Azur Air
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Was sollte ein Anwalt deiner Ansicht nach bewirken können?
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@vonschmeling
Ohne diesen Fall jetzt groß verfolgt zu haben, gehe ich mal von berechtigten Forderungen aus.Wenn die Airline sich bisher nicht gemeldet hat, kann alleine ein Schreiben von einem Anwalt dazu führen, dass sie sich meldet oder sogar den Forderungen entsprochen wird. Sollte eine Klage notwendig sein, wird kaum ein Urlauber genug Lust/Zeit/Expertise haben, das selber durchzuziehen, erst recht, wenn die Anwaltskosten von der Fluggesellschaft getragen werden.
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Du solltest berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer
a - womöglich keine Rechtsschutzversicherung für derartige Fälle hat
b - die Erstattung der vorgerichtlichen Kosten in den Sternen steht
c- Azur entweder den Klageweg (bei Aussicht auf Erfolg) optiert oder nach 1000 kalten Wintern freimütig erstattetIch verstehe offengestanden den Stress nicht ... schließlich geht es nicht um die Erstattung von vorverauslagten Kosten in unbilligem Maße oder eine lebenswichtige Spenderniere.
Für die Erlangung einer pauschalen Zuwendung ganz unhabhängig von jeglicher Angemessenheit darf eine gewisse Duldsamkeit erwartet werden. -
Nungut.... aber über 6 Monate ohne jegliche Resonanz ist halt genau DAS , was ich von dieser Airline erwartet hab. Und ja - wir haben keinen Rechtsschutz für derartige Fälle. Nach Recherche im Internet haben wir uns zunächst auf den gänigen Weg gemacht, der in vielen Fällen für Erfolg sorgte. Jetzt muss dann wohl oder übel doch ein Anwalt her. In dem Fall möchte ich die Argumentation hören, warum man diese Entschädigung NICHT zahlt, zumal wir ja so gar eine Bestätigung seitens Azur noch am Flughafen bekommen haben, dass das Verschulden klar auf deren Seite liegt. Es ist ganz einfach - wie schon erwähnt - Verzögerungstaktik. Aber diese Geschichte zieh ich durch - notfalls mit Presse. Denn wie gesagt - das hängt derbe nach. Auch nach so langer Zeit. Da gehts rein ums Prinzip. By the way ... der neue Urlaub (gleicher Ort, gleiches Hotel ist gebucht und in paar Tagen gehts los). Sicher ist man auch bei anderen Airlines nicht 100% sicher vor solchen Dingen. Aber das Risiko ist bei anderen Anbietern "subjektiv" geringer. Diesmal gehts mit Tui und da hab ich irgendwie nicht den Bedarf, mich schon Wochen vorher über das Flugzeug informieren zu wollen, mit dem wir letztlich fliegen.
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Sind im Oktober 2017 mit Azur geflogen. Dabei wurden Teile unseres Gepäcks stark beschädigt. Habe zeitnah alle geforderten Informationen (lt. Azur Air Handzettel) eingereicht. Bis heute, 7 Monate später, habe ich von Azur noch nichts gehört. In Sachen Kundenservice ist Azur für mich daher absolut nicht empfehlenswert.
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@halvaeurope
... wobei "Gepäckdriss" bei ganz vielen "renommierten" Luftverkehrsunternehmen ein wunder Punkt ist ...
Es gibt einen Thread zu diesem Thema im Unterforum Meinungen zu reiserechtlichen Fragen, viel Gutes liest man nicht.
Die Load Services sind ja zu nahezu 100% an Subunternehmer vergeben, man denkt zuweilen, die pfeffern Koffer mutwillig aus der Ladeluke direkt aufs Vorfeld.
Nichts desto trotz sind 7 Monate kein Fanal für kundenorientierte Dienstleistungsauffassung, und das gilt gleichermaßen auch für Rhodos9709.
@Rhodos9709 richtet sich folgender Rat:
Bevor du einen Anwalt bevollmächtigst wende dich direkt an die Kanzlei, die die Schadenersatzangelegenheiten von Azur Air regelt. Es gibt hier einige Erfahrungsberichte hinsichtlich einer deutlichen Beschleunigung des Verfahrens durch diese Methode.
Ist zwar keine Entschuldigung, ich glaube jedoch, dass die wegen der vielen Verspätungen und der medialen Aufmerksamkeit dafür einfach nicht hinterherkommen und die Betroffenen deshalb schier bis Sanktnimmerlein warten lassen "müssen" ...
Du kannst getrost einen Termin von max. 14 Tagen setzen und ankündigen, dich mangels einer Rückmeldung rechtlicher Maßnahmen zu bedienen. Kommen die dann noch immer nicht in den Quark wirst du wohl um anwaltliche Unterstützung kaum herumkommen.
Noch ein Tipp: Schau mal, ob es bei Facebook die Möglichkeit gibt mit Azur zu kommunizieren. Offenbar erreicht man auf diesem Wege gelegentlich mehr, da noch größere öffentliche Reichweite. -
Noch ein Tipp für jene, die des Wartens überdrüssig sind und keine Rechtsschutzversicherung haben (oder eine mit groteskem Selbstbehalt):
Bei unstreitigen Forderungen (z.B. Rhodos9709) hat sich als schleunige und vergleichsweise sehr preiswerte Methode zur Beitreibung der Erlass eines Mahnbescheides erwiesen. Diesen kann man online beantragen und das Ausfüllen ist keine besondere Herausforderung.
Die Zustellung erfolgt zügig, falls der Schuldner nicht widerspricht kann man sich deutlich schneller über einen vollstreckbaren Titel freuen als im Falle eines zivilrechtlichen Klageverfahrens. -
Nungut.... aber über 6 Monate ohne jegliche Resonanz ist halt genau DAS , was ich von dieser Airline erwartet hab. Und ja - wir haben keinen Rechtsschutz für derartige Fälle. Nach Recherche im Internet haben wir uns zunächst auf den gänigen Weg gemacht, der in vielen Fällen für Erfolg sorgte. Jetzt muss dann wohl oder übel doch ein Anwalt her. In dem Fall möchte ich die Argumentation hören, warum man diese Entschädigung NICHT zahlt, zumal wir ja so gar eine Bestätigung seitens Azur noch am Flughafen bekommen haben, dass das Verschulden klar auf deren Seite liegt. Es ist ganz einfach - wie schon erwähnt - Verzögerungstaktik. Aber diese Geschichte zieh ich durch - notfalls mit Presse. Denn wie gesagt - das hängt derbe nach. Auch nach so langer Zeit. Da gehts rein ums Prinzip. By the way ... der neue Urlaub (gleicher Ort, gleiches Hotel ist gebucht und in paar Tagen gehts los). Sicher ist man auch bei anderen Airlines nicht 100% sicher vor solchen Dingen. Aber das Risiko ist bei anderen Anbietern "subjektiv" geringer. Diesmal gehts mit Tui und da hab ich irgendwie nicht den Bedarf, mich schon Wochen vorher über das Flugzeug informieren zu wollen, mit dem wir letztlich fliegen.
@rhodos9709 sagte:
Aber diese Geschichte zieh ich durch - notfalls mit Presse.
Bei allem Verständnis für persönliche Betroffenheit: Euer Schicksal ist weder einmalig, noch besonders interessant. Der Presse wird das nicht einmal ein müdes Gähnen entlocken, da nicht von allgemeinen Interesse. Aber wenn Du Dich da unbedingt dran abarbeiten willst... Ich finde es ja gesünder, es irgendwann auch mal gut sein zu lassen und es als Erfahrung abzuhaken (Rechtsansprüche können ja unabhängig davon geltend gemacht werden).
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Danke @Wülfi71, dass du meinen leisen Gedanken hier eine ehrliche Stimme gibst.
Wenn es um´s Prinzip geht - also nur um Genugtuung - kann ja jederzeit eine vorgerichtliche Kostenflut hingenommen werden.
Mir widerstrebt eine solche Haltung wohl so elementar, dass ich nur mit gaaaanz spitzen Fingern drauf eingehen kann ... -
Ich kann nur sagen, wenn man zeitnah an seine Entschädigung kommen will, geht vermutlich aktuell nur der Weg über Anwalt / Klage.
Wir haben nach 4 Monaten unsere Entschädigung bekommen. Wobei die Schreiben unseres Anwalts trotz 1 monatiger und noch mal 2 wöchiger Frist unbeantwortet blieben. Es wurde noch nicht mal der Eingang bestätigt.
Erst als der Anwalt Klage eingereicht hat, hat sich kurz vor Fristende der Anwalt von Azur gemeldet und uns wurde die Entschädigung gezahlt. Jetzt geht es noch um die Anwaltskosten etc., die werden sie aber vermutlich auch übernehmen müssen.
Wenn es aktuell bei allen so ist, wird also auch auf ein schreiben eines Anwalts nicht reagiert, erst die Klage bringt Azur in Bewegung.
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Danke @Wülfi71, dass du meinen leisen Gedanken hier eine ehrliche Stimme gibst.
Wenn es um´s Prinzip geht - also nur um Genugtuung - kann ja jederzeit eine vorgerichtliche Kostenflut hingenommen werden.
Mir widerstrebt eine solche Haltung wohl so elementar, dass ich nur mit gaaaanz spitzen Fingern drauf eingehen kann ... -
@mar-mair
Ich hör die Bartaufwickelmaschine im Keller rasseln ...
Du kannst nicht aus deinem Erlebnis eine "allgemein gültige Gesetzmäßigkeit" ableiten wollen, und nicht ein jeder hat die Mittel, derer es bedarf.
Hier haben einige berichtet, nach einer gewissen Zeit (6 Monate sind übrigens völlig durchschnittlich für die Klärung solcher Sachstände!) eigenmächtig zum gewünschten Ergebnis gekommen zu sein.
Ich finde es - mit Verlaub! - unverantwortlich, hier Prozesshanselei zu empfehlen mit einer Einzelerfahrung und den völlig überzogenen Formulierungen wie "es geht nur mit" ... etc.
Sorry, aber so ein Wuschigmachen hilft echt keinem Fori, der seinen Grill nicht mal entspannt mit Fuffzigern anfeuern kann. -
Das stimmt mein Erlebnis ist keine allgemeingültig Gesetzmäßigkeit! Dennoch verfolge ich das hier auch schon eine ganze weile und ich glaube diejenigen die ihre Entschädigung ohne Anwalt bekommen haben, sind in der Minderheit.
Der Großteil wartet wahrscheinlich schon viel länger als 6 Monate auf eine Entschädigung. Ob man jetzt einen Anwalt einschaltet oder nicht, ist ja jedem selbst überlassen und richtig es kann auch nicht jeder. Im Normalfall regele ich meine dinge auch ohne Anwalt. Dies war das erste mal überhaupt, dass ich einen genutzt habe und dies nur aufgrund der Erfahrungen hier im Forum und ich keine Lust hatte mich mit einem so unprofessionellen Unternehmen auseinanderzusetzen.Zudem ist es für jedes Unternehmen, welcher Art auch immer, eine Frechheit nicht auf Schreiben von Kunden zu reagieren. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle wieviel Anfragen die wegen was auch immer haben. Eine Bestätigung das Schreiben eingegangen ist, wäre das mindeste.
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Das glaubst du aber nur, mar_mair - daher auch meine Gegenrede.
Die logische Schlussfolgerung deines Beitrags wäre: Alle, die sich keinen Anwalt nehmen können, sind am Pöppes und werden keine Entschädigung erhalten. Das stimmt schlicht und einfach aber nicht.
Natürlich kann man hier nicht von einer dienstleisterischen Hochkultur sprechen, ich weiß allerdings, dass die ganzen Schadensfälle an eine Düsseldorfer Kanzlei abgetreten sind. Wenn die schlürig arbeitet sollte man die Zähigkeit in der Abwicklung nicht allein Azur anlasten.
Wobei ich dir zustimme: Die Etablierung einer standardisierten Antwortdatei zur schnellere Bearbeitung von Beschwerden sollte tatsächlich zu den elementaren administrativen Einrichtungen gleich zum Start eines neuen Unternehmens vorhanden sein.
Es wundert nicht, dass die Kunden schmallippig werden, wenn sie noch nicht einmal eine banale Eingangsbestätigung erhalten.
Nichts desto trotz: Wer nicht länger warten will hat mit einem Onlinemahnbescheid ein preiswerteres und fixeres Tool zur Verfügung als es ein zivilrechtliches Verfahren abbilden kann. -
Danke vonschmeling. Die Tipps nehme ich mir zu Herzen.
Man muss mir aber auch zugestehen, dass ich nicht gewillt bin mir alles gefallen zu lassen und ich glaube sehr wohl, dass eine Airline kein Interesse daran hat wiederholt in der Öffentlichkeit aufzutauchen. Im schlimmsten Fall auch in der Presse. Und 37h Verspätung finde ich nach wie vor nicht so alltäglich ABER - und das möchte ich nochmal betonen - mit geht es um die Art und Weise des Umgangs mit Kunden speziel auch wärend der Situation. Das war tatsächlich nahezu menschenunwürdiges Verhalten. Ja, es war eine Erfahrung - und auch als solche bleibt sie in Erinnerung. Nur es hätte die Möglichkeit der Transparens gegeben ... einach sagen "So und so sieht es aus - der Flieger kommt nicht - wir kümmern uns und geben Feedback" ... nichts davon ist auch nur ansatzweise passiert. Und auch JETZT, 7 Monate später, ist dieses Verhalten immer noch so.
Man stelle sich nur mal vor die Airline hätte eine Forderung gegen einen Kunden und der rührt sich 7 Monate nicht ... mehr muss ich nicht sagen oder?!
Und eine Airline, die die einfachsten Verhaltensregeln im Umgang mit Menschen nicht gelernt hat ... sorry ... ja ... da möchte ich im Zweifel die breite Öffentlichkeit vor warnen. Mir geht es nämlich gehörig gegen den Strich!
Und ich bin ein Mensch mit einer Gemütsruhe im Normalfall! -
Weißt du, auch etablierte Unternehmen sind zu wenig auf Krisen vorbereitet und agieren zuweilen befremdlich unprofessionell.
Vieles ist am Verbraucherende unbegreiflich, bei Licht betrachtet jedoch ein vorhersehbares Scheitern in unvorhersehbaren Krisensituationen. Prinzipiell ist die Organisation auf einen reibungslosen Ablauf ausgelegt - nicht nur bei Azur! - und wenn es hakt multiplizieren sich die Probleme halt gerne mal auf ein Volumen weit jenseits realistischer Steuerungsmöglichkeiten.
Ich möchte nur eine gewisse Sensibilität dafür wecken, dass die Abläufe nicht mutwillig gehemmt werden, viel mehr ist es in vielen Fällen einfach unmöglich, das Ruder rechtzeitig herumzureissen und eine gewisse Ordnung zu etablieren.
Mit schlechter Presse zu drohen halte ich allerdings für eine ziemlich stumpfe Waffe, wer ließe sich von einer - wenn überhaupt veröffentlichten! - daumennagelgroßen PM beeindrucken?
Ich empfehle den kurzen Dienstweg, der vielleicht weniger die Vendettasynapsen trifft, jedoch mit Ergebnissen punktet. -
Bezug nehmend auf meinen Post vom 01.03.2018.
Ich habe letzendlich am 24.03.2018 eine Mail von der beauftragten Anwaltskanzlei bekommen, in der meine Ansprüche bestätigt wurden und 2 Wochen später das Geld überwiesen wurde. Der Hinweis im Forum, dass die Bearbeitungszeit bis zu 6 Monate dauern kann, war dementsprechend sehr hilfreich, da die Kommunikation von Azur Air sehr dürftig ist. Vielen Dank dafür!
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Ich warte auch noch auf eine Rückantwort von Azur Airline. Meine Ausgleichzahlung ist vom August 2017.
Bis auf eine automatische Antwort dass die Unterlagen eingetroffen sind ist noch nichts passiert. -
Dan schreib noch einmal dorthin und drohe mit Anwalt oder flightright. Oder schalte die Schlichtungsstelle ein.
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Die SÖP kann man erst nach abschlägigem Bescheid einschalten ...