Mecker-Ecke / Speakers Corner
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Zunächst einmal allen Angehörigen und Betroffenen mein Beileid.
Ja es ist unfassbar wozu manche Menschen in der Lage sind.
Ich stimme salamander da aber voll und ganz zu. Bezeichnend ist in diesem Fall für mich auch, dass es sich um einen Unternehmersohn handelt. Da kommt mir sofort der Gedanke, dass man hier auch nicht mit Zeit, sondern mit Geld erzogen hat.
Diese Fälle häufen sich doch immer mehr.
Ich habe keine Ahnung wie man den Menschen klar machen , dass wenn man Kinder in die Welt setzt, sich auch um diese kümmern muss, und zwar mit viel Liebe und viel Zeit, denn diese Sachen werden sich niiieee mit materiellen Dingen ersetzen lassen.
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maloni wrote:
[(...) jedoch sieht das österreichische Gesetz vor, das diese auch in einen speziellen Schrank mit Schloss sicher verwahrt sind. Es gibt da sogar eine Norm, und ab einer gewissen Anzahl müssen sie einen psychologischen Test machen.Das Gesetz gibt es in Deutschland auch, aber was hat es genützt?
Nichts! Und genau daher haben meiner Meinung nach keine Waffen in Privathäusern etwas zu suchen! Es ist schließlich nicht das erste mal, daß ein Mensch von Waffen aus einem Privathaushalt getötet wurde, wie viele müssen denn sterben bis man endlich zu einer Änderung des Waffengesetzes, also einem Verbot derselben kommt? -
Sorry, ich bin anderer Meinung.
Wenn einer seelisch unstabiler Mensch so eine Tat plant, dann findet er auch ein Mittel das durchzuführen.
Dann darf man auch kein Messer , keine Axt , keinen Stein ,keine Gasflasche , Benzin und noch nicht mal einen Bleistift in Privatbestitz haben, auch damit wurden schon Menschen getötet, nicht zu vergessen Feuerzeug und Streichhölzer .
Etwas verbieten ist immer der schlechteste Weg , Du kannst Privatwaffen verbieten, aber es wir immer einen Weg geben sich solche zu beschaffen.
Wir müssen uns um unsere Kinder kümmern , sie bloß zu versorgen ist nicht genug.
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Was Du aufzählst sind keine Distanzwaffen wie Pistolen und Revolver. Der Vergleich hinkt einfach.
Natürlich wird jeder der eine Waffe haben will eine bekommen können, aber die Hemmnisse sind ja wohl ungleich höher als einfach mal in den Schrank zu greifen, oder?

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ja aber weder mit Bleistift noch mit Gasflasche ist mir irgend eine Amokgeschichte bekannt.Wenn man mit den USA vergleicht:gerade in den SüdstaatenTexas,Alabama...,wo jeder eine Waffe haben darf,passiert es häufig.Auch dort,das ist meine Meinung,sollte man mal alle Waffen schön einsammeln.
Klar kann sich jeder eine Waffe besorgen,aber hast du sie im Schrank,ist die Überlegung sie zu benutzen naheliegender.
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na da gibt es den Bleistiftmörder aus den 80gern, von Wien ders auf kl. Mädchen abgesehen hatte, dann den Bombenbauer... der sich dann selber seine beiden Hände weggesprengt hat, aber wir vergessen zu schnell. Und das ist leider auch tragisch... nach dieser Geschichte, müssten nun wirklich mal Sozialarbeiter in der Schule tätig werden. Denn je älter die Kinder werden um so weniger vertrauen sie sich den Eltern an, bzw.ist das was Freunde sagen viel wichtiger. Und in der Pubertät is sowieso alles Sch.....
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Ich möchte jetzt nicht "platt" klingen, aber es ist dennoch etwas dran : "Gelegenheit macht Diebe".
So könnte dieses auch bei den Schußwaffen sein, je leichter man ran kommt, je größer ist die Möglichkeit, diese zu missbrauchen. Natürlich stimmen die Aussagen und Vergleiche, in Bezug auf Zeit und Geld, was die Fürsorge für Kinder und Jugendliche betrifft.
Allerdings, selbst wenn die Kids ein positives und gutes Umfeld haben oder hatten, weiß man leider nie, was da evt. quer laufen kann.
Waffen und gerade Schußwaffen, gehören nicht in greifbare Nähe.Gruß, Olaf
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Eben, darum geht es !
Wäre keine Waffe im Nachttisch gelegen und dann auch noch die dazugehörigen Patronen im 3 stelligen Bereich ( !!! ), dann hätte der Jugendliche ( aus welchen Gründen auch immer ) zwar zu einem Messer o.ähnl. greifen können, aber nicht zu einer Schußwaffe !
Und mit einem Messer hätte er in so kurzer Zeit nicht so viele Menschen umbringen können. Ebenso wird es wohl ein Unterschied sein, ob ich jemanden aus der Ferne abknalle oder ihm ganz nahe bin und ihn dann umbringe.
Es ist und bleibt meine persönliche Meinung, Waffen haben im privaten Umfeld nichts zu suchen. Die Polizei kann gar nicht jeden Haushalt ständig überprüfen, daß ist ein Ding der Unmöglichkeit, was ja auch ganz deutlich dieser Fall zeigt.
Warum können die Waffen nicht im Schützenhaus aufbewahrt werden, gut gesichert und man muss sich ausweisen und eintragen, wenn man auf den Schießstand geht
Verlässt man diesen wieder, müssen die Waffen wieder in den Schrank.Olaf hat es meiner Meinung nach sehr gut auf den Punkt gebracht:
Waffen und gerade Schußwaffen, gehören nicht in greifbare Nähe.
Und ich finde auch nicht, daß sich der Satz "Gelegenheit macht Diebe" platt anhört, sondern das er gerade in so einem Fall 100% zutrifft !
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Sicherlich sind die Gesetze, wie und wo man Schusswaffen u.s.w. aufzubewahren hat sehr wichtig, allerdings finde ich, sind diese Gesetze in D. vollkommen ausreichend. Da sind die Verhältnisse im Bezug zu Schusswaffen in der USA viel verbesserungswürdiger als bei uns.
Wenn geschrieben wird "Gelegenheit macht Diebe", dann kan da auch gegenargumentieren "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg."
Sicherlich ist die Hemmschwelle mit einem Messer bei den meisten höher als mit einer Waffe, wenn man allerdings nicht auf Waffenzurückgreifen kann, dann geht der Betreffende einfach ins Internet. Da gibts heutzutage genügend Bauanleitungen für Dinge, die explodieren können. Wenn die Person also nicht schießen kann, dann bastelt der sich halt was im stillen Kämmerlein, womit er dieselbe Quote oder sogar eine höhere schafft.
D.h. man muss den Hebel nicht erst da ansetzen, solche Menschen an Ihrer Tat zu hindern, sondern man mus den Hebel da ansetzen, das solche Menschen erst gar nicht auf die Idee einer solchen Tat kommen!
Außerdem ist es bei dieser Diskussion politisch gesehen genau das gleiche wie beim z.B. Hochwasser. Ist der Falle eingetreten, dann wird tage-/wochenlang über Massnahmen diskutiert, damit sowas nicht wieder vorkommt. Und es vergeht eine gewisse Zeit, passieren tut nichts und das Thema wird durch ein neues Thema abgelöst. Bis das nächste Hochwasser oder ein schießwütiger kommt, dann beginnt der Kreislauf wieder von vorne.
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Und noch eins, sicherlich ist das Schlimm, was gestern passiert ist, aber anscheinend liegt es wohl in der Natur des Menschen, das er um so betroffender wird, je dichter sowas passiert.
In der USA sterben durch Schusswaffen bedeutend mehr Menschen und was in etlichen Gebieten in Afrika passiert, das scheint so gut wie niemanden zu interessieren. Liegt wahrscheinlich auch daran, das es in den Gebieten kein Öl gibt.
USA, GB, China und noch einige Länder machen riesengroße Waffengeschäfte und große Gewinne dabei. Aber es scheint niemanden daran zu interessieren, was auf der Wlt passiert, solange es nicht vor meiner "Haustür" passiert.
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Was auf der Welt passiert interessiert mich genauso, wie der Amoklauf von gestern in Winnenden und ich finde Deine Unterstellung ziemlich unangebracht an dieser Stelle. :?
Hier geht es um ein aktuelles Ereignis und ich finde es gut, daß hier darüber diskutiert wird.
Klar, wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg - da gebe ich Dir recht, aber muss der Weg einem so einfach gemacht werden, wie in diesem Fall

Mit Sicherheit nicht !
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wo fängt man dann an und wo hört man dann auf.
Also für Schusswaffen gibtes ja bereits gesetzliche Bestimmungen, wie und wo Sie aufbewahrt werden dürfen.
Aber warum gilt das dann z.B. nicht auch für Autoschlüssel, wenn ein Jugendlicher so eine Tat vor hat und an keine Waffe kommt. Dann nimmt er halt den Autoschlüssel und kann mit einem Auto genauso viel Leid verbreiten wie mit einer Waffe.Müßten dann also demzufolge nicht erstmal ein Gesetz zur Aufbewahrung von z.B. Autoschlüssel erlassen werden?
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Klar gibt es gesetzliche Bestimmungen, daß sich aber wohl nicht jeder daran hält und seine Schußwaffe mit sehr, sehr viel Munition im Nachttisch liegen hatte, daß haben wir ja nun gestern alle gehört. :?
Wo es angfängt und wo es aufhört ? Das hatte ich eigentlich schon in meinem ersten Beitrag geschrieben:
Waffen haben meiner Meinung nach zu Hause nichts zu suchen und gehören, z.B. bei einem Schützenverein in eine Waffenkammer.
Klar kann man auch mit einem Auto Leid zufügen, genauso wie mit einem Messer, jedoch ist die Schußwaffe noch immer eine der schlimmsten Waffen.
Ja, im Internet kann man sich diverses runterladen, aber dann muss man auch noch Geld ausgeben und basteln, das notwendige Know How besitzen usw. - das ist dann eine länger geplante Tat und keine spontane, wie vielleicht in dem Fall von gestern.
Hier reichte ein Griff in den Nachttisch der Eltern und der Amokläufer hatte eine Waffe mit 15 Schuß in der Hand plus die dazugehörige Munition. :?
Um nochmal auf Dein "wo fängt man dann an und wo hört man dann auf" zu kommen, wenn man nirgends anfängt, dann wird es sich auch nicht ändern und es wird immer wieder solche Taten geben - hier in Deutschland genauso wie in den USA

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Bei den "stimmen aus dem Volk" war gestern einer dabei der sagte "Traurig das man das sagen muß, aber: Schade, das nicht das Kind eines hochrangigen Politikers unter den Opfern ist! Jetzt wird auf betroffen gemacht, sich in Aktionismus verrannt, aber ändern tut sich gar nichts!"
Der Mann hat recht!
Die Ursache für solche Dinge liegt m.E. nicht darin, wie leicht oder schwer jemand an eine Waffe kommt, sondern an vielen Begleitumständen!
Unser Staat hat plötzlich zig Milliarden zur (teils notwendigen) Rettung von Unternehmen zur Verfügung, war aber Jahrzehnte nicht in der Lage ins Familien- und Sozialsystem sinnvoll zu investieren.
Existente Waffenschutz/Alkohol/Drogen/Medien-Verordnungen für Kinder und Jugendliche schön und gut - aber wie sieht es denn in der Realität aus. Die Kids saufen wie vorher, gehen in hohen Prozentzahlen "bewaffnet" zur Schule, spielen als Minderjährige Ballerspiele und und undWer in unserem Lande eine Wertediskussion anregt gilt gleich als Alt-Nazi!
Sicher "müssen" heute oftmals beide Lebenspartner für den Familienunterhalt sorgen, aber welche Familienwerte und "Zeit für Familie (und damit Kinder) gibt es denn in der heutigen Realität wirklich noch?Letztlich ist auch der Amokläufer "nur" ein "Opfer"!
...und bitte versteht das nicht so, als ob ich damit irgendetwas "rechtfertigen" oder "entschuldigen" oder gar verharmlosen möchte!
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Meint ihr nicht ihr geht mit den tausenden von Sportschützen mehr als ungerecht um? In vielen Beiträgen wird offensichtlich ein Generalverdacht erhoben, ohne daran zu denken dass sehr wohl die allermeisten sehr verantwortungsvoll mit den Waffen umgehen.
Ich denke die bestehenden Gesetze reichen völlig aus - dass sich einige nicht daran halten liegt nicht im Verantwortungsbereich der Gesetzgeber.Wenn ein Mensch eine solche schreckliche Tat begeht oder plant helfen Gesetze nicht weiter. Ich gehe jede Wette ein - wenn ich mir heute zwingend eine Schusswaffe besorgen will bekomme ich auch eine. Ob verboten oder nicht.
Geistig verirrte gibt es in allen Bereichen. Wollt ihr in Zukunft allen Menschen den Führerschein entziehen weil einer bewusst in eine Menschenmenge rast, wollt ihr allen Ärzten den Zugang zu in höheren Dosen tödlichen Arzneimittel untersagen weil auch damit schon Morde begangen wurden? Ich denke nein.............
Es gibt nicht nur schwarz und weiß!
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Ich war früher selbst mal im Schützenverein, ein Bekannter von mir ist Sportschütze für großkalibrige Waffen. Die Auflagen u. gesetzlichen Bestimmungen hierzu sind sehr hoch, was auch mehr wie richtig ist. Zum einen wurden ja im Falle des Amoklaufes die Waffen alles andere als richtig aufbewahrt. Das dies auch noch rechtlich einiges für den Vater hinter sich herzieht, wurde schon gesagt u. ist auch richtig. Nur überlegen sollte man, warum solche Dinge überhaubt in den letzten Jahren vorfallen? Ich bin jetzt noch nicht so alt u. kann mich an meine Jugend noch gut zurück erinnern. Nur von solchen Dingen hat man in meiner Zeit nicht ansatzweise gesprochen bzw. gedacht. Man sollte sich heute vielmehr darüber Gedanken machen, warum solche Dinge denn nun überhaubt passieren. Und da liegt es an vielen Gegebeneheiten, aus meiner Sicht. Ich habe sehr viel auf Grund meiner Vereinstätigkeiten mit Jugendlichen zu tun. Ich kann also im Vergleich zu den ganzen Vorjahren so einiger maaßen ersehen, was nicht so ganz richtig läuft. Das ist zum einen die gesellschaftliche Entwicklung im Allgmeinen, aber auch vieles, mit dem Jugendliche beschäftigt werden. Heut zu Tage ist es einfacher die Jugendlichen vor den PC zu setzen, als sich mit ihnen zu beschäftigen. Welche Jugendliche kennen denn heute noch einen Spielplatz oder gar Beschäftigungen, wie z. B. Dinge bauen wie Baumhäuser? Kaum einer. Was aber ein Pentium 4 ist mit wieviel GB u. die möglichen Ballerspiele hierzu, das geht schon eher. Genauso die Erziehung von Kindern u. Jugendlichen. Ich möchte keinesfalls, daß dies jetzt falsch verstanden wird: Ich bin kein Mensch, der die Prügelstrafe befürwortet. Nur wie kann es sein, daß Eltern für einen Klaps mit rechtlichen Sanktionen zu rechnen haben? Hat uns früher ein Klaps geschadet? Nein, man wußte wo die Grenzen sind. Heut zu Tage hat man ja außer ein lauteres bzw. härteteres Wort nichts zu befürchen, egal was man für einen Mist anstellt. Es gehört einfach mehr Beschäftigung zu den Jugendlichen an den Tag, in Verbindung mit ein bischen mehr Disziplin, meine Meinung.
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Carsten, ich sehe Deinen Beitrag einfach mal als "Ergänzung" zu meinem 1 Seite zuvor.
Danke, ich denke auch, das wirkliche Problem / die eigentlichen Ursachen liegen an vielem anderen und nicht alleinig an der Aufbewahrung von Waffen.@Dirk:
Sorry, falls das meinerseits so rübergekommen ist. Natürlich ist nicht jeder Sportschütze (alternativ jeder Ballerspiele-Spieler, Grufti, Alkohol trinkende Jugendliche etc.) ein potentieller Amokläufer!