Trombose spritzen bei 11 Stunden Flug ein MUSS ???
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"carsten wismar" wrote:
@Digitalolli u. gobo
womit wir wieder beim Thema der Gefäße wären. Keiner kann hineinschauen.ja das ist richtig, doch dann darf er nie ein längeren kinofilm, Theaterstück, oder in der Oper gehen, keine längere busfahrt oder zugfahrt unternehmen. bei 2,5 Stunden flug, also darauf das zu schieben ich weiß nicht. Dann wäre es bei einer anderen Sache genauso geschehen. Und erzählt mir jetzt nicht 2,5 stunden sitzen, der veränderte Druck usw.
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"carsten wismar" wrote:
@gobo
da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht. Wobei dort oben ganz andere Druckverhältnisse herrschen. Jedoch sprechen wir hier von 11 Stunden Flügen. Und da ist es wirklich ratsam.nicht ganz habe auf Rambazamba100 geantwortet
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"carsten wismar" wrote:
@gobo
da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht. Wobei dort oben ganz andere Druckverhältnisse herrschen. Jedoch sprechen wir hier von 11 Stunden Flügen. Und da ist es wirklich ratsam.Macht mal keine Übertrieben Hysterie. Bei 11h Flügen ist das absolut nicht nötig.
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Hallo,
ich bin auch gesund, mitte 20 und rauche nicht. Aber auf Langstreckenflüge ziehe ich immer Trombosestrümpfe an, ich mein es gibt schickeres und auch bequemeres aber ne Trombose im Urlaub brauch ich echt nicht.
Ist ne ganz gute Möglichkeit und Probleme hatte ich bisher keine.
Grüße
moonlight -
... meine Freundin ist Krankenschwester.
Sie fliegt selbst auch immer weit weg in den Urlaub.
Sie spritz sich, oder nimmt 2 ASS zum Blut verdünnen.Ich bin auch dafür, nicht ohne Vorbereitung so lang zu fliegen. Auch wenn man jung ist, und z.B. nicht raucht, gibt es viele Komponenten, die Thrombose verursachen können.
Die Bewegung im Flugzeug darf aber auf keinen Fall fehlen. Denn das ist das A und O!
Liebe Grüße!
SteffiLu -
@ Steffilu
Da kann ich Dir nur zustimmen. Aber eigentlich braucht man auch kein Aspirin nehmen. Denn Aspirin bedeutet automatisch, daß man viel trinken muss, da es über die Nieren ausgeschieden wird. Und viel nichtalkoholhaltige Flüssigkeiten zu sich nehmen ist für gesunde Menschen neben der Bewegung die beste Prophylaxe und hat keine Nebenwirkungen im Gegensatz zu Aspirin
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Delfo wrote:
@ Steffilu
Da kann ich Dir nur zustimmen. Aber eigentlich braucht man auch kein Aspirin nehmen. Denn Aspirin bedeutet automatisch, daß man viel trinken muss, da es über die Nieren ausgeschieden wird. Und viel nichtalkoholhaltige Flüssigkeiten zu sich nehmen ist für gesunde Menschen neben der Bewegung die beste Prophylaxe und hat keine Nebenwirkungen im Gegensatz zu Aspirin
viel trinken heißt ja viel auf `s Örtchen, somit ist ja die Bewegung auch garantiert-------------zwinka, irgendwie logisch

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Wird zwar über die Nieren ausgeschieden, aber resorbiert wird es im Darm. Daher ist eine überaus große Flüssigkeitsmenge nicht erforderlich.
Nebenwirkungen gibt es überall. Was hat heute keine Nebenwirkungen? Für manche kann schon der Gang auf die Toilette gefährlich werden. Was ich damit sagen will ist, daß viele Leute in ihrem alltälichen Leben ganz andere gefährliche Dinge zu sich nehmen u. dies im Vergleich nicht der Rede Wert ist. Letztendlich sind diese noch harmlos im Vergleich zu ganz anderen Dingen. LG -
Ich habe den Beitrag mal interessiert durchgearbeitet und würde gern meinen Senf dazugeben.
Die Verwendung vom Kompressions- oder Anti-Thrombose-Strümpfen kann wie schon erwähnt nur dann empfohlen werden, wenn es sich um speziell angepasste und gut sitzende Strümpfe handelt. "Stangenware" passt so gut wie nie perfekt und steigert das Thromboserisiko - auf den regelhaften Einsatz von Anti-Thrombose-Strümpfen wird in Krankenhäusern inzwischen aus gutem Grund verzichtet!
ASS oder andere Thrombozytenaggregationshemmer sind nur unter sehr besonderen Bedingungen zur Thromboseprophylaxe indiziert. Studien zur postoperativen tiefen Beinvenenthrombose und Lungenembolie haben zwar protektive Effekte erwiesen, aber es handelte sich um Hochriskiopatienten und Hochrisikoeingriffe. Eine Übertragbarkeit auf die üblicherweise nicht sonderlich Thrombosefördernden Langstreckenflüge bei an sich gesunden Menschen ist nicht gegeben. Generell kann man also sagen: ASS bei Langstreckenflügen wirkt gegen Kopfschmerzen, aber wohl nicht gegen Thrombosen.
Eine generelle prophylaktisch Antikoagulation mit vermutlich niedermolekularem Heparin halte ich unabhängig von der Flugdauer für vollkommen unnötig und potentiell gefährlich. Bestimmte Personenkreise, die aufgrund von Gerinnungs-, Tumor- oder Gefäßerkrankungen ein abnormal hohes Risiko für Thrombose haben oder schon einmal eine Thrombose hatten, sollten nach ärztlicher Beratung eine Antikoagulation in Betracht ziehen. Aber gesunde Menschen, und auch Raucher und Frauen mit oraler Kontrazeption gelten erst einmal als gesund, brauchen sich keine besonderen Sorgen machen.
Wirksamere und nebenwirkungsärmere Methoden sind die schon oft erwähnten einfachen physikalischen Massnahmen:
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
- Alkoholkarenz
- Regelmäßiges Verändern der Sitzposition
- Aktivieren der Muskelpumpe, z.D, durch Treten auf der Stelle
- Häufiges Aufstehen und Herumgehen
- Bequeme, nicht einschnürende Kleidung
Also, viel Spaß beim Flug und immer schon mit den Füßen kreisen. Mir persönlich macht ja bei solchen Marathonflügen und maximal enger Bestuhlung eher der Rücken zu schaffen...
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Also adrian-Berlin, was du schreibst muß ich Dir erheblich widersprechen, und mit manch äüßerung würde ich da vorsichtig sein.
"Eine generelle prophylaktisch Antikoagulation mit vermutlich niedermolekularem Heparin halte ich unabhängig von der Flugdauer für vollkommen unnötig und potentiell gefährlich." woher nimmst du diese Aussage???? -
Die Studienlage gibt folgende Zahlen her:
Bei Flügen mit mehr als 8h Dauer und Probanden die älter als 50 Jahre sind aber keine vorbekannte Gerinnungsanomalität haben, entwickeln ca. 10% eine asymptomatische Venenthrombose meist des Unterschenkels. Retrospektiv haben einige davon eine vorher nicht bekannte Gerinnungserkrankung gehabt. Gut sitzende Kompressionsstrümpfe senken das Risiko einer Beinvenenthrombose. (Frequency and prevention of symptomless deep-vein thrombosis in long-haul flights: a randomised trial. Scurr JH; Machin SJ; Bailey-King S; Mackie IJ; McDonald S; Smith PD , Lancet 2001 May 12;357(9267):1485-9.)
Das Risiko für eine Lungenarterienembolie ist bei Flügen über 10.000 km beträgt 3-8 Personen pro Million Flüggäste. (Severe pulmonary embolism associated with air travel. Lapostolle F; Surget V; Borron SW; Desmaizieres M; Sordelet D; Lapandry C; Cupa M; Adnet F, N Engl J Med 2001 Sep 13;345(11):779-83.)
Eine generelle Antikoagulation kann unabhängig von der Flugdauer nicht empfohlen werden. Patienten mit deutlich erhöhtem Risikoprofil profitieren eventuell von angepassten Kompressionsstrümpfen. In Ausnahmefällen mag eine Antikoagulation hilfreich sein. (Air travel and thrombosis. Chee YL; Watson HG , Br J Haematol 2005 Sep;130(5):671-80)
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Jeder wie er es für nötig hällt als Laie
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Da es keinen Schaden anrichtet, ist diese Disussion zu aufgebauscht darüber. Auch sind nicht alle Menschen medizinisch gleich zu bewerten, da gibt es gewaltige Unteschiede. Empfehlungen gibt es, was man draus macht ist jedem selbst überlassen.
LG -
Nein. Ich bin jung, schlank, rauche nicht, nehme die Pille nicht, trinke sehr viel und mache regelmäßig Gymnastikübungen.
Diese Spritzen wirken sich doch auf die Blutgerinnung aus, ist es ein Problem wenn man sich nach dem Spritzen verletzt (ich bin nämlich äußerst ungschickt).
Ich hatte erst vor einigen Wochen meine jährliche Erste-Hilfe-Auffrischung wo der Arzt gemeint hat, dass er Aspirin als Thromboseprophylaxe nicht empfiehlt, da es auf der "falschen Ebene"( wie er sich ausdrückte) wirkt und wenn man ein bisschen googelt findet man tatsächlich sehr unterschiedliche Aussagen zu diesem Thema, nämlich eben, dass Aspirin nicht im venösen Bereich wirkt, da es auf die Thrombozyten wirkt, die wiederum nicht ursächlich verantwortlich sind für Beinvenenthrombosen, oder dass die Wirkung im venösen Bereich nicht ausreichend erforscht bzw belegt ist usw. Das animiert mich nicht zur Tabletteneinnahme. -
@leave
kommt natürlich drauf an wie man sich verletzt. Bei kleinen Verletzungen ist das natürlich kein Problem. Bei größeren Verletzungen kommt man ohnehin nicht um eine Weichteilversorgung oder der Gleichen drum herum. Wie Du schon sagtest, die Aussagen sind hier recht breit gefächert, auf Grund immer wieder neu entstehender Studien. Aspirin wirkt auf jeden Fall blutverdünnend, daher auch keine Einnahme vor Operationen oder danach. W
Egal ob venös oder arteriell.
