Auswandern?
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Ale,
hast du denn ein Plätzchen für mich?????
Zeit habe ich ja jetzt.Nein im Ernst haben wir das Thema auswandern vom Tisch. Wir hatten uns
98 eine neue große Wohnung auf Ibiza direkt am Meer gekauft für den Ruhestand.Nachdem dort die Nebenkosten mit dem Euro explodiert sind, haben viele der Eigentümer verständlicherweise ihre Wohnungen vermietet und damit war die Ruhe vorbei. Es herrschte Chaos im Garten und Lärm zu allen Zeiten. Was vorher eine wunderbar friedliche Gemeinschaft war, gab es jetzt Ärger und Verdruss. 2004 haben wir die Wohnung mit sehr großem Gewinn verkauft und uns dafür in Deutschland ein neues Zuhause gebaut.
Damit sind die Würfel gefallen. Langzeiturlaub 3 Monate ja - auch 2 mal im Jahr, aber auswandern: nein.
Denn: Es wird überall nur mit Wasser gekocht.
Gruß Reisemarie
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Hallo Pingu,
ich habe deinen Beitrag jetzt von einem ehemaligen Kollegen bekommen und er meinte ich könnte dazu etwas schreiben.
Ich/wir haben im August 2007 die Zelte in Deutschland abgebrochen und sind nach Curacao in die Karibik ausgewandert. Alles was wir in dieser Zeit erlebt haben wurde auf meiner Webseite dokumentiert. Unter google reiseberichte curacao eingeben und ihr findet meine Webseite sofort, auf der Hauptseite findet ihr dann die entsprechenden Unterseiten.
Mittlerweile haben wir beide Auswandererpaare aus dem Fernsehen überlebt und wir sind nicht leichtgläubig auf die Insel gegangen.
Alles weitere findet ihr auf der Webseite.

Grüße aus Curacao sendet
Uwe
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Reisemarie wrote:
Damit sind die Würfel gefallen. Langzeiturlaub 3 Monate ja - auch 2 mal im Jahr, aber auswandern: nein.
Helga, das hätte von mir kommen können ...@ Hardy: sie hat ja diese explizite Signatur ....

Ale
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Kann man hier mit einer Signatur soviel Aufsehen erregen?
Klar hätte ich gleich schreiben können, wohin es geht....aber das Thema war ja Auswandern allgemein und nicht "nach Zypern".Seid diverser Fernsehsendungen ist es ein heißes Thema. Wer sich genug Zeit zum Auswandern läßt, kann dort viel lernen.....um deren Fehler nicht zu wiederholen z.B.
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Unsere besten Freunde sind ja nun seit ein paar Wochen in Kanada, heut haben wir telefoniert, bin froh das wir doch hier geblieben sind! Alles was die sagten,...: "Es ist sch***, aber nun müssen wir da durch" Nunja, ich bleibe hier in Deutschland auch wenn ich manchmal die schnauze voll hab und bereise die Welt weiter, bin noch jung und vielleicht gehe ich dann im alter doch noch von hier fort! Aber jeder der das durchzieht, und das auch schafft weil gut durchdacht, vor dem habe ich echtrespekt. Mich hat ja der Mut kurz vorm Neuanfang doch verlassen wie ich schon berichtete!
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Hallo alle HC user

da ich mich fleißig durch diesen Thread durchgelesen hab und diesen sehr intressant fand, dacht ich mir warum nicht weitere Geschichten oder Meinungen darüber zu lesen

Wie siehts aus an der auswandererfront?? Irgendwelche neuen Geschichten? Oder spielt ihr mit dem Gedanken auszuwanderen? Wenn ja, wohin und warum?
Eure Meinungen würden mich interessieren!LG
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Ich persönlich finde es ja schon manchmal ganz lusitg mit welchen Voraussetzungen einige Leute starten...zumindest so, wie es in den wöchenlichen "Soaps" präsentiert wird...wenig Kohle, noch keinen Job, und von der Sprache ganz zu schweigen...Hauptsach erstmal weg...

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Hier einmal ein etwas anderer (und 'eigentümlicher') Blick über das Auswandern: Ich 'wurde ausgewandert', und zwar als meine Eltern vor 45 Jahren nach Mallorca auswanderten (ich war damals knappe 15, damals gab es auf Mallorca fast kaum Ausländer). Ich bin auf Mallorca aufgewachsen, hier zur Schule gegangen, und Mallorca ist mein zuhause. Ich will NICHT wieder nach Deutschland zuruck.
Ich habe hier in den letzten Jahrzehnten viele Auswanderer aller Nationalitäten kennengelernt. Ich persönlich unterscheide hier prinzipiell zwei 'Typen' von Auswanderern (trifft natürlich nicht nur für deutsche Auswanderer zu):
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diejenigen die 'wirklich' auswandern wollten (andere Vorstellung des allgemeinen 'Lebensstyls, klare Vorstellung wie sie ihre Zukunft gestalten wollten), die kein Problem mit dem Erlernen der Sprache haben, die sich anpassen wollen und können, die sich in ihrer neuen Heimat total integrieren, und in relativ kurzer Zeit zu den 'Einheimischen' zählen, etc., etc., und dann
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diejenigen die nur 'abhauen wollten' weil sie in Deutschland keine Zukunft sahen (Flucht nach Vorne?), bzw. diejenigen die 'blauäugig' dachten auf Mallorca 'mal schnelle Kohle' machen zu können (nach dem Motto "den olivenkernspuckenden Spaniern werde ich schon zeigen wo's lang geht"), und auch nach 10 Jahren mit 'Ach und Krach' lediglich ein paar klägliche Worte spanisch können.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die ersten überwiegend immer noch hier sind und sich wohlfühlen, und das die zweiten überwiegend und mit leeren Taschen (sollten diese jemals 'voll' gewesen sein) entweder hier in Misere versuchen zu überleben oder wieder zurúck 'nachhause' sind. Mallorca ist voll von 'Handwerken' und 'Spezialisten' die in Deutschland wohl nicht genügend Fachkenntnis hatten bzw. deren geschäftliches Verhalten mehr als fragwürdig gewesen sein muss, die dann hier versuchen ihren 'Landsleuten' - die hier 'Zweit-Hauschen/Zweit-Wohnungen haben aber der Sprache nicht mächtig sind - ihre 'Leistungen' anzubieten um dann katastrophalen Service zu 'deutschen Preisen' an den 'Mann zu bringen' (bevor mich jetzt jemand anschreit: Ausnahmen gibt es immer, in beiden 'Richtungen' natürlich !!).
Die erste Gruppe hat normalerweise überhaupt keinen Kontakt zu der zweiten Gruppe. Die Interessen sind verschieden, die Freundeskreise haben nichts gemeinsam, die Integration der einen ist total (viele Mischehen), die der anderen gleich null.
Man könnte Bücher über die - von hiesiger Sicht aus gesehen - Einwanderer schreiben, und nicht nur unbedingt Possitives darüber berichten. Ich fühle mich stolz Deutscher zu sein, aber hier auf Mallorca hat man als Deutscher manchmal (zu oft??) das Gefühl sich 'verstecken' zu müssen wenn man sieht wie manch ein ausgewanderter/eingewanderter 'Landsmann' sich hier aufführt (und man dann 'automatisch' mit denen über 'einen Kamm geschoren wird').
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Ein Hallo an Alle,
also ich habe jetzt einige Berichte gelesen und finde dieses Thema auch wahnsinig interessant. Ob ich mich dazu entschließen könnte auszuwandern, weiß ich nicht, jedenfalls nicht, wenn vorher nicht ganz hervorragende Sprachkenntnisse vorhanden wären.
Ich denke, wenn man auswandern möchte, sollte man sich vorher überlegen, warum ich das jetzt wirklich möchte. So schön ein anderes Land auch im Urlaub sein kann, wenn der Alttag kommt ist es mit Sicherheit ähnlich wie hier. Man hat die gleichen Probleme mit seiner Arbeit, mit seinem Haushalt und wahrscheinlich auch mit den Leuten.
Ich höre immer wieder, daß die Menschen sich hier in Deutschland darüber aufregen, daß die Einwanderer/Ausländern nicht unsere Sprache sprechen und sich nicht unseren Gepflogenheiten anpassen. Das selbe gilt aber auch für uns, wenn wir auswandern. Jeder der auswandert muß bereit sein, sich der Sprache und den Menschen in dem neuen Land anzupassen und er darf nicht vergessen "Jetzt bin ich der Ausländer". Selbst Menschen, die seit 10 oder 20 Jahren hier in Deutschland leben werden teilweise immer noch komisch angeguckt, weil sie vielleicht eine andere Hautfarbe haben oder einen Akzent. Warum sollte es uns dann in einem anderen Land besser gehen ? Warum sollten die Menschen da zu uns netter sein und Verständnis dafür haben, das die Sprache vielleicht nicht so perfekt ist oder das wir etwas getan haben, was man in dem Land eigentlich nicht macht, nur weil wir es nicht besser wissen oder eben immer so gemacht haben ?
Also denke ich, eine Auswanderung will sehr gut überlegt und vorbereitet sein und man sollte sich nicht von diesen Abendsendungen verleiten lassen etwas zu tun, was so nicht funktionieren kann und einen auch nicht weiterbringt!
Lieben Gruß
Sylvia -
Wir haben auch schon darüber nachgedacht,aber so wie Bernat supertreffend geschrieben hat,hängt da viel mehr dran als,ich bin dann mal weg ! Habe letzt ein Bericht in der Zeitung gelesen,daß es sogar Rentner,jetzt speziell für Spanien,schwer haben,den Lebensstandard zu halten.Also muß man sich einiges auf die Seite gelegt haben um ein angenehmes Leben zu führen.
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Hatte gestern einen Bericht im TV gesehen, in dem der Chef eines nach ausgewanderten, gescheiterten "Tagelöhners" sagte: "Die Leute, die in Deutschland Erfolg haben, haben auf Mallorca ebenfalls Erfolg. Diejenigen, die in Deutschland keinen haben, haben ihn auf Mallorca auch nicht."
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Metrostar wrote:
Hatte gestern einen Bericht im TV gesehen, in dem der Chef eines nach ausgewanderten, gescheiterten "Tagelöhners" sagte: "Die Leute, die in Deutschland Erfolg haben, haben auf Mallorca ebenfalls Erfolg. Diejenigen, die in Deutschland keinen haben, haben ihn auf Mallorca auch nicht."KANN ICH NUR BESTÄTIGEN !!!
... aber die, die in Deutschland erfolgreich sind, werden es sich zweimal überleben ob sie ins Ausland wollen (oder ins Ausland, aber Geschäft erfolgreich in Deutschland weiterführen (lassen)).
In Spanien ist die generelle, wirtschaftliche Lage seit JAHREN bei weitem nicht mehr das was es vor vielen Jahren einmal war: Spanien ist NICHT mehr billig, das Preis-Leistungsverhältnis in vielen Branchen ist UNTER dem deutschen Niveau, der Durchschnittsverdienst ist UNTER dem Deutschlands...... und die Spanier, nach vielen Jahren mit Millionen Einwanderern - überwiegend aus südamerikanischen Ländern - sind nicht mehr so einwanderfreundlich wie anno dazumal.
.. und es gibt zwei 'Typen' Einwanderer: die 'arbeitenden' die hier wirtschaftliche Verbesserung suchen (Südamerikaner, Araber, Rumänen, etc.) und die 'geldbringenden' Deutschen (unter anderen) die hier ein Häuschen oder eine Wohnung haben und Geld 'bringen'.
Die zweiten sind herzlich willkommen (aber auch hier gibt es Ausnahmen), die ersten ...... (wie man hier gelegentlich sagt: "auf einem Schiff mit 'Siebrumpf' ab nach Hause...." ... nicht unähnlich wie in den 60-er Jahren mit den Spaniern, Italienern, Jugoslawen, etc. in Deutschland).
Arbeitende Einwanderer aus UE-Ländern werden durchweg freundlich aufgenommen und behandelt (genauso wie vorrübergehende 'Gastarbeiter' aus EU-Ländern wie Reiseleiter, Vertreter ausländischer Firmen, u.Ä.).
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Gestern war ein Bericht über preiswerte Immobilien in Florida. Das waren richtige Schnäppchenpreise. Für 100000 $ das schönste Haus mit Pool, Garten und Strandlage. Ließe sich gut vermieten für 1200$ monatlich so das man locker ein paar Monate dort leben könnte. Das billigste Haus war für 45ooo $ zu bekommen. Allerdings würde ich Bedenken haben, dass mein Haus bei einem Hurican wegfliegt.
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Bernat wrote:
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KANN ICH NUR BESTÄTIGEN !!!... aber die, die in Deutschland erfolgreich sind, werden es sich zweimal überleben ob sie ins Ausland wollen (oder ins Ausland, aber Geschäft erfolgreich in Deutschland weiterführen (lassen)).
Genau das sagte der Chef auch im weiteren. "In Spanien muss man doppelt so viel arbeiten wie in Deutschland für das halbe Gehalt"
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Unser Traum heißt Mallorca. Wir sind nicht sehr heimatgebunden u. haben schon oft über dieses Thema gesprochen. Sind aber zu dem Entschluß gekommen, dass es eher hätte passieren müssen. Wir haben ein Haus u. eine Mutter die noch mit uns dort lebt, dann gibt man das so schnell doch nicht auf. (Gesicherte Arbeitstelle u. Sprache natürlich vorrausgesetzt, ohne diese Kriterien geht es meiner Meinung nach nicht. Alles andere ist so etwas von "blauäugig"). Im Alter könnten wir uns vorstellen, die meißte Zeit im Ausland zu verbringen, aber die Immobilienpreise sind ja mittlerweile unbezahlbar.
Also wirds wohl nur ein Traum bleiben.......................Lg Angela
@Bernat
Würde wohl gerne mit dir tauschen

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Nightnurse02 wrote:
@Bernat
Würde wohl gerne mit dir tauschen

Tauschen? NEIN DANKE. Im Zweifelsfalle kommt Ihr hierher, aber ich bleibe DA ....
Gott sie Dank muss ich nichts kaufen ... wie Du sagst, die Preise für 'normale' Immobilien auf der Inderl kann man inzwischen wirklich 'abhaken', letztlich auch 'Dank unserer Landsleute' (unter anderen natürlich, aber vorrangig), die es auch für die Einheimischen unmöglich gemacht haben eine Eigentumswohnung zu erstehen.....
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Alles ein wenig pauschal, diese Sprüche von diesem "Chef", und, mit Verlaub, auch von dir, Bernat.
Natürlich gibt es auch Fälle, welche hier in D keinen Fuss mehr auf den Boden bekommen haben und im Ausland Perspektiven für sich gefunden haben. Vielleicht ist das in Spanien schwerer, weil jedes Land seine ganz spezielle Klientel anzieht und vielleicht Handwerker aus D im speziellen zu "unflexibel" auf den spanischen Markt reagieren? Keine Ahnung.
Aber ich kenne selber auch zwei persönliche Fälle, wo die Auswanderung ein großer Erfolg war. Zum einen in die Schweiz, zum anderen nach Australien. Davor traten diese Leute hier auf der Stelle, entweder unterbezahlt oder von Arbeitslosigkeit bedroht. Jetzt geht es beiden bedeutend besser.
Zur Mehrarbeit, die man in Spanien leisten muß, sollte man aber auch korrekterweise hinzufügen: Die Spanier müssen doch deshalb mehr arbeiten, weil die ganzen Arbeitsabläufe bei weitem nicht so effizent sind wie in D. Aber vielleicht arbeiten manche eben gerne etwas entspannter, aber dafür länger?
Ansonsten gebe ich euch aber recht. Das A und O des Erfolges ist die Einsicht in die Integration, im Erlernen der Sprache und in der Klarheit der Ansicht, in einem neuen Land trotz Qualifikation wieder von vorne zu beginnen. Da aber viel vom Erfolg auch davon abhängt, wie motiviert man an eine Sache heran geht, kann es schon durchaus passieren, dass viele nach der Auswanderung noch den nötigen "Kick" bekommen und nochmals durchstarten (wollen). Da ist sicher entscheidend, ob man einfach nur raus aus Deutschland will, oder ob man es ganz bewußt in Spanien z.B. schaffen möchte, weil man das Land liebt und auch kennt.
Aber natürlich gibt es auch genug Fälle, wo blauäugig und naiv "einfach mal abgehauen" wurde.
Sollte man differenziert betrachten.
PS: Auch ich könnte mir nach Abschluss des Studiums durchaus vorstellen, auszuwandern. Aber obwohl Spanien mein absolutes Lieblingsland ist, käme dann wohl doch eher ein Land wie die Schweiz in Frage, welches eher hochqualifiziertes Personal sucht. Und die Sprache wäre noch einfacher zu erlernen ;).