INFO-Thread :Wieviel Trinkgeld gebt Ihr?
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eines:
Also müssten die Folgen doch schon längst sichtbar sein?!Selbstverständlich habe ich nicht recherchiert, ob es bereits dazu Studien gibt die untersuchen, ob die Möglichkeit, Trinkgelder zu erhalten, mit Bildung korrelieren.
Es liegt aber verständlicherweise nahe, dass die Bevölkerung Ägyptens bei der Arbeitsplatzwahl eher extrinsisch motiviert ist.
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das ganze war auf @eines beitrag bezogen von gestern 14:44
mit ktirischen punkt meine ich das schon zu viel verwöhnt wird und der Anspruch dadurch halt ziemlich weit nach oben gesetzt wird , über ein "paar" Pfund wird man nur noch ausgelacht/bzw agressiv angegangen , ist jedenfalls meine persönliche Wahrnemung ...
vielleicht liege ich auch falsch und meine "ägyptischen wurzeln" bringen mich dazu einiges etwas "enger" zu sehen oder halt anders als andere ...
gruß
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Danke für die Erläuterung. Ich persönlich denke, dass man in Ägypten und den Nachbarländern nicht unbedingt von "verwöhnt" sprechen kann. Die Situation ist inzwischen für viele Ägypter sehr schlimm. Ich bin eigentlich auch kein "Sozialfuzzi", muss hier aber
sagen, dass es inzwischen für sehr viele Familien eng wird. Die Leute bringen nur noch sehr wenig Geld nach Hause. In den aktuellen Urlauben dort geben wir dem Personal jetzt etwas mehr Trinkgeld - die Gäste bleiben aus, wir versuchen das ein klein wenig aufzufangen. -
Liebe Leute, der Negativtrend, den elsamak anspricht, war durchaus schon vor dem arabischen Frühling zu bemerken und auch wenn ich es nicht gerne sage, spätestens mit der Flut neureicher Osteuropäer, zu deren Kultur nunmal ein (nett ausgedrückt) sehr "großzügiges" (man darf es auch gerne protziges oder großkotziges) Auftreten gehört, war die Trinkgeldkultur in den betreffenden Urlaubsgebieten versaut!
Das soll aber nicht heißen, daß man ebenso auftreten muß und auch will ich die Osteuropäer damit nicht brandmarken, showing off ist ein Bestandteil ihres Wesens, vor allem vor Ihresgleichen, andere Völker haben halt nunmal andere Sitten.
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roten, das sind doch noch wirklich humane Summen, wenn man das über den ganzen Urlaub verteilt sieht und Vorfeldtippen ist zwar nicht der Sinn eines Trinkgeldes, aber inzwischen leider nötig, da die Trinkgeldkultur schon versaut ist. Im Endeffekt ist es mehr Schmier- als Trinkgeld und ja, kommt durchaus auch bei mir vor, immer abhängig von Destination und Situation. Ich komme selbst aus einer Trinkgeldbranche und bin beileibe nicht geizig mit selbigen, aber dennoch der Meinung, ist sollte angemessen sein.
Sabaelcher, dem Einzelnen vielleicht...
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Man ist das eine Sparversion von Forum hier, man kann weder editieren noch löschen :? Vielleicht sollte man mal die Trinkgelder der Holidaychecker sammeln und der Jugend forscht Abteilung, die sich IT schimpft, zukommen lassen!
Im vorletzten Satz bitte "ist" gegen "es" lesen.
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,,,, beim Trinkgeldsammeln für die arme Holidaycheck-IT bin ich dabei. Wer richtet ein Konto ein? Und wie wollen wir es machen pro Beitrag xy-Cent oder den Betrag X?
Birgit
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@mk116 - dann würde mich aber interessieren, welche Hotels Du in Ägypten gebucht hast.
Es ist manchmal tatsächlich sehr hilfreich, schon einmal im Vorwege den "guten Willen" zu zeigen. Wir hatten vor einigen Jahren in Sharm (Sheraton!) nur einen schönen Urlaub, weil wir "geschmiert"haben. Ansonsten wären wir nicht einmal mit dem Shuttle-Bus gefahren, hätten keinen akzeptablen Kaffee bekommen usw... In vielen Hotels gibt es inzwischen Tip-Boxen - eine schöne Sache, aber leider werden trotzdem nicht alle Beschäftigten bei der Vergabe berücksichtigt (Zimmerboy, Kofferträger, Beach-Boy, Toilettenmann ff.).
Natürlich muss jeder Gast selbst entscheiden ob und wieviel Trinkgeld er gibt. Wir geben aber gerne und wenn vereinzelt Leute der Meinung sind, dass wir den "Schnitt" versauen - uns egal. Wir wollen einen tollen Urlaub haben und dazu gehört auch ein gutes Gefühl dem Personal gegenüber. Außerdem haben die Leute das in meinen Augen auch wirklich verdient.
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Nee, wenn man schmieren muß, um ganz normale Leistungen zu erhalten, haben sie es nicht verdient! Oder kämst Du hier im Restaurant auf den Gedanken, den Kellner erstmal zu bedenken, damit Du überhaupt bedient wirst?!

Birgit, stell die Frage doch mal über den Feedbackbutton

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@doc - andere Länder, andere Sitten. Was in Europa üblich ist, das kann man nicht auf arabische Länder übertragen - meine Meinung und vor allen Dingen auch Erfahrung. Nur ein kleines Beispiel für einen großen Unterschied: Der Kellner in Deutschland kann z.B. Wohngeld beantragen und ist im Alter wenigstens einigermaßen abgesichert. Wie sieht es aber bei dem Kellner in Ägypten aus? "Schmieren" ist in diesen Ländern übrigens üblich, da wirst Du leider nichts ändern können. Es fällt auch auf, dass gerade der deutsche Gast viel Wert auf Service legt aber dafür sehr wenig geben will. Da sind nichtdeutsche Gäste doch anders davor. Ich bleibe dabei - Trinkgeld gerne und wenn es sein muss auch "schmieren". Meine Wertschätzung kann ich in diesen Ländern nun einmal fast ausschließlich über Geld entgegenbringen.
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Um einen schönen Urlaub zu haben, muss man Schmiergelder zahlen, damit man "freundlicherweise" im Shuttle-Bus mitfahren darf?
Die müssen uns Europäer echt für völlig banane halten... :?PS: Um Wohngeld zu beziehen, muss der Kellner in D erstmal überhaupt ein bestimmtes Einkommen haben...
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Meine Ägyptenurlaube kann ich nicht mehr zählen, die Zahl ist dreistellig. Schmiergeld an Hotel- oder Tauchbasismitarbeiter habe ich noch nie bezahlt und würde ich auch nie bezahlen. Ich bin Gast und zahlender Kunde, das Personal ist dafür eingestellt, seinen Job zu machen. Erinnern kann ich lediglich dreimal 5 Euro Bakhshish an uniformiertes Personal an Airport HRG für Reinlotsen in die VIP-Spur anstatt eine Stunde oder länger in der Hitze vor dem Eingang in der Schlange zu stehen.
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Zitate Sabaelcher:
"Wir hatten... nur einen schönen Urlaub, weil wir 'geschmiert' haben. Ansonsten wären wir nicht einmal mit dem Shuttle-Bus gefahren, hätten keinen akzeptablen Kaffee bekommen usw..."
bzw.
"Meine Wertschätzung kann ich in diesen Ländern nun einmal fast ausschließlich über Geld entgegenbringen."
#########################Nun ja, die Wertschätzung der Dienstleistungen wird ja auch in anderen Ländern über Trinkgelder zum Ausdruck gebracht.
Aber vielleicht meinst du gar nicht die Dienstleistungen sondern den Dienstleister ?
Dem du deine Wertschätzung noch vor Erbringung von Leistungen zeigst, indem du ihm Geld gibst ?... was du allerdings selbst „schmieren“ nennst – eine etwas missglückte Wortwahl, wenn es denn tatsächlich um Wertschätzung geht.
Für mich passt das irgendwie nicht - weder das von der Geschilderte noch deine Begründungen.
Sieht aber jeder anders...
(und man tut auch noch Gutes).