
Auch der Sinn des Christfest von einst ging verloren,
wurde einst laut Bibel der Heiland geboren.Doch besinnliche Weihnacht, das kannst du vergessen,
erst Geschenke aufreißen, dann kräftig "fressen."
Welch Kind singt heut noch ein Lied, wer kennt ein Gedicht?
Und nach dem Ursprung der Weihnacht, frag ich lieber nicht.Das heilige Fest, wie es einst gedacht,
wurde lange schon durch euch zum Konsumrausch gemacht.
Ich schleppe mich ab jedes Jahr mit den teuersten Geschenken,
aber an den Ursprung der Weihnacht tut heut keiner mehr denken.Und als seine Worte zu Ende er bringt,
eine Träne mehr über seine Wangen rinnt.
Mach’s besser mein Freund, so ruft er mir noch zu,
dann verschwindet er zwischen den Bäumen im Nu.Noch lange steh ich zwischen Fichten und Tann,
dann nehme ich meine Gedanken zusamm’.
Ich gehe nach Hause und für mich steht es fest,
ich feiere dieses Jahr das alte Weihnachtsfest.Wir werden zusammen sitzen unterm Tannenbaum
und ich erzähle meinen Kindern von einem Traum.
Von einem Traum eines alternden Mann,
den dennoch jeder, der will, ihm auch erfüllen kann.Und wir werden der wahren Weihnacht gedenken
und uns nicht sinnlos mit Werten beschenken.
Und singen die alten Lieder im Kerzenschein,
ja und wer weiß, vielleicht kehrt der alte Weihnachtsmann dann bei uns ein.Ich wünsche es mir und euch allen von Herzen.
Eine frohe Weihnacht ohne Ärger und Schmerzen,
ohne viel Stress mit viel mehr Besinnlichkeit,
die Ohren macht auf, die Herzen macht weit.Ich hoffe, es wird ein Fest der Liebe und Freude
denn dann, und das sage ich euch schon heute -
gibt es irgendwo zwischen Sträuchern und Tann,
einen alten, aber glücklichen Weihnachtsmann.- unbekannt -
Schnelles Schoko-Mousse
200 g Edelbitter-Schokolade (85 % Kakao)
400 g Schlagsahne
4 TL Espressopulver
2 EL Kirschwasser - kann auch weggelassen werden -Schokolade grob würfeln und im Wasserbad schmelzen.
Etwas abkühlen lassen.
50 gr Sahne erwärmen und Espressopulver darin auflösen, durch ein Sieb
streichen.
Restliche Sahne steifschlagen, (Kirschwasser unterrühren )und die
geschmolzene Schokolade mit einem Schneebesen zügig einrühren.
In Gläser geben und kaltstellen oder kaltstellen und dann Nocken abstechen.

