Nörgel-Tourismus
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"kaschba" wrote:
TestNörgler leiden an überzogenen Erwartungen, drei Sterne buchen und zahlen, aber 4,5 Sterne erwarten.

@ kaschba
Und wer hat die überzogenen Erwartungen geweckt?
Die Veranstalter mit ihren ebenfalls überzogenen blumigen Beschreibungen und den vielen Weitwinkelbildern, die mit der Realität nichts zu tuen haben. Die Veranstalter betteln doch regelrecht um unzufriedene Gäste und deren Reklamationen.
Wann endlich kommen die Veranstalter zu der Erkenntnis, daß Ehrlichkeit am längsten währt?! -
"Holginho" wrote:
Hallo salvamor!Ich war nicht verschwunden, habe auch noch eine Menge zu dieser Thematik zu sagen, wollte aber einfach auch erst einmal euer aller Meinungen
Hallöchen Holginho,
is' scho' reeecht! Daß Du das alles hier nicht unwidersprochen lassen möchtest, war mir klar. :DImmer dieser Widerspruchsgeist!
Bis bald!Gruß salvamor
P.S. Dein neuer Name Holginho gefällt mir sehr gut, das klingt so brasilianisch, wie ein neuer offensiver Mittelfeldspieler des FC Bayern von Flamengo Rio de Janeiro.

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...meine lieben Freunde von der IT:
Es wäre seeeeeeeeeeeehr nett, wenn ihr die Zeitspanne die man für ein posting zur Verfügung hat, "etwas" erhöhen würdet - das ist jetzt mein 3. Versuch diesen Beitrag zu schreiben!
Hi salvamor!
Einen "Holginho" würde ich da auch gerne sehen - auch wenn sie ja z.Z. gar nicht soooooooo unansehnlich spielen.
Aber back to topic:
Wolfgang, ich danke Dir (natürlich auch allen anderen hier) für Deine/eure Beiträge.
Ja, ich wage einen Widerspruch...
...stimme Dir aber natürlich in den Punkt zu, das auf Seiten der Anbieter noch sehr, sehr viel Arbeit besteht, um Dinge wie Angebot, Leistung und Service zu optimieren.
Gleiches gilt m.E. aber auch für Verbraucherseite - auch hier sollte schnellstens(!) einmal über diverse Verhaltens- und Vorgehensweisen, sowie deren Zweck und v.a. Folgen, nachgedacht werden (leider muß man hier ergänzen) ... sofern sie geistig und sozial dazu uín der Lage sind! -
"Holginho" wrote:
.... sofern sie geistig und sozial dazu uín der Lage sind!
Oh, oh, oh, Holginho, wie recht Du damit hast! Das ist allerdings ein ganz heikler Punkt, und ich gestehe ein, ich habe ihn bisher ausgespart, um mir nicht von Menschen, die sich womöglich angesprochen fühlen, Arroganz und Hochmut vorhalten lassen zu müssen.
Aber nichtsdestotrotz stellt Deine Bemerkung, die sich in einem Nebensatz versteckt, ein Kernproblem dar!
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.....grrrrrrrrrrrr, das ist jetzt der 4. Versuch meinen Beitrag zu schreiben.
Wie lange ist denn die posting-Zeit? 10 Sek.?
Wäre nett, wenn das mal angepaßt werden kann - es kann nicht sein, das man den Beitrag jedesmal neu schreiben muß!
Also Wolfgang, auf ein Neues - ich muß anscheinend in Etappen schreiben:
Ich bin momentan in ein großangelegtes Projekt integriert und durfte letztens einen Versuch beiwohnen bei dem rd. 5000 Probanten diverse Filmchen und Bilder, eingebunden in imaginäre Kataloge, von Hotels und Destinationen gezeigt wurden.
Und jetzt rate mal, was 98,9% der Testpersonen ausgewählt haben...
...richtig, die schönen Bilder!
Interessant war dann die nächste Stufe:
Hier wußten die Probanten welche Bilder geschönt sind...
...trotzdem entschieden sich beeindruckende 97,8% für die geschönten Aufnahmen!
Ehrlichkeit der Veranstalter/Hotels etc. ist nur im Schadensfall erwünscht, aber dann ist das Kind leider meist schon in den Brunnen gefallen! Im Schadensfall sagen allerdings weit über 95% der Beteiligten, das sie realistische Angaben vom Veranstalter erwartet hätten!
?????????
Eine heile Urlaubswelt, inkl. schöner Bildchen, gehört für viele Nenschen zu ihrer Urlaubsplanung und ihrem Urlaubs"feeling" dazu - von Realität wollen sie da gar nichts hören und sehen, aber wehe...siehe vorherigen Absatz!
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Wolfgang, ich denke, Du darfst hier auch nicht nur Dich selbst als Maßstab anlegen.
Alleine durch Deine Art zu reisen fällst Du nämlich schon deutlichst aus dem Raster des "Norm-Urlaubers" heraus"!
Aber an dieser Stelle möchte ich dann doch nochmal fragen, warum sich denn wirklich so viele Leute gegen das umdrehen des Spießes blacklist wehren. Das Argument "Dr Kunde ist König" ist mir hier arg dünn und deutlich zu wenig. Zudem, ist der Kunde wirklich noch König, bestimmt er wirklich noch Angebot und Nachfrage? Auch die Argumentation von den Geistern die die Veranstalter riefen und nun nicht mehr loswerden ist in Teilbereichen zwar nicht von der Hnad zu weisen, sollte aber trotzdem deutlichst überdacht und v.a. weitergedacht werden.
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In der Versicherungsbranche (und nicht nur da) funktioniert die blacklist - und trotzdem werden weiter (nicht wenige!) Versicherungen verkauft!
Ja, auf Dinge wie Datenschutz (im gesetzlichen Rahmen) und Klassifizierungen muß geachtet werden, aber ansonsten:
Wo ist wirklich das Problem? Warum wehren sich soviel, ja durchaus vernünftige und ganz normale Urlauber so dagegen?
Kann und darf es wirklich sein, das einige wenige es in schöner Regelmäßigkeit schaffen, Unternehmen in Misskredit zu bringen und Rufschädigung/Rufmord zu betreiben und letztlich keinerlei (ernsthafte) Konsequenzen zu befürchten haben?
Ist genau das wirklich der Wunsch der großen Allgemeinheit - die das ganze letztlich auch noch bezahlt?
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"Holginho" wrote:
In der Versicherungsbranche (und nicht nur da) funktioniert die blacklist - und trotzdem werden weiter (nicht wenige!) Versicherungen verkauft!Versicherungen sind ein notwendiges Übel, Urlaub aber nicht. Man schliesst 'ne Versicherung ab, weil sie einem eventuell einen Schaden zurückzahlt. Nach unserem letzten Wohnungseinbruch (genauer gesagt Kellereinbruch) zahlte die Hausratversicherung auch nicht, mit dem Grund, wir hätten kein Sicherheitsschloss an der Kellertür gehabt. Wer bitte hat ein Sicherheitsschloss an der Kellertür?????????????

Oder steh ich jetzt auch auf der Blacklist, weil ich vor ca. 10 Jahren schon mal einen Wohnungseinbruch hatte? Damals war alles zurückgezahlt worden.
In Brüssel sind Einbrüche gang und gäbe. Wenn den Versicherungen das nicht passt, sollen sie die Klausel bitte aus dem Vertrag rausnehmen.Na ja, und Datenschutz ist meiner Meinung nach eh kaum noch gegeben, und zwar überall. Wir sind doch schon lange der gläserne Kunde, wir wissen es nur nicht. Gut finde ich es allerdings auch nicht unbedingt...
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Hallo Holger,
der Vergleich mit den Versicherungen hinkt meines Erachtens.
Wegen Nörgelns ist noch niemand bei einer Versicherung ausgeschlossen werden. Da fliegst Du höchstens raus, wenn die obligatorische Risikoprüfung nach einem angemeldeten Schaden eines Versicherungsnehmers ergibt, daß die Versicherung nix verdient hat oder so schnell nix mehr verdienen kann.Bei der Versicherung kommt es immerhin auf handfeste Fakten an, hier bei den Reiseunternehmen sollen Kunden bestraft werden, deren Reklamation wowöglich sogar berechtigt war.
Holger, wer soll das wirklich objektiv beurteilen, ob es eine berechtigte Reklamation oder Motzerei mit Geschäftsschädigung ist? Es kommt doch immer auf den Standpunkt und die Interessenlage desjenigen an, der das beurteilt.
Gruß wolfgang
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Wolfgang, Petra...
...auch da gehen wir leider nicht ganz d'accord!
Wenn Du (Petra) schreibst, das "Versicherungen ein notwendiges Übel sind" und Urlaub genau das nicht - dann entgegne ich Dir, das aber beides in großem und durchaus ähnlichem Maße konsumiert wird und statistisch beides in etwa gleichwertig als Produkt des ganz normalen Lebens betrachtet wird.
Wolfgang, es geht doch auch weniger um ganz normales "nörgeln" (es sei denn, es tritt z.B.in einer mehr als auffälligen Häufigkeit auf), sondern um "hochwertigere" Fälle wo letztlich z.B. unbegründet Rufmord (mit allen daraus resultierenden Konsequenzen) betrieben wird.
Beispiel:
Wir alle erinnern uns bestimmt noch an diese unsägliche Hepa-Beleidigungsarie in die das Siva Grand Beach (Hurghada/Ägypten) letztes Jahr geraten ist - zu Unrecht, wie mittlerweile bewiesen ist!
Wer bezahlt denn jetzt eigentlich den Image- und (v.a.) tatsächlichen, nominellen und ganz realen Schaden, den das Hotel und diverse Veranstalter erlitten haben?
Richtig, für genau solche Fälle ist eine eventuelle, zukünftige blacklist gedacht.
Wenn diese geistig defizitären Touris schon nicht (bzw. kaum) gesetzlich belangt werden können (was traurig genug, aber leider wahr ist!), dann muß es denen doch wenigstens deutlichst und empfindlich schwerer gemacht werden, ihr perfides Spiel zu wiederholen.Hier wird immer wieder gefragt, wer die "Aufnahme" in eine solche Liste festlegt - es werden Risiken und eventuelle Ungerechtigkeiten angeprangert.
Wer tut denn bitteschön gleiches, wenn Unternehmen auf blacklists gesetzt werden.
Aber da ist es ja ganz normal - hat es halt wieder jemanden erwischt - man, was sind wir Verbraucher toll, da haben wir es denen mal wieder so richtig gezeigt.Wer fragt denn da, ob das jetzt wirklich gerechtfertigt war und, interessiert es in dem Fall auch umgekehrt nur einen Verbraucher, ob das jetzt nun gerechtfertigt und gerecht war?
Das ist doch eine Doppelmoral ohnegleichen!
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Nach langem Schweigen möchte ich mich auch zu dem Thema zu Wort melden.
@Holger
Ich habe zwar Verständnis für das Ziel, das mit der "blacklist" erreicht werden soll und welches du vehement vertrittst, bin aber nicht der Meinung, daß der Zweck die Mittel heiligt.Natürlich will niemand ein Geschäft mit jemandem machen, wenn man von vornherein davon ausgehen kann, daß es Ärger gibt. Das Problem hat aber jedes, wirklich jedes Unternehmen und bisher ist noch keiner darauf gekommen sich branchenweit pauschal vor Kunden schützen zu müssen. Wenn es um das Abwägen von Rechtsgütern geht, nehme ich klar die Position des Kunden ein, da er in der Regel der Schwächere ist.
Ich male mir gerade Folgendes aus :
Ich kann in 3-4 Jahren jedes Einzelhandelsgeschäft nur noch per Iris- Scan oder Fingerabdruck betreten. Eines Tages bringe ich dann meinen schimmligen Joghurt in den Supermarkt zurück. Der Filialleiter ist natürlich der Meinung die Reklamation sei unberechtigt, erteilt mir daraufhin Hausverbot und trägt mich in die Einzelhandels- blacklist ein. Ab sofort stehe ich dann beim Discounter vor verschlossenen Türen..... :?(Ist jetzt etwas abgedreht, aber im Prinzip wäre es genau die gleiche Situation wie bei der Reiseveranstalter- Blacklist)
Die Fragen liegen auf der Hand : Wie soll solch eine Liste zuverlässig und gerecht funktionieren ? Wer definiert die Kriterien wer hier aufgenommen wird und welche unabhängige Instanz kontrolliert die Einhaltung und nimmt sich Reklamationen an ? Wer soll im juristischen Sinne für den Inhalt der Liste verantwortlich sein und steht dafür gerade wenn ein Kunde unberechtigterweise Nachteile erleidet.
Nee, nee, ich halte es da mit Goethe's Zauberlehrling : Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.