Trotz Terroranschlägen fliegen??
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Es gibt viele Wege nach Apulien

Per Bahn, Bus, Auto oder Flugzeug...Die Mafia zeichnet sich meines Wissens nicht dadurch aus, dass sie wahllos möglichst viele Menschen medienträchtig an irgendwelchen Orten zerbombt oder Flugzeuge abstürzen lässt.
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Sag ich ja, alles voll sicher!
Neben dem bekannten weltweiten Sicherheitshinweis gibts auf der Seite des Auswärtigen Amts folgendes zu lesen:
"Die italienischen Sicherheitsbehörden haben in allgemeiner Form auf die Gefahr terroristischer Anschläge auch in Italien hingewiesen und nach den jüngsten Anschlägen in Paris abermals ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt."
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Zumindest sicherer als an anderen Orten, wobei wir uns ja einig sind, dass es die absolute Sicherheit nicht gibt bezüglich terroristischer Attentate.
Aber wieso sollte ich irgendwohin fahren, wo ich mich persönlich unsicherer fühle?
Jede(r) entscheidet halt für sich, was für sie/ihn ein gutes Reiseziel zum Wohlfühlen ist. -
Und genau die Vermutung bzw. Behauptung, dass es sicherer als an anderen Orten sei ist FALSCH.
Mehr will ich nicht sagen. Dass Du Dich da sicherer FÜHLST mag ja sein, aber bitte erzähle nicht, dass es so IST.
Denn hier lesen auch noch eine ganze Menge anderer Menschen mit.Alleine schon die Tatsache, dass der Flieger nicht auf der Strasse vor Deiner Haustür startet und auf der Wiese 100 m hinter Deiner apulischen Unterkunft landet, sorgt für die größte Unsicherheit.
Der Terrorismus aus welcher Richtung auch immer (Italien hat da ja auch eine lange und blutige Geschichte) ist dagegen zu vernachlässigen.
Risikobewertung hat auch was mit Verhältnissen und richtiger Gewichtung zu tun.Mir persönlich ist es völlig egal wo Du urlaubst, wegen mir auch mitten in einer Hochburg gewaltbereiter AfD Anhänger....
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@Eifelhippe: Also ich mache mir immer extreme Gedanken, wenn jemand mit einem zusammengefalteten Sonnenschirm aus dem Wasser kommt, auch wenn es der Baggersee vor der Stadt ist.

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Huch - was soll denn der Hinweis auf gewaltbereite AFD-Anhänger???
Bin ich nun Nazi, weil ich nicht mehr in ein Land reisen möchte, in dem der Islam stark vertreten ist?Ich glaube nicht, dass die Sicherheit nur "gefühlt" ist - es gibt nun mal bessere und weniger geeignetere Anschlagziele.
"Unser" Minidorf in Apulien gehört wohl eher zu den ungeeigneteren, der Markt in SSH zu den geigneteren.
Deswegen hat es 2005 und 2015 wohl auch in SSH gekracht und nicht in dem kleinen apulischen Küstenort. -
Nö, bist Du nicht und das habe ich auch nicht angedeutet. Aber aus der Richtung droht ebenfalls Gefahr, dafür muss man nicht mal Urlaub machen.
Nun hast Du genau den Trugschluss geschildert, dem viele unterliegen. Wenn es einmal wo gekracht hat, dann wird, wenn überhaupt, auch da wieder was passieren.
Nö, so ist das eben genau nicht.Du musst ja noch nicht mal im apulischen Küstenort angekommen sein, um bereits ein Opfer geworden zu sein. Von was auch immer.
Und die Wahrscheinlichkeit, dass Du einen Verkehrsunfall erleidest ist eben um ein Vielfaches höher als die eines Terroranschlags. Da hast Du möglicherweise noch nicht mal die Grenze Deines Bundeslandes erreicht. Das blendest Du aber genau, wie all die Terrorhysteriker völlig aus. Und gaukelst Dir und auch anderen damit eine nicht existente Sicherheit vor.
Ist doch nicht schwer zu verstehen, oder?
Eine Organisation wie der IS oder die Mafia (egal welcher Herkunft) oder der NSU braucht keine Unterstützung durch die örtliche Bevölkerung, die bringen die selber mit, falls sie sie brauchen.
Ausserdem unterstellst Du mit dieser Aussage allen Muslimen, potentielle Unterstützer dieser gottlosen Krieger zu sein. Finde ich jetzt nicht grad neutral. -
Ich greife mal Deinen Gedanken auf, Mam, und appelliere mal an Alle, die sich mit dem Thema Terror und Islam konfrontiert sehen und Angst vor dem Islam haben: Ihr müsst den Koran ja nicht lesen, aber eignet euch doch mal die Grundgedanken an, und ihr werdet feststellen, dass der Islam ebenso eine friedfertige Religion ist wie das Christentum. Die Friedensbotschaft von Jesus hat ja die Kirche auch nicht davon abgehalten, andere Länder im Zeichen des Kreuzes zu überfallen und 100 tausende im Namen der "gottgewollten" Inquisition zu foltern und zu töten. Ähnlich sieht es beim Islam aus. Die allermeisten Moslems möchten in Frieden leben und unterstützen den Daesh (IS) genauso wenig wie die allermeisten von euch den NSU. Belest euch mal und denkt darüber nach, wenn Ihr es nicht schon längst getan habt.

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@mam62. Hier übertreibt wohl jemand. Es gibt Länder wo die Gefährdung höher ist und dann noch Vergleiche zur AFD machen. Ich sehe hier nur eine totale Panikmache. aber das wollen ja die Islamisten. Klasse das du darauf voll eingehst. Hat die ISIS das Ziel bei dir voll erreicht. Ich fliege regelmäßig in die Dominikanische Republik und gehe davon aus, dort wird nie ein Anschlag ausgeführt werden. Richtig ist es gibt keine 100 % Sicherheit. Aber wo gibt es diese, gibt ja noch viele andere Unsicherheitsfaktoren, die wesentlich höher sind. Also mach mal halblang.
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Sicher, daß Du Mam meinst

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Panikmache?
Von mir?Schon mal genau gelesen was ich schreibe?
In der Republica Domenica mag die Gefahr eines Anschlag des IS geringer sein, dafür gibt es dort andere Bedrohungen wie Infektionen und Kriminalität Und Du musst auch erst mal hinkommen oder nimmst Du die Abkürzung durch den Atlantik-Tunnel der Hohlerdebewohner?
Nur, falls es schwer zu verstehen ist: Das Thema des Threads heißt: Trotz Terroranschlägen fliegen!
Wo fanden die letzten großen Anschläge statt? Genau! In Europa! In einem Fall sogar auf einen Flughafen. Was gemerkt?Immer diese europäische Einbildung, man sei so überlegen, dass man sogar als einfacher Normalbürger die Sicherheit, den Zufall und die Wahrscheinlichkeit beherrsche...
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Es geht hier im Thread um das Thema "Fliegen und Anschläge"
Nicht um die Gefährdung im Strassenverkehr und dass ich mir den Hals brechen kann, wenn ich beim Fensterputzen von der Haushaltsleiter falle.
Und da finde ich die Behauptung widersinnig, dass ein Anschlag an allen Stellen gleich wahrscheinlich ist.
Nicht umsonst werden besondere Touristenziele, Grossereignisse etc besonders geschützt.Wären mein Mann und ich 2005 eine Stunde länger auf dem Markt geblieben, hätte uns der Anschlag treffen können.
In Kenia waren wir auf Safari, als die Bombe hochging.Ich behaupte ganz sicher nicht, dass ich so überlegen sei, dass ich die Wahrscheinlichkeit absolut beherrsche.
Mein gesunder Menschenverstand sagt mir aber, dass ich an einigen Orten der Welt sicherer bin als an anderen.
Das fliesst bei mir eben in die Reisezielwahl ein und daher kommen Reiseziele, an denen wir früher gerne waren, heute nicht mehr infrage. -
UND ? Dann passiert es eben. Die Chance dafür das ein Anschlag im Flughafen oder im Flieger passiert, gerade wenn ich dort bin, ist für mich geringer als ein sechser im Lotto. Da ich beruflich viel mit dem Auto unterwegs bin, ist dort die Chance um ein vielfaches höher ums Leben zu kommen als beim Fliegen. Also werde ich weiter fliegen. Laß mich durch den Terrormismus nicht in meiner Lebensweise beschränken. Gefahren gibt es überall, in allmöglichen Formen, so auch In RD. Aber ein Anschlag dort, meiner Meinung nach nie. Also werde ich wie gewohnt, im Mai wieder in die DR fliegen.
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Mam62:
Wo fanden die letzten großen Anschläge statt? Genau!
Ah ja...
Wenn ich mir die Liste der Attentate ansehe, dann waren sowohl die meisten Attentate als auch die meisten Opfer nicht in Europa. -
"Trotz Terroranschlägen trotzdem fliegen??"
Meiner Meinung nach kann man dieses Thema überhaupt nicht diskutieren (oder es führt zu nichts).
Das muß jeder einzig und allein für sich selbst entscheiden.
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Lies doch einfach mal genau.
Denn genau das versuche ich seit Monaten, was sag ich, seit Jahren, den Usern hier zu erklären.
Dass schon morgen, wenn sie aus dem Bett aufstehen, der Zufall zuschlägt oder eben Schicksal/Karma/Kismet/Vorsehung/höhere Macht, man saublöd ausrutscht und mitm Kopp gegen die Bettkante oder gegen die Kloschüssel knallt. Oder der Nachbar die Gasleitung angebohrt hat und sich erst mal ne Kippe anzündet, weil er noch dümmer ist als man glaubt.
Herr Müller-Meier-Schulze erleidet den plötzlichen Herztod auf der Fahrt mit seiner Mercedeslimousine zur Bank, wo er die Diamanten seiner Frau ausm Schließfach holen will, sinkt so ungünstig zusammen, dass er voll das Gaspedal durchdrückt und rast in den Gegenverkehr. Wumms, kleiner Wagen getroffen, drei Fahrgemeinschaftskollegen auf dem Weg zur Arbeit mausetot. Alle haben immer "so gut aufgepasst, auch für die anderen".
Es gibt keine Sicherheit, egal wie sehr man sich das einreden mag.
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Du hältst Dich also regelmäßig in Pakistan, Burkina Faso, Somalia, etc. auf?
Na dann hast ja wohl Glück gehabt. Zählst Du eigentlich auch, wie oft Du schon um Sekunden von dem Autorfahrer verpasst wurdest, der bei Rot über die Ampel fuhr? Es geht täglich um Haaresbreite was an Dir vorbei, meist bekommst Du es gar nicht mit.
Sieh Dir aber sicherheitshalber nochmal die Wahrscheinlichkeitsrechnung an. Denn nur weil Großveranstaltungen stärker bewacht (nicht geschützt) werden, ist Dein persönliches Risiko an anderen Orten nicht geringer.
Und das Risiko einem Terroranschlag um Opfer zu fallen ist noch immer wesentlich geringer, als beim Fensterputzen von der Leiter zu fallen oder aufm Weg zum Flughafen zu verunglücken. Warum dann müsst Ihr die geringen Risiken immer weiter diskutieren und so wichtiger machen als sie sind und auch noch zur Grundlage von Entscheidungen machen, andererseits Euch im Alltag aber so verhalten als ob es gar kein Risiko gäbe?Das versuche ich zu vermitteln. Aber da gehört natürlich auch der Wille zur Einsicht dazu. Über Fensterputzen oder auf der falschen Seite auf dem Gehsteig radeln zu sprechen ist natürlich nicht so spektakulär und da kann man vor allem nicht anderen Nationen, Religionen, Kulturen den schwarzen Peter zuschieben, schon gar ned das Stammtischgewäsch weiter verbreiten.
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Wir waren nicht immer einer Meinung, aber dieses Mal stimme ich dir sowas von zu...
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Es kann ja auch niemand anders entscheiden.
Aber man sollte halt nicht mit der ewigen Betonung, dass der Islam ja so gefährlich ist und das Risiko ums Leben zu kommen in Ländern mit muslimischer Bevölkerung überragend größer wäre, die Tatsachen aus dem Blick geraten lassen. Es dürfte keiner nach Spanien, Italien, Großbritannien reisen, die Zahlen der bei Anschlägen in diesen Ländern in den letzten 40 Jahren getöteten und verletzten Menschen ist nicht grade niedrig.
Nur darum gehts mir, wie ich immer wieder schreibe.
Denn wenn jemand Urlaub auf Balkonien macht ist mir das genauso schnurz.