Reisen und Umwelt
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"noki" wrote:
Bei supergewaltigen Eruptionen mit sehr großem Ausstoß von Massen, könnte sich vielleicht minimal die Taumelbewegung der Erde in vieeeeelen Jahren minimal verändern. Durch die Massenverlagerung könnte sich evtl. auch die Umlaufbahn etwas ändern, auch das erst nach sehr langer Zeit. Es gilt immer noch der Satz von der Erhaltung der Masse und der Gravitation.Noki, das passiert bei einem gewaltigen Vulkanausbruch nicht.
"noki" wrote:
Selbst wenn die Asche bis in große Höhen gelangen würde, so wird sie von der Gravitation der Erde schnell wieder zurückgeholt werden.Aber das ist falsch. Noch heute sind Staubpartikel vom Ausbruch des Helena und Pinatubo in der Stratosphäre nachweisbar!
Davon abgesehen zeigten uns die Gas- und Staubemmissionen vom St. Helena und auch des Pinatubo, wie labil die höheren Luftschichten und damit auch die mittlere Sonneneinstrahlung und Temperatur auf derartige Vulkanausbrüche reagiert. Geschichtlich spielt z.B. auch der Ausbruch des Krakatau eine bedeutende Rolle.
Die Erde reagiert empfindlicher als wir es wahr haben wollen...
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Michy hat den Thread eröffnet.
Er hat Schwierigkeiten, mit der Entscheidung für ein Flugzeug oder ein anderes Transportmittel. Mit dem Hinweis, daß seine Kinder später auch noch, ohne Einschränkungen, auf dieser Erde Leben können.
Möglicherweise können wir mit samt der Regierung alles tun, um Umweltfreundlich zu leben. Könnte ja sein, daß dieses Ziel eines Tages (wie auch immer) erreicht wird. Nur z.B Vulkankatastrophen und andere höhere Naturkatastrophen kann man nicht kalkulieren. Das meinte ich. Entspricht eigentlich auch nicht einer großen Diskussions-Relevanz. -
Doch Curiosus,
Die Veränderung der Präzession infolge der Massenverlagerungen auf der Erde ist durchaus und präziese messbar.
Sind nicht die verbliebenen Partikel in den höheren Regionen venachlässigbar gering gegenüber der Masse der Erde? Allerdings sorgen sie für eine Streuung des einfallenden Sonnenlichtes. Zwar nur geringfügig, aber es stört die Astronomen mit ihren Teleskopen doch schon sehr. Wobei diese Staubschichten mittlerweile schon ziemlich 'nahe' sind, und nicht mehr in ca. 25 Km Höhe (Stratosphäre), denn in dieser Höhe bis 50 Km befindet sich auch die Ozonschicht.
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@holunder, Michy
.... wir können sie nicht mit Bestimmtheit vorhersagen, wir können sie nicht kalkulieren und wir können sie nicht beeinflussen!
Michy soll um alles in der Welt tun was ihm/ihr am besten behagt, und sich nicht von unserer Diskussion beeinflussen lassen!
Lexilexi, und ich schwöre auch sobald nichts mehr zu posten was andere User abhalten könnte es zu lesen! - Ein Meineid ist frei?!
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Hatte schon langsam sorgen um Michy,
Beim Diskutieren über das Leben fällt einem viel dazu ein. So kanns heftig abdriften. Aber es bleibt bei einer Diskussion...entscheiden darf zum Glück noch jeder selbst.
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Ging es nicht in der Eröffnung des Threads um REISEN und UMWELT
Wo wären wir denn , ohne die Technik und die Möglichkeiten, die WIR jetzt haben?
Jeder benützt sie(die Technik) und ist doch froh, das er die Möglichkeit hat, ob mit einem Flugzeug, oder Auto(usw.) um von A nach B zu kommen.
Also nicht schimpfen, was man sowieso nicht ändern kann
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@ puma katze
Ich hatte absolut nicht den Eindruck, daß hier geschimpft wird!
Ganz im Gegenteil, so wurde Pro und Kontra von Umweltdenken dargelegt...auch im Spiegelbild zu Reisen.
Ob dieser Thread eine Antwort auf Fragen letztendlich gefunden hat ist eine andere Sache.
Immerhin wars eine Diskussionsspalte, die diesmal keinen schlechten Nachgeschmack hinterlässt. Auch gut.
Dem Michy wünsche ich allzeit gute Reise. Und verabschiede mich somit von diesem Thread.
Gruss holunder59 -
"noki" wrote:
Die Veränderung der Präzession infolge der Massenverlagerungen auf der Erde ist durchaus und präziese messbar.Noki, wir könnten jetzt sehr akademisch werden und ich kann Dir eine wunderbare Formel über die Präzession der Erdachse, die Exzentrizität der Umlaufbahn und ihrer unmittelbaren Auswirkung auf unser Klima liefern, denke aber, daß das etwas zu weit führt.
Aber ich verweise hier auf Köppen, Wegener, Milankovic und ihren Berechnungen zu den schwankenden Einstrahlungsintensitäten der Sonne in Abhängigkeit von den Bahnparametern der Erde zu ihr.
Bezüglich Deiner Nähe und Verweildauer der Stäube empfehle ich z.B. in Berichten des DWD nachzulesen.
Um auf Reisen/Urlaub zurück zu kommen: Infolge des Ausbruchs des Pinatubo wurden knapp 80 Flugzeuge beim Durchfliegen von Asche/Staubwolken beschädigt, in Einzelfällen wurden Treibwerke derart geschädigt, daß sie später ersetzt werden mussten.
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Mir wird das auch zu theoretisch...
Nach dem Urknall war die Erde da, ist es noch immer und entwickelt sich weiter.
Zu einem kleinen Teil können wir darauf Einfluß nehmen, zum größeren Teil wohl eher nicht.
Auf viele Dinge haben wir keinen Einfluß, wie z.B. die tektonischen Verschiebungen, daraus resultierende Erdbeben und die darauf folgenden Tsunamis. Großstädte auf dem ganzen Globus existieren in der Gewißheit, daß sie - irgendwann - wieder von einem großen Beben getroffen werden.
Die Versicherer sprechen von Umweltveränderungen auf Grund der in jüngerer Zeit vorgekommenen Unwetter und erhöhen ihre Beiträge.
Vor wenigen Jahren war das Baumsterben ein großes Thema - als ob es nicht normal wäre: wenn ein Wald angepflanzt wurde, stirbt er irgendwann. Auch Bäume haben nicht das ewige Leben.
Bis vor kurzem herrschte die Meinung, daß die Dinosaurier durch einen Vulkanausbruch ausgestorben sind. Die Sonne war verdunkelt, sie fanden keine Nahrung mehr.
Ich sehe keinen Grund, weshalb sich Katastrophen, die den gesamten Erdball verändern könnten, nicht wiederholen sollten.
Fazit: genießen wir das bißchen Leben, das uns vergönnt ist!
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@ Harzer
damit hast du vollkommen Recht. Wir selber können nichts daran ändern.
Trotzdem muss jeder einzelne nicht unnötig Wasser, Strom, Gas usw unnötig rausblasen. Das Konto freut sich in erster Linie und das ist doch schon ein Grund, nicht so verschwenderisch damit umzugehen ;). Schon ein Fernseher, der das ganze Jahr auf stand by steht, kostet 25 € im Jahr mehr. -
Jeder der im Urlaub "Urlaubssouveniere" von getöteten Tieren kauft, ist nicht nur ein Umweltsünder, sondern er vergewaltigt die Natur.
Außerdem laufen solche "blauäugigen" Touristen auch bei der Einreise in Deutschland Gefahr, richtig zur Kasse gebeten zu werden und noch eine schöne Anzeige zu kassieren. Richtig so, finde ich. Finger weg von tierischen Souveniers. -
Klar denkt man schon über das Thema nach, bevor man eine Flugreise bucht, ABER:
Das Flugzeug startet auch ohne mich! Deswegen mache ich mir dann nicht solche Gedanken.
Am Urlaubsort achte ich schon darauf, dass ich zB. keine Korallenriffe oder sonstige gefährdete oder umweltschädliche dinge...Auf alles verzichte ich allerdings nicht, aber ich finde, man sollte trozdem ein bisschen auf die Umwelt achten!
In Deutschland sowie im Ausland...Ist zumindest meine Meinung!LG

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Erika1 wrote:
Reisen und Umwelt...Eine etwas provozierende Frage:
Würden ab sofort alle Österreicher, Schweizer und Deutschen ihre Ferien zu Hause verbringen, würde das tatsächlich Auswirkungen auf die Umwelt haben?
selbstverständlich.
Die CO2 Emissionen dieser Welt sind nicht einem oder zwei oder drei großen Emittenten zuzuordnen, sondern die Summe einer Vielzahl "kleiner" Emittenten wie Du und ich.
Wirtschaftsgüter aller Art würden nach wie vor per Flugzeug, Schiff, Bahn und LkW rund um den Globus transportiert, Reisen aus beruflichen Gründen können nicht vermieden werden...
Dennoch bleibt auch dies nicht ohne Folgen.
Beispiel: Täglich sterben x-tausend Menschen im Straßenverkehr. Darf ich deshalb auch jemanden umfahren?
Während der Zuhause-Urlauber am Baggersee schwimmt, werden die Krabben von der Nordseeküste nach Spanien zum Pulen geflogen und danach wieder zurück nach Deutschland. Der berühmte Joghurt-Becher legt nach wie vor seine 100.000 Kilometer zurück, meist per Lkw.
Selbstverständlich ist auch dies zu hinterfragen, doch hat man als Konsument sehr wohl auch darauf einen Einfluss. Diese Produkte werden ja für jemanden erzeugt, der sie nach fragt.
Im übrigen haben viele Leute völlig falsche Vortsellungen von den Relationen. Ob 1kg Äpfel in Deutschland erzeugt werden oder von Chile hierher verschifft werden macht tatsächlich einen Unterschied, den weitaus(!) größeren Unterschied macht es aber, ob ich mir diese Äpfel aus dem 2km entfernten Supermarkt mit den Fahrrad oder dem Auto hole.Auch ansonsten haben viele Leute falsche Vorstellungen von Politik und Industrie.
Unsere Politik hat sehr wohl erhebliche Probleme in diesen Bereichen meistern können, siehe z.B. SO4 und NOx Konzentration in der Luft, Wasserqualität der größeren Flüsse, Ächtung von FCKW, usw, usf...
Sehr häufig gegen den Widerstand der Bevölkerung, die die kurzfristigen Kosten nicht bezahlen wollte und der jetzt Kosten in vielfacher Höhe erspart bleiben.
Auch jetzt tut sich gerade in Politik und Industrie ganz erhebliches. Die Politik hat uns z.B. das sehr effiziente EEG beschert und demnächst das EEWärmeG (erneut gegen den Widerstand vieler), die Industrie hat die Energieproduktivität in den letzten 15 Jahren um ca. 30% erhöht und die Haushalte?
Die hätten enorme Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz, die meisten davon wirtschaftlich und sie werden schlichtweg nicht genutzt. Meistens ist es ein Mangel an KnowHow. Dass man für den Betrieb des Kühlschranks pro Jahr 50€ zuviel bezahlt, weil man das falsche Modell gekauft hat stört keinen, aber die 0,7ct/kWh fürs gesamte EEG, da wird sich drüber aufgeregt."...Durch die Förderung der Erneuerbaren Energien im Strombereich konnten im Jahr 2006
rund 44 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden (2005: 38 Mio. Tonnen CO2)[1]. Bislang hat
kein anderes Instrument (wie z.B. das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz, der
Emissionshandel, die Ökologische Steuerreform, das Marktanreizprogramm für Erneuerbare
Energien, etc.) zu vergleichbaren CO2-Einsparungen geführt. Insgesamt sind durch die
Nutzung der Erneuerbaren Energien im Jahr 2006 in Deutschland in den Bereichen Strom,
Wärme und Treibstoffe rund 100 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermieden worden..."Zum Vergleich der Flugverkehr:
"...Der internationale Passagierflugverkehr von und nach Deutschland umfasst sämtliche Passagierflüge von und nach den 25 größten deutschen Flughäfen. Die Transportleistung stieg von 199 Mrd. Passagierkilometern (Pkm) in 1995 auf 319 Mrd. Pkm in 2005. Im Vergleich dazu sind die nationalen Passagierflüge, zahlenmäßig niedrig und weisen keinen vergleichbar steilen Anstieg auf. 2005 betrug die nationale Passagiertransportleistung 9,5 Mrd. Pkm und damit lediglich rund 3% der internationalen. Die CO2-Emissionen im internationalen Flugverkehr von und nach Deutschland sind um 48% von 23,3 Mill. Tonnen (1995) auf 34,5 Mill. Tonnen (2005) stark angestiegen. Nach einem deutlichen Rückgang des Anstiegs der Passagierflugleistung in 2002, bedingt durch die Terroranschläge vom 11. September 2001, ist seit 2003 der Anstieg der Flüge und CO2-Emissionen wieder vergleichbar mit der Entwicklung vor 2001. Bezogen auf CO2-Emissionen sind die nationalen Passagierflüge wegen des durchschnittlich höheren Kerosinverbrauchs auf der Kurzstrecke von etwas größeres Bedeutung: 2005 betrugen die durch den nationalen Flugverkehr bedingte CO2-Emissionen 1,3 Mill. Tonnen, das sind 3,8% der Emissionen der internationalen Flüge..."
Quelle: http://www.destatis.de
Alleine das politische Instrument EEG egalisiert also die Emissionen des Flugverkehrs. Und da wollt ihr dem Staat das Nichts-Tun vorwerfen und Eure Hände in Unschuld waschen?
Die persönliche Einstellung zu dieser Thematik will ich selbstverständlich niemanden vorschreiben, aber in die süße Falle des Selbstbetrugs sollte doch keiner unwissend hinein tappen müssen...
Gerade beim Klimaschutz und im Bereich Energieeffizienz hat der einzelne ganz erhebliche Möglichkeiten und ich wiederhole es erneut, sehr viele davon sind in hohem Maße wirtschaftlich sinnvoll, sparen also Geld.
Dazu muss man aber gewillt sein, sich auch ernsthaft mit der Thematik zu befassen und sich vom "böse Industrie, böser Staat, böse Kraftwerke, unschuldiger Bürger"-Schema los lösen.
mfg
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signorina wrote:
Das Flugzeug startet auch ohne mich! Deswegen mache ich mir dann nicht solche Gedanken.Kein Flugzeug startet ohne Passagiere.
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Erika1 wrote:
Bis vor kurzem herrschte die Meinung, daß die Dinosaurier durch einen Vulkanausbruch ausgestorben sind. Die Sonne war verdunkelt, sie fanden keine Nahrung mehr....diese "Meinung" hatten aber nur die, die es nicht besser wussten bzw. sich nicht mit den Fakten auseinander setzen wollten oder konnten.
Es gab/gibt auch die Meinung, daß die Pyramiden von Giza durch eine extraterrestrische Lebensform erschaffen wurden...
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noki wrote:
ich weiß ja nicht aus welchen wissenschaftlichen Quellen diese Prognose stammt, aber bist Du ernsthaft des Glaubens, dass ein riesiger Vulkanausbruch zu solch globalen Beeinträchtigungen führen würde? Vielleicht lokal im weiteren Sinne, jedoch nicht die gesamte Oberfläche der Erde erfassend!...Yellowstone hat in der Tat das Potential, die Welt komplett umzukrempeln, noch "mächtiger" als ein nuklearer Winter aus den düstersten Prognosen aus der Zeit des kalten Krieges.
Es gibt Theorien, wonach unsere Spezies vor ca. 70.000 Jahren schon mal knapp davor war, von einem ähnlichen Ereignis ausgelöscht zu werden.
http://www.sciencedaily.com/releases/1998/09/980908074159.htm