FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?
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@-dani88- sagte:
Ich habe gerade mit unserem Hotel (Nur Hotelbuchung) telefoniert. Die sagen das sie bisher kein Geld von FTI bekommen haben und auch keins bekommen werden. Außer wurde mir erzählt dass FTI immer 7-10 Tage nach Abreise der Gäste bezahlt hat. Komischweise haben die das 2024 wohl zu 90% nicht eingehalten.
Damit sollte klar sein dass diese Insolvenz nicht erst seit vorletzter Woche klar war. Das ist die gleiche Taktik wie mit dem nach und nach absagen der Reisen.
Dann wäre eine Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung angesagt. da reden wir dann von bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe und vor allem von einer Haftung der Gesellschafter mit ihrem persönlichen Vermögen in unbegrenzter Höhe.
@platty sagte:
Dann wäre eine Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung angesagt. da reden wir dann von bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe und vor allem von einer Haftung der Gesellschafter mit ihrem persönlichen Vermögen in unbegrenzter Höhe.
naja das wird die staatsanwaltschaft schon prüfen. die frage wird sein ab wann die geschäfsleitung vom absprung des investoren erfahren hat. dieser wollte ja FTI mit allen Verbindlichkeiten übernehmen und weitere 125 Mio investieren.
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@stefanrosenwald sagte:
Also wer Lust und Zeit hat und im besten Fall noch eine Rechtsschutz Versicherung hat warum diese nicht bemühen

Für eine Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft braucht es keine Rechtsschutzversicherung.
@platty sagte:
Für eine Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft braucht es keine Rechtsschutzversicherung.
Und das bringt das Verfahren für alle voran? Unterlasse doch bitte solche Aussagen, danke.
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Ich wäre auch mal für Durchatmen nach der 7er Regel.
Sollte ein strafrechtlich relevantes Verhalten im Raum stehen, so wird sich sicherlich einer der Gläubiger im höheren Rang des Mittel Einrede befleißigen.
Was mit "dem Staat" gemeint sein dürfte ist die Überprüfung der DRSF Regeln, z.B. über den Fonds auch Einzelleistungen absichern zu lassen. Das wurde hier vor 300 Seiten schon thematisiert, es ist der erste Fall in dieser Größenordnung. Man kann erwarten, dass noch nachjustiert wird, vermutlich auch in Sachen "Panik-Storno".
Zu dem "Expertenrat" Marke "Blöd" schweigt des Sängers Höflichkeit. Bislang habe ich nichts aus Expertenfeder gefunden, was hier nicht bereits haarklein verhackstückt wurde. Wiederholt!
Also noch eine Wiederholung: Keine Restzahlungen leisten, Unsicherheitseinrede führen und getrost abwarten. -
Wir haben nun unsere Maledivenreise im Dezember über Schauinslandreisen neu gebucht und hoffen das wir die FTI Anzahlung mittels Chargeback in den nächsten Wochen zurückbekommen, oder im schlimmsten Fall über den DRSF, was vermutlich einige Monate dauern würde.
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Ich wäre auch mal für Durchatmen nach der 7er Regel.
Sollte ein strafrechtlich relevantes Verhalten im Raum stehen, so wird sich sicherlich einer der Gläubiger im höheren Rang des Mittel Einrede befleißigen.
Was mit "dem Staat" gemeint sein dürfte ist die Überprüfung der DRSF Regeln, z.B. über den Fonds auch Einzelleistungen absichern zu lassen. Das wurde hier vor 300 Seiten schon thematisiert, es ist der erste Fall in dieser Größenordnung. Man kann erwarten, dass noch nachjustiert wird, vermutlich auch in Sachen "Panik-Storno".
Zu dem "Expertenrat" Marke "Blöd" schweigt des Sängers Höflichkeit. Bislang habe ich nichts aus Expertenfeder gefunden, was hier nicht bereits haarklein verhackstückt wurde. Wiederholt!
Also noch eine Wiederholung: Keine Restzahlungen leisten, Unsicherheitseinrede führen und getrost abwarten.@vonschmeling sagte:
Was mit "dem Staat" gemeint sein dürfte ist die Überprüfung der DRSF Regeln, z.B. über den Fonds auch Einzelleistungen absichern zu lassen. Das wurde hier vor 300 Seiten schon thematisiert, es ist der erste Fall in dieser Größenordnung. Man kann erwarten, dass noch nachjustiert wird, vermutlich auch in Sachen "Panik-Storno".
Mit Verlaub: Ich glaube nicht daran, dass unser Staat die DRSF-Regeln anpassen wird. Der Sicherungsfonds kommt aus dem EU-Recht und wurde nur widerwillig eingeführt. So hatte er zuerst eine maximale Deckungssumme von 110 Mio. €, weswegen damals bei der Thomas Cock-Pleite die Bundesrepublik wegen fehlerhafter Umsetzung der EU-Vorgaben direkt auf Schadenersatz verklagt wurde und erst daraufhin den DRSF entsprechend angepaßt hat.
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@vonschmeling sagte:
Was mit "dem Staat" gemeint sein dürfte ist die Überprüfung der DRSF Regeln, z.B. über den Fonds auch Einzelleistungen absichern zu lassen. Das wurde hier vor 300 Seiten schon thematisiert, es ist der erste Fall in dieser Größenordnung. Man kann erwarten, dass noch nachjustiert wird, vermutlich auch in Sachen "Panik-Storno".
Mit Verlaub: Ich glaube nicht daran, dass unser Staat die DRSF-Regeln anpassen wird. Der Sicherungsfonds kommt aus dem EU-Recht und wurde nur widerwillig eingeführt. So hatte er zuerst eine maximale Deckungssumme von 110 Mio. €, weswegen damals bei der Thomas Cock-Pleite die Bundesrepublik wegen fehlerhafter Umsetzung der EU-Vorgaben direkt auf Schadenersatz verklagt wurde und erst daraufhin den DRSF entsprechend angepaßt hat.
FTI hat gerade den Emirates Flug storniert 13. Juni , er ist in der App weg und auch die Sitzplätze sind wieder frei .
Top ! Wäre auch wirklich geld verschwendet in der inso Masse wenn die das nicht gemacht hätten
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Nochmals Restzahlungen für Reisen ab dem 06.07.
Mittlerweile wird von immer mehr renommierten Stellen (keine Namen, es ist nicht erwünscht) ausdrücklich abgeraten, eventuelle Restzahlungen zu veranlassen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass noch Reisen stattfinden.
Sollten doch wider Erwarten Zahlungserinnerungen oder Mahnungen eintreffen unbedingt auf die bestätigte Buchung beharren. -
Nochmals Restzahlungen für Reisen ab dem 06.07.
Mittlerweile wird von immer mehr renommierten Stellen (keine Namen, es ist nicht erwünscht) ausdrücklich abgeraten, eventuelle Restzahlungen zu veranlassen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass noch Reisen stattfinden.
Sollten doch wider Erwarten Zahlungserinnerungen oder Mahnungen eintreffen unbedingt auf die bestätigte Buchung beharren.@herbowa5 wer schickt denn noch Aufforderung zu überweisen ? Dass check24 App das schickt wird wohl automatisch passieren.. das ist doch keine "Aufforderung " sondern. Die App wird so programmiert sein djese Info zu senden. abbuchen tut.fti ja offenbar auch nichts also warum sollte man überweisen ..
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@herbowa5 wer schickt denn noch Aufforderung zu überweisen ? Dass check24 App das schickt wird wohl automatisch passieren.. das ist doch keine "Aufforderung " sondern. Die App wird so programmiert sein djese Info zu senden. abbuchen tut.fti ja offenbar auch nichts also warum sollte man überweisen ..
@stefanrosenwald sagte:
@herbowa5 wer schickt denn noch Aufforderung zu überweisen ? Dass check24 App das schickt wird wohl automatisch passieren.. abbuchen tut.fti ja offenbar auch nichts also warum sollte man überweisen ..
Solange noch nicht offiziell abgesagt wurde, könnte es durchaus passieren.
Reisen ab dem 06.07 sind derzeit noch aufrecht und mittlerweile muss man mit allen rechnen, sonst würde FTI alle aufrechten Reisen stornieren. -
Solche Autorisierungen bei Kredikartenzahlungen sind ja im System abgespeichert. Also zB am 1.1 Anzahlung "x €" abbuchen und am 1.7. Restzahlung "y €" abbuchen. Auch wenn die Konten von FTI gesperrt sind, kann es nicht sein, dass diese Info "Restzahlung einziehen am ..." bei der Kreditkartengesellschaft damals von FTI hinterlegt wurde und deshalb trotzdem abgebucht wird?
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Solche Autorisierungen bei Kredikartenzahlungen sind ja im System abgespeichert. Also zB am 1.1 Anzahlung "x €" abbuchen und am 1.7. Restzahlung "y €" abbuchen. Auch wenn die Konten von FTI gesperrt sind, kann es nicht sein, dass diese Info "Restzahlung einziehen am ..." bei der Kreditkartengesellschaft damals von FTI hinterlegt wurde und deshalb trotzdem abgebucht wird?
@wohak ich würde einfach die Karte sperren und gut. Aber muss jeder für sich selbst entscheiden. Da es leider wohl keine offizielle Aussage dazu gibt
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Mich würde interessieren was fti bzw. generell die Reiseveranstalter mit den Anzahlungen machen. Geben die davon ein Teil ans Hotel oder behalten die das für sich?
@-dani88- sagte:
Mich würde interessieren was fti bzw. generell die Reiseveranstalter mit den Anzahlungen machen. Geben die davon ein Teil ans Hotel oder behalten die das für sich?
Reisen werden auf verschiedene Arten produziert. Flüge werden z.B. sofort gezahlt. Das führt jetzt aber alles zu weit, da ein sehr komplexes Thema. Die Anzahlung ist nicht der Gewinn der Veranstalter aus der Reise

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@-dani88- sagte:
Mich würde interessieren was fti bzw. generell die Reiseveranstalter mit den Anzahlungen machen. Geben die davon ein Teil ans Hotel oder behalten die das für sich?
Reisen werden auf verschiedene Arten produziert. Flüge werden z.B. sofort gezahlt. Das führt jetzt aber alles zu weit, da ein sehr komplexes Thema. Die Anzahlung ist nicht der Gewinn der Veranstalter aus der Reise

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Ich wäre auch mal für Durchatmen nach der 7er Regel.
Sollte ein strafrechtlich relevantes Verhalten im Raum stehen, so wird sich sicherlich einer der Gläubiger im höheren Rang des Mittel Einrede befleißigen.
Was mit "dem Staat" gemeint sein dürfte ist die Überprüfung der DRSF Regeln, z.B. über den Fonds auch Einzelleistungen absichern zu lassen. Das wurde hier vor 300 Seiten schon thematisiert, es ist der erste Fall in dieser Größenordnung. Man kann erwarten, dass noch nachjustiert wird, vermutlich auch in Sachen "Panik-Storno".
Zu dem "Expertenrat" Marke "Blöd" schweigt des Sängers Höflichkeit. Bislang habe ich nichts aus Expertenfeder gefunden, was hier nicht bereits haarklein verhackstückt wurde. Wiederholt!
Also noch eine Wiederholung: Keine Restzahlungen leisten, Unsicherheitseinrede führen und getrost abwarten.@vonschmeling sagte:
Also noch eine Wiederholung: Keine Restzahlungen leisten, Unsicherheitseinrede führen und getrost abwarten.
Ich hab das bewusst nochmals hochgeholt. Weil unsere vonschmeling auch damals , bei der Thomas Cook Pleite- hier im Forum die Dinge immer auf den Punkt gebracht hatte- und das tut sie in diesem Thread auch.
Übrigens , ganz im Sinne der Headline dieses Threads
"FTI ist insolvent: Wie gehts weiter, was ist zu tun ?"
Danke bei der Gelegenheit an Dich, vs.
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Kurze Zwischenbilanz:
Wir hatten hier zwischenzeitlich die Zahl von 65.000 Urlaubern genannt, die über FTI gebucht hatten- und sich in den Destinationen aufhielten.
Die aktuelle Zahl: Es sind nur noch 15.000 die sich via FTI im Urlaub befinden.Alle anderen sind wieder Zuhause
Gute Nachricht! -
Und für die FTI Gäste von den 15.000 , die sich noch in Tunesien befinden, ggf hier reinschauen:
Auch Euch ist für eine Betreuung/Unterstützung vor Ort gesorgtCoral & Ferien betreuen die FTI-Gäste in Tunesien
Der Düsseldorfer Veranstalter übernimmt im Auftrag des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) die Betreuung der FTI-Kunden in Tunesien. Eine spezielle Hotline ist eingerichtet.
Für alle deutschsprachigen FTI-Gäste, die sich derzeit in Tunesien befinden und Unterstützung benötigen, stehen die Reiseleiter von Coral Travel & Ferien Touristik sowie eine Hotline
(+216 31 349 454) zur Verfügung. Der Veranstalter unterstützt die Urlauber bei der Organisation von Transfers und Unterkünften und bei allen Fragen und Anliegen rund um Ihren Aufenthalt.(Quelle, Zitat aus der FVW) -
Mich würde interessieren was fti bzw. generell die Reiseveranstalter mit den Anzahlungen machen. Geben die davon ein Teil ans Hotel oder behalten die das für sich?
@-dani88- sagte:
Mich würde interessieren was fti bzw. generell die Reiseveranstalter mit den Anzahlungen machen. Geben die davon ein Teil ans Hotel oder behalten die das für sich?
na die feiern eine wilde Sause damit, buchen selbst noch einmal bei der TUI urlaub für sich und freuen sich ab Herbst, nach Auslauf Insolvenzgeld, sich nen neuen Job suchen zu müssen.
Erhaltene Anzahlungen, die noch nicht an den Leistungserbringer weitergereicht wurden, verbleiben auf den gesperrten Konten und sind damit Teil der Insolvenzmasse.
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FTI hat gerade den Emirates Flug storniert 13. Juni , er ist in der App weg und auch die Sitzplätze sind wieder frei .
Top ! Wäre auch wirklich geld verschwendet in der inso Masse wenn die das nicht gemacht hätten
@stefanrosenwald sagte:
FTI hat gerade den Emirates Flug storniert 13. Juni , er ist in der App weg und auch die Sitzplätze sind wieder frei .
Top ! Wäre auch wirklich geld verschwendet in der inso Masse wenn die das nicht gemacht hätten
Na immerhin. Aber ich hatte heute versucht mehr oder weniger meine Flüge zu übernehmen. Scheinbar bekommt man das nicht hin. Die Flüge gehen auf den Markt zu höheren Preisen. Ich selber konnte heute meine Flüge neu buchen, ein Tag früher um Doppelbuchung zu vermeiden und leider 2000 Euro teurer.
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@domrapper sagte:
Das war eine sehr interessante und kompetente Expertenrunde gerade bei Bild.
Das sehe ich teilweise anders. Der Geschäftsführer vom DRSF war für mich ein Totalausfall. Nur ausweichende Antworten. Klar hat er nur gesagt, dass die Leute, die die Hotels vor Ort nochmals gezahlt haben, das Geld zurückerhalten.
Ziemliches Chaos bei der Frage, was bei einer Stornierung einer FTI-Pauschalreise mit FLEX durch den Kunden mit den schon geleisteten Zahlungen passiert. Letztlich offen, aber klare Tendenz: Besser nicht stornieren.
Wenn jetzt noch Zahlungen verlangt werden, klarer Rat der Anwältin, nicht zu zahlen, aber FTI anzuschreiben und die Unsicherheitseinrede zu erheben.
Im Übrigen kaum was Neues, was wir hier nicht schon angesprochen haben.
@elton57 sagte:
Das sehe ich teilweise anders. Der Geschäftsführer vom DRSF war für mich ein Totalausfall. Nur ausweichende Antworten. Klar hat er nur gesagt, dass die Leute, die die Hotels vor Ort nochmals gezahlt haben, das Geld zurückerhalten.
Ziemliches Chaos bei der Frage, was bei einer Stornierung einer FTI-Pauschalreise mit FLEX durch den Kunden mit den schon geleisteten Zahlungen passiert. Letztlich offen, aber klare Tendenz: Besser nicht stornieren.
Wenn jetzt noch Zahlungen verlangt werden, klarer Rat der Anwältin, nicht zu zahlen, aber FTI anzuschreiben und die Unsicherheitseinrede zu erheben.
Im Übrigen kaum was Neues, was wir hier nicht schon angesprochen haben.
Totalausfall ist jetzt aber hoch gegriffen. Klar, der wird nicht jedem speziellen Fall, der neue angefragt wurde, eine verbindliche Aussage treffen. Das würde keiner in der Situation. In meinem Job werde ich auch oft gefragt, wie wird das und das gehandhabt. Und obwohl ich zu jedem Fall die Antwort kenne, gebe ich keine verbindliche Aussage, ohne den jeweiligen Vertrag selbst gelesen zu haben. Weil das so detailliert ist, dass der Laie zwar eine pauschale Antwort möchte, ich aber nicht ja oder nein ohne Details zu kennen, sagen kann.
Und der Hr. Mees vom DRFS will sich auch hinterher nicht festnageln lassen.
Selbst die Anwältin, die Jura studiert hat, wollte in vielen Fällen keine verbindliche Aussage machen, da das alles Grauzonen sind, die teilweise noch nie da waren.
Die Dame vom VURS (?) war doch recht unterhaltsam und hat ihre Meinung zum Vorgehen des Insolvenzverwalters und FTI deutlich zum Ausdruck gebracht.
Ja und der Herr von TUI, der hat sich einfach über die zu erwartenden Umsätze für sein Unternehmen gefreut.