Wie läuft's am Flughafen Hurghada?
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Also ehrlich, um das mal zu klären.
Ja, das Abtasten der Touristen ist wesentlich strenger und intensiver geworden,
Aber, ich werde von einer Frau abgetatstet und die legt ihre Hände auf meinen Kopf und streicht einmal meinen Körper herunter bis zu meinen Füßen. Das wars.
Das habe ich als respektvoll empfunden und das ist ihr Job.
Nie hat da eine Frau in meinen Haaren rumgewühlt. -
....wobei sich mir der Sinn im Gesamten nicht erschließt. Wieviele Touristen sind für Überfälle auf Touristen verantwortlich? Hat jemand die Zahlen?
Wieviele Westeuropäer sind mit Autos in ägyptische Menschenmengen gefahren? Mein Google ist wohl kaputt. -
Was willst du uns damit jetzt sagen "Verwunderung" frag ich mal ganz verwundert ?
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@verwunderung - da hast Du recht. Bisher kam der Terror nicht von den Touristen. Was anderes kann "Gockel"
wohl auch nicht sagen.
Aber in Ägypten ist man lieber unsinnig betriebsam als strukturiert - war schon immer so. Das hinterlässt bei manchem Urlauber einen "professionellen" Eindruck. -
Ich meine, dass hier das Terrorphänomen und seine Protagonisten ziemlich klar erkennbar sind. Und dass europäische Chartertouristen bis jetzt nicht als Aktionisten aufgetreten sind, aber so behandelt werden, als wären sie es. Klar kann man nun sagen:
sie sind es nicht, da so gut kontrolliert, aber ich wette, wenn jeweils von einem Touristen eine echte Gefahr, nur ansatzweise im Bereich Berliner Weihnachtsmarkt/Hurghada-Strand aufgetreten wäre, es die ganze Welt wüsste.
Der Aktionismus suggeriert, dass sich Ägypten vor den Touris schützen muss.
Und dafür gibt es bis jetzt m.A. nach keinen Nachweis- oder kennt jemand einen? -
@verwunderung - da hast Du recht. Bisher kam der Terror nicht von den Touristen. Was anderes kann "Gockel"
wohl auch nicht sagen.
Aber in Ägypten ist man lieber unsinnig betriebsam als strukturiert - war schon immer so. Das hinterlässt bei manchem Urlauber einen "professionellen" Eindruck.@Sabaelcher sagte:
Aber in Ägypten ist man lieber unsinnig betriebsam als strukturiert - war schon immer so.
Augenfälligstes Beispiel ist die Kontrolle der Stempel im Pass 10 m hinter dem Glasgehäuse des Immibeamten durch einen weiteren Beamten, als wenn der seinem Kollegen nicht traut. Hängt aber wohl immer noch damit zusammen, dass der Staat jedem Studierten für x Jahre einen Job in Militär oder Verwaltung geben muss, mag er noch so sinnlos sein.
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Es muss den Ägyptern wirtschaftlich recht schlecht gehen, dass sie sich zu solchen teilweise unnützen Jobs hinreißen lassen. Not macht halt erfinderisch.
Nur mal die Geschichte, als wir das erste Mal in Ägypten waren, das war ca. 1999, Sharm el Sheik. Völlig unerfahren, Internet hatten wir noch nicht, also waren wir sehr unterinformiert für Ägypten.
Wir kommen aus der Kontrolle raus zum Gepäckband. Da gab es Ägypter, die erkennen konnten, welchen Koffer ich als meinen auf dem Fließband erkannt habe. Also ist der Ägypter schnell auf das Fließband geklettert und ist auf unserem Koffer Karussell gefahren und hat dabei die Hand aufgehalten "Bakschisch, Bakschisch". Wir damals noch unerfahren und mit den Orientalen sowie so, haben dann nach Geld gesucht und bezahlt, um an den Koffer ranzukommen. Man will ja nicht gleich Ärger haben. Also wieder Besitzer meines eigenen Koffers geworden.
3 Koffer, also Gepäckwagen her. Als ich danach griff, kam von hinten wieder einen dunkelhäutige "Bakschischkralle" und verweigerte mir den Zugriff. Also wieder nach Geldstücken gefingert und bezahlt.
Beim Beladen des Gepäckwagens kamen hilfreiche dunkelhäutige Hände zum Vorschein, die trotz meiner Gegenwehr mein Gepäck auf den Wagen laden wollten. Abgewehrt!
Das Gepäck wurde dann auf ein Fließband gelegt und durchleuchtet (ja, bei der Einreise) und wieder "Kralle" und "Bakschisch". Meine Aggressivität steigt merklich an. Beim Einladen des Gepäcks in den Transferbus zum Hotel 4 "Krallen", Busfahrer und ein "Bakschischjäger in eigener Sache". Ich kurz vor Explosion.
Dann 4 oder 5-Sterne-Hotel, Hotelpage kommt und will wie es üblich ist unsere Koffer auf das Zimmer bringen. Ich weiß ja, dass mein ganzes Kleingeld schon am Flughafen für "Bakschisch" draufgegangen ist und ich ihm nichts geben kann und will. Nix mehr, keiner fasst hier in diesem Land nochmal unsere Koffer an.
So weit hat man mich getrieben, dass sich von allen guten Geistern verlassen jede Freundlichkeit vergessen habe.
Ich wollte nie, wirklich nie wieder nach Ägypten.
Doch dann war ja noch die Erfahrung mit Schnorcheln und dem tollen Meer. Also dann doch irgendwann wieder Ägypten und so langsam lernt man das kennen, wie dieses Land funktioniert. Inzwischen kann ich die Situationen so steuern, dass ich entscheide, wer Trinkgeld bekommt, in welchen Shop ich reingehe, wo und wie ich an mein Visum komme etc.
Klar gibt es dort den ehrwürdigen Beruf eines "offene Türen Aufhalter" und "Blattweise Toilettenpapierverkäufer".
Inzwischen verhandele ich nicht mehr um jedes Blatt Toilettenpapier, sondern nehme auch schon mal die ganze Rolle mit, wenn es ganz, ganz dringend sein muss.
Da gibt es so viele Situationen, die so ähnlich sind. Früher geärgert, heute normal und beherrschbar.
Lasst Euch bitte nicht von Ägypten als Urlaubsland abbringen, nur weil solche Geschichten erzählt werden. Es gibt ja noch die Unterwasserwelt und die entschädigt für alles andere, was zunächst neu und völlig gaga zu sein scheint.
Und wisst Ihr was? Die Ägypter können inzwischen selbst über sich lachen, was sie da so machen. Trotzdem sind die Leute bitterarm, bis vielleicht die Reiseleiter, die am Visum-Verkauf ordentlich mitverdienen.Ägypten hat schon was, man muss es aber erst einmal finden

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PS: ich vergaß, dass ich die Ursprungsgeschichte am Flughafen Hurghada tatsächlich glaube und es auch als nicht hinnehmbar empfinde. Das kann einen den ganzen Urlaub versauen. Schreibe das jetzt nur noch hinterher, falls jemand meint, ich wolle das Problem kleinreden.
Ok? -
@ Ulf Barnstorf: Guter und netter Bericht. Kann ich mich voll mit identifizieren. Bei uns steht evtl. der zweite Ägyptenbesuch bevor. Ich hoffe, dass ich die nötige Gelassenheit aufbringe.
@ Uwe Barnstorf: ich erkennne mich auch wieder bei meinem esrten Mal Hurghada.

Und tatsächlich beim zweiten Mal weiß man es schon besser. -
Es muss den Ägyptern wirtschaftlich recht schlecht gehen, dass sie sich zu solchen teilweise unnützen Jobs hinreißen lassen. Not macht halt erfinderisch.
Nur mal die Geschichte, als wir das erste Mal in Ägypten waren, das war ca. 1999, Sharm el Sheik. Völlig unerfahren, Internet hatten wir noch nicht, also waren wir sehr unterinformiert für Ägypten.
Wir kommen aus der Kontrolle raus zum Gepäckband. Da gab es Ägypter, die erkennen konnten, welchen Koffer ich als meinen auf dem Fließband erkannt habe. Also ist der Ägypter schnell auf das Fließband geklettert und ist auf unserem Koffer Karussell gefahren und hat dabei die Hand aufgehalten "Bakschisch, Bakschisch". Wir damals noch unerfahren und mit den Orientalen sowie so, haben dann nach Geld gesucht und bezahlt, um an den Koffer ranzukommen. Man will ja nicht gleich Ärger haben. Also wieder Besitzer meines eigenen Koffers geworden.
3 Koffer, also Gepäckwagen her. Als ich danach griff, kam von hinten wieder einen dunkelhäutige "Bakschischkralle" und verweigerte mir den Zugriff. Also wieder nach Geldstücken gefingert und bezahlt.
Beim Beladen des Gepäckwagens kamen hilfreiche dunkelhäutige Hände zum Vorschein, die trotz meiner Gegenwehr mein Gepäck auf den Wagen laden wollten. Abgewehrt!
Das Gepäck wurde dann auf ein Fließband gelegt und durchleuchtet (ja, bei der Einreise) und wieder "Kralle" und "Bakschisch". Meine Aggressivität steigt merklich an. Beim Einladen des Gepäcks in den Transferbus zum Hotel 4 "Krallen", Busfahrer und ein "Bakschischjäger in eigener Sache". Ich kurz vor Explosion.
Dann 4 oder 5-Sterne-Hotel, Hotelpage kommt und will wie es üblich ist unsere Koffer auf das Zimmer bringen. Ich weiß ja, dass mein ganzes Kleingeld schon am Flughafen für "Bakschisch" draufgegangen ist und ich ihm nichts geben kann und will. Nix mehr, keiner fasst hier in diesem Land nochmal unsere Koffer an.
So weit hat man mich getrieben, dass sich von allen guten Geistern verlassen jede Freundlichkeit vergessen habe.
Ich wollte nie, wirklich nie wieder nach Ägypten.
Doch dann war ja noch die Erfahrung mit Schnorcheln und dem tollen Meer. Also dann doch irgendwann wieder Ägypten und so langsam lernt man das kennen, wie dieses Land funktioniert. Inzwischen kann ich die Situationen so steuern, dass ich entscheide, wer Trinkgeld bekommt, in welchen Shop ich reingehe, wo und wie ich an mein Visum komme etc.
Klar gibt es dort den ehrwürdigen Beruf eines "offene Türen Aufhalter" und "Blattweise Toilettenpapierverkäufer".
Inzwischen verhandele ich nicht mehr um jedes Blatt Toilettenpapier, sondern nehme auch schon mal die ganze Rolle mit, wenn es ganz, ganz dringend sein muss.
Da gibt es so viele Situationen, die so ähnlich sind. Früher geärgert, heute normal und beherrschbar.
Lasst Euch bitte nicht von Ägypten als Urlaubsland abbringen, nur weil solche Geschichten erzählt werden. Es gibt ja noch die Unterwasserwelt und die entschädigt für alles andere, was zunächst neu und völlig gaga zu sein scheint.
Und wisst Ihr was? Die Ägypter können inzwischen selbst über sich lachen, was sie da so machen. Trotzdem sind die Leute bitterarm, bis vielleicht die Reiseleiter, die am Visum-Verkauf ordentlich mitverdienen.Ägypten hat schon was, man muss es aber erst einmal finden

@Ulf-Barnstorf sagte:
Es muss den Ägyptern wirtschaftlich recht schlecht gehen, dass sie sich zu solchen teilweise unnützen Jobs hinreißen lassen. Not macht halt erfinderisch.
Lasst Euch bitte nicht von Ägypten als Urlaubsland abbringen, nur weil solche Geschichten erzählt werden. Es gibt ja noch die Unterwasserwelt und die entschädigt für alles andere, was zunächst neu und völlig gaga zu sein scheint.
Ich schrieb es schon mehrfach: Es gibt in Ägypten ein Gesetz, das den Staat verpflichtet, jedem Absolventen eines Studiums, falls er keinen anderen Job findet, für x Jahre im öffentlichen Dienst zu beschäftigen. Völlig egal, ob da Bedarf ist oder nicht. Dann sitzt eben der Studierte auf einem Stuhl und kontrolliert Passstempel oder macht den dritten Sprengstoffscan. Egal, Gesetz erfüllt, er hat Arbeit und kostet wenig.
Unterwasserwelt und Touristen: Wenig öffentlich kommuniziert, aber seit Jahren zu beobachten, ist, dass rund 90% der Touristen an der Unterwasserwelt überhaupt nicht interessiert sind und noch nicht mal im Meer statt Pool schwimmen gehen. Aus 2013 kenne ich diese ergänzenden Zahlen, die diskret auf der ITB genannt wurden: 5% sind Schnorchler und wollen es auch bleiben, die letzten 5% sind Taucher oder wollen Tauchen lernen.
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Wer auch immer ausschliesslich sog. menschenunwürdiges Verhalten anprangert gerät in den Verdacht, grundsätzlich alles infrage zu
stellen und für positive Erfahrungen nicht zugänglich zu sein. -
was hat denn menschenunwürdiges Verhalten anprangern , damit zu tun, nicht offen für positive Erfahrungen zu sein ??????????
Ich war schon oft in Ägypten,das erste Mal 2006. Unverschämt in Bezug auf Backschisch, waren die schon immer, besonders am Flughafen. Ich denke mal, jeder gibt gern ein Trinkgeld ( außer man ist " oberknickig " ), aber wenn es sozusagen erzwungen wird,wie am Flughafen, finde ich das schon dreist.
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Ich habe von einem Verdacht gesprochen, Du mussr richtig lesen.
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@Dauercamper
Ok, Verdacht, aber dadurch wird Deine Aussage auch nicht logischer,denn sog. menschenunwürdiges Verhalten zu kritisieren heißt immer noch nicht, alles infrage zustellen. Sorry aber ,ich muß nicht richtig lesen, sondern manch einer sollte mal überlegen, was er sich so an Unsinn zusammenschreibt. -
Der Hauptgrund für mich, in Ägypten Urlaub zu machen. ist und bleibt die Unterwasserwelt. Deswegen fliege ich gern nach Marsa Alam, schnorchele gern an bestimmten Riffen und genieße die Vielfalt der Fische und Meerestiere. Alles andere tritt etwas in den Hintergrund.
Die kleinen Unannehmlichkeiten am Flughafen nehme ich in Kauf. Das Thema Sicherheit muß man natürlich immer im Auge behalten und ernst nehmen. -
@gusca
Du kannst ja Bakschischforderungen als zu hoch empfinden, dann ingnoriere sie doch einfach. Wenn Du schon oft in Ägypten
warst solltest Du doch eigentlich entsprechend reagieren können.
Ich halte es so wie fallerof: Kleinere sog. Unannehlichkeiten nehme ich in Kauf: ich habe Zeit genug am Fkughafen.
Ob ich dann mehrmals nach irgenwas gefragt werde, ist mir völlig schnuppe. -
Ach was bin ich doch für ein glückliches Kerlchen.
Am oder Im Flughafen Hurghada, auch nicht an einem anderen Flughafen, bin ich jemals "Menschenunwürdig" behandelt worden, und bis auf eine Erfahrung mit einem Barkeeper, auch sonst nicht mit Übermässigen Bakschischforderungen ********* worden.
Speziell am Flughafen Hurghada lief bei meinen 3 Besuchen Alles Normal ab.
Ps: liebe I.T. Leute es wird langsam Albern mit dem ausXXXXXXXXXen. Das Wort sollte B.e.l.ä.s.t.i.g.t heissen. -
Du hast völlig recht: Ich bin ein glückliches Kerlchen; aber ich gehe auch gleichmütiger mit den hier beschriebenen Sachen um.
Übrigends, das Thema Bakschisch kann man doch wirklich nicht zu einem menschenunwürdigen Verhalten zählen: -
@Dauercamper,
mit dem glücklichen Kerlchen meinte ich tatsächlich Mich.
Ansonsten hast Du recht.