Mecker-Ecke / Speakers Corner
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die Debatte lautet , wie folgt:
hey Alter, warum hast du nicht zwei Socken an.....
manno, guck auf meinen Fuß, kann ich nich.....
aha, und jetzt wollste mir eine klauen, oder was,
nä, nä,,,ich doch nicht, bin doch dein bruder....
(wegwerfende Handbewegung), dat sachste jetzt, und dann ist meine linke Socke wech...
bäh,,,ich nie....,,,äh nee -
...zum Thema EHEC
nicht dass ich mich von der Hysterie anstecken lasse, doch im Augenblick kaufe ich auch keinen Salat, Gurken und Tomaten. Das Schlimmste ist dabei das ungute Gefühl, man kann nichts mehr kaufen, nicht mal mehr das Grünzeugs. Was kommt noch alles nach dem Rinderwahn, der Schweinegrippe, Vogelgrippe, verseuchten Eiern, H1N1-Virus, etc.
Ist es die ewige Jagd nach Hauptsache billig? Klar, dass der Drang danach nur mit Massenproduktion, Pestiziden, Kunstdünger, Massentierhaltung, mit giftigen Industriefetten gestrecktem Futter, Antibiotika und genetisch veränderten Pflanzen zu befriedigen ist. Bisher konnte man auf Bioprodukte ausweichen, doch auch hier sollen Gurken verunreinigt sein.
Ich will wissen, was ich esse. Warum werden nicht die Standorte der betreffenden Läden genannt, die diesen Dreck in Umlauf gebracht haben, ist auch meine Region davon betroffen? Ein ganzes Land in Ungewissheit, wozu haben wir ein Verbraucherschutzministerium? Und was machen jetzt die Touristen in Spanien abends am Salatbuffet?
Soviele Fragen und niemand gibt einem eine verbindliche Antwort, beschämend...
und "Danke" für´s zuhören
Gruß Peter
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...ich will doch niemanden aufhängen. Doch wenn ich weiß, Discounter XYZ hat in der Stadt ABC unwissentlich eine größere Mengen kontaminierter Lebensmittel verkauft, gehe ich da vorerst nicht mehr hin. Weiß ich dagegen, in der Stadt XXX wurden kein verseuchtes Gemüse verkauft, bin ich beruhigt.
Eigentlich wollte ich heute zu meinem Freund Leonidas in seine Taverne, dort gibt es vor meinem geliebten Herkulesteller immer einen knackigen Salat mit Gurken und Tomaten, selbst wenn ich denn weglasse, im selbstgemachten Tzatsiki befindet sich neben Zwiebeln und Knoblauch auch Gurke. Ich gehe davon aus, das der hygienische Mindeststandard dort eingehalten wird, doch ein ungutes Gefühl bleibt.Und dieses ungute Gefühl ist es, was mich so ungeheuer ärgert. Was kann man noch unbeschadet essen, wenn selbst das stets angepriesene Gemüse nun sterbenskrank machen kann. Das große Boulevardblatt mit den vier Buchstaben neigt ja gerne zur Übertreibung, "Only bad news are good news!", doch alleine die aktuellen Zahlen sind beängstigend klick
bleibt schön gesund
Gruß Peter
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Klar willst du niemanden hängen. Verständlich auch der Bedarf nach Sicherheit beim Einkauf. ABER: Es muß ja nicht der Discounter sein, den es erwischt. Die haben schon andere Skandale weggepackt, die sie sogar NACHWEISLICH verschuldet haben. Zum Beispiel Marktfrau Emma verkauft eine kontaminierte Gurke, wovon sie mit Sicherheit nichts weiß. Soll man deren Namen dann in der lokalen Presse veröffentlichen und speziell vor diesem Gemüsestand warnen? Blo´ß weil der Händler 2 Häuser weiter einfach mehr Glück bei Anlieferung hatte? Nein, so kann es nicht gehen.
PS und am Rande: Habe morgen ein Familienfest auszustatten. Bestellt sind unter anderem üppig ausgestattete Salatteller. Habe gestern die Gastgeberin extra nochmal kontaktiert. Klare Aussage: Es bleibt wie abgesprochen, wir essen doch nicht nach der Zeitung. -
Bei einem Discounter würde ich auch niemals "frisches" Gemüse, Salat oder Obst kaufen, ebenso wenig wie abgepackte Wurst- oder Fleischwaren.
Beim Markthändler auf dem Wochenmarkt und auch beim Metzger meines Vertrauens weiss ich, dass fast ausnahnmslos aus der Region stammende Frischware angeboten wird.
Auch wenn es Ausnahmen wie z.Bsp. Ananas oder Bananen gibt sollte man bei Obst, Gemüse etc. auch auf die Saisonzeiten achten.
Klar kostet es ein paar Cent mehr, aber die geben halt viele lieber für teures Motoröl o.ä. aus.
Ich denke, auch Gastwirt handhabt es in seiner Küche ähnlich -
...was mich am meisten dabei aufregt, ist diese Unsicherheit bei Kauf von Lebensmitteln. Ich möchte einfach nur sicher sein, unbedenklich einkaufen zu können. Jetzt bricht gerade in NRW z.B. die Geflügelpest aus, Hähnchenbrust & Gurkensalat sind damit dort wohl vom Tisch. Im Kommentar zum verlinkten Artikel schreibt jemand von: Geflügelpest, Schweinepest, Hormonkälbern, BSE, Dioxin, Vogelgrippe, EHEC, atomverseuchten Fischen, glykolverseuchtem Wein, usw. Genau diese Dinge möchte ich auch nicht bei Lebensmitteln finden und mein Vertrauen zur Nahrungsmittelindustrie ist stark angekratzt. Nicht das früher alles besser war, doch zu meiner Kindheit gab es diesen ganzen Müll nicht, Allergien waren ein Fremdwort und eine Tomate hat noch wie eine Tomate geschmeckt und im Winter gab es eben keine,
nun ja, ich wollte auch nur mal meine Gedanken loswerden im Speakers Corner...
Gruß Peter
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alles richtig was du schreibst, Peter !
Aber wer ist schuld an dem ganzen Dilemma mit den Nahrungsmitteln ?
Meine Meinung: Wie immer nicht eine Seite allein.
"Schuld"... der Lebensmittelproduzent durch absolute Gewinnmaximierung und Preisdruck der Konkurrenz.
der Handel... durch erheblichen Preisdruck an die Lebensmittelproduzenten, Preisdruck durch Mitbewerber und natürlich muss da auch der maximale Gewinn möglich sein.
der Kunde... weil er alles und immer zu jeder Tageszeit (Öffnungszeiten) haben will,
möglichst zum Schnäppchenpreis und immer bestes Aussehen der Ware.
Bestes Aussehen der Ware/lange Haltbarkeit (wünscht der Handel und der Kunde gleichermaßen) erreichst du aber nur wenn du der Natur ganz massiv nachhilfst.
Und das wird ja auch gemacht, weil alle, und hauptsächlich der Kunde dieses wünscht.
Mein Mann und ich arbeiten seit über 30 Jahren im Nahrungs-Einzelhandel.
Was glaubst du/ihr was an Lebensmitteln weggeschmissen wird nur weil es nicht mehr "gut aussieht",obwohl es noch einwandfrei zu Essen wäre. Eine Tragödie !
Natürlich kann man auch den Kunden verstehen der sagt: "für mein gutes Geld will ich auch einwandfreie (vor allem optisch einwandfreie) Ware.
Da schließt sich der (verhängnissvolle !?) Kreislauf.
Zu deinem letzten Satz: "warum gibt es Tomaten zu kaufen, obwohl gar keine "Tomaten-Zeit" ist ?
Weil´s der Kunde verlangt und auch kauft, weil wenn nicht, dann wärs nicht so.
Leider.
Und.. die geschmacklich beste Tomate versauert im Regal wenn das Aussehen nicht stimmt. Das wichtigste Kriterium ist halt die Optik.
Und wenn wir alle ehrlich sind, verhalten wir uns doch allermeistens genauso.
Nur das "Schönste" ist uns gut genug !Gruß
Waltraud -
Zum Teil liegt es auch an den EU-Normen. Gurken dürfen nicht zu krumm sein, Bananen müssen eine Mindestgröße haben usw. Mir als Verbraucher sind solche Dinge egal. Heute kann man sagen: Je formschöner, glatter und gleichmäßiger z.B. ein Apfel geformt ist, desto mehr dürfte dran manipuliert worden sein.
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@altlöwin63
eine Seite vorher hatte ich ja schon gefragt:"ist es die Jagd nach Hauptsache billig?", die für die Misere mitverantwortlich ist. Und genau so, wie Du es sagst, ist es auch. Der König Kunde will alles und zwar immer und sofort, bekommt er es nicht bei X, dann geht er zu Y oder Z. So wie Du schreibst, scheint Dein Herz an Deiner Arbeit sehr zu hängen, Respekt, bei Dir würde ich gerne kaufen
und ich stimme auch dem Gastwirt zu, es ist vielleicht richtig, nicht ein Geschäft zu nennen, wo verkeimte Ware unwisssentlich verkauft wurde. Ich denke mal, dass keine Gemüsehändler seine Waren vom Großmarkt oder Bauern vor dem Einkauf und Weiterverkauf mikrobiologisch untersuchen lässt, den Zwischenhändler trifft somit wohl kaum eine Schuld.
Nun bin ich gerne mal auf Rhodos, dort gibt es an der Ostküste kurz vor der Inselhauptstadt einen Wochenmarkt, denn ich dann auch 1-2x besuche und frisches Obst und Gemüse kaufe, hier sieht nicht jedes Teil aus wie das andere (ich weiß, was Du meinst Reiselady), alles ist frisch und war oft noch morgens am Baum oder auf dem Feld und zu den Tomaten, eine verformter als die andere klick, aber ein Geschmack
und ich weiß nicht, ob es auf Rhodos im Januar Tomaten gibt, okay im Supermarkt vielleicht...
Doch solange bei uns weiter nur über den Preis und die Optik verkauft wird, werden wir wohl mit dem angesprochenem Dilemma (uuupps, das war ja griechisch, wie passend) leben müssen,einen guten Start in die Woche
Gruß Peter
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Mch ärgert es, dass das Supermarktpersonal teilweise bereits eine Stunde vor Ladenschluss anfangen Ihre Paletten mit Waren, die tagsüber draußen stehen, reinzufahren und enem in den Gängen im Weg stehen.
Wenn z.B. ein Supermarkt von 6 Uhr bis 22 Uhr offen hat, dann müssen die Warn auch schon von 6 bis 22 Uhr fertig zum Verkau sein.
Ich kann z.B. nicht auch erst zum Arbeitsbeginn den Rechner hochfahren und vor Arbeitsschluss runterfahren. -
Kann dich gut verstehen, aber das musst du der Geschäftsleitung sagen.
Da das Personal fast überall nur bis Ladenschluß bezahlt wird, wird halt früher reingeräumt. In ihrer Freizeit möchten die Verkäufer und Verkäuferinnen halt was anderes tun als umsonst für den Chef arbeiten.
Versteh ich !
Ausserdem, warum hat ein Supermarkt bis mitten in der Nacht offen ?
Da kauft doch kein normaler Mensch ein.
Bei uns in Bayern ist um 20.00 Uhr Schluss, gottseidank.
Nach 19.00 Uhr verkaufst eh nur mehr Alk und Pizzas an Leute die man im Nachmittagsprogramm der Privaten sieht .
Meine Erfahrungen aus 33 Jahren Einzelhandel.
Gruß
Waltraud -
Eine ähnliche Diskussion hatten wir gestern im Familienkreis. Der Kunde will einen vollen Service bis 1 Sek. vor Ladenschluss. Es wird erwartet, dass noch alle Sorten Wurst, Obst, frische Brötchen usw. vorrätig sind. Das führt dazu, dass in Deutschland sehr viele Lebensmittel weggeschmissen werden, da der Rest am nächsten Tag oft nicht mehr verkäuflich ist. Wir waren der Meinung, dass dies nicht sein muss. Wer auf den letzten Drücker einkaufen geht, muss auch mal in Kauf nehmen, dass die eine oder andere Ware nicht mehr vorrätig ist. Zum Thema "Wegräumen der Artikel vor Ladenschluss" möchte ich noch anmerken, dass in vielen Geschäften, wie Altlöwin es schon geschrieben hat, das Personal nach dem offiziellen Ladenschluss nicht mehr bezahlt wird, d. h., die Arbeitszeit ist beendet. Da kann ich nachvollziehen, dass vorher mit dem Aufräumen begonnen wird. Allerdings wohl kaum bereits 1 Stunde vorher. Ein PC ist mit einem Mausklick runtergefahren, aber ein Geschäft aufzuräumen und evtl. auch noch zu reinigen dauert länger.
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Ausserdem, warum hat ein Supermarkt bis mitten in der Nacht offen ?
Da kauft doch kein normaler Mensch ein.
Bei uns in Bayern ist um 20.00 Uhr Schluss, gottseidank.
Nach 19.00 Uhr verkaufst eh nur mehr Alk und Pizzas an Leute die man im Nachmittagsprogramm der Privaten sieht .Sei froh ,daß Du nicht in Deutschland wohnst
.
Bei uns hat die REWE-Kette bis 24 Uhr geöffnet(Alk bis 22 Uhr).Und wehe ich komme 23.55 Uhr und es fehlt was,da brennt die Luft
.
LG 13 -
@reiselady: Da bin ich voll bei dir !

Ihr könnt euch nicht vorstellen was täglich in nur einem ! Supermarkt weggeschmissen wird.
Morgen, montags ist es besonders viel. Das würdet ihr nicht mal in euer Auto alles reinbringen, selbst wenn ihr noch nicht mal drin sitzen tätet.
Eigentlich eine Sünde, aber so ist halt unser (Wirtschafts) System.
Guten Start in die neue Woche !
Gruß
Waltraud -
ENIGMA13 wrote:
Ausserdem, warum hat ein Supermarkt bis mitten in der Nacht offen ?
Da kauft doch kein normaler Mensch ein.
Bei uns in Bayern ist um 20.00 Uhr Schluss, gottseidank.
Nach 19.00 Uhr verkaufst eh nur mehr Alk und Pizzas an Leute die man im Nachmittagsprogramm der Privaten sieht .
Sei froh ,daß Du nicht in Deutschland wohnst
.
Bei uns hat die REWE-Kette bis 24 Uhr geöffnet(Alk bis 22 Uhr).Und wehe ich komme 23.55 Uhr und es fehlt was,da brennt die Luft
.
LG 13
und ich dachte immer, Bayern gehört zu Deutschland? -
Interessantes Thema welches m.E. viele Aspekte bietet, die wieder jeder für sich allein betrachtet, richtig sind.
Ich stehe auf dem Standpunkt, das ein Geschäft welches bis Uhrzeit "X" geöffnet hat, seinen Krempel auch nicht vorher zusammenräumen sollte (darf?). Fängt man hier mit "ein paar Minuten vorher" an, ist es ganz schnell "1 oder 2 Stunden" vor Schluß...
...aaaaaaaber:
Selbstverständlich sollten die Angestellten nach reeler Arbeitszeit entlohnt werden und nicht nach der reinen Öffnungszeit orientiert!
M.E. müßte zu bestimmten Zeiten auch nicht zwangsläufig das komplette Angebot von Frischwaren verfügbar sein...es wird wirklich definitiv zuviel weggeschmissen! Andererseits: Wo will man auch hier eine (zeitliche) Grenze ziehen?
In anderen Ländern funktioniert es längst mit der Freigabe von Öffnungszeiten - nur bei uns wird teils völlig sinnfrei herumdiskutiert!
Wer geöffnet haben will, "muß" sein Angebot über den genannten Zeitraum zur Verfügung stellen und seine Leute entsprechend bezahlen. Punkt!
Warum sollte z.B. nicht der große Supermarkt direkt am Haupttor eines großen Chemiekonzerns nicht 24 Stunden geöffnet haben dürfen...bei einem Schichtwechsel kommen mehrere Tausend Leute aus diesem Tor vorbei, von denen der ein oder andere auf dem Heimweg gerne noch eben seinen Einkauf erledigen möchte...wird aber seit "zig Jahren" von völlig "kranken" Kommunalpolitikern und Möchtegern-Sozialen systematisch verhindert!
