Air Berlin Teil II
-
@Florian80:
Es soll heute immer noch Leute geben, die meinen, sie lebten auf einer Insel und sägen mit Nachdruck an dem Ast auf dem sie gerade sitzen (schönen Gruß an die LHG). Ich habe schon zu meiner Lehrzeit mit denen Gefechte gehabt, Die Wettbewerber lachen sich schlapp und verhöhnen den städtischen Hafenbetrieb wegen 1/4 Jahr Urlaubsanspruch. Naja von Globalisierung ist da bei den Hinterwäldnern wohl noch nichts angekommen. Zurück zum Thema:
Air Berlin ist nun Geschichte, Lufthansa erhält 81 Maschinen, Easyjet 25. Was ist nun mit Condor? Thema schon erledigt? Easyjet hat wohl schon Tarife mit den Gewerkschaften ausgehandelt, zu denen das fliegende Personal einsteigen könnte. Ich bin kein Pilot und weiß nicht viel über den Markt, was der so hergibt. Aber Ryanair hat wohl massive Probleme, sein Personal zu halten, bei den Sklavenverträgen laufen die dem Michael O'Leary scharenweise davon und mußte deshalb einen Teil seiner Flotte stillegen. Originalton:Eher friert die Hölle zu, bevor Ryanair solche Tarife akzeptiert. Dann fliege ich doch lieber mit Easyjet, auch wenn es einen Tick teuerer sein sollte. Für das Boden -und Verwaltungspersonal von Air Berlin sieht es dagegen wohl schlecht aus. -
Aber dass ein altgedienter Flugkapitän bei Airline X monatlich brutto 8.000 Euro auf seiner Abrechnung stehen hat (+ weitere betriebsinterne Annehmlichkeiten), während sein die gleiche Arbeit ausführender Kollege bei Airline Y deutlich weniger verdient, muss zumindest bei Neuvertrag von den Altgedienten aus Firma X akzeptiert werden. Bei der AB sind es wohl vor allem die ex LTU-Langstreckler mit solch üppiger und nie reduzierter Besoldung.
@Florian80w sagte:
Aber dass ein altgedienter Flugkapitän bei Airline X monatlich brutto 8.000 Euro auf seiner Abrechnung stehen hat (+ weitere betriebsinterne Annehmlichkeiten), während sein die gleiche Arbeit ausführender Kollege bei Airline Y deutlich weniger verdient, muss zumindest bei Neuvertrag von den Altgedienten aus Firma X akzeptiert werden. Bei der AB sind es wohl vor allem die ex LTU-Langstreckler mit solch üppiger und nie reduzierter Besoldung.
Ein altgedienter Flugkapitän bei LH hat da eher 18.000 € monatlich stehen, + weiter Sozialleistungen + ein Rentnerdasein ohne Sorgen.
Bei Eurowings verdient ein Pilot nach einem Einstiegsgehalt von ca. 7.000 € nach einigen Berufsjahren auch an die 12.000 €Die Piloten von LTU hatten noch Gehälter die nicht viel unter denen der LH lagen, die AB zahlte auch noch reichlich. Also, 20% geringeres Gehalt ist schon viel, aber verhungern wird man mit neuen Verträgen bei Eurowings als Pilot nicht.
@Kourion
Man muss bei einer Airline über die Pilotengehälter reden, da dies neben Kerosin die höchsten Kosten sind - und somit die Stellschrauben,
wenn man eine Airline profitabel fliegen lasse muss. -
@Gastro24
Du hast mich falsch verstanden: Ich mag keine Neiddiskussionen und nach meinem Empfinden geht es hier schon ein wenig in diese Richtung. Falls ich mich da täusche - schön.Guten Tag,
Es geht um folgendes. Ich habe am 25.07.2017 (da war ja noch nicht absehbar das Air Berlin insolvents anmeldet) einen Flug von Frankfurt nach Palma Mallorca gebucht für den Reisezeitraum Ende Juni Anfang Juli 2018. Die Flüge wurde mit Sofortueberweisung bezahlt. Die Flug-Nr sind HG Nummer (also von Niki Airline die ja nicht insolvent ist) Was mich aber beunruhigt ist das der IBAN auf ein Konto lautet was Air Berlin zugeordent ist. In der Flugbestätigung steht "operatet bei Niki". Im Internet habe ich gelesen sämtliche Niki-Flugscheine werden unter dem Ticketprefix 745, der für Air Berlin steht ausgestellt. habe die Fluglinie angeschrieben aber keine Antwort erhalten. Da es ja auch keine Pauschalreise ist und Ich das Hotel ja schon gebucht habe . Müsste ich ja neue Tickets mir besorgen oder meint Ihr ich sollte mal abwarten ? Wenn die Gelder auf dem Air Berlin Konto sind und nicht rechtzeitig nach Österreich zu Niki transferiert sind ist das Geld bestimmt weg !! Vielleicht hat jemand nee Antwort.oder ein Tip ! dankeGruss
-
Was jetzt genau mit der Niki passiert steht ja noch nicht fest, da das Kartellamt noch prüft. Es ist aber abzusehen, dass sie in die Eurowings aufgeht. Ob Tickets dann von EW übernommen werden (wovon ich persönlich nicht ausgehe), ob ggf. vergünstigte Tarife für ehemalige Niki Kunden angeboten werden, oder ob dein Ticket einfach verfällt, das kann erst dann gesagt werden wenn alles erledigt ist, was mit der Übernahme zusammenhängt. Bis dahin wirst du warten müssen.
-
Widerspruch! Solange Niki nicht nachträglich auch Insolvenz anmeldet, sind die geleisteten Zahlungen sicher. Und wenn Lufthansa / Eurowings die Gesellschaft übernimmt, dann gibt es keine Rosinenpickerei, ganz im Gegensatz zur Air Berlin. Bitte nicht verrückt machen lassen! Und wenn die nicht reagieren, es ist noch alle Zeit der Welt vorhanden.
-
Die Marke Nikki wird vom Markt verschwinden, ob und wie Tickets ggf. von der Eurowings/LH übernommen werden ist absolut offen, wie bereits von mir geschrieben. EW springt auch nicht überall in die Lücke die AB/Niki reissen. Und wenn die Prüfung beim Kartellamt zu lange dauert oder abgelehnt wird, wer weiß was dann passiert. Deshalb war mein Tip wie deiner: abwarten.
-
Die Marke Nikki wird vom Markt verschwinden, ob und wie Tickets ggf. von der Eurowings/LH übernommen werden ist absolut offen, wie bereits von mir geschrieben. EW springt auch nicht überall in die Lücke die AB/Niki reissen. Und wenn die Prüfung beim Kartellamt zu lange dauert oder abgelehnt wird, wer weiß was dann passiert. Deshalb war mein Tip wie deiner: abwarten.
Ob die Marke Niki vom Markt verschwindet, ist vollkommen gleichgültig. Wenn es einen rechtmäßigen Käufer gibt, übernimmt der nicht nur alle Rechte, sondern auch alle Pflichten. und unter welchem Logo das ganze weitergeführt wird, spielt hierbei keine Rolle. Wenn das Bundeskartellamt das ganze nicht billigt, muß zurück abgewickelt werden. In letzter Konsequenz evt. auch Insolvenz. Und dann beginnt alles von vorn.
-
Ja aber der genaue Ablauf bzw. Ausgang steht noch nicht fest, auch wenn man von der Übernahme wie sie geplant ist ausgehen kann.
-
Und noch einmal: Beim Air Berlin Verkauf stand der Vorgang unter Insolvenzrecht. Lufthansa und Easyjet konten quasi als "Heuschrecken" auftreten und sich die Filetstücke sichern, die für sie interessant waren ohne weitere Verpflichtungen bei Altlasten einzugehen. Das betraf z.B. auch alte Tickets / Buchungen. Da Niki nicht insolvent ist, steht das ganze nach HGB (Kaufvertrag) mit allen Rechten und Pflichten ohne wenn und aber. Da wird sich niemand herauswinden mit der Aussage: aber das Teil wollte ich gerade nicht.
Anders verhält es sich bei dem Topbonus Programm. Dieses ist seit August und der Air Berlin Pleite ausgesetzt. Warum das auch für Niki gültig sein soll, ist mir schleierhaft. Seit 19.8. werden die gesammelten Meilen dem Konto nicht mehr gutgeschrieben. Air Berlin veräußerte vor einigen Jahren das Vielfliegerprogramm Topbonus an Etihad und die wiederum verklickten das an ihre Tochter Topbonus Ltd. in UK. Und nun steht das ganze juristisch wohl im Visier.
Lufthansa steht im Verdacht, sich in Deutschland ein Monopol aufzubauen. Nach Swissair und Austrian jetzt auch noch große Teile von Air Berlin und Niki, demnächst vielleicht auch noch Alitalia? Na wenn das man gut geht! -
Laut n-tv ist die seit Mitte Oktober auf Island festgesetzte AB-Maschine ausgelöst worden und darf ihren letzten Flug in alter Lackierung antreten.
Topbonus: All diese Programme sind für Normalflieger völlig irrelevante Augenwischerei und haben eher den Charakter von Pünktchensammelei im Supermarkt: Bis man an sowas wie einen innerdeutschen Freiflug kommt, steckt man viel Geld in Flüge mit nur diesen Airlines, und genau diese Kundenbindung in einem Markt mit vielen Mitbewerbern ist der wahre Grund. Sowas wie vor etlichen Jahren meine AB Press Card hatte wenigstens noch echte/geldwerte Vorteile, aber die wurde vor 8 Jahren eingestampft.
-
Nach meiner Einschätzung sind die Pauschalreisen gut abgesichert, aber bei den "Nur flug" Buchungen ist der Verbraucherschutz wohl auf der Strecke geblieben. Mich würde mal interessieren wie @Stadtfrau" in ihrer Sache weitergekommen ist. Ich würde derzeit keine Buchung bei einer Airline tätigen, wenn ich da nicht auf der sicheren Seite wäre. Schon gar nicht bei Ryanair. Aber die haben sich noch nie um den Kunden geschert. Ohne Insolvenzschutz läfut bei mir gar nichts, wenn es nur um den flug geht, aber da läuft dann das Kleingedruckte der jeweiligen Versicherung.
-
Ja, bei einer Pauschalreise ist man auf der sicheren Seite, da der Veranstalter für die Beförderung zuständig ist und man im Falle einer Insolvenz oder Betriebseinstellung eine Alternative angeboten bekommt.
Was den Verbraucherschutz bei Nur-Flug Buchungen angeht bin ich allerdings nicht auf deiner Seite, denn einen Insolvenzschutz für eine Flugbuchung kann man bei Bedarf selbst abschließen. Ich sehe hier nicht, dass der Schutz der Verbraucher auf der Strecke geblieben ist. Oder sicherst du per se alles ab wo du Voraus-/Anzahlungen leistest (z. B. Möbelkauf, Handwerker, Hotel-/Mietwagenbuchung usw.)? -
also bis jetzt gibts in meine Fall nichts NeueIch bin in der Sache nicht weitergekommen Ich warte jetzt erstmal ab bevor Ich evtl. einen neuen Flug zwangsläufig buchen muss (was natürlich sehr ärgerlich wäre) Wir sind 5 Personen die haben ja alle das Problem. Es war leider nur eine "Flug Buchung" und keine Pauschalreise. Ich Habe Air Berlin und Niki jeweils angeschrieben (keine Antwort war ja fast klar ) Als Ich die Niki Flüge im Juli 2017 gebucht hatte war mir nicht bewusst, dass Gelder die an die Muttergesellschaft Air Berlin gezahlt werden bzw der Empfänger IBAN ein Konto ist was auf Air Berlin lautet weg sein könnten. Im Juli hatte Ich nicht auf dem "Radar" das es schon so schlecht um diese Fluglinie steht naja. Ich finde es trotzdem nee Sauerei wenn Ich/Wir auf den Ticketkosten sitzen bleiben würden obwohl ja Niki keine Insolvents angemeldet hat ! Mal abwarten...........:-(
-
also bis jetzt gibts in meine Fall nichts NeueIch bin in der Sache nicht weitergekommen Ich warte jetzt erstmal ab bevor Ich evtl. einen neuen Flug zwangsläufig buchen muss (was natürlich sehr ärgerlich wäre) Wir sind 5 Personen die haben ja alle das Problem. Es war leider nur eine "Flug Buchung" und keine Pauschalreise. Ich Habe Air Berlin und Niki jeweils angeschrieben (keine Antwort war ja fast klar ) Als Ich die Niki Flüge im Juli 2017 gebucht hatte war mir nicht bewusst, dass Gelder die an die Muttergesellschaft Air Berlin gezahlt werden bzw der Empfänger IBAN ein Konto ist was auf Air Berlin lautet weg sein könnten. Im Juli hatte Ich nicht auf dem "Radar" das es schon so schlecht um diese Fluglinie steht naja. Ich finde es trotzdem nee Sauerei wenn Ich/Wir auf den Ticketkosten sitzen bleiben würden obwohl ja Niki keine Insolvents angemeldet hat ! Mal abwarten...........:-(
-
@ Stadtfrau:
Wenn du deine Buchung direkt bei Niki und nicht bei Air berlin getätigst hast, sollte eigentlich alles im grünen Bereich sein. Es greift dann kein Insolvenzrecht. Wenn ihr eure Reise erst im Somer 2018 antreten wollt, ist reichlich Zeit vorhanden, um evtl. über Verbraucherschutz oder Anwälte die Tickets einzuklagen. Ich käme nie auf die Idee, mir ein 3/4 Jahr vorher schon Ersatztickets zu besorgen, auf denen du ggfls. sitzen bleiben könntest.
@ Herr Reise:
Wenn ich im Einzelhandel etwas bestelle, ist damit meistens eine Lieferfrist von wenigen Wochen verbunden und ich bezahle nie per vorkasse. Also der Vergleich hinkt gewaltig. Und der Schutz bei den angebotenen Versicherungen geht enorm in die Breite, da ist von einem umfassenden Schutz schon nicht mehr die Rede, deshalb noch einmal der Hinweis auf des Kleingedruckte. -
Ein Blick ins Kleingedruckte der Versicherungsleistungen ist immer hilfreich, das ist absolut korrekt.
Es geht auch nicht um Einkäufe im Einzelhandel wie im Supermarkt oder so, sondern Dinge bei denen tatsächlich Anzahlungen fällig werden. Da zählen Möbel- und Einrichtungskäufe schon dazu, hier übersteigt der gesamte Warenwert oft sogar den Preis eines Langstreckenfluges. Dazu habe ich ja auch andere Beispiele genannt bei denen Voraus-/Anzahlungen fällig werden und nicht abgesichert sind. Man kann halt nicht alles für alle absichern, auch die Kosten dafür wären immens und würden natürlich umgelegt. -
Ein Blick ins Kleingedruckte der Versicherungsleistungen ist immer hilfreich, das ist absolut korrekt.
Es geht auch nicht um Einkäufe im Einzelhandel wie im Supermarkt oder so, sondern Dinge bei denen tatsächlich Anzahlungen fällig werden. Da zählen Möbel- und Einrichtungskäufe schon dazu, hier übersteigt der gesamte Warenwert oft sogar den Preis eines Langstreckenfluges. Dazu habe ich ja auch andere Beispiele genannt bei denen Voraus-/Anzahlungen fällig werden und nicht abgesichert sind. Man kann halt nicht alles für alle absichern, auch die Kosten dafür wären immens und würden natürlich umgelegt.Ich faß mich kurz, das ganze ist OT: Bei meinem letzten Möbelkauf vor 2 Jahren eine schrankwand gekauft selbstverständlich ohne Anzahling. Bei Anlieferung stellte sich heraus, daß das ganze spiegelverkehrt geliefert wurde und nicht austauschbar war.Solche Sachen kommen mir nicht ins Haus. Das Möbelhaus wollte daraufhin 150 € zusätzlich. Nein danke, deshalb nochmal, ich leiste keine Vorkasse. Schon gar nicht für Flüge, von denen ich nicht weiß, ob diese tatsächlich durchgeführt werden.
-
Zwingt dich ja auch keiner zu

-
Trave175, kennst du eine Versicherung, die dir dein Nur-Flug-Ticket bei Insolvenz der Airline erstattet? Ich weiß nur, dass im Zuge der AB-Pleite Verbraucherverbände sowas verbindlich forderten.