Mecker-Ecke / Speakers Corner
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Die Frage ist doch ganz einfach, ob es die Leute, die etwas ändern könnten wirklich interessiert...
...vielleicht braucht es wirklich mal "ein Opfer unter Politikern (oder deren Angehörigen)"
Sorry, für diesen sehr, sehr harten und selbstverständlich moralisch/ethisch durch nichts zu rechtfertigenden Satz (Teilzitat aus einem TV-Bericht gestern)!!!
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Ich finde heute sind die Kinder schon zu früh auf sich alleine gestellt. Sicher die Betreuungen sind heute viel länger geöffnet wie noch vor 20 Jahren. Für größere gibt es den Hort, dort wird auch viel und gutes angeboten. Aber was ist mit Jugendlichen so ab 14. die gehen in keinen Hort mehr, diese sind dann nach einem langen Schultag auf sich selbst gestellt, wenn die Eltern arbeiten gehen wollen/ müssen, oder Karriere machen. Es wird ja gesagt, die Kinder sind alt genug um auch sich aufzupassen. Viele Eltern haben dann keinen Einfluss mehr, auf das Umfeld, wissen auch gar nicht mehr wie sich ihr Nachwuchs in der Freizeit beschäftigt. Sicher heute müssen viele Eltern zu zweit arbeiten um überhaupt Miete und die Nebenkosten zu bezahlen. Als wir uns vor 20 Jahren bewusst für ein Kind entschieden haben, wusste ich auch dass ich nach einem Jahr wieder mitverdienen musste, ich hatte Glück und konnte vormittags arbeiten, so dass unsere Tochter die ersten 3 Jahren von der Oma betreut werden konnte. Wir haben unsere große Wohnung gegen eine preisgünstigere kleine getauscht. Wir konnten uns keine Flugreisen leisten, aber in der Ferienwohnung haben wir uns auch toll erholt. Ich konnte aber mittags immer was mit ihr unternehmen, ich wusste auch noch als sie in die Schule gegangen ist, mit wem sie befreundet war. Sie kam ja mittags nach Hause und hat alles erzählt, sie hatte auch den Drang dazu, alles musste raus. Auch heute noch. Ich habe mir immer die Zeit genommen, ihr zuzuhören. Wie oft musste ich mir auf der Arbeit sagen lassen müssen, deine Tochter ist doch alt genug um alleine zu sein. Ist das schlimm dass man am Leben der Kinder teilhaben möchte. Kinder müssen am Stück echte Bezugspersonen haben, nicht dauernd wechselten Erzieherinen und Lehrer
Trotzdem muss ich sagen, ich habe Glück gehabt, es hätte trotz aller Fürsorge anders kommen können.
Mein Mitgefühl gilt den Eltern des Amok Jungen, denn sie haben ihm bestimmt nicht beigebracht, dass man mit den Gewehren Menschen erschießt. -
@holginho
ich verstehe dahingehend schon einige Eltern nicht. Denen sollte es doch daran gelegen sein, daß Ihr Kind sozial u. anständig aufwächst. Aber oftmals ist zu sehen, daß diese Eltern den Weg des geringsten Wiederstandes gehen. Lassen wir doch das Kind machen was es will, hat man auch seine Ruhe.@Nadkim
wir sagten zu solchen Kindern (welche sich selbst überlassen waren) immer Schlüsselkinder.
Sicher haben die Eltern des Amok Jungen diesem nicht beigebracht Menschen zu erschießen, jedoch ihrer Sorgfaltspflich sind diese auch nicht nachgekommen. -
Nun sickern ja nach und nach die ersten Begleitumstände durch
So soll Tim innerhalb des letzten Jahres 5 mal stationär in psychischer Behandlung gewesen sein. Er litt den Meldungen zufolge u.a. an Depressionen.
Der Vater wird gewusst haben, wie es um die Gemütslage seines Sohnes bestellt ist, somit es für mich unerklärlich ist, einen Waffenschrank zugänglich zu halten.
Sollte Tim wirklich krank gewesen sein, so entschuldigt das keinesfalls die Tat, es beschuldigt aber elementar die Eltern.
Und hier warte ich nun die Einschätzung der Staatsanwaltschaft ab.
Grüsse
Heiko
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Depressionen, heisst doch nicht, das man Menschen umbringt, ODER?
Ich frage mich nur, warum haben heute so viele Jugendliche Depressionen oder psysische Erkrankungen. Was für Perspektiven haben die jungen Menschen. Nach der Lehre werden die wenigsten übernommen, egal wie gut sie die Lehre abgeschlossen haben. Und wenn sie keine Lehrstelle finden, müssen sie Praktikas absolvieren in Berufen, welchen ihnen gar nicht liegen, bzw. garnicht für geignet sind.
Wie kann das geändert werden?
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Vielleicht liegt es an fehlender Liebe / Aufmerksamkkeit oder an seinen Depressionen und den Computerspielen:
Amokläufer kündigte Tat im Internet an
Waiblingen - Der Amokläufer von Winnenden hat das Blutbad in der Nacht zuvor im Internet angekündigt. Der Hinweis sei aber nicht ernst genommen worden, gab Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) am Donnerstag in Waiblingen bei Stuttgart bekannt.
Der 17- Jährige Tim K., der eine psychiatrische Behandlung wegen Depressionen abgebrochen hatte, beschäftigte sich in seiner Freizeit nach neuesten Erkenntnissen mit Killerspielen und Horrorfilmen. Am Mittwoch machte er Ernst und erschoss an seiner früheren Schule und auf der Flucht 15 Menschen und sich selbst.
«Ich meine es ernst, Bernd - ich habe Waffen hier, und ich werde morgen früh an meine frühere Schule gehen und mal so richtig gepflegt grillen»: Diese Worte habe der 17-jährige Schüler gegen 2.45 Uhr in einem Internetportal geschrieben, sagte Rech. Weiter hieß es: «Merkt Euch nur den Namen des Orts: Winnenden.» Auf den Eintrag hatte ein Jugendlicher in Bayern seinen Vater hingewiesen, den inzwischen gelöschten Text aber nicht ernst genommen.
Rech sagte bei einer Pressekonferenz, Tim K. sei seit 2008 wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung gewesen. Die Therapie sollte in einer Klinik in Winnenden fortgesetzt werden, wurde vom Täter aber abgebrochen. Der 17-Jährige hatte auf seiner Flucht auch einen Mann vor der Klinik erschossen.
Der Täter hatte mehr als 200 Schuss Munition bei sich und wollte möglicherweise noch mehr Menschen umbringen. In der Schule gab er 60 Schüsse ab und tötete acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen. Auf der Flucht tötete er drei weitere Menschen und sich selbst im 40 Kilometer entfernten Wendlingen (Kreis Esslingen). Als Gastschütze im Schützenverein seines Vaters sei er im Umgang mit Schusswaffen sehr geübt gewesen, sagte Rech.
Der Vater des Jungen muss sich möglicherweise wegen fahrlässiger Tötung verantworten, weil die vom Sohn verwendete Tatwaffe vorschriftswidrig im Elternschlafzimmer lag. In seinem Waffenschrank hatte der Vater 4600 Schuss Munition verwahrt. Die Eltern haben ihren Wohnort Leutenbach verlassen. Sie wollten in Ruhe gelassen werden und «werden nicht von der Polizei geschützt», sagte ein Polizeisprecher.
Nach dem Amoklauf haben mehrere Trittbrettfahrer die Polizei in Atem gehalten. Seit der Tat gab es allein in Baden-Württemberg sechs Amokdrohungen. Die Schulen wurden verstärkt von der Polizei beobachtet.
Das im vergangenen Herbst vorgestellte neue Amoktraining der baden-württembergischen Polizei wurde in Winnenden erstmals angewendet. Dies habe ein größeres Blutbad in der Albertville- Realschule verhindert, sagte Landespolizeipräsident Erwin Hetger. 14 500 Polizeibeamte seien geschult, um zur «Erstbekämpfung des Täters» ohne zu zögern in ein Gebäude zu gehen. Früher hatte die Polizei bei solchen Einsätzen erst die Lage analysiert und dadurch wertvolle Zeit verloren. «Das Konzept hat gegriffen», sagte auch Innenminister Rech.
Am Tatort legten Trauernde am Donnerstag hunderte Blumen nieder. Tausende besorgte Eltern, Schüler, Angehörige und Lehrer riefen bei der Krisenhotline des Regierungspräsidiums Stuttgart an. Unter der Nummer 0711/904-40149 stehen Schulpsychologen für Fragen zur Verfügung. Auch an vielen Schulen wurde das schreckliche Geschehen im Unterricht aufgearbeitet.
«Allein heute werden bis zu 50 ausgebildete Schulpsychologen in der Schule, aber auch in den umliegenden Schulen für die Betreuung und Beratungsgespräche vor Ort sein», sagte der Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Die psychologische Betreuung wird unterstützt durch Experten aus anderen Bundesländern.
Als Konsequenz aus dem Massaker forderte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) technische Zugangskontrollen an Schulen. Baden- Württembergs Kultusminister Helmut Rau (CDU) hielt dagegen, die Schulen sollten nicht mit Metalldetektoren oder Wachmannschaften zu Festungen ausgebaut werden: «Wenn wir die Schule zu einem Hochsicherheitstrakt machen, ist das eine Botschaft, die für die Schule und die Gesellschaft nur schwer zu verkraften ist.» Innenminister Rech wandte sich gegen ein schärferes Waffenrecht: Dies nütze nichts, wenn wie im aktuellen Fall die Vorschriften nicht eingehalten würden.
Papst Benedikt XVI. sprach den Opfern des Amoklaufes seine Anteilnahme aus. Mit Betroffenheit und Trauer habe der Heilige Vater von dem Amoklauf mit 16 Toten erfahren, heißt es in einem Schreiben an den Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst.
Quelle: Hamburger Morgenpost (mopo.de)
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Mir macht das vor allem- Angst.
Bei solchen Attacken heißt es hinterher meist: "Der Täter war vorher ruhig und unauffällig ". Dann entpuppt sich der nette Junge von nebenan auf einmal als Massenmörder mit einer zweiten Identität.
An Tagen wie gestern und heute stelle ich mir die Frage, was in dieser Gesellschaft schief läuft?
Es ist ganz sicher keine Diskussion wert, ob der Junge die Waffen aus seinem Eltenhaus bekommen oder sich anderweitig besorgt hat. In der heutigen Zeit bekommt man die überall her. Andere Kinder und Teenager wissen das auch- können damit aber bedeutend besser umgehen. Die Ursachen und die Gründe dieses Massakers liegen viel tiefer.
"Sozialkompetenz" ist vielleicht das Stichwort?
Und das betrifft uns alle! Wer nimmt sich davon aus, dass er in der heutigen Zeit nicht Menschen in irgendeine Schublade steckt? Wer hat nicht schon einmal eine Familie oder einen Menschen ignoriert, weil sie/er nicht ins "Gesellschaftsbild" passen, das gerade "in" ist? Diese heutige Zeit ist so schnelllebig und oberflächlich geworden, dass man Hochleistungssportler sein muss, um immer am Drücker zu bleiben. Jeder leidet darunter und dabei vergisst man leicht, mal nach rechts oder links zu schauen.
Gerade Teenis sind davon betroffen. Vor allem, wenn sie nicht dem "Ideal" der Zeit entsprechen. Sie leben in einer Phase, wo sie sich orientieren- aber auch ihre eigene Persönlichkeit entwickeln. Der Druck, dem sie dabei ausgesetzt werden, hält nicht jeder Mensch aus- wer sensibel ist, den trifft es umso schlimmer.
Es ist eine Tragödie.
Meine Gedanken sind bei denen, die ihre Kinder, Enkel, Geschwister und Freunde verloren haben. Es wird wohl kaum etwas geben, was ihnen in dieser Situation Trost spenden kann. Aber ich denke auch an die Eltern des Täters. Denn sie haben nicht nur ihren Sohn verloren, der "ruhig und unauffällig" war- sondern müssen auch ab jetzt mit der Schuld leben, dass ihr fast erwachsenes Kind 15 Menschen auf dem Gewissen hat.Lapis
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Ob die Tat wirklich geplant war, daß kann wohl zur Zeit keiner so genau sagen, denn zur Zeit gibt es folgende Meldung, die eine Planung wiederlegen würde:
Amokankündigung wahrscheinlich gefälscht
Der Amokläufer von Winnenden hat seine Tat entgegen ersten Angaben der Ermittler wahrscheinlich doch nicht im Internet angekündigt. Im Internet findet sich keine Bestätigung für die Echtheit einer zuvor der Öffentlichkeit präsentierten Text mit der Drohung aus einem Chatroom. Das räumte auch die Polizei ein.
Die Annahme der Ermittler, die Ankündigung der Bluttat in einem Internet-Chat sei auf dem Computer des 17-Jährigen geschrieben worden, habe sich nicht bestätigt, teilte die Polizei mit. Es gebe derzeit keinen Beweis, dass Tim K. den vielbeachteten Eintrag selbst verfasst habe.
Innenminister bestätigte Internet-AnkündigungAuf einer Pressekonferenz hatte der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech gesagt, dass die Ermittler auf dem Computer des Amokläufer Spuren gefunden hätten, die belegten, dass der 17-Jährige wenige Stunden vor der Tat das Blutbad auf einer Internetseite angekündigt habe. Nun hieß es, auf dem Computer von Tim K. habe sich definitv kein entsprechendes Chatprotokoll gefunden. Möglicherweise habe es sich um einen Übermittlungsfehler bei den Untersuchungen gehandelt, so ein Polizeisprecher.
Quelle: tagesschau.de
Im Grunde hat hier wohl jeder irgendwie recht mit seiner Sicht der Dinge.
Lapis schreibt oben, an eine Waffe kommt jeder ran, daß mag vielleicht sein, aber sollte es wirklich eine spontane Tat gewesen sein, die Tim morgens um 7.00/ 8.00 Uhr plötzlich in den Sinn kam, er hätte nicht so schnell an eine Waffe kommen können, hätte der Vater keine Waffen zu Hause gehabt und wäre die Schußwaffe nicht im Nachttisch gelegen ! Den Hinterbliebenen wäre viel Leid erspart geblieben. ( Und somit macht auch "Gelegenheit macht Diebe" wieder einen Sinn. )
Es mag ja sein, daß wir in Deutschland strenge Gesetze haben, aber was nützen sie, wenn sie nicht eingehalten werden und wer soll das bitte überprüfen ? Klar, der Vater wird jetzt wohl auch vor Gericht kommen - aber das macht die Opfer auch nicht mehr lebendig und bringt den Eltern / Ehepartnern / Großeltern ihr Liebstes nicht wieder zurück.
Es ist vielleicht auch in meinen Postings falsch rübergekommen und ich möchte auf keinen Fall alle Schützen / Waffenbesitzer über einen Kamm scheren, aber ich bin generell gegen Schußwaffen und gegen Gewalt. Wenn es dann schon sein muss, daß wir Schützenvereine brauchen, dann bin ich nach wie vor der Meinung, sie gehören nicht zu Hause aufbewahrt, sondern in eine gesicherte Waffenkammer am Schießstand.
Und ob der Junge wirklich eine schlechte Erziehung/mangelnde Liebe oder zuwenig Aufmerksamkeit hatte, wer will das von uns beurteilen ? Haben sich die Eltern wirklich nicht genug um ihn gekümmert ? Das wissen wir nicht und deswegen finde ich es den Eltern gegenüber auch nicht fair, dies jetzt in den Raum zu stellen. Der Vater hat sich mitschuldig gemacht, keine Frage, aber mir tun auch die Eltern von Tim leid, denn auch sie haben ihr Kind verloren und müssen mit den Vorwürfen, die sie sich wohl selbst am meisten machen, leben.
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Aber auch in diesem Fall läuft es ab, wie immer:
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Es werden härtere Gesetze und Bestimmungen verlangt, dabei müßte man sicherlich nur die bestehende Gesetze auch komplett befolgen/kontrollieren.
Weil die Waffe wurde ja nicht vorschriftmäßig bzw. gesetzeswidrig gelagert und solange das sich nicht ändert nützen auch keine härteren Gesetze. -
Die Medien interessieren sich mal wieder nur für den Täter und was seine Gründe dafür waren. Warum werden denn immer Entschuldigungen für die Tat gesucht (mal hatte der Täter eine schwere Jugend, mal wurde der Täter als Erwachsener nicht genug beachtet oder sonst was) aber das Schicksal der Opfer ist den Medien egal. Die dienen den Medien meistens nur als Mittel zum Zweck, das es eine neue Story bzgl. eines Täters gibt.
Des Öfteren gibt es auch Medienberichte nach dem Motto, wie geht es dem Täter heute, aber nie wird später mal gefragt, wie es den Opfern oder Angehörigen Jahre später geht. Traurig, aber wahr.
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Deinem Punkt2 @Harzer, stimme ich voll zu.
Sonst zu den Waffengesetzen. Die Gesetze, kenne ich inhaltlich natürlich nicht, weil ich mit der Thematik nichts zu tun habe.
Vergleiche mit anderen Ländern, finde ich allerdings daneben. Zu sagen da oder da ist das alles viel lockerer und hier sind die Gesetze schon am strengsten. Wen soll das interessieren. Entscheident ist, ob es hier wirksam umgesetzt wird. Offentsichtlich nicht. Bei allem, was ich in den letzten Tagen mitbekommen habe, befinden sich meiner eindeutigen Meinung nach deutlich zu viele Schußwaffen in privaten Haushalten. Das steigert halt die Chancen, dass diese in Hände gelangen, wo sie nicht hingehören, wie jetzt geschehen.Zu den Sportschützen allg., sehrwohl glaube ich, dass die meisten derer, außerordentlich vernünftig mit der Waffen umgehen und für eine angemessene Verwahrung sorgen. Allerdings nicht alle.
Nochmals bestärke ich meine Meinung "Gelegenheit macht Diebe". Auf einige Aussagen bezogen, "jeder der eine Waffe bekommen will, bekommt sie auch", kann ich nur sagen, ich wüsste jetzt nicht, wie ich an eine solche gelangen sollte.
Natürlich sollte es erst gar kein Bestreben geben, was fehlgeleitete Menschen dazu veranlasst werden könnten, solche grausamen Taten zu begehen. Wir werden es aber nie ausschließen können.
Ich selber, bin mit aktiver Jugendarbeit dabei und steuere wenigstens ein klein wenig dazu bei für unsere Kids da zu sein. Natürlich kann das nicht jeder und ich befürchte, dass es noch schwieriger wird. Auch gab es einen gesellschaftlichen Wandel, wodurch viele Eltern, viel zu wenig Zeit für ihre Kinder erübrigen können. -Leider- -
als es z.B. um die Raucherdiskussion in der Gastronomie ging, da wurde von etlichen angeführt, das es auch im Ausland geht. Also entweder kann man stets Vergeliche mit dem Ausland ziehen oder nicht.
Wie bereits geschrieben, wo ein Wille, da ist auch ein Weg. Dann nimmt man sich halt die Autoschlüssel von Daddy oder Mai und rast drauf los...
Einige fordern ja, das die Waffen nicht in Privathaushalten, sondern gebündelt in den Schützenvereinshäusern gelagert werden sollten. Gelegenheit macht Diebe, wenn dann dort eingebrochen wird, da kann ja dann der **** schon mal eine Kompaniestärke mit Waffen versorgen.
Aber es ist schon komisch, für jeden Sch... benötigt man in D. einenen Nachweis, das man dieses jenes beherrscht, nur Kinder groß ziehen, das darf jeder, ob er es kann oder nicht.
Und noch eins, je mehr Beachtung eine solche Tat findet, je mehr Trittbrettfahrer wird es geben, die durch sowas ebenfalls mal in die Medien kommen wollen.
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@harzer
"Aber es ist schon komisch, für jeden Sch... benötigt man in D. einenen Nachweis, das man dieses jenes beherrscht, nur Kinder groß ziehen, das darf jeder, ob er es kann oder nicht".Du sprichst mir aus der Seele. Ein Elternführerschein wäre vieleicht gar nicht mal so schlecht.
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..., welch eine Welt, wo Kinder nur leben dürfen, wenn sie auserwählte Eltern bekommen.
Elternführerschein? Ich brauche einen Führerschein, damit ich ein Objekt bewegen und lenken kann. Wenn wir vom Elternführerschein reden mögen, haben wir wohl übersehen, dass Kinder keine Objekte sind. Und nun haben wir gerade wieder mal erlebt, dass Kinder keine funktionierenden Objekte sind, und die verantwortlichen Erwachsenen jahrelang nichts gesehen oder aber nic hts sehen wollten.
Über diese Geschehnisse bin ich tief erschüttert, es ist mi aber einfach zu dumm, wenn jemand mit dem Finger auf die Eltern zeigt und nur deren eventuelle Versäumnisse sehen will
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Was hat denn das mit "dumm" zu tun?
Genau da liegt doch das Problem. Viele Eltern sehen ihre Kinder nur als Objekt, so traurig wie das ist.
Man sollte sich sehr wohl im Vorfeld überlegen ob man Kinder will, oder nicht.
Wenn man sich dafür entscheidet, muss man auch mit den Konsequenzen leben. In den seltensten Fällen hauen z.B. Karriere und Kind zusammen hin. Irgendetwas bleibt meist auf der Strecke, und das sind leider meistens die Kinder (wobei ich das nicht pauschalisieren möchte).
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von Objekten habe ich nicht gesprochen.
Wenn man in einem anerkannten Beurf arbeiten will, muss man dem Arbeitgeber eine Bescheinigung vorlegen, das man Fähig ist, diesen Beruf auszuüben.
Also wenn ich z.B. Kindergärtner werden will und mich morgen bei einer Kita bewerbe. Dann kriege ich garantiert eine Absage, weil ich nicht die Fähigkeit, mit Kindern umgehen zu können, belegen kann.
Wo ist da der Unterschied zum Eltern sein? Das es leider zu viele Eltern gibt, die die Fähigkeit mit Kindern umgehen zu können, nicht besitzen, ist doch hinlänglich bewiesen.
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exakt, dem kann ich Harzer nur zustimmen.
In der heutigen Zeit zeigt es doch, daß immer mehr Kinder sich selbst überlassen sind. Was ist da schon Erziehung? Es ist doch einfacher das Kind vor den PC oder TV zu setzen, als das man sich beschäftigt mit dem Kind, ihm zeigt was Spielen auf dem Spielplatz, Fußballplatz oder mit Freunden bedeutet. Vereine sterben aus mangels Mitgliederzahlen. Die Mitgliederzahlen finden sich bei Counterstrike wieder. Traurig. Und solche Eltern sollten nicht geprüft werden? Anscheinend doch. Denn würden sie einige Dinge beherrschen, würde es anders aussehen. Aber das ist ja mit Arbeit verbunden. -
Eltern überprüfen? Wie soll das gehen? Dafür, dass man Kinder das Leben vorlebt, wird es wohl nie Prüfungen geben.
In ein paar Jahren wird es wohl keine Spielplätze mehr unter freiem Himmel geben, da ja für alle Kinder Betreuungsplätze gibt. Die Jugend muss wach werden, es wieder besser machen und da sind eben die heutigen Eltern gefragt. Nicht alle Wünsche der Kinder erfüllen, dann muss man auch nicht so viel Geld verdienen. Einmal im Jahr verreisen, das reicht doch auch. Manche können ja das noch nicht mal. Es gibt auch noch sehr viele Menschen bei uns, die möchten gar nicht vom Sozialamt abhängig sein, aber sollen diese dann auf Kinder verzichten? Z. B. Wenn der Vater nach Hause kommt, geht die die Mutter zur Arbeit, wenn sie denn eine hat. Der Arbeitnehmer muss flexibel sein, im Einzelhandel MO bis SA von 7 bis 22 Uhr, wenn du das nicht bist, wirst du gar nicht erst eingestellt. Die Betreungsstellen haben aber fast überall nur Büro Öffnungszeiten. Holst dein Kind dann abends ab, ist es doch meisten zu spät noch mal auf den Spielplatz zu gehen, die Turnstunde im Verein ist dann auch schon vorbei.Wo sollen wir anfangen, dass sich alles ändert? Alle müssen sich zuerst mal an die eigene Nase fassen.
Kennst du denn deinen Nachbarn, der 3 Häuser weiterwohnt? -
@Nadkim
natürlich ist dies eine theoretische Floskel, die man im Kopf hat. Aber sicherlich bei vielen Eltern eine sinnvolle Sache wäre. Schom im Vorfeld, bevor sie Kinder bekommen würden. Ansonsten gebe ich Dir mit Deinen Aufführungen Recht. Ob man den Nachbarn 3 Häuser weiter kennt? Ich ja, denn ich beschäftige mich mit meinem Umfeld. Leider sind solche Dinge vielen anderen Leuten egal, denn sie denken nur an sich. Sieht man doch heute schon an den Vereinszahlen. Welche Leute sind denn gewillt noch in Sport, Freizeit oder Vereinen für Hilfsorganisationen zu gehen? Die wenigsten. Daher lernt man ja auch sein Umfeld nicht kennen. Die Probleme bzgl. Mitgliederzahlen in Vereinen haben schon seit Jahren angefangen. Und es wäre für viele Jugendliche sicherlich von Vorteil, wenn sie sich vereinsmäßig engagieren würden. Aber Counterstrike macht es möglich sich selbst zu beschäftigen ( bei vielen), leider. -
carstenW. wrote:
In der heutigen Zeit zeigt es doch, daß immer mehr Kinder sich selbst überlassen sind. Was ist da schon Erziehung?Da kann man sehr geteilter Meinung sein. Zum einen schon aus dem Grund, weil es viele allein erziehende Familien gibt. Hier möchte man vielleicht viel mehr Zeit mit seinem Kind verbringen, doch es bleibt gar keine Zeit sich ausreichend um den Nachwuchs zu kümmern,
weil man ja arbeiten muß.Die andere Seite ist die, die das aktuelle Beispiel zeigt.
Ein Kind aus, scheinbar, geordneten Verhältnissen. Der Vater Unternehmer..... die Mutter?? Materiell hat es Tim K. bestimmt an nichts gefehlt.
Doch wie carstenW schon schreibt, sind es häufig diese Kinder, die sich selbst überlassen sind, weil die Eltern keine Zeit haben sich zu kümmern, weil die Karriere oberste Priorität hat. Schließlich soll es den Kindern ja mal besser ergehen als einem selbst.
Vielleicht hat es auch schon vorher " Hilferufe " gegeben, die, aus Mangel an Zeit, leider übersehen wurden. Im Nachhinein ist es müßig darüber nachzudenken " was wäre gewesen wenn "? Den Eltern jetzt noch Versagen vorwerfen? :? Sie sind bestimmt bestraft genug. Denn zum Verlust ihres eigenen Kindes müssen sie schließlich auch mit der Tatsache leben, dass ihr Sohn 15 Menschenleben ausgelöscht hat.Zum Schluß möchte ich noch anfügen, dass mein Mitgefühl all´denjenigen gilt, die bei dieser Tragödie ein Familienmitglied verloren haben.
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@louboutin
das wird nicht der überwiegende Teil alleinerziehend sein. Es ist meines Erachtens ein generelles gesellschaftlichen Problem, wie Du auch schon mit festgestellt hast. Und den Eltern kann man sehr wohl Versagen vorwerfen. Wenn das Kind schon psychisch erkrankt ist, lasse ich mit Sicherheit nicht irgendwelche Waffen liegen geschweige denn lasse ich es davon Kenntnis erlangen, wie der Code vom Waffenschrank ist. Es gibt nunmal gewisse Gesetze, die dies nicht erlauben (Waffen rumliegen lassen). Und die sind auch demjenigen bekannt, der eine solche Waffenbesitzkarte hat, denn er hat ja mal eine Prüfung abgelegt. So bitter das ist, aber es ist so.